Was die neue EU-EmpCo-Richtlinie für Unternehmen bedeutet

Shownotes

In dieser Folge von „Markt und Mittelstand – Der Podcast“ dreht sich alles um das Ende von schwammigem Greenwashing: Die EU-EmpCo-Richtlinie („Empowering Consumers for the Green Transition“) verschärft die Regeln für Nachhaltigkeitswerbung drastisch.

Ab dem Stichtag am 27. September sind pauschale Umweltaussagen wie „umweltfreundlich“ oder „grünes Produkt“ ohne anerkannten Nachweis ebenso verboten wie reine Kompensations- und Zukunftsversprechen („klimaneutral durch Zertifikate“).

Podcast-Host Thorsten Girsch spricht mit Rüdiger Wollmann, Hauptgeschäftsführer beim RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung. Wollmann erläutert praxisnah, was die Richtlinie für Verpackungen, Websites, Werbeclaims, Social Media und sogar das Employer Branding bedeutet.

Warum gibt es selbst für kleine Start-ups keinen Welpenschutz? Welche Rolle spielen staatliche Umweltzeichen wie der Blaue Engel oder etablierte RAL-Gütezeichen bei der Belegbarkeit? Und weshalb droht unvorbereiteten Unternehmen nun eine Abmahnwelle durch Verbraucherschützer und Wettbewerber? Ein essenzieller Leitfaden für Mittelständler, die ihre Markenkommunikation jetzt rechtssicher und ehrlich aufstellen müssen.

Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:22: In dieser Folge geht es um etwas, was auf den ersten Blick technisch ist und auch sehr nach Bürokratie klingt.

00:00:28: Aber Auswirkungen hat auch sehr viele Unternehmen Und natürlich auch auf die Konsumenten.

00:00:33: Es ist ein EU-Regelwerk gegen Greenwashing, sie ahnen ja schon die MCO Richtlinie.

00:00:38: Am siebenzwanzigsten September wird sie sozusagen aktiv.

00:00:42: Deutschland ist bei der Umsetzung dieser EU Maßgabe fristgerecht und pünktlich – das ist nicht immer so.

00:00:52: Naja, nicht falsch über ihre Umwelttätigkeiten und Verbraucherkommunikationen drum herum berichten dürfen.

00:01:00: Es geht darum dass die Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen der Wahrheit entsprechen muss.

00:01:05: Umweltaussagen gehören auch zum Verbraucher-Schutz.

00:01:09: Was bedeutet das genau für Unternehmen?

00:01:11: Wie können sie sich darauf vorbereiten oder jetzt schnell aktiv werden?

00:01:15: Das bespreche ich jetzt mit Rüdiger Wollmann.

00:01:17: Er ist Hauptgeschäftsführer bei RAAL.

00:01:20: Was das genau ist und was er dazu denkt, darauf freue ich mich jetzt.

00:01:23: Hallo Herr Wollmann!

00:01:24: Grüße Sie!

00:01:52: Experten im Bereich der Kennzeichnung.

00:01:57: Das machen wir durch die Schaffung von Rallgütezeichen, also einer Kennzeichnungen für besonders hochwertige Produkte und Dienstleistungen.

00:02:12: Das tun wir auch im Bereich der Farben mit den Ralfarben.

00:02:17: Hier haben wir eine Farbkennzeichnung, also wir geben festgelegten Farbtönen Namen und eindeutige Nummern und so kann man dann im Verkehr eine eindeute Frage zu einer Farbe stellen und sich eben auch einen entsprechenden Farbton auswählen, also RAL-Dreitausend.

00:02:40: Wenn ich das bestelle dann bekomme ich Feuerrot, dass ist die Farbe der

00:02:43: Feuerwehrautos.".

00:02:45: Okay!

00:02:45: Und hier kann nicht mal eine Handelsbarzeit erinnern?

00:02:47: Da hattest du immer HKS-Ach, das musste genau dieses Orange sein... ...und nicht eins, das knapp daneben war.

00:02:53: da haben sie uns wahrscheinlich ohne es sich wusste, dass hinter das RAL dahinter steckt schon sehr geholfen.

00:02:57: Ja, es ist natürlich ein parallele System Aber HKS, was Sie gerade genannten an dieser Orangestone, der entspricht RAL-II-Tausend-Siebzehn.

