Mehr als nur Liquidität: Banker als Sparringspartner
Shownotes
Zwischen Strukturwandel im Saarland und dem Chip-Boom in Dresden: Der Wirtschaftsraum Mitte-Ost ist dynamisch, vielseitig und voller Herausforderungen. In dieser Folge von Markt und Mittelstand spricht Thorsten Girsch mit Sascha Malsy, Bereichsleiter Firmenkunden der Commerzbank.
Malsy beleuchtet, wie Banken mittelständische Unternehmen heute unterstützen – weit über die reine Liquiditätssicherung hinaus. Erfahren Sie, wie Betriebe auf schwankende Energiepreise mit Diversifikation und Hedging reagieren, welche Rolle Künstliche Intelligenz im Dienstleistungssektor spielt und warum Private Equity bei Nachfolgeregelungen eine moderne Alternative sein kann. Ein inspirierender Einblick in die Innovationskraft des Mittelstands und die Bedeutung von regionaler Nähe in Zeiten des Wandels.
Transkript anzeigen
00:00:04: Diese Folge ist ein werblicher Beitrag der Commerzbank.
00:00:46: Also der breite Streifen sozusagen vom Saarland bis nach Dresden zur Chipfertigung usw.
00:00:52: sehr heterogene Gegend, unheimlich spannend natürlich nicht frei von Herausforderungen welche das sind wie eine Bank helfen kann sie zu lösen und ohnehin was eine gute Mittelstandsbank ausmacht.
00:01:04: Das bespreche ich jetzt und auch viel mehr mit Sascha Malsi.
00:01:07: Grüße Sie Hallo!
00:01:15: Bevor wir in medias res gehen, vielleicht noch ein Wort zu Ihnen.
00:01:17: Was sind Sie für einen Typ Banker?
00:01:21: Das ist eine gute Frage.
00:01:22: Ich bin auf der einen Seite würde ich behaupten sehr lockerer und agiler Typ Auf der anderen Seite kann er ja auch sehr schnell auf die Sache zu sprechen kommen.
00:01:33: Zwischen diesen zwei Welten Bin ich immerhin und her gesprungen.
00:01:36: Inhaltlich habe ich sicherlich eher auf den Investmentbanking-Seite meine Karriere gemacht das heißt also Kapitalmarktgeschäft Corporate Finance-Geschäft, das ist sozusagen produktseitig mein Home-Turb.
00:01:46: Ich habe aber auch einige Relationship-Aktivitäten im Laufe meiner Zeit dementsprechend abgehandelt und glaube aufgrund dessen für die Position eine ganz gute Mixtur zu sein.
00:01:59: Ach der Mittelstand ist doch viel spannender auch oder?
00:02:02: Absolut!
00:02:03: Deswegen bin ich dabei sehr eng in dem Mittelstand zu arbeiten.
00:02:08: Okay, also da sind es ja auch an den Kunden in der Region Mitte Ost.
00:02:12: Was ist das bei Ihnen genau und wie geht's denn viel mit dieser Region so ungefähr?
00:02:16: Ich weiß dass es pauschal ein bisschen schwer zu beantworten aber versuchen wir es machen.
00:02:20: Ja also erst mal von der Region relativ breiter umfang.
00:02:24: Das heißt es wängt im Saarland an dann Rheinland-Pfalz Hessen und die östlichen Bundesländer Also dementsprechend ein großes Gebiet.
00:02:33: und was die Besonderheit auch an dem Gebiet ist, man hat eine große Diversität.
00:02:39: Im Sinne von der Mitte Region Frankfurt als Beispiel hat man sehr viel Dienstleistung im Sektor, im Portfolio wenn man mehr Richtung Osten geht natürlich in Sachsen sehr stark die Chipbranche.
00:02:51: Auch Agrarwirtschaft ist relativ stark ausgeprägt.
00:02:54: also eine Mixtur von allem.
