Zwei Drittel des Umsatz verkaufen - und daran wachsen
Shownotes
In dieser Folge von „Markt und Mittelstand – Der Podcast“ gewährt Stephan Seifert, CEO der Körber Group, faszinierende Einblicke in eine der radikalsten Unternehmens-Transformationen der deutschen Industrie. Getriggert durch die Finanzkrise stellte der Traditionskonzern sein gesamtes Geschäftsmodell auf den Prüfstand: Anstatt nur zu optimieren oder zu restrukturieren, verkaufte Körber rund 70 Prozent des damaligen Altgeschäfts und richtete das Portfolio konsequent an globalen Mega- und Technologietrends aus. Im Gespräch mit Thorsten Girsch erläutert Seifert, wie die Kombination aus klassischem Maschinenbau, operativer Software und KI-Anwendungen („Technology Stack“) heute als Wachstumsmotor dient. Zudem berichtet er von den Kulturunterschieden in der Innovationsgeschwindigkeit zwischen Europa, den USA und Asien, der Rolle der Eigentümerstiftung für langfristigen Mut und den ambitionierten Plänen unter dem Leitbild „LIFE 2035“ – mit dem Ziel, den Umsatz auf zehn Milliarden Euro zu verdreifachen. Ein packendes Lehrstück über mutige Führung, nachhaltiges Wachstum und echtes Change-Management.
Transkript anzeigen
00:00:04: Markt und
00:00:04: Mittelstand,
00:00:05: der Podcast.
00:00:07: Deutschlands Stimme für Familienunternehmen.
00:00:10: Aktuelles und Zukunftsthemen rund um den Motor der deutschen Wirtschaft mit Thorsten Giersch.
00:00:22: Die Zukunft steht direkt vor der Tür, das Gefühl hat man in KI-Zeiten mehr denn je.
00:00:27: Aber es lohnt sich natürlich trotzdem mit Zukunftsforschern zu sprechen und das tun wir in dieser Folge.
00:00:33: Harry Gattara leitet das Zukunftsinstitut – das ist beheimatet in Wien und Frankfurt aber hat seine Leute überall.
00:00:40: Es wurde ursprünglich mal gegründet vom doch sehr bekannten Trendforscher Matthias Horax und wir sprechen auch konkret über die Teile unserer Zukunft, die Unternehmen kennen und wissen sollten, ahnen sollten.
00:00:53: Und naja was uns vielleicht auch hemmt etwas bereitwilliger in diese Zukunft zu gehen?
00:00:59: Ich freue mich sehr auf dieses Gespräch!
00:01:01: Grüße Sie Herr Gattera!
00:01:02: Ja schöne guten Tag.
00:01:03: ich freu mich sehr!
00:01:07: Herr Gaterer das Zukunftsinstitut der Name spricht ein bisschen für sich dass es nicht bei allen Organisationen und ihren Namen so aber vielleicht trotzdem noch mal die Frage was machen sie genau?
00:01:17: und ja wie sind sie da hingekommen?
00:01:20: Ja sehr gerne, also klar das spricht für sich weil man die Zukunft im Namen hat und sich offensichtlich sehr intensiv damit beschäftigt.
00:01:27: Weitere verstehen wir uns vor allem als ein Leistungszentrum für Menschen die sich aktiv in Organisationen... gestalterisch der Zukunft wird man also die etwas vorhaben, die etwas bewegen wollen.
00:01:41: Die etwas tatsächlich auch anpacken weil wir sehr überzeugt sind dass sich die zukunft immer aus dem innen von Organisationen entwickelt.
00:01:49: aber und das ist ja auch unsere history.
00:01:53: Wir haben uns seither immer mit der Forschung beschäftigt also mit der Frage was sind die megatrends?
00:02:00: relevant sind.
00:02:01: Was sind die Entwicklungen, die wir nicht außer Acht lassen dürfen wenn wir Zukunft gestalten?
00:02:06: und insofern sind es die beiden Seiten die wir tun einerseits einen sehr ausführlichen Trend-Research andererseits eben tatsächlich so die Unterstützung und Begleitung von jenen die es echt vor haben Zukunft zu entwickeln
00:02:19: Gegründet mal von Matthias Hoax, glaube ich.