00:03:10: Das ist das Rallorange...

00:03:12: Sie kennen die alle auswendig!

00:03:15: Das wäre vermessen zu sein bei zweieinhalb Tausend Farbtönen.

00:03:18: aber ... den Hausfarbton ja, den sollte man doch als Chef kennen.

00:03:25: Ja wir machen auch noch die Zertifizierung für die Umweltzeichen Blauer Engel und europäisches Umweltzeiche EO-Eco Label Und wir sind auch Partner der Stiftung Warentest.

00:03:40: Bei uns kann man das Recht erwerben die das Logo der Stiftung Warentest, Verwerbezwecke mit Testergebnissen in der Stifthung zu nutzen.

00:03:56: Und wir sehen auch noch diese Stelle.

00:03:57: also dann ist der Strauß Bund.

00:04:00: Wir sind auch die Stelle die den Nutris-Core in Deutschland verwaltet sozusagen Also die Unternehmen die den nutris core Das ist ja eine Kennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel also diese umgangssprachliche Lebensmittel Ampel die überall drauf ist oder immer mehr erscheint.

00:04:20: Hier sind wir die Stelle in Deutschland, wo sich die Unternehmen beraten lassen können und das für ihre Produkte benutzen wollen.

00:04:27: Wir überwachen auch dass hinterher der Ausweis auf den Produkten stimmt also dass die Unternehmen richtig gerechnet haben und sich nicht einen Grün geben obwohl sie vielleicht nur ein Gelb sind.

00:04:39: Also auch ein bisschen der Vermittler zwischen den Verbrauchern und Verbraucher Schützerinnen und Schützern.

00:04:44: Und natürlich den Unternehmen, die manchmal bewusst, manchmal unbewusst eventuell einen falschen Eindruck mit ihrer Verpackung hinterlassen wollen.

00:04:51: darf ich so formulieren vielleicht?

00:04:53: Ja, und dann sind wir ja schon im Thema.

00:04:55: Aber inzinsichtlich des Nutris-Kurs muss man sagen da wird absolut richtig gerechnet.

00:05:02: also es ist äußerst selten dass wir da tatsächlich was finden was nicht stimmt.

00:05:08: aber eben jetzt sind wir genau am thema angekommen nämlich vielleicht auf seinem produkt etwas drauf zu schreiben was einen gewissen schein erzeugt aber dann vielleicht doch nicht so ganz.

00:05:22: Also ich habe es in der Anmoderation eben schon gesagt, siebenzwanzigster September ging es los.

00:05:29: und was steckt denn hinter dieser Abkürzung im Hinblick darauf was Unternehmen wissen sollten?

00:05:35: Ja also das langwort ist Empowering Consumers for the Green Transition.

00:05:40: Es geht letztlich hier darum... Der Begriff ist eigentlich Sehr, sehr weit.

00:05:50: Das worüber wir hier heute reden ist die Veränderung in den Möglichkeiten bei der Werbung mit Nachhaltigkeitsaussagen.

00:05:59: Bisher gab es dafür keine Regelungen und über diese MCO-Richtlinie wird das jetzt sehr stark reguliert, dass eben nur noch solche Nachhaltigkeitsaussagen getroffen werden können oder getroffen Werbung, die auch letztlich belegbar sind.

00:06:21: Und das ist relativ komplex geregelt und bedeutet eine deutliche Veränderung hinsichtlich der Werbung von Unternehmen wenn den Themen der Nachhaltigkeit da eine Rolle spielen.

00:06:38: Was meinen wir genau, wenn wir bei Werbungen sprechen?

00:06:40: Also für was gilt MQ alles?

00:06:43: Es ist ganz weit gefasst.

00:06:45: also Die MCO erfasst alles, was irgendwie sind jegliche Äußerungen von Unternehmen die irgendetwas mit Absatzförderung zu tun haben.

00:07:02: Also sprich das können Verpackungen sein, die irgendwie bedruckt sind Beschreibungen der Produkte Das können Werbeklames sein Das sind Labels, die ich vielleicht irgendwo auf das Produkt oder auf Broschüren aufbringe.

00:07:22: Das sind Websites, die veröffentliche... Das sind Vertriebsunterlagen, das geht bis aber zu Social Media und sogar hinsichtlich der Symbolik die vielleicht auf Produkten verwendet wird.

00:07:44: Bis hin zur Produktnamen wenn sie denn suggerieren dass da irgend etwas Nachhaltiges oder das Thema Umwelt drin steckt.

00:07:55: Kurzwerbung in einer Minute geht es weiter.

00:07:57: Als Führungskraft wissen Sie, Liquidität ist der Treibstoff für Wachstum.

00:08:02: aber wenn zwischen erbrachter Leistungen und bezahlter Rechnung Wochen liegen bindet sich genau dieser Treibstoff in offenen Rechnungen.

00:08:10: Kapital das eigentlich neue Leute neu im Märkte oder das nächste Produkt fließen müsste.

00:08:16: Das bekommen sie mit der KI gestützten Finance-Lösung von Sage in den Griff.

00:08:20: Sage Intact beschleunigt den Weg von der Leistung bis zum Geldangang.

00:08:26: In Kundenprojekten sinkt die Zeit, bis eine Rechnung bezahlt ist von rund onehundertzwanzig auf untersebzig Tage und weil ihnen Liquidität und ihre wichtigsten Kennzahlen in Echtzeit vorliegen entscheiden sie auf Basis von heute nicht vom letzten Monat.

00:08:42: Wenn Sie Sage Intect mal ausprobieren möchten, gibt es das für alle Markt- und Mittelstand Podcast höherein und höherer exklusiv bis zum einundreißigsten Dezember mit zwanzig Prozent Rabatt auf die ersten zwölf Monate inklusive Sage Copilot.

00:08:57: Probieren sie es aus unter sage.com slash mum also sage.com mum Und natürlich finden Sie alle Links auch in den Show Notes.

00:09:09: Okay soll ja schon vorgekommen sein, dass da mehr oder weniger absichtlich.

00:09:12: Das ist für mich auch wirklich ein guter Punkt was Schindluder betrieben wurde.

00:09:16: also wie kann man sich denn vorstellen?

00:09:19: Was ist denn erlaubt und was es nicht erlaubte?

00:09:22: ich weiß jetzt kann man führen das eine sehr komplexe frage wahrscheinlich noch komplexere antwort.

00:09:27: aber wie kann wir uns vielleicht kurz fassen worauf?

00:09:30: was müssen Unternehmen wissen damit sie auch nicht unabsichtlich sozusagen da überschiehlichen ausschießen mit der kommunikation?

00:09:39: Ich darf keine pauschalen Umweltaussagen mehr treffen, also so etwas wie umweltfreundlich grünes Produkt nachhaltiges Produkt.

00:09:54: diese pauschalen Aussagen, die darf ich nicht mehr treffen mit einer kleinen Ausnahme.

00:09:59: Es sei denn dass sich einen anerkannten Nachweis dafür bringen kann und das sind zum Beispiel entweder staatlich vorgegebene Siegel wie Umweltzeichen also wieder schon der genannte blaue Engel oder das europäische Umweltszeichen aber eben es können auch andere Zertifikate sein, also Dinge hinter denen ein Prüfsystem und ein Nachweissystem steckt.

00:10:29: Also ich muss diese pauschale Aussage wenn ich sie denn treffe kann ich sie nur treffen wenn sie eben entsprechend durch einen Einachweis belegt ist.

00:10:40: Und die nach für die Nachweise gibt es eben sehr strenge Regeln.

00:10:43: das geht nicht mit jedem sondern da muss man eben genau hinschauen was möglich geht.

00:10:49: Dann darf ich auf keinen Fall mehr, das ist nämlich gänzlich verboten Werbung mit Kompensationsaussagen verbinden.

00:11:00: also so Begriffe wie klimaneutral oder emissions senkend oder das was wir heute an CO-Zwei erzeugen werden wir durch den Kauf von irgendwelchen Emissionszertifikaten oder durch Klimaschutzprojekte der Zukunft kompensieren.

00:11:26: All das ist verboten, es heißt solche Sachen darf ich gar nicht mehr machen.

00:11:34: und wenn ich konkreter meine Umweltaussage oder Nachhaltigkeitsaussage in der Werbung treffe, das heißt also nicht nur sage umweltfreundlich sondern ich sage dass die Verpackung zu fünfzig Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt ist dann muss sich das David tun.

00:12:01: Das ist dann konkret genug Aber ich muss dafür auch einen entsprechenden Nachweis haben.

00:12:08: Also, ich muss in der Lage sein das entsprechend nachzuweisen und muss diesen Nachweis dann auch zugänglich machen also du zum Beispiel durch eine Internetseite auf die ich dann auf der Verpackung verweise.

00:12:23: komplex und das einfache dieses was-was ja bisher gerne gemacht wird, dass ich ein Siegel auf die Verpackung mache mit irgendwelchen grünen Blättchen oder einen Bäumchen.

00:12:34: Und damit im Grunde suggeriere hey mein Produkt ist irgendwie umweltfreundlich ohne dass irgendetwas gemacht wird in dieser Hinsicht.

00:12:45: Das darf ich eben nicht mehr.

00:12:47: aber das ist natürlich Einfaches Prinzip, also der Kunde sieht ja einen Zeichen.

00:12:54: Das ist für ihn ein Signal er weiß, das ist gut für mich, also kaufe ich das und das ist ja wichtig.

00:13:01: wenn ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz für mein Produkt befasse dann ist es doch ein Aspekt den ich doch sinnvollerweise als positives Merkmal auch im Rahmen der Werbung benutze benutzen möchte, benutzen soll und auch kann.

00:13:20: Und das kann ich nach wie vor.

00:13:22: Ich muss es nur jetzt belegen und dann helfen die Nachhaltigkeitsziegel, die zugelassenen.

00:13:27: Das sind entweder die staatlichen Umweltzeichen, blauer Engel EU-Eco-Label oder eben auch Zertifizierungssysteme, die besonderen Regeln unterliegen bei denen dann eben genau die Nachhaltigkeitsaspekte beschrieben sind, die auch deren Vorliegen in den Unternehmen objektiv geprüft werden und was durch einen Kennzeichen sichtbar gemacht wird.

00:13:59: Und wenn das belegt ist dieser Aussage im Zusammenhang mit dem Zeichen auch solche pauschalen Umweltaussagen treffen wie umweltfreundlich oder

00:14:14: Okay, das war ein großartiger Überblick vielen Dank.

00:14:17: Zwei kleine Nachfragen noch.

00:14:19: wir haben das gerade bei ESG Richtlinien hier auf so dass kleinere Unternehmen so ein bisschen Welpensturz genießen.

00:14:24: Das gilt es ja auch.

00:14:26: oder ist auch das drei-Personen Startup?

00:14:28: Dass irgendwas in den Handel trägt oder online verkauft weil bei ihren Verpackungen und Kommunikation hier genauso betroffen

00:14:36: sind alle Unternehmen, alle Werbemaßnahmen betroffen.

00:14:40: Es gibt keinen, wie Sie sagen Welpenschutz für kleinere Unternehmen.

00:14:46: Das gilt auch für die Kleinstunternehmen bis hin zu den Großen und es gibt auch keine Übergangsfrist.

00:14:54: also der siebenzwanzig September war der Stichtag.

00:14:58: damit ist sind die Regelungen in Kraft getreten.

00:15:04: dem besteht im Runde die Möglichkeit für den Wettbewerb Werbung, die diesen Regel nicht entspricht entsprechend abzumahnen und um eben diese jetzt nicht mehr zulässige Form der Werbung aus dem Markt zu vertreiben.

00:15:26: Und da sind sicherlich auch Etliche Umweltverbände und ähnliche Institutionen unterwegs.

00:15:38: Die scharren schon mit den Hufen, meinen Sie?

00:15:40: Ja davon gehe ich aus denn das ist ja hier

00:15:46: auch noch oder

00:15:46: Ja, es ist ja hier auch eine Chance.

00:15:49: Das ist ja auch Ziel dieser Richtlinie den Schutz des Verbrauchers zu stärken, dass die Aussagen, die getroffen werden eben auch tatsächlich belegt sind und nachweisbar sind, diese Fantasiegebilde verschwinden.

00:16:09: Und daran ist vielen gelegen und deswegen glaube ich, dass es auch eine Menge Abmahnungen geben wird.

00:16:16: Also ist man glaube ich gut beraten, wenn man es nicht schon getan hat sich jetzt auch damit zu befassen ob man eventuell etwas ändern muss in seiner Kommunation.

00:16:29: Riesen Zulauf die letzten Monate oder glauben Sie tatsächlich das ein Großteil der Unternehmen die auch hier wirklich aufpassen müssen so nenne ich das jetzt mal noch nicht optimal vorbereitet sind?

00:16:38: weil die ganz riesengroße Berichterstattung gab's ja aber ich hätte zumindest nicht wahrgenommen.

00:16:44: Also wir haben schon jetzt im Lauf des letzten halben Jahr eine ganze Menge wahrgenommen, also wir haben auch viele Anfragen bekommen was zu tun ist.

00:16:56: Auch hinsichtlich der Schaffung neuer Rallgütezeichen sind eben ein Zertifizierungssystem der MQ-Richtlinie erfüllt und wir können auf Basis dieses Systems neue Gütezeichen schaffen, die eben dann bestimmte Nachhaltigkeits oder Umweltaspekte belegen.

00:17:25: Und das Güte Zeichen als Siegel kann in der Werbung so wie ich das beschrieben habe auch benutzt werden gibt über hundertfünfzig verschiedene Rallgütezeichen, die eben auch jetzt schon viele Nachhaltigkeitsaspekte beinhalten.

00:17:39: Aber es gibt sicherlich auch viele Bereiche wo es das noch nicht gibt und wo jetzt ein Bedarf entsteht und da haben wir auch viele Nachfragen schon und da wird sicherlich was Neues entstehen um diese Lücke, die jetzt entsteht zu füllen.

00:17:55: Also meine persönliche Eindruck ist, ich habe auch eine kleine Tochter und wenn die Großeltern oder wer auch immer da irgendwelche Kekse im Supermarkt finden das sieht auch schön grün aus.

00:18:05: Und dann auch mit dem Nutri-Score der ist manchmal schon zu schwierig für mich.

00:18:09: das Gefühl und hinten in die Zutaten zu gucken dass da ein zwanzig Gramm Zucker auf hundert stehen ist eigentlich auch nicht überkomplex wird aber auch gern vernachlässigt.

00:18:16: also jetzt mal unabhängig.

00:18:19: wir kommen gleich zum Punkt wie mittelständer sich konkret darauf vorbereiten können.

00:18:22: möglichst wenig Arbeit dem allen gerecht werden.

00:18:25: Aber, und ich gebe auch zu wahrscheinlich verdient Rahl auch ein bisschen Geld mit so einer Regelung.

00:18:30: Das muss ja nicht schlechtes sein.

00:18:32: aber deswegen trotzdem glaube ich sind Sie zur Objektivität fisch.

00:18:34: Schießt der Gesetzgeber hier über das Ziel hinaus oder halten sie das für Verbraucherfreundlich sinnvoll?

00:18:42: Also ich bin ja ein großer Freund davon dass der Markt sich selbst reguliert und wir haben ja nun einen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und wenn es ganz arg ist tut der Wettbewerb auch selbst etwas gegen Wildwuchs.

00:18:58: Aber grundsätzlich, der grünen Claims und grünen Labels ist doch schon ein großer Wildwuchsen entstanden Und hier wird mit dieser Neuregelung da Ordnung geschaffen.

00:19:17: Insofern ja das mutet erst mal nach einem ja hohen Verwaltungsaufwand und starker Veränderung, viel Arbeit an.

00:19:32: Aber es zwingt die Unternehmen natürlich dazu zu hinterfragen wie sie ihre Produkte gestalten.

00:19:41: also wenn ich eine Werbeausage in der Richtung Nachhaltigkeit treffen will dann muss sich mich fragen bin ich denn eigentlich wirklich nachhaltig unterwegs?

00:19:49: Und wenn ich das bin, dann muss ich vielleicht daran arbeiten dass sich das auch entsprechend belegen kann und damit mache ich mich ja ehrlicher.

00:20:01: Davon haben dann auch alle was – das Unternehmen hat etwas davon weil die Nachhaltigkeit nicht nur behauptet wird sondern tatsächlich auch gelebt wird und die Verbraucher haben etwas davon weil sie sich eben stärker auf solche Aussagen verlassen kann.

00:20:17: Und wir haben damit wieder einen ehrlicheren Wettbewerb in diesem Zusammenhang mit der

00:20:22: Nachhaltigkeit.".

00:20:23: Okay, also ich glaube da können wir ein Haken hintermachen.

00:20:25: so jetzt ist die spannende Frage Ich bin ein kleiner Mittelgroßer mittelstellenler und habe dann meine Produkte.

00:20:30: das müssen ja nicht immer noch handelt sein da gibt es ja ganz viele verschiedene.

00:20:34: Wie erfahre ich jetzt?

00:20:36: Kann mir da auch die KI vielleicht ein bisschen helfen?

00:20:38: oder gibt es andere Ausstellen?

00:20:40: Man sagt so, ich habe hier ein Produkt.

00:20:42: Mein Claim ist im Moment so und mein Narrativ, so will ich es jetzt mal hochtreiben sagen meine Sprüche dazu sind diese.

00:20:49: Ist das in Ordnung?

00:20:50: Also muss mich da erstmal meinen Anwalt anrufen sind die darauf spezialisiert?

00:20:54: oder wie würden sie vorgehen?

00:20:57: also den wichtigsten Punkt, den haben sie ja gerade schon genannt.

00:21:01: Erst mal eine Bestandsaufnahme machen welche Art Werbung mache ich eigentlich auch?

00:21:10: in welchen Medien bin ich unterwegs?

00:21:12: Ist es nur ne Schachtel?

00:21:14: ist es nur ein Prospekt oder eben auch Social Media Internet und was auch das wäre so der erste Punkt.

00:21:21: dann zu schauen treffe Ich Nachhaltigkeitsaussagen, also Nachhaltigkeit im weitesten Sinne.

00:21:29: Das ist ja der Bereich Umwelt.

00:21:31: Also die Umweltaussagen Richtung Klima, Richtung Verpackungsmaterialien und und und aber es geht auch in Richtung soziale Aussagen.

00:21:48: wenn man das Thema Nachhaltigkeit bedenkt, also eben auch Aussagen zu vielleicht Arbeitsbedingungen bei der Herstellung der Produkte solche Sachen fallen.

00:21:58: Das wäre erstmal der erste Schritt.

00:22:01: Wenn ich dann zu dem Ergebnis komme ja Ich treffe solche Aussagen und wie gesagt im weitesten Sinne ob es ein Symbol ist, was ich verwende.

00:22:13: Ein Produktnamen der vielleicht Bestandteile von Umwelt-, Echo- und Ähnlichem enthält.

00:22:24: Wenn ich das positiv feststelle dann wäre der nächste Schritt erstmal dass ich mich ehrlich frage stimmt das denn?

00:22:35: Und wenn ich dann sage ja das stimmt Dann bin ich ja schon mal gut.

00:22:41: Dann ist die Frage, wie kann ich es nachweisen?

00:22:44: Und da trennt es sich dann.

00:22:48: Da wird man bei vielen Dingen feststellen das kann ich so nicht nachweisen.

00:22:53: Dann muss man sagen und muss man's weglassen.

00:22:57: Ich muss die Belegbarkeit... Das ist der Schlüssel der Aussage Und die kann ich eben über verschiedene Wege herstellen, indem ich entweder eigene Unternehmensaufzeichnungen habe und die Aussage dann auch sehr konkretisiere oder ich verwende eben ein entsprechendes Zertifikat.

00:23:23: Ein entsprechendes Nachhaltigkeitssiegel.

00:23:26: An der Stelle helfen sie einen Punkt noch Kompensationsversprechen weglassen.

00:23:31: Das haben Sie eben schon mal erwähnt, ich finde das mega wichtig.

00:23:34: also in dieser Greta-Zeit als von jeder Beratung überall stand net zero bis zwanzig dreißig, zwanzigsweinreisigen.

00:23:41: wenn ihr da angerufen hast und gefragt habt was meint ihr denn genau damit?

00:23:44: Und was rechnet ihr eigentlich so in net zero?

00:23:46: und was ist bei euch brutto dann und netto?

00:23:48: und da kriegt man ja nur heiße Luft zu hören wo?

00:23:51: so war das damals jahrelang?

00:23:52: das Spiel habe ich natürlich eine Zeit angemacht Und dann werden eben Bäume gepflanzt und zwanzig jeder.

00:23:58: zwei Jahre später stellt es fest, von denen hat Skyner geschafft.

00:24:00: Also wie ich übertreibe jetzt nur mäßig Wie gefährlich ist das?

00:24:05: Und wieso ist es auch verboten oder gehört?

00:24:07: überprüft welche Kompensationsversprechen an eigenen Aussagen beinhalten.

00:24:12: also die Kompensation Versprechen Das genau das ist ja schon im Namen drin.

00:24:17: Es ist ein Versprechen Versprechen auf die Zukunft, dass der Umwelt was Gutes getan wird.

00:24:25: Und das kann ja niemand überprüfen.

00:24:27: zu dem Zeitpunkt zum heutigen Zeitpunkt sofern sagt man Das will man gar nicht mehr.

00:24:34: ich kann aber wenn ich ein Wenn ich mein Unternehmen zur Klimaneutralität.

00:24:41: also das ist ja schwierig.

00:24:42: also Ich komme ja mit einem Unternehmen niemals auf einen Null CO²-Ausstoß.

00:24:50: Ich kann ihn nur massiv reduzieren und dann kann ich das, was übrig bleibt kompensieren durch verschiedene Wege.

00:24:59: Und dann komme ich zu diesem net zero, dass ich also unter dem Strich irgendwo kein CO² habe.

00:25:08: aber tatsächlich gebe ich jetzt CO² ab.

00:25:12: Wenn ich das methodisch organisiere, wenn ich das regelmäßig messe und messen lasse durch Dritte dann kann ich hier auch konkrete Aussagen zum gegenwärtigen Stand meiner Bemühungen treffen.

00:25:27: Aber Sie hören schon es ist kein Versprechen in die Zukunft sondern ich darf über die geprüfte Gegenwart Und die nachweisbare Gegenwart darf ich berichten.

00:25:36: und in der Werbung also das ist ja schon ein Riesen eine riesen Umstellung.

00:25:44: Es geht hier ums ehrlich machen und Kompensationsversprechen sind eben auch nicht wirklich, also es ist wichtig die CO-Emission ja zu senken und nicht an erster Stelle die Kompensation zu setzen.

00:26:04: Zum Abschluss noch eine Verständnisfrage, wir haben eben schon gesagt ESG ist ja auch soziale und Governance Themen usw.

00:26:10: Geld diese ganze M-Korrichtlinie eigentlich hauptsächlich für Produktwerbung.

00:26:14: schon klar war es gibt ja nun an auch viele Versprechen und Markenversprechen die man als Arbeitgeber tut im Employer Branding vor allen Dingen bei uns in Frauen und Männer gleich behandelt und so weiter.

00:26:26: Gilt das auch dafür?

00:26:28: Ja,

00:26:29: auch da wird interessant.

00:26:30: oder also ich meine das ist ja nicht so ohne.

00:26:33: Auch dafür sind im Grunde dieselben Regeln.

00:26:36: Ich muss mich hier an der Stelle auch ehrlich machen, ich muss eine Nachweisführung ermöglichen dass es tatsächlich so ist und dann kann ich natürlich solche Aussagen auch weiterhin treffen.

00:26:49: Hauptsache mal guckt nicht auf Konuno und sieht da ein paar Aussagen mit dem Gelinde gesagt wie das sprechen soll ja auch vorkommen Okay.

00:26:57: Ach ja, spannendes Thema!

00:26:58: Vielen vielen Dank für diese Einblicke.

00:27:01: wir bleiben da dran bei Marktum Mittelstand und ich glaube da werden sich viele Unternehmen jetzt in den nächsten Wochen mächtig ein bisschen telefonieren und ein bisschen im Internet umschauen glaube ich.

00:27:12: Danke dafür!

00:27:13: Gerne

00:27:15: Und auch Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern danke fürs dabei sein.

00:27:17: Ich sage wie immer Bleiben Sie gesund und erfolgreich Tschüss.

00:27:21: Das war markt-und mittelstand der podcast.

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