00:02:56: Und das macht glaube ich auch die Regionen besonders und macht auch besonders viel Spaß.
00:03:02: Ja, Spaß ist das eine.
00:03:03: Aber einfach ist es bestimmt auch nicht immer.
00:03:05: Im Saarland fallen wir ein paar Fälle ein wo man hoffentlich überließt aber klar Dresden super.
00:03:13: dann wieder mit der Chip-Industrie suchen Fachkräfte, ihr habt neulich da auf was moderiert.
00:03:18: ja also wie gehen sie sozusagen mit den Regionen umwos oder mit den Unternehmen umwo?
00:03:26: vielleicht auch bisschen Angst umgeht gerade?
00:03:29: Ich glaube zunächst mal und das zeigt auch unsere Durchdringung im deutschen Markt.
00:03:33: Als Kommerzbank haben wir die Devise, wir sind sehr eng an unseren Kunden dran.
00:03:37: Das heißt also auch insbesondere in schwierigen Zeiten versuchen wir sie sehr intensiv zu begleiten und da auch die Lösung zu finden gerade wenn die Unsicherheit sehr groß ist Und so würde ich das auch für mein Gebiet dann dementsprechend sehen.
00:03:52: Das heißt, wir versuchen natürlich proaktiv gewisse Unsicherheiten und Lösungen dafür mit unseren Kunden zu entwickeln, dass das eine – wenn es mal hart auf hart kommt – auch Stand beizustehen, dass man auch Liquiditätsbedarf vielleicht noch mal zusätzlich abdecken kann um aus der doch schwierigen Lage dann auch auszukommen mit unseren Kunden.
00:04:13: Also von daher glaube ich ist das Bild der Commerzbank und es hat sich über Jahre sehr stark ausgeprägt.
00:04:22: Liquidität am Ende des Tages natürlich die Hauptjobs sozusagen.
00:04:24: aber welche anderen Rollen nehmen Sie noch ein wenn's auch um Transformation geht usw?
00:04:30: Das ist ein sehr wichtiger Punkt, weil ich glaube die Commerzbank ist genau das was sie gerade beschrieben haben.
00:04:35: Also wir sind sehr stark auf der Liquiditätsmanagement-Seite ob es jetzt im Working Capital Finanzierungsbereich ist oder auch dem Absicherungsbereich Hatching an dieser Stelle.
00:04:44: Ob's Währungshatching, Rohstoffhatching und alles natürlich für dementsprechende Unsicherheitsmanagement da ist.
00:04:52: aber Wir sind auch mehr und mehr der Sprangspartner für diese strategischen Themen komplexe, weil der Mittelstand muss sich natürlich mit der Transformation auseinandersetzen und die Transformation ist gerade auch im internationalen Bereich voll zu vollziehen.
00:05:08: Da sind wir auf der M&A-Seite sehr aktiv.
00:05:10: Der zweite große Block ist natürlich Nachfolgeregelung.
00:05:14: Die Demografie geht auch an der Stelle nicht an den Kunden vorbei.
00:05:18: das heißt also sie da auch frühzeitig mit unseren Kundendialog einzutreten um nachfolgeregelungen zu finden.
00:05:26: Gehen wir vielleicht über noch die Herausforderung nochmal ein bisschen durch.
00:05:29: Jedes Unternehmen natürlich ein bisschen individuell, aber ein paar Muster gibt es ja dann doch... Wie geht der Mittelstand denn mit den hohen Energiekosten?
00:05:35: Und vor allen Dingen oben da haben wir ja gerade jetzt natürlich Iran lässt grüßen, doch eine ganz anderes Thema nochmal.
00:05:44: Ja das ist weiterhin ein großes Thema natürlich im Mittelstand.
00:05:48: Gerade Deutschland ist ein sehr industrie-lastiges Ökonomie und daraus resultierend sind die Energiepreise natürlich auch ein wesentlicher Kostentreiber.
00:05:57: Und da ist ein großer Fokus, das Gute ist aber daran ich glaube dass hat jeder im Mittelstand auch begriffen wir sehen sehr viele Projekte um eben diese Energieversorgung zu diversifizieren.
00:06:09: sicherlich ist ein Teil Renewables.
00:06:11: auch durch Batteries Storage also Speicherung von Energie wird das Thema auch immer relevanter weil das war natürlich immer wieder die Diskussion, die wir mit den Kunden haben.
00:06:21: Ja wenn die Sonne mal nicht scheint oder der Wind nicht da ist aber das ändert sich so langsam.
00:06:27: also man sieht es ja auch an den Autos Die Reichweite einer Batterie ist deutlich länger als es noch in der Vergangenheit war und das sieht man in der Industrie auch.
00:06:35: Also das ist sicherlich ein wesentlicher Themenblock, da sieht man aber wie gesagt diese Diversifikationen.
00:06:40: und das andere ist auch mehr und mehr in dementsprechende Absicherungen zu gehen.
00:06:45: Ich glaube der Mittelstand war in der vergangenheit nicht so stark auf der Hatching-Seite unterwegs, Rohstoffe hatching insbesondere.
00:06:51: Das ändert sich aber gerade.
00:06:53: also da sehen wir sehr viele gute Dialoge, wie wir auch unsere Kunden engen begleiten.
00:06:59: Insbesondere wenn es ein neues Produkt ist, dass wir dann dementsprechend noch das Fachwissen mitbringen und darauf hinbeißen was sind die Vorteile aber natürlich auch etwas in den Nachteilen dabei.
00:07:07: Aber da ist sehr viel Aktivität vorhanden.
00:07:11: Da sieht man wieder auf dem Weg zur Nachhaltigkeit im Bankenteil der Lösung.
00:07:14: Das ist aber nachhaltigkeits- natürlich immer noch eine wichtige Herausforderung an der Energiekosten.
00:07:20: Es gibt aber noch mehr Transformationsdruck oder KI und Co lassen grüßen.
00:07:25: Ja, also absolut richtig und ich glaube das durchzieht natürlich jede Branche gleichermaßen.
00:07:30: Und ich würde auch gerne betonen dass die Resilienz da eine Relevanz ist.
00:07:36: Also nicht nur auf der positiven Seite im Sinne von wie kann man optimieren und jetzt nicht nur Auf der Kostenseite sondern auch sicherlich von der Sales-Aktivität optimieren.
00:07:46: Aber und das wird auch mehr in unseren Diskussionen mit den Kunden, wie kann man sozusagen die Sicherheit dann gewährleisten?
00:07:53: Weil die KI-Programme natürlich auch darauf ausgerichtet sind solche offenen Aspekte zu finden und dementsprechend an Daten als Beispiel heranzukommen.
00:08:03: also von daher da sehen wir sehr viel Aktivität und ich glaube, da werden wir sicherlich in den nächsten ein zwei Jahren noch deutlich mehr exponentielles Wachstum sehen.
00:08:12: Jetzt betrifft KI ja alle, aber gibt es von allen unterschiedlichen Branchen welche die den technologischen Handel besonders vorantreiben im Zweifel natürlich auch mit finanziellen Investitionen?
00:08:22: Naja ich glaube ehrlicherweise im Dienstleistungssektor sieht man das sogar am meisten.
00:08:26: Also gerade war man da die Modelle sehr gut nutzen kann für Atmosphäre administrativen Prozesse, die dementsprechend durch die KI auch abgedeckt werden können.
00:08:36: Und ich meine ein Beispiel ist Private Equity geht mehr und mehr in Indienstleistungsektoren rein was in der Vergangenheit eigentlich wegen den sogenannten Working Assets nicht als adäquates Ziel empfunden wurde.
00:08:51: Warum machen Sie das?
00:08:52: Weil sie eben erwarten durch KI erhebliche Kosten Einsparungen und dadurch natürlich erhebbliche Gewinnerhöhungen um dann in Zukunft das Unternehmen natürlich wieder deutlich höher zu verkaufen.
00:09:05: Gibt es das für Sie auch?
00:09:07: Ja, man darf ja natürlich nicht so emotional sein als Bengers.
00:09:09: Wie die Frage war ein bisschen empathisch hier schon.
00:09:11: wenn sie auf Wandel dann aber auch gelingt in der Region wo vielleicht jetzt nicht alle den großen Hype sehen.
00:09:18: Nehmen Sie das auch persönlich ein bisschen mit für solche Regionen dann in Anführungszeichen auch was tun zu können.
00:09:23: Ja, auf jeden Fall.
00:09:26: Man muss ja auch gerade bei der künstlichen Intelligenz sagen es gibt sehr viele Vorteile aber es gibt natürlich auch gewisse Nachteile.
00:09:32: ob das jetzt die Resilienzthematik ist also die Sicherheit ist das eine Aber natürlich und das ist glaube ich die größte Herausforderung Ob das jetzt auf der Banken-Dienstleistungssektor aber auch in der Industrie die Menschen mitzunehmen.
00:09:44: Und ich glaube, da sind wir auch – und das ist jetzt eher so eine lidersche Perspektive als eine reinen Bankerperspektive – dann müssen wir natürlich darauf achten wie wir unsere Mitarbeiter weiterentwickeln und natürlich auch voranbringen.
00:09:58: Die Diskussion haben wir sicherlich auch mit unseren Kunden auf der Seite.
00:10:03: Gerade wenn es natürlich auch viel Wandel zu erklären und zu gestalten gibt.
00:10:08: Die
00:10:09: Banken müssen natürlich auch mal hier und da einen, na ja wie kann man sagen, Bankautomaten schließen.
00:10:15: Eine Filiale vielleicht auch aber ich sage mal gerade im Geschäftskundenbereich ist die regionale Präsenz durch Digitalisierung wirklich zu ersetzen oder bleiben sie erreichbar?
00:10:24: physisch?
00:10:26: Nein also ich glaube ganz persönlich gesprochen und das zeigt dann auch wo die Strategie der Kommerzbank an der Stelle ist.
00:10:33: Natürlich werden viele Prozesse gerade die Mitteloffice-Back Office-Prozesse werden natürlich durch die KI optimiert werden müssen, das heißt also ein Stück wert effizienter dargestellt werden müssen.
00:10:45: Was aber meine persönliche Meinung ist ich glaube da sehen wir auch im tagtäglichen.
00:10:49: wie wichtig dann zusätzlich aber trotzdem der menschliche Austausch wird ja die Vertrauensbasis gerade weil wir teilweise gar nicht mehr wissen was sozusagen im Hintergrund abläuft mit der KI oder auch mit der Digitalisierung ungemein wichtig diese Vertrauensbasis zu haben.
00:11:06: Und wie schafft man Vertrauen, indem man vor Ort ist und in der Präsenz kommunikativ unterwegs ist?
00:11:14: Das ist genau unsere Zielsetzung als Bank, regional präsent zu sein – das sehen wir auch, dass unsere Kunden das sehr positiv.
00:11:24: als Feedback geben.
00:11:26: Die Finance Rewards zeigen es dann auch am Ende des Tages und wir haben natürlich trotz alledem den Fokus auf der Kosteneffizienz, weil das bringt natürlich auch den Vorteil für die Kunden.
00:11:36: Okay, dem Zimmer an die Finance Rewords?
00:11:38: Was meinen Sie damit?
00:11:41: Die Finance Awards dass wieder die beste Bank in Deutschland sind hinsichtlich der Kategorien Lending, Mittelstandsbank Transaction Services.
00:11:54: also das meine ich damit.
00:11:55: Okay, die große Umfrage.
00:11:56: Alles klar.
00:11:57: Genau.