00:02:21: Frankfurt und Wien groß sind aber sie sind überall irgendwie zugange.
00:02:24: Zukunft ist ja auch dezentral hier in Deutschland.
00:02:27: Apropos die ganz leichte Frage mal wie zukunftsfähig ist denn Deutschland aus ihrer Sicht und gemäß ihrer Forschung?
00:02:34: Ja das ist ja schonmal interessant weil ich bin ja sehr davon überzeugt dass die Zukunft immer aus einem Innen heraus entsteht.
00:02:43: Und insofern ist die frage Wie zukunftspfähig sind wir?
00:02:48: vielleicht könnte man die nochmal umstellen und sich eigentlich fragen, worin sind wir denn eigentlich am meisten zukunftsfähig?
00:02:56: Weil ich meine jede Organisation und auch jedes Land hat eine Zukunftsfähigkeit grundsätzlich.
00:03:01: Und ich glaube da müssen wir einfach präziser werden.
00:03:04: Worin sind Wir denn zukunftspfähig und wo nicht wenn man sich dauernd darin vergleicht was man als Nicht kann Mit den USA, mit China und der Welt.
00:03:12: Dann fühlt man sich ja dauernd schlecht.
00:03:15: Das ist ja kein guter Zustand um die Zukunft zu gestalten.
00:03:19: deswegen meine These ist drauf wirklich zu achten.
00:03:22: worin sind wir gut?
00:03:23: beispielsweise Wir haben gerade einen White Paper auch gemacht zur KI-Souveränität.
00:03:29: Es ist ein großer Begriff geworden Die Souveränitet im Thema der Technologien Da künstliche Intelligenz Und natürlich sind wir in vielen in vielen Bereichen darin nicht gerade federführend, aber wenn es um die Verbindung geht von industriellen Fertigungen und künstliche Intelligenz sind wir sogar ganz ganz vorne.
00:03:47: Also ich finde wir haben extrem viel und müssen das jetzt einfach verstehen lernen und produktiv nutzen lernen.
00:03:57: Und deswegen würde ich nicht sagen wie zukunftsfähig sind wir im Vergleich sondern lass uns lieber drüber nachdenken, wo sind wir richtig gut zukunftsfähig und was können wir tun damit wir das fördern?
00:04:07: Okay dann die beiden fragen nämlich auch fangen wir mit dem Wo an.
00:04:11: Was sind denn Bereiche wo sie in Hoffnung machen?
00:04:15: Ja in der Tat wie gesagt.
00:04:16: also wir haben gerade jetzt wenn es um Technologien geht sind wir in der Lage tatsächlich im Bereich der Fertigungen in Verbindung mit künstlicher Intelligenz ganz stark schon im Rennen zu sein und das sollten wir ausbauen.
00:04:32: Das sollten wir uns auch nicht verstecken, das Problem ist dass wir uns natürlich jetzt hinter unseren Magenkurs verstecken.
00:04:38: also die Automobilindustrie hat so ein bisschen natürlich den Anschluss verloren in der Elektromobilität usw.
00:04:46: Und wir haben natürlich auch keine großen Consumer Electronic Companies wie Google und Apple die das ganze rocken.
00:04:53: aber ich meine Wenn wir so Industrie nehmen, wenn wir SAP oder Siemens nehmen dann merkt man schon da ist er eigentlich auch richtig viel dar.
00:05:01: Und wir sollten uns ein bisschen in diesen Wind begeben dass wir diese Verbindung aus dieser Technologiewelt die sich sehr stark tatsächlich auch nach wie vor am Engineering orientiert und den Forschungseinrichtungen die wir haben, den Unis die wir habe das wird das herausragender behandelnd, dass wir da stärker uns auch selbstbewusster aufstellen.
00:05:25: Und zum zweiten glaube ich das die eine zwei also ist ein bisschen vielleicht klingt es ein bisschen komplizierter aber eigentlich weitläufig auch noch einen zweiten Vorteil, der jetzt noch ein Nachteil ist.
00:05:40: Wir haben eine Demografiedelle gerade nicht ziemlich her.
00:05:43: Das ist erst mal ein Nichteil klar.
00:05:46: Man sagt oh da kommt nicht so viel Junges nach und wir müssen mit Zuzug arbeiten
00:05:50: usw.,
00:05:51: aber auch das ist am Ende ein Vorteil weil wir mit höherer Qualität, weil wir stärker sozusagen fokussieren müssen die Diversität umzugehen Und alle anderen Bereiche der Welt werden sukzessive dort auch hinkommen.
00:06:04: Also ich finde, das ist auch eine Stärke wenn wir es lösen.
00:06:07: Das heißt du sind in den Modus des Lernens zu gehen und das nach vorne zu stellen dann haben wir eigentlich extrem starke Bedingungen und die würde ich nur gerne ermutigen dass wir sie sehen lernen.
00:06:17: also das ist sozusagen jetzt gibt ja auch Gründe warum wir sie nicht sehen.
00:06:20: da können wir auch gleich sprechen.
00:06:22: Kurzwerbung in einer Minute geht es weiter.
00:06:24: als Führungskraft wissen Sie Liquidität ist der Treibstoff für Wachstum.
00:06:30: Aber wenn zwischen erbrachter Leistung und bezahlter Rechnung Wochen liegen, bindet sich genau dieser Treibstoff in offenen Rechnungen.
00:06:37: Kapital das eigentliche neue Leute, neue Märkte oder das nächste Produkt fließen müsste.
00:06:43: Das bekommen Sie mit der KI-gestützten Finance Lösung von Sage in den Griff.
00:06:48: Sage Intact beschleunigt den Weg von der Leistung bis zum Geldangang.
00:06:53: In Kundenprojekten sinkt die Zeit, bis eine Rechnung bezahlt ist von rund onehundertzwanzig auf untersebzig Tage.
00:07:00: Und weil Ihnen Liquidität und Ihre wichtigsten Kennzahlen in Echtzeit vorliegen, entscheiden Sie auf Basis von heute nicht vom letzten Monat!
00:07:09: Wenn Sie Sage Intact mal ausprobieren möchten, gibt es das für alle Markt- und Mittelstand Podcast höherein und höherer exklusiv bis zum einundreißigsten Dezember mit zwanzig Prozent Rabatt auf die ersten zwölf Monate inklusive Sage Copilot.
00:07:24: Probieren sie es aus unter sage.com slash mum also sage.com mum Und natürlich finden Sie alle Links auch in den Show Notes Ja, total.
00:07:36: Sie sagten ja auch die Rahmenbedingungen müssen passen.
00:07:38: Das war Ihre zweite große Frage da im Eingangsstatement sozusagen was passt denn nicht oder was ist verbesserungswürdig und damit auch verbunden?
00:07:46: sind die Menschen auch die an entscheidenden Hebeln sitzen?
00:07:50: Sind sie dann eigentlich schon im Kopf zukunftsfähig bevor wir zu den Organisation vielleicht noch kommen?
00:07:57: Ich kann ja.
00:07:57: ich kann ja auch.
00:07:58: ich kann nicht in Köpfe schauen.
00:07:59: also ob die im kopf zukunftfähig sind weiß ich.
00:08:02: aber das sind natürlich wahnsinnig kompliziert aufgestellt in unseren Systemen und das macht uns das Leben ja schon wirklich problematisch.
00:08:10: Wir haben sozusagen so ein Umfeld uns gebaut, in dem alles irgendwie geregelt werden muss Und ich spreche jetzt nicht nur von Überbürokratisierung, sondern eher von dieser Haltung die da auch dahinter steckt oder die wir vielleicht auch gerade dadurch auch herangezogen haben.
00:08:28: Das heißt also alles muss immer hundert Prozent wasserdicht und bis ins Detail besprochen und durchgearbeitet usw.
00:08:37: sein und das steht uns im Weg.
00:08:39: Also ich sage ganz gerne wenn wir Zukunft entwickeln wollen müssen wir nach vorwärts auch simplifizieren bisschen loslassen, schauen wo wir Dinge vielleicht nochmal weglassen können beziehungsweise eben auch lernen neu umzugehen.
00:08:54: Wenn man es mit sehr komplexen System zu tun hat wie unsere Weltwirtschaft gerade ist... Mit hoher Komplexität kann er nicht umgehen indem ich jedes Detail kläre und regle sondern braucht man vielleicht irgendwo eher mal Korridorverständnis oder Heuristiken die uns helfen einfach Grundeinschätzungen zu machen ohne alles.
00:09:13: wie gesagt wir sind das Detail so zu regeln, das ist glaube ich etwas was uns im Weg steht.
00:09:18: Das zweite was uns noch in dem Weg steht auch dass wir sozusagen nicht so sehr im Modus des Lernens sind.
00:09:27: es ist nichts was sonst irgendwie so.
00:09:29: also wir haben schon noch ein bisschen so das Thema aha irgendwann ist die Ausbildung und dann ist fertig und dann isst auch gut.
00:09:35: ja und das wird sich natürlich gerade im Sinne von unter oder aus der Sicht von Organisationen stark ändern.
00:09:44: Das wird der Staat nicht so schnell lösen können, weil da eben Tese eins zu kompliziert ist.
00:09:50: Deswegen werden Unternehmen viel stärker anfangen Lernökosysteme aufzubauen in dem tatsächlich Bildung noch mal einen neuen Schub bekommt.
00:09:58: Da sind wir aber noch nicht!
00:09:59: Insofern ist es eben aktuell auch noch ein Hemmnis und vielleicht haben wir sogar sowas wie ein drittes Hemmness noch dass uns sowas Bild fehlt, so ein inneres Bild.
00:10:10: Also was ich vorher gesagt habe, wo eigentlich unsere Stärke ist, wo so eine Zukunft entstehen kann, wo wir uns auch wirklich mal verlassen können dass wir da ein großes Potenzial haben das wird kaum artikuliert und es wird weder politisch artikulliert als wenn wir jetzt bei den Köpfen sozusagen der Entscheidenden entscheiden die sie ansprechen.
00:10:30: Ich spüre das nicht, ich sehe das nicht und deswegen lässt es mir natürlich vermuten, dass man's vielleicht gar nicht so kennt Wo denn eigentlich so eine Prozentialität liegt für die Zukunft?
00:10:40: Und ich denke, das ist wirklich wichtig.
00:10:43: Weil wenn Sie sagen hey alles sind irgendwie wirklich bemüht und tun ja auch viel und dann wissen sie aber eigentlich gar nicht wohin.
00:10:52: Das ist schwierig!
00:10:54: Ja, was sind so Narrative?
00:10:55: also ich sage ich habe man ordentlich geht mein Beispiel.
00:10:58: Auf einer Veranstaltung um Eingangsfrage gestellt wenn nun alien wärst du landest hier vollumfängliche Information auf der Welt und suchst ja aus wo du langfristig wohnen möchtest hätte Deutschland eine Chance der Platz deiner Wahl zu werden.
00:11:11: Also jetzt kann man sagen gut einen Raumschiff da können wir die kaputten Brücken rüberfliegen und das bildungssystem ist vielleicht nicht so geil dass braucht auch nicht mehr.
00:11:17: Aber so sagten dann alle, wer Deutschland schon wahrscheinlich das beste Land, wo man mit so sein könnte.
00:11:24: Also ist es narrativ zu sagen wir wollen das land werden?
00:11:27: Wo man auch der welt am besten leben kann.
00:11:28: da ganz platt gesagt ist das von zukunftsnarrativ was sie meinen oder bin ich dazu sofistikated unterwegs?
00:11:35: ja was sich an diesem bild Interessant und auch durchaus richtig finde ist, dass es ein qualitatives Bild ist.
00:11:41: Und ich glaube das ist total wichtig ja?
00:11:44: Also auch wenn wir von der Wirtschaft her kommen die trainiert ist auf quantitative Bilder also besser in irgendwas werden oder sonst was... ...ist das schon so, dass ich qualitative bilder bevorzugen würde.
00:11:57: Das heißt jetzt haben sie die Lebensqualität angesprochen.
00:12:00: sind wir Das land mit der spannendsten, höchsten, tollsten Wasser-Emerlebensqualität.
00:12:07: Dann muss ich sagen, ja klar.
00:12:09: Wahrscheinlich müssen wir ein bisschen nach Skandinavien schauen das haben die sich auch schon mal ins Buch geschrieben.
00:12:14: Okay
00:12:15: fair enough.
00:12:16: Aber diese Idee dass wir sozusagen so einen qualitativen Kern eben kriegen den sollten wir uns aufbauen.
00:12:26: und ich denke eben wie gesagt aus diesem, naja lassen Sie es mal sagen historischen fast Ingenieurs denken das ja auch in Präzisionen Genauigkeit mal gemündet ist was sonst wie gesagt er auch weit gebracht hat.
00:12:48: In Verbindung mit einer guten Lebensqualität lernen und ... und die Demografie das Alt werden.
00:12:56: Wenn man dafür, ich habe jetzt keinen Begriff der das ausdrückt... ... aber wenn wir sagen, dass ist modernes Leben at its best als dieser Verbindung raus,... ... das wäre schon schön!
00:13:08: Das wäre schon interessant.
00:13:09: Und es wird die Leute wahrscheinlich auch anregen nachzudenken.
00:13:13: Ist das gut?
00:13:14: Wo kommt es her, wie können wir das überhaupt.
00:13:16: Da kann man sich das hier vorstellen und da müssten wir uns jetzt so wegdrücken.
00:13:20: Das ist das was mir im Moment so unglaublich schwer fällt dass wir uns immer wieder so weggedrücken.
00:13:25: also ah ja aber die machen das besser.
00:13:27: alle anderen der Rasen des Nachbarn sind immer grüner.
00:13:33: aber da kann man auch mal aufwährend hinzustarten und qualitative Bilder sind auf jeden Fall zu bevorzugen.
00:13:41: Es gibt ja auch im Sinne der Globalisierung ist es ja auch so.
00:13:44: Und das ist, wenn Sie heute schauen wie.
00:13:48: natürlich haben wir nach wie vor eine Globalisierung von Datenströmen und Geldströmungen auch von Rohstoffen, die wir jetzt ja online massiv mitbekommen.
00:13:58: aber wir haben auch eine Globalisierung von Ideen.
00:14:02: nicht umsonst hat sich in der Wirtschaft immer mehr dieser Begriff des Friendshorings durchgesetzt.
00:14:06: Also auch da glaube ich, im Sinne von Wertverständnis, Wertehalten, Handschlagqualität haben in der Wirtschaft.
00:14:13: Solche Dinge sind natürlich extrem spannend wenn man das als Land kultivieren kann.
00:14:18: Man sagt hey wir müssen nicht sozusagen so in diesen ... in diesen reinen globalen Wettbewerbs sozusagen, der Warnströme gehen auch.
00:14:32: Aber wir können auch in den Wett bewerbter Qualitäten gehen und sagen hey die Qualität... ...die wir hier haben.
00:14:37: Lebensqualität haben sie angesprochen Lernqualität Umgang mit Technologien im Kontext von Fertigungen großartig.
00:14:46: wenn man das schaffen dann können wir da glaube ich echt auch auf etwas Tolles aufbauen.
00:14:50: Sie merken schon Ich will es
00:14:53: Ist mir nicht entgangen.
00:14:54: Ich
00:14:55: will es, weil man könnte natürlich das alles sofort umdrehen und anders argumentieren und so weiter.
00:15:01: aber ich habe wirklich gelernt wenn man mit Zukunft umgehen will dann bringt es nichts wenn wir uns die ganze Zeit die Schwächen vorbeten.
00:15:10: das bringt einfach nix.
00:15:11: ja und es geht nicht nur am schwächen stärken sondern es geht darum zu sagen wo können wir denn echt eine ambition aufbringen?
00:15:17: wo können Wo können wir auch einen Willen aufbringen, etwas zu bewegen?
00:15:21: Wo kann man auch einen Stolz vielleicht aufbringen dass wir auf etwas aufbauen können?
00:15:25: und deswegen kämpfe ich hier ein bisschen für dieses Bild.
00:15:30: Sind wir vielleicht auch in Deutschland potenziell einfach ein grandioser Partner?
00:15:34: Ein Geschäftspartner natürlich auch im politischer Partner also ein Land wo man sagt die will ich als Partner gerne haben.
00:15:40: Ich gebe mir auch wieder ein Beispiel Trumpf ist ein Unternehmen wahnsinnig stabil die Komponenten für wahnsinnig wichtige Produkte herstellen, ohne die geht wahrscheinlich die halbe KI-Welt zu Grunde sozusagen.
00:15:51: Die kann man auch nicht so leicht ersetzen durch irgendwas anderes... aber die Produkte alleine stehen ja für nichts!
00:15:56: Aber sie sind natürlich wahnsinnigt wichtiger Partner und ich kenne unfassbar viele Familienunternehmen, Hittenschampions, die vorher sich eingekugelt haben und gesagt dann lasst mich allen in Ruhe.
00:16:04: Die Partnern immer mehr.
00:16:05: die letzten Jahre war es so komplex geworden ist auf Ja, Ist das eine Entwicklung?
00:16:10: Erstens ist das sozusagen Aufwand von Ökosystemen Teil einer sehr komplexen modernen Wirtschaft und ohne Ökosesysteme können wir auch gar nicht mehr existieren.
00:16:20: Das ist ja auch die Problematik dort wo zu stark monothematisch gearbeitet wurde, also wenn man zu sehr monothematisch auf sich selbst gesetzt hat dann ist es natürlich im komplexem Umfeld denenziell gefährlich.
00:16:34: Diese Partnerschaften sind das was ich vorher gemeint habe.
00:16:36: eine Qualität entwickeln von Partnerschaften ist ein absolutes Asset.
00:16:43: Ist ein Super-Asset sogar, wenn man sich darauf verlassen kann und die abhängig... Auch wenn wir immer... Also es ist ja der Begriff der Souveränität, das ist ja gerade politisch wieder on vogue.
00:16:54: Und wenn man sagt Souveranität im modernen Sinne bedeutet er nicht übermächtigt zu sein sondern bedeutet einen Anteil dabei zuzusteuern, zu liefern, den eben andere brauchen.
00:17:10: Ob das Trumpf ist oder ob das Zeiss ist usw.
00:17:12: Also genau diese Art des Integrierzeins in globalen Ökosystemen erzeugt die Souveränität und da bin ich schon überzeugt dass wir gerade durch den Mittelstand auch einen riesigen Potenzial haben wenn der Mittelstand sich nicht sozusagen zu sehr monothematisch positioniert, das haben wir natürlich gerade im Schleppdauer- oder Automobilindustrie gesehen.
00:17:38: Und zweitens wenn es nicht auch inner unternehmerische Hürden gibt.
00:17:45: also ist ja nichts selten dass wir dann auch noch ein Unternehmer meistens manchmal eine Unternehmerin haben die einer gewissen neuen Offenheit vielleicht sogar skeptisch gegenüber ist.
00:17:56: Also da brauchen wir Öffnungen, da braucht man irgendwie Übergänge modernes Denken sozusagen in der Führung von Unternehmen.
00:18:05: Ja aber diese Qualitäten also sie sehen schon dieses qualitative Momentum das kann man eben aufbauen.
00:18:13: und wir haben jetzt ja Exportweltmeister made in Germany waren ja Worte die uns für die Zukunft immer Hoffnung gemacht haben ... klappt jetzt so nicht mehr, noch ein Grund mehr wahrscheinlich zu sagen wir brauchen was Neues.
00:18:26: Ja das ist eben genau das, was ich vorher gesagt habe.
00:18:28: Wir sind's halt gewohnt ... ... quantitativ zu argumentieren ja?
00:18:32: Wenn man Export-Weltmeister ist heißt es einfach am meisten.
00:18:36: Und dann
00:18:36: ist man plötzlich nicht mehr und steht da her ne?
00:18:39: Genau!
00:18:41: Dann ist man sich gar nicht mal so bewusst, aha wie sind wir denn das geworden... Was hat uns dahin gebracht?
00:18:46: auf was können wir da aufbauen?
00:18:47: ... der Switch in das Qualitative ist nicht so leicht... ... in die Qualitative Argumentation.
00:18:54: Ich merke es auch, wenn man mit Organisationen arbeitet,... ... weil man natürlich so quantitativ geprägt ist.
00:19:00: Aber das ist sozusagen ein... ja ich möchte nicht zu kompliziert werden aber das ist ein Beiwerk einer komplexen... Wirtschaft, dass wir eben nicht nur mit quantitativen Zielen argumentieren können.
00:19:16: Weil die Quantitativenziele ändern sich schneller als uns das Liebe ist.
00:19:22: entweder weil man irgendwo mal abgehängt ist oder weil man vielleicht bei sich Ziele verändern oder weil deshalb was man gezielt hat sich verändert hat.
00:19:30: also was auch immer aber die Qualität bleibt.
00:19:34: Also wenn ich bleibe noch bei Ihrem Beispiel Das Land, das sozusagen eine exorbitante Lebensqualität herausbringen kann.
00:19:46: Dann kann man natürlich runterbrechen was bedeutet das im Sinne der Wirtschaft?
00:19:50: Was bedeutet es in dem Sinne der Bildung und all dieser Elemente die eine Gesellschaft ausmacht?
00:19:56: aber man hat ein qualitatives Bild an den man arbeiten kann wenn man sich sozusagen auch positionieren kann.
00:20:01: Hundert Prozent nochmal ich will das unterstützen dass ist es was wir viel mehr brauchen als zu sagen ja in der Industrie sind wir am besten und deswegen setzt man nur darauf.
00:20:14: Wie wichtig ist dabei, dass die Generationen zusammenspielen?
00:20:16: Also das politische Debatte um Generationengerechtigkeit, das geht beim Klimawandel los, Rentenreform da haben wir ein paar Themen und nicht immer so leicht gewesen in den letzten Jahren.
00:20:25: dann haben wir natürlich auch innerhalb der Organisation die Arbeiten mit den Jungen.
00:20:30: Also vielleicht auch ein qualitatives Narrativ zu sagen.
00:20:32: In diesem Land, klar gibt es Japan und Südkorea wo man auch einen Wahnsinns-Respekt den Älteren gegenüber bringt und für die auch Infrastrukturen schafft, die wir noch längst nicht haben damit mit der alterne Gesellschaft umgehen können.
00:20:43: ist das so ein Ding wo die Zukunft auch hingeht?
00:20:48: Ja also im Kern geht's einfach um die Frage der Wertschätzung.
00:20:55: Also bevor Wertschöpfung passieren kann, muss man wertschätzen.
00:21:00: Und die Frage ist welchen Wert schätzen wir denn?
00:21:02: Wenn wir sagen Wir schätzen... Lebensqualität beispielsweise, ich bleibe ein bisschen sie merken an ihrem Bild.
00:21:10: Dann wird es nicht umhinkommen dass Lebensqualitäten nicht nur für eine Gruppe gemeint sein kann oder für einen Ideal ein Stereotyp ein quasi normal sondern das wir das mein Bild von einer ganz anderen Diversität heute schon in Deutschland ausgehen müssen, ich würde vielleicht sogar sagen können was ja extrem spannend ist.
00:21:34: Wie hört es den Nationalmannschaft bei der WM?
00:21:35: Hat die Migrationshintergrund?
00:21:37: Schauen wir und wenn wir also diese Diversität eben als Qualitätsmerkmal nehmen dann geht's nicht nur um Generationen junger All sondern da geht sie tatsächlich darum dass wir auf einer neuen Verständnis sozusagen wirklich eine interessante vielfältige auch komplexe Gesellschaft sind innerhalb dieser Komplexität, da wir einen Umgang findet.
00:22:01: Dass wir das heute nicht tun, merken wir an der politischen Diskussion ja?
00:22:04: Ich meine die Zuspitzung auf eine ideal typische deutsche Gruppe – ich sage das mal sehr vorsichtig – zeigt ja dass wird das Potenzial nicht ausschöpfen aber umgekehrt zeigt es auch, dass es da ist.
00:22:19: Aber da fehlen den Menschen einfach die Bilder, da fehle ihnen im Moment der Umgang des aufeinander zugehen.
00:22:25: Wir haben ja natürlich einen Umfeld, das uns im Blasen wohnen lässt.
00:22:33: Wo die eine der andere von dem anderen gar nicht mehr versteht was er sagt, obwohl alle Deutsch reden.
00:22:38: Das heißt also dieses Brückenbauen und das ist so ein bisschen das was ich eingangs gemeint habe.
00:22:43: wenn uns das Brückenbau gelingt über Formate des Dialoges, über Format des Lernens, über eine ehrliche Auseinandersetzung hinzüglich dieser qualitativen Ideen, dann kann eine Öffnung auch wieder entstehen.
00:22:57: So ist es eine Abschottung nur nicht die, wenn sie sagen nur nicht Die was passiert?
00:23:03: Die wären wichtiger!
00:23:05: Nur nicht die macht immer die Wichtiger die nur nicht sein sollten.
00:23:08: und das ist genau die Gefahr dass wir da eigentlich das falsche befördern.
00:23:13: Und das auf Ihre Frage einzugehen, na klar, müssen wir mit den Generationen arbeiten.
00:23:20: Ein generationales Leadership auch in Unternehmen einführen die Übergaben... interessanter gestalten, stärker mit Zukunftsbildern argumentieren.
00:23:30: Ich erlebe das auch tatsächlich bei Kunden die wir begleiten dürfen.
00:23:34: wenn es um Zukunftsbilder geht dann sind die meistens so gemacht dass sie eben tatsächlich für die nächsten Generationen halten wenn's Unternehmen aus dem Mittelstand sind.
00:23:43: Dann geht es ihm nicht darum zu sagen wo haben wir da irgendwie den schnellsten Reibach, den wir jetzt da holen können aus dem Zukunftsbild.
00:23:50: Sondern nie, wie können wir nachhaltig im Sinne von langfristig diese Organisation aufrecht halten?
00:23:57: Das hat dann immer mit einer eigenen Legacy zu tun aber natürlich aber vor allem mit einer Vorschau auf Generationen die damit wieder arbeiten können.
00:24:06: und das ist eben das Spannende hier diese Räume zu schaffen die das ermöglichen, dass diese übergenerationale Zusammenarbeit stattfinden kann.
00:24:20: Das ist ein Thema aber auch da kann natürlich und wird auch Technologie helfen einem übersetzen von Sprachen im Übersetzen von Verständnissen usw..
00:24:31: Ganz zum Schluss vielleicht noch mit bitte um eine kurze Antwort oder vielleicht auch ja nein Antwort.
00:24:36: Ich glaube im ersten Viertel des Jahrhunderts war das iPhone, glaube ich die größte Erfindung.
00:24:40: man fragt einen Zukunftsforscher was wird denn die nächste große sein auf die wir uns alle einstellen müssen?
00:24:44: Oder haben wir die mit KI einfach schon da?
00:24:47: Im Moment ist KI tatsächlich die Dominanz auch nochmal für die kommende Zeit nämlich in den nächsten Entwicklungsstufen hin zu Physical AI und so weiter.
00:24:58: also das wird uns noch beschäftigen.
00:25:01: Sehr gut, das glaube ich auch.
00:25:02: Herr Gattara, vielen Dank!
00:25:04: Herr Gesch, ich freue mich und danke schön!
00:25:06: Und auch Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern, Danke fürs dabei sein.
00:25:09: Ich sage wie immer bleiben Sie gesund und erfolgreich bis zur nächsten Folge.
00:25:13: Tschüss!
00:25:14: Das war Markt- und Mittelstand der Podcast.
Neuer Kommentar