Mitarbeiter müssen nicht nur neue Werkzeuge bekommen
Shownotes
Henrike Luszick beschäftigt sich seit zehn Jahren mit der Frage, wie etablierte Unternehmen zukunftssicher werden. Die Gründerin und CEO von Bridgemaker unterstützt vor allem Mittelständler dabei, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, digitale Technologien einzusetzen und KI für das eigene Geschäft nutzbar zu machen. Dabei beobachtet sie einen Wandel in der Innovationsarbeit: Große Budgets für Experimente auf der grünen Wiese werden seltener, stattdessen rückt Innovation näher an das Kerngeschäft. Kleine und mittlere Unternehmen können Ideen heute mit vergleichsweise wenig Geld und deutlich schneller testen – unter anderem mithilfe von KI. Luszick spricht darüber, woran Kooperationen zwischen Mittelstand und Start-ups häufig scheitern, warum klare Erwartungen und Ansprechpartner entscheidend sind und weshalb Innovation messbaren Einfluss auf das Geschäft haben sollte. Ein weiterer Schwerpunkt ist die eigene KI-Reise von Bridgemaker: Das Unternehmen hat früh auf eine „AI First“-Strategie gesetzt, dabei aber auch Lehrgeld bezahlt. Für den Mittelstand empfiehlt Luszick heute eine Kombination aus verfügbaren KI-Basismodellen und den eigenen, oft über Jahrzehnte gewachsenen Daten. Gerade darin könne ein entscheidender Wettbewerbsvorteil liegen. Außerdem geht es um die oft unterschätzte menschliche Seite der Transformation: Mitarbeiter müssen nicht nur neue Werkzeuge bekommen, sondern auch die Veränderung verstehen und lernen, mit der hohen Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung umzugehen. Und Luszick hat einen konkreten Rat für Führungskräfte: Zeit für Zukunftsthemen sollte im Kalender stehen – nicht erst dann stattfinden, wenn das Tagesgeschäft es zufällig zulässt.
Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:22: In dieser Folge geht es um etwas, das wir scheinbar schon ein paar Mal gehört haben.
00:00:26: Nämlich wie schaffe ich Zukunftssicherheit in meinem Unternehmen?
00:00:30: Wie gehe ich die digitale Transformation an?
00:00:33: Worauf kommt es wirklich an wenn es doch so viele Projekte gibt, die nicht optimal laufen?
00:00:38: und jemand der die um genau zu sein seit zehn Jahren mit ihrer Organisation, die sie auch selbst gegründet hat hier hilft entscheidend hilft kann uns jetzt viel über den Alltag bei der digitalen Transformation verraten wie es auch künstliche Intelligenz jetzt neu umtreibt.
00:00:56: Wie Sie selber das auch gemacht haben mit dieser neuen Megatechnologie und auch Lehrgeld bezahlt haben, das darf ich vorwecken.
00:01:03: Vorweg nehmen!
00:01:04: Ich begrüße Henrike Lustig.
00:01:06: sie ist Founder und CEO von BridgeMaker.
00:01:09: Hallo Henrikich grüße dich.
00:01:11: Hallo Danke dass ich hier bin da
00:01:15: Vielleicht bevor wir in medias res gehen.
00:01:17: noch eine Frage sozusagen über BridgeMakers was du gegründet hast.
00:01:21: Was steckt hinter dieser Organisation?
00:01:25: Ja, wir sind heute unabhängiger Umsetzungspartner für digitales Wachstum und KI-Transformation im Mittelstand.
00:01:32: Und dabei ist unsere Beratungsleistung immer sehr technologiefokussiert um für etablierte Unternehmen den maximalen Mehrwert und Webbewerbsvorteil daraus zu holen.
00:01:41: Und eigentlich setzen wir immer bei den Stärken des jeweiligen Unternehmens an, zum Beispiel dem Produkten Technologien, den Daten oder Kundenzugängen.
00:01:49: Je nachdem was es ist um das dann neu zu kombinieren und neue Produkte, neue Services zu gründen und auf die Straße zu bringen und die dann mit modernster Software- oder KI zu kombine.
00:02:03: Okay etablierte Unternehmen heißt habt ihr so ein Sweetspot?
00:02:06: Was die Größe angeht oder Branchen?