00:11:58: Nur weil wer das nicht wusste, das muss man noch mal kurz erklären.
00:12:01: also die ja lösen damit wenn man sagt die Mittelstandsbank ist das dann auch die Einlösung davon?
00:12:08: oder haben wir noch was vergessen was für eine mittelstands Bank noch dazu gehört?
00:12:11: Das ist ja ihr Branding und ihr Versprechmarken versprechen sozusagen auch
00:12:16: Ja, genau.
00:12:16: Also ich glaube natürlich ist die Commerzbank mehr als nur die Mittelstandsbank.
00:12:19: aber im Wesentlichen und das ist auch meine persönliche Meinung deswegen bin ja zu Commerzen gegangen es ist der Mittelstand der Rückgrat der deutschen Gesellschaft dann auch natürlich der deutschen Ökonomie und dementsprechend müssen wir es nicht nur besonders hervorheben sondern auch besonders groß reden dass wir hier den Fokus haben müssen auf genau diese Geschäftsfelder.
00:12:41: Und ich glaube auch, und das sieht man ja jetzt schon.
00:12:44: Die Innovationskraft im Mittelstand ist weiterhin gegeben trotz der ganzen Unsicherheiten und dessen was die Kunden auch durchmachen müssen.
00:12:52: aber ich bin immer wieder beeindruckt zu sehen mit welchen neuen Ideen man auch an den Markt kommt und dementsprechend bin ich fest davon überzeugt dass unsere Ökonomie da auch in Zukunft wachsen wird und wir als Mittelstandsbank werden ein ganz wesentlicher Teil dessen sein.
00:13:09: Ich komme auf einen Punkt, den Sie eben im Halbzeit schon erwähnt haben nochmal zurück.
00:13:12: Weil also so wichtig ist die Nachfolgesituation im Mittelstand Wie beurteilen sie das und wie wichtig ist Ihnen persönlich das auch?
00:13:22: Naja, das ist ein ganz wesentlicher Punkt weil das ist natürlich Teil dessen was ich gerade eben sagte hinsichtlich unserem Rückgrat Und ich glaube am Ende des Tages die Diskussionen laufen natürlich in erster Linie darauf hinaus Gerade wenn sie Eigentümer geführt sind ... familiär keinen Nachfolge habe.
00:13:40: Was mache ich?
00:13:41: Und da gibt es verschiedene Varianten, und da sind wir natürlich auch aktiv... ... und proaktiv mit unseren Kunden.
00:13:46: Es gibt beispielsweise eine Stiftung die man natürlich ins Leben ufen kann,... ... damit das dann in der Stiftungen verbleibt.
00:13:51: Das ist ein Teil des... da arbeiten wir auch mit unseren Voice Management Experten und Spezialisten sehr eng zusammen.
00:13:58: Dann ist es sicherlich das Thema Management Buyout, also die Frage kann das Management das Ganze übernehmen?
00:14:05: Und dazu ist natürlich dann auch eine Banknotwendigung um die Finanzierung zu stellen.
00:14:10: Der letzte Punkt ist im Zweifel der Verkauf.
00:14:13: Da ist wieder die Zwei-Teilung ein Verkaufen innerhalb Deutschlands mögliche, also eine Deutsche Konsolidierung oder brauchen dann vielleicht auch einen internationalen Partner, der eben schon das Netzwerk auch ein Stück weit mitbringt.
00:14:25: Das sind die drei Facetten, die man in erster Linie da berücksichtigen muss und den Dialog mit unseren Kunden haben wir natürlich auch besonderen Fokus drauf.
00:14:36: Gibt es da irgendwelche Entwicklungen gerade?
00:14:38: Gerade auch im Zweifelverkauf... Welche Player haben wir da?
00:14:44: Da ist Private Equity, da sind Family Offices.
00:14:47: Die Strategen, so nennt man das ja... Wollen wir dann nochmal vielleicht einen Satz zu sagen, wo sich das ein bisschen aufteilt?
00:14:55: Sehr gerne!
00:14:55: Also Sie haben eigentlich schon alle drei wesentlichen Komponenten genannt.
00:15:01: Private Equity sehen wir, hat mit zwischenzeitlich natürlich mit der Zinswende war es ein bisschen schwieriger die multiple arbitrage hier zu bespielen, aber sie sind jetzt auch im Wesentlichen gerade im Mittelstand wieder zurück.
00:15:14: Weil man da sieht dass es eben auch wieder aufwärts geht.
00:15:16: und wenn es natürlich eine positive Entwicklung gibt ist Private Equity ein wesentlicher Treiber.
00:15:22: und Private Equity hat auch einen Stück weit den Vorteil das in der Regel eine Bayern-Bild-Strategie haben.
00:15:26: Das heißt also Sie kaufen ein Unternehmen in einem bestimmten Bereich wo Sie denken okay ihr könnt ja auch eine Konsolidierungswelle stattfinden Und die sind in dem Bereich natürlich auch besonders aktiv.
00:15:38: Auch und das sieht man immer mehr, auch im sogenannten MicroCAD-Bereich also in den kleinen sehr kleinen... Unternehmen werden sie da deutlich aktiver.
00:15:47: Das hat man in der Vergangenheit nicht gesehen, weil das eher ein risikoreicherer Bereich war.
00:15:51: aber also hier sieht man eine deutliche Veränderung auch von den Wachstumszahlen.
00:15:56: Das klingt ja erst mal nach Haulschrecken und so weiter wie Herr Münthevier immer sagt er ist es aber doch nicht mehr.
00:16:01: Das ist doch eigentlich ne gute Sache oder?
00:16:02: Weil's ne Lösung einfach sein kann
00:16:04: Ganz genau, also ich glaube das muss man genauso sehen weil natürlich auch die Unternehmen das abwägen.
00:16:10: Also wenn das die beste Lösung ist für die Mitarbeiter und sie können sich vorstellen gerade bei den Unternehmern ist das ja im wahrsten Sinne des Wortes das Baby Und da möchte man das natürlich auch in gute Hände abgeben.
00:16:24: Wenn dann ein PIE eine gute Strategie nach vorne gerichtet, auch vermarktet und verkauft, ist der Verkäufer dafür sehr offen.
00:16:34: Das sieht man beim Private Equity Bereich, dass es nicht mehr reinrassige Heuschecken sind, auch deutlich länger die Investment halten.
00:16:43: Manchmal kauft die Familie ja auch zurück.
00:16:44: Ich glaube Otto Bock ist so ein bekanntes Beispiel, soll ja auch noch eine Möglichkeit sein nach fünf, sechs,
00:16:48: sieben Jahren.
00:16:49: Mal sehen!
00:16:50: Okay, aber erst mal zumindest gerettet und nicht absehbar in zwei Jahren das ganz große Problem bei... Also wie gesagt PE-Image gewandelt?
00:16:58: Die Strategien, das versteht vielleicht auch nicht jeder.
00:17:01: Was meinen wir damit?
00:17:03: Strategische Investoren sind im Grunde die, die bereits in dem Feld aktiv sind.
00:17:08: Also in den Geschäftsfeld aktiv sind wo jetzt beispielsweise das Unternehmen was gekauft werden soll also Ottobock ist vielleicht für diejenigen die es nicht kennen sind ja beispielsweise Rollstühle produzieren sie und wenn ein Unternehmen in dem Bereich tätig ist dann redet man von Strategen Das ist der strategische Investor.
00:17:28: Genau da werden vielleicht so ein bisschen Cluster gebildet ja, platt gesagt mehrere zusammengekauft in Anführungszeichen und was man ein größeres Konglomerat hat um im Zweifel dem neuen chinesischen Wettbewerber besserer Stand halten zu können.
00:17:41: Korrekt!
00:17:43: So genau kann ja auch für einigen Weg sein wenn es passt weil früher hat man ja den Nachbarn auf einer anderen Reinseite sozusagen nichts gegönnt und manchmal ist man zusammen ja doch stärker gegen die neuen Rivalen die eben auftreten.
00:17:55: okay also Wie schwierig sind diese Nachfolgesituationen denn manchmal für Sie als Denker dann auch zu moderieren?
00:18:07: Oder sehen sie da auch einen Wandel.
00:18:08: Früher hat man mit fünf, achtzig Jahren noch nicht darüber nachgedacht das Unternehmen loszulassen.
00:18:13: Ich glaube es ist plötzlich auch ein bisschen geändert oder?
00:18:16: Ja!
00:18:17: Das hat sich geändert.
00:18:19: Natürlich ist die Frage Stellung in welchem Segment man tätig ist.
00:18:26: Schätzen sollte ist jetzt beispielsweise das Start-up und Scale up Situation.
00:18:29: Das hat sich auch deutlich verändert, also da haben wir viel mehr Aktivität und natürlich in dem Bereich sind die Gründer viel ehrbereit schneller zu verkaufen.
00:18:40: so wenn es um die ich nenne dass jetzt mal die alte Industrie geht Maschinenbau Automobilzulieferer etc.
00:18:46: Da glaube ich, ist man auch deutlich offener geworden und wartet nicht sozusagen bis dann der letzte Moment des Verkaufs ansteht sondern man geht viel früher proaktiv in die Gespräche mit den Banken um das Thema doch mal zu durchdenken Und dementsprechend sieht man ja gerade im kleineren und mittleren Mittelstand sehr viel Aktivität aktuell, wo eben dann die Unternehmen verkauft werden oder in Stiftungen übergeben werden.
00:19:17: Gab jetzt ja so im ... Jetzt in der Phase hier September-Oktober schon einige gute Nachrichten das wir gut in den Herbst gehen von der Stimmung her auch gerade auch mit dem mittelständischen Bereich.
00:19:28: Das ist zarter Optimismus!
00:19:29: Wir wollen es nicht übertreiben.
00:19:30: aber teilen Sie diesen zarten Optimismus?
00:19:33: Ja, absolut.
00:19:34: Also insbesondere in den letzten Monaten hat man eine Veränderung gesehen zum Positiven.
00:19:39: Ich meine der IFO-Index hatte auch eine deutliche Erhellung gesehen und das merkt man auch an den Gesprächen.
00:19:45: Man muss aber immer noch fairerweise sagen es ist ein differenziertes Bild.
00:19:48: also wenn man jetzt Richtung Automobil, Automobilzulieferer alles in dem Umfeld ist die Lage immer noch sehr sehr angespannt.
00:19:55: wir haben jetzt auch leider einige Insolvenzen im Händlerbereich Auto-Händler Bereich gesehen.
00:20:01: Also von daher würde ich das ein Stück weit ausklammern.
00:20:04: Aber der restliche Teil ist deutlich positiver geworden... was zur Folge hat, dass natürlich auch Investitionsplanungen jetzt wirklich aus den Schubladen ausgeholt werden und dementsprechend in die Umsetzung gehen.
00:20:18: Und das merken wir – und es ist diese positive Kettenreaktion –, dass auch die Investition des Staates langsam greifen und daraus resultierend der sogenannte Multiplikatorvereffekt stattfindet
00:20:32: Der Hebel, auf den wir alle warten.
00:20:33: Da sind wir doch wirklich mal optimistisch für den späteren Herbst und natürlich dann auch das neue Jahr und im Winter.
00:20:39: Vielen vielen Dank Herr Malsi!
00:20:41: Sehr gerne Herr Gisch.
00:20:43: Und auch Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern danke fürs dabei sein.
00:20:46: ich sage wie immer bleiben Sie gesund und erfolgreich bis zum nächsten Mal
00:20:53: tschüss.
Neuer Kommentar