00:02:09: Also prima, wir kommen ja aus dem Mittelstand.
00:02:11: Ich habe viel als Mediatorin gearbeitet bei Generationen-Nachfolge.
00:02:15: das heißt Mittelstand aber auch größerer Mittelstand ist unser Sweetspot.
00:02:19: Wir arbeiten heute aber auch viel für Private Equity Unternehmen und deren Portfolios was da wieder eine ähnliche Größenordnung gibt oder auch noch intrapreneursche Programme in größeren Corporates.
00:02:30: Okay, Private Equity kauft hier Nachfolgethema kennen wir alle, du noch am besten einiges auf und wird ja auch eigentlich immer kleiner.
00:02:38: Wenn ich das zu Platz sagen darf was die Unternehmensgrößen angeht ihr wahrscheinlich dann auch ein bisschen mit und müsst ihr dann auch viel die Einverheirat in den größeren Konglomeraten damit auch die IT
00:02:49: Ja, das absolut.
00:02:50: Also einmal bei dem PE-Bereich ist es ja so, dass es deutlich mehr Small Cap sozusagen auch Fonds gibt die sich darauf konzentrieren und spezialisieren und natürlich, dass du es gerade angesprochen hast, Rollup Modelle d.h.
00:03:04: thematische Zusammenschlüsse von Unternehmen um dann Synergien zu heben.
00:03:08: Das ist auf jeden Fall gerade auch sehr aktuell.
00:03:10: Okay, bevor ich zur Technik gucke mal ganz kurz nochmal bei dich.
00:03:13: Ich glaube das dein Werdegang ist so spannend die muss man auch einmal ein bisschen erklären.
00:03:18: Mediatorin hast du gerade schon gesagt wie kamst du auf die Idee diese Firma zu gründen und wann war das?
00:03:23: Und wie bist du denn gekommen?
00:03:25: Ich mache das mittlerweile als Gründerin und CEO seit zehn Jahren, dass ich Bridgemaker leite.
00:03:30: Und spür aber es ist nach wie vor einfach meine große Herzensangelegenheit und Leidenschaft diese etablierten Unternehmen zukunftssicher aufzustellen und ihnen dabei zu helfen neue Geschäftsmodelle zu finden und die dann auch auf die Straße zu bringen.
00:03:46: Und ich habe vorher aber selber mal gegründet und auch Strategieberatung gemacht und ich glaube bei der Ursprung für Bridgemaker kommt aus dieser Mediaturenrolle weil ich es superrelevant fand, Generationennachfolge.
00:03:58: Wie sind Nachfolgethemen?
00:04:00: Und dann was du eben schon gesagt hast und was wir glaube ich beide teilen.
00:04:03: Ich habe auch mal ein paar alte Folgen reingehört.
00:04:05: dieses Thema einen Unternehmen zukunftsfit zu machen und zukunftssicher aufzustellen das ist auf jeden Fall mein großer Schwerpunkt.
00:04:13: Okay, übrigens auch als Beirätin.
00:04:15: Henkelhausen zum Beispiel.
00:04:17: also Eva Kemp war ja auch schon hier im Podcast und auf dem Cover bei uns.
00:04:21: Was macht ihr an dieser Arbeit besonders Freude?
00:04:22: oder anders gefragt?
00:04:23: Wann macht sie dir auch Freude?
00:04:27: Ali, aber sie macht sich mir immer Freude wenn mich da was bewirken kann und Impact haben kann.
00:04:31: Und ich glaube so ein bisschen abstrakter Wenn man als Bayrat oder Bayretin unterwegs ist sollte man sich immer fragen welchen Impact hat man?
00:04:39: Kann man wirklich etwas bewirkt und da einfach auch so dieses wie wird die Zeit sinnvoll genutzt im bayrat?
00:04:45: also die wie sieht die bayrats Agenda aus?
00:04:47: ganz wenig reporting sondern wirklich kollaboratives arbeiten Impulsgeber sparing partner einladen und dann echt eher einen workshop Charakter zu haben anstatt eine starre Agenda und Reporting Struktur.
00:04:59: Und das machen wir bei Henkelhausen richtig gut, und darauf bin ich einfach auch stolz wie wir da alle
00:05:05: zusammenwirken.".
00:05:06: Okay, ja ich habe das bei Beiräten oder auch Aussichtsräten immer.
00:05:09: Ich moderiere da immer einiges und wenn die Leute auch sehr offen reden dann klingt vor Ort das Wort Stimpfi-Zitat kommt dann immer bei dir natürlich dann anders und so macht sie auch Spaß!
00:05:18: Ich hab übrigens mal eine Anekdote von den Würz.
00:05:20: also wollen der über achtzigjährige Reinhold Würd aussteht und in diesem Beirat sieht zum plötzlich er hat seine spezielle Funktionen über die Leute zur Digitalisierung treibt.
00:05:30: Also da muss es Szenen gegeben haben die nachhaltigen Erinnerungen gelieben sind.
00:05:34: Also, Digitalisierung.
00:05:37: Wann geht ihr denn raus und auch zufrieden raus am Ende eines Projektes?
00:05:42: So nenne ich das jetzt mal.
00:05:43: Fangen wir mal hinten an!
00:05:46: Das ist in unserem Geschäftsmodell innerend, weil wir immer einen gewissen Teil an Meilensteine koppeln und auch unsere Vergütung sehr erfolgsabhängig ist.
00:05:56: Wir sind ja mal als Venture-Bilder gestartet das heißt wir hatten Anteil an den Unternehmen die wir gemeinsam mit den etablierten Unternehmen gegründet haben.
00:06:03: heute sind es eher erfolgesabhängige Komponenten das heißt Umsatzwachstum Anzahl von Kunden und daher wenn gehe ich zufrieden raus.
00:06:13: Wir vereinbaren sozusagen meine Steine vorab.
00:06:15: Und daran, wenn wir diese dann erreichen, dann gehe ich zufrieden raus.
00:06:20: und ich glaube was Innovation heute ausmacht ist einfach die Definition von Erfolg einer Innovation von Anfang an.
00:06:28: Und ehrlicherweise muss sie aus meiner Sicht PNL Impact haben und relativ gut messbar sein.
00:06:36: Gerade in der heutigen Zeit, wo Innovationen näher ins Kerngeschäft gerutscht ist.
00:06:40: Die Budgets nicht mehr so groß sind – ist das glaube ich was, wo ich sehr darauf achte haben wir eine gemeinsame
00:06:46: Erfolgsdefinition.".
00:06:48: Kurzwerbung in einer Minute geht es weiter.
00:06:50: Als Führungskraft wissen sie Liquidität ist der Treibstoff für Wachstum Aber wenn zwischen erbrachter Leistung und bezahlter Rechnungen Wochen liegen, bindet sich genau dieser Treibstoff in offenen Rechnung.
00:07:03: Kapital das eigentliche neue Leute, neue Märkte oder das nächste Produkt fließen müsste!
00:07:09: Das bekommen Sie mit der KI-gestützten Finance Lösung von Sage in den Griff.
00:07:14: Sage Intact beschleunigt den Weg von der Leistung bis zum Geldangang.
00:07:19: In Kundenprojekten sinkt die Zeit, bis eine Rechnung bezahlt ist von rund onehundertzwanzig auf untersebzig Tage.
00:07:26: Und weil Ihnen Liquidität und Ihre wichtigsten Kennzahlen in Echtzeit vorliegen, entscheiden Sie auf Basis von heute!
00:07:33: nicht vom letzten Monat.
00:07:35: Wenn Sie Sage Intect mal ausprobieren möchten, gibt es das für alle Markt- und Mittelstand Podcast höherein und höherer exklusiv bis zum einundreißigsten Dezember mit zwanzig Prozent Rabatt auf die ersten zwölf Monate inklusive Sage Copilot.
00:07:50: Probieren sie es aus unter sage.com slash mum also sage.com mum Und natürlich finden Sie alle Links auch in den Show Notes.
00:08:02: Wie oft klappt das?
00:08:03: Wenn ich mal so frage nach, brauchst du jetzt keinen Prozentwert auf die Nachkommestelle nennen.
00:08:07: Aber wir kennen ja alle diese typische Bitcoin-Studien und so weiter wo der Wert der Transformationsprojekte, die aus Sicht derer, der sie machen gelungen ist nicht weit über fünfzig Prozent ist.
00:08:19: im Gegenteil
00:08:21: Es ist so ein bisschen die Frage, wie definierst du es?
00:08:24: Ich glaube was viele noch mit einkalkulieren müssen in der Erfolgsdefinition ist natürlich irgendwie so einen kultureller oder auch eine emotionale Transformation.
00:08:32: Das heißt so ein Spillover und Lerneffekt für die Organisation.
00:08:36: das ist so der eine Aspekt der glaube ich auf der Seitenlinie immer mit betrachtet werden muss.
00:08:40: Und dann kommt so ein bisschen darauf an, wie radikal ist Innovation oder wie radikal ist das was ich mache.
00:08:46: Wenn ich wie es heute beobachte mehr diversifiziere d.h.
00:08:51: irgendwie auf bestehenden Produkten oder Services aufsetze und die geschickt kombinieren oder eine Hardware mit einer Software ausstattet und in die Kombination bringe, dann ist der Volksquote höher.
00:09:05: Wenn du sagst, wir gründen auf der Wien grünen Wiese nochmal komplett neu.
00:09:09: Also so dieses Venture-Building dann ist immer ein Erfolgsfaktor.
00:09:13: kultureller fit kann ich wirklich auf die Ressourcen das heißt zum Beispiel Datenkundenzugänge im Mutterunternehmen zu greifen.
00:09:20: und das muss vorher alles aus meiner Sicht geregelt werden um diese Erfolgsaussichten sozusagen oder Chancen noch mal weiterzuerhören.
00:09:29: Du hattest eben so ganz norscher Not gesagt, Innovation näher ins Kerngeschäft gerückt.
00:09:34: Das ist ja ein extrem wichtiger Punkt finde ich.
00:09:36: Was bedeutet das aus deiner Sicht?
00:09:38: Wie äußert sich das?
00:09:42: Wir sprechen gerne in so Innovationshorizonten.
00:09:46: Also nah am Kerngeschaft dann irgendwie inkrementell und disruptiv.
00:09:51: Und da sehe ich gerade einfach, ich glaube es hat aber auch mit der aktuellen globalen Lage was zu tun und der Makroökonomie das einfach geguckt wird.
00:10:01: Dass wir die Erfolgs... Chancen sozusagen erhöhen und mehr Risiko rausnehmen.
00:10:07: Und je näher ich natürlich dran bin an dem, was ich kenne, desto höher sind die Erfolgsaufzüchten.
00:10:13: und es ist auch eine Frage des Budgets.
00:10:15: ehrlicherweise wenn nicht so zehn Jahre zurückblicke als wir Bridgemaker gegründet haben da sind ja irgendwie in Berlin unter den Linden wir sitzen ja in Berlin diese großen Innovations-Hubs alle entstanden teilweise wurden Venture Bills mit über fünf Millionen per Venture Bild initial ausgestattet ohne einen konkreten Meilenstein und Erfolgsplan dahinter, das gibt es heute nicht mehr.
00:10:39: Und finde ich auch absolut richtig so.
00:10:41: Weil wenn sowas in der Größenordnung gerade im Mittelstand ist ja schon auch ein signifikantes Investment.
00:10:46: Wenn das schief gegangen ist dann haben wir schon mal ausprobiert mache ich nicht mehr!
00:10:51: Das ist glaube ich extrem wichtig dass wir lernen was funktioniert aber auch unsere Innovations Toolbox diversifizieren.
00:11:00: also zum Beispiel bauen wir was, wir investieren in Themen.
00:11:04: und was ja momentan auch sehr on-book ist, sage ich mal.
00:11:08: Das ist dieses Venture Clienting.
00:11:10: das heißt ich kooperiere erstmal mit jemandem um dann rauszufinden passt es zueinander um dann eventuell einen Investment oder ein weiteres Building darauf aufzubauen.
00:11:21: Und dann hake ich da noch mal kurz nach Venture Clienting.
00:11:23: Ich höre mal solches und mal solch ist darüber, wir waren ja auch auf The hinterland of things gab es hier ein paar Folgen.
00:11:30: Böller war zum Beispiel eine Folge.
00:11:32: die haben eher gesagt das sind so mittelgute Erfahrungen gemacht.
00:11:35: wie siehst du das?
00:11:38: Ich glaube man muss sich viel Zeit nehmen vorher um die jeweilige Erwartungshaltung abstecken.
00:11:43: also der Startup muss ganz klar sagen Das sind meine Forderungen und das erwarte ich.
00:11:48: Und das Unternehmen muss sich auch überlegen, was kann ich wirklich bieten?
00:11:54: Wer ist vor allen Dingen auf beiden Seiten Ansprechpartner und da muss irgendwie die Chemie stimmen und die müssen das nach vorne treiben, dann kann es funktionieren.
00:12:03: Es ist immer so eine Frage, worum geht's?
00:12:05: Also will ich mir beispielsweise meine R&D auslagern und will eine Technologie ausprobieren ganz stringent Kundenzugänge dem jeweiligen Startup wiederum bieten, dann kann sowas schon funktionieren.
00:12:19: Aber ich glaube scheitert ganz oft am Anfang an der unklaren und nicht alleinsten Erwartungshaltung.
00:12:25: Also die Elefanten aus dem Raum?
00:12:28: Die Projekt- und Budget.
00:12:30: auch noch mal eine Nachfrage Stimmt die These, dass man sagt heute kann man auch mit kleineren Budgets schon Projekt zu starten.
00:12:38: KI lässt grüßen und damit auch für kleinere firmspannendere Sachen vielleicht noch ermöglichen?
00:12:44: Hundert Prozent!
00:12:45: Also wenn ich da nun mal anfange, wir kommen ja immer ganz stark aus der Kundenperspektive.
00:12:50: Das heißt manchmal gehen wir hin im Unternehmen gibt es eine Idee nehmen die raus und verproben sie und diese Validierung funktioniert heute.
00:12:57: erstens viel viel viel schneller aber auch zu einem geringeren Budget und ich glaube eine Begründung dafür ist zum Beispiel dass wir gar nicht mehr mit echten Kunden teilweise validieren müssen sondern wir bilden KI generierte synthetische Personas mit denen wir dann die Ideen und die Themen verproben können.
00:13:16: Und alleine deshalb geht es erstens schneller, und ist auch günstiger realisierbar.
00:13:22: Und damit auch was für kleinere Firmen?
00:13:24: Oder ist das dann doch so kompliziert dass man doch sagt, man braucht fünf Leute in der AT-Abteilung, die dies und jenes alles können?
00:13:30: Nee, überhaupt nicht.
00:13:30: Mittlerweile gibt es ja KI Workflows beispielsweise.
00:13:33: Wir haben selber so ein KI-Validierungstooltauzium quasi gebaut wo du das auch einfach mal schnell reinschmeißen kannst.
00:13:41: Das ist so ein Thema und ich glaube was auch bei BridgeMackle und dass mache ich eigentlich schon seit zehn Jahren gerade im Mittelstand.
00:13:49: auch glaube ich wenn ich mit Eigentümern rede Wenn sie heute ihr Unternehmen nochmal gründen würden wie würde das eigentlich aussehen?
00:13:56: Und da hilft heutzutage wahnsinnig viel, beispielsweise haben wir so einen KI-Stythic Wargame entwickelt.
00:14:04: Was eine agentische KI-Strategiesumulation ist wo verschiedene KI-Agenten gegeneinander laufen und dann einfach mal Zukunftszenarien ausspucken.
00:14:15: Die aber auch schon mit konkreten Maßnahmen.
00:14:17: wie kann man dahin gehen?
00:14:19: Wie muss umgestellt werden?
00:14:21: Beispielsweise unter Mauern und sowas geht halt... Früher haben wir da würde ich sagen acht Wochen Projekte für gemacht, sechs bis acht Wochen.
00:14:28: Heute geht das relativ schnell per Knopfdruck mit dann nochmal dem man sagt der human in the loop um das noch mal so ein bisschen zu verifizieren und fein zu tun.
00:14:36: aber das geht schon schnell und damit auch deutlich günstiger.
00:14:40: deshalb auch würde ich ganz klar sagen was für kleine Unternehmen
00:14:43: okay wie war denn eure eigene KI Reise sozusagen inklusive.
00:14:48: wahrscheinlich nehme ich mir einfach an die Saaf Make or Buy Diskussion
00:14:54: Definitiv sehr lehrreich, inklusive auch Lehrgeld.
00:15:01: Ich habe ich habe zwanzig zweiundzwanzig schon also recht früh für diese ganzen KI-Welle gesagt wir werden zur AI First Company und heute würde ich sagen Koste ist was es wolle und das war schon eine strategische Abwägung bei uns im Eigentümerkreis.
00:15:18: Wir sind ja unabhängig Wir haben viel überlegt, machen wir das.
00:15:21: Weil es natürlich mit einem Anfangsinvest damals gab's ja auch noch nicht so viele auf der Shelf hinterlegt war und dazu kam einfach dass wir uns damit natürlich auch ein Stück weit selber kanibalisiert haben also indem wir jetzt KI genommen haben weil ich hätte nicht mehr in der Lage größere Teams für mehrere Wochen zu verkaufen und mein Anspruch war immer dieses ja, on the forefront of der Innovationskurve quasi zu sein.
00:15:50: Insofern war es für mich unerlässlich.
00:15:52: Damals gab's aber noch nicht diese Standard-LLMs auf denen wir dann aufbauen konnten um sowas zu bauen.
00:15:57: das heißt Wir haben eigentlich unsere eigenen Datenbank von zehn Jahren Bridgemaker Erfahrung damals was ein bisschen weniger genommen und die in den eigenes Modell gegossen und das auch gebaut Und das war natürlich mit einem hohen Anfangsinvest verbunden.
00:16:16: Ganz wichtig aus der eigenen Erfahrung sich ganz genau zu überlegen, make or buy wirklich zu gucken was gibt es am Markt verfügbar?
00:16:23: und gerade im Mittelstand würde ich sagen.
00:16:24: Es gibt so viel gute Basis LLM Struktur das was den Mittelstand ja hat sind individualisierte Daten die kein großer und auch kein größer anderer Tier One irgendwie hat und darauf Zugriff hat.
00:16:37: Das heißt mein Tipp wäre da immer die Basis of the shelf beizumachen und es dann individualisiert, sozusagen mit einem Make-Anteil und der eigenen Datenschicht quasi zu individualisieren.
00:16:50: Und damit einen wahnsinnigen USP zu haben gegen den Wettbewerb gegenüber.
00:16:56: Einige verirren sich vielleicht manchmal auch ein Tool-Jungle oder siehst du das anders?
00:17:01: Aber wir selber auch ehrlicherweise... so viel und so schnell wieder alles auf den Markt kommen.
00:17:08: Wir haben eine eigene KI Taskforce bei Birchmaker, die den ganzen Tag dieses Toolscreening macht und auch in unserem eigenen agentischen System dann die Tools wieder austauscht weil gerade was besseres ist usw.
00:17:20: Und das ist natürlich wahnsinnig herausfordernd wenn ich gerade Mitarbeiter mitgenommen habe wie diese emotionale Transformation sie geschult hat neue Tools zu nutzen Und aber eigentlich weiß, okay da gibt es gerade wieder einen besseres.
00:17:34: Also das ist absolut herausfordernd zu gucken welches ist da das Gute?
00:17:39: und ich glaube dann muss man einfach so eine Offenheit gegenüber den eigenen Teams auch haben.
00:17:44: So sagen wir nutzen das jetzt um so eine generelle Bereitschaft etablieren und sich dann mit Leuten dies wirklich können.
00:17:50: beispielsweise wir stellen das kostenlos zur Verfügung.
00:17:53: update auf die Tools.
00:17:55: was ist gerade besser und wie können über diese Ablischnitzstellen entsprechend erneuert werden?
00:18:01: Versteht, ich würde emotionale Transformation nämlich aufwahl.
00:18:04: Jetzt haben wir aber technisch gesprochen, man spricht natürlich dann irgendwie auch über Geld, haben wir auch gesprochen.
00:18:09: Was ist der Zaubertrick?
00:18:10: Wie sagt man immer so schön die Menschen mitzunehmen?
00:18:13: So, dann kommt das Satz und dann ist es damit auch erledigt.
00:18:16: Ich wollte mal jetzt die Gelegenheit nutzen, es im Alltag mal so tiefer zu legen.
00:18:21: wie versucht ihr das zu beraten und hinzukriegen.
00:18:25: Ja, aber es sind zwei Komponenten... Weil einmal reden wir alle über Geschwindigkeit.
00:18:30: Geschwindigkeit wird immer höher und ich glaube, der KI sinnvoll nutzt und beispielsweise seine Entscheidung konsequent am Kunden damit ausricht, der wird Gewinner sein.
00:18:42: also so Use-Cases zu bauen die eine wirkliche Relevanz haben und die dann schnell zu verproben.
00:18:48: aber diese Geschwindigkeiten und Schnelligkeit wenn ich im Kerngeschäft etablierte Prozesse habe das prallt da natürlich aufeinander immer wenn ich dann da reingehe, deshalb auch emotionale Transformation muss sich ja erst mal einen Veränderungsbewusstsein schaffen.
00:19:03: Das heißt ich muss erstmal die Bereitschaft etablieren.
00:19:08: okay es ist jetzt ein Pflichtprogramm und das ist keine Kühe und es ist auch kein Ob sondern wir werden AI First oder AI Enabled, Tech Enabled usw.
00:19:19: unsere Prozesse umstellen und da fängt's dann halt an.
00:19:22: und dann brauche ich wahnsinnig viel Training.
00:19:26: Also Training, die Leute an die Hand nehmen.
00:19:28: Dann das auch immer wieder überprüfen.
00:19:30: Beispielsweise auch Gamification einbauen und überprüfern wird es genutzt.
00:19:34: Und wenn ich sehe... Ich kann das ja tracken!
00:19:36: Und dann zu sagen ohne zu blame, Leute wieder da hinzugehen und zu sagen hey, ich habe gesehen du nutzst nicht regelmäßig wie kann ich dir helfen?
00:19:45: Wie kann ich dich dabei unterstützen?
00:19:47: Und ich glaube trotzdem einen ganz klares, ich wollte ganz lang durchdrücken aber eine ganz klare Ausrichtung am Nordstern dass ist halt passiert dass wir zu einer Tech-Enabled-Organisation werden.
00:19:59: Zum Zwischenmenschlichen gehört ja auch jetzt positiv mal vielleicht das Grenzen zwischen Abteilung in etwas größeren Mittelstellen aufgebrochen werden, weil früher hatte jede seine Excel oder so und jetzt irgendwie anders?
00:20:13: Oder ist das zu optimistisch?
00:20:17: Nee, das ist glaube ich genau richtig, schneller Synergien sehen kann und die auch darstellen können.
00:20:26: Und generell ist es ja für mich so ein Thema, KI erlaubt uns einfach mehr Zeit fürs Wesentliche zu haben.
00:20:35: also ich kann Dinge automatisieren bei Bridgemaker beispielsweise.
00:20:39: Ich habe mehr Zeit für konzeptionelle Arbeit und für das wirklich nach vorne denken.
00:20:43: Ich sage immer so schön, das weiße Blatt an der Stelle.
00:20:47: Und wenn ich das dann noch mit dem Wissen von Abteilungen übergreifend machen kann, dann ist es ja ein absoluter Gewinnpunkt, weil dann bin ich wieder bei dem Thema Daten Know-how jahrelange Erfahrung und das zu kombinieren mit den Kundenbedürfnissen?
00:21:02: Wie können wir denn Abteilungsübergreifen mit dem Know-How das Beste bauen?
00:21:06: Das ist glaube ich ein Riesenasset was wir durch die KI vor allen Dingen haben.
00:21:11: Zum Abschluss vielleicht noch die Frage, beschäftigen sich Führungskräfte im mittelständischen Unternehmen in Prozent ihrer Zeit genug mit Zukunft und wie kann man das eventuell fördern wenn es nicht so ist?
00:21:26: Da muss ich ja jetzt nein darauf antworten.
00:21:28: Das ist auch meine ehrliche Beobachtung und Einschätzung und das teile ich selber für mich auch.
00:21:34: wir sind irgendwie als CEOs sehr schnell in diesem, was ist irgendwie wichtig und aktuell?
00:21:40: Das heißt unserem Kerngeschäft up and running.
00:21:42: Das finanziert uns ja auch unsere Zukunftsthemen.
00:21:45: Insofern ist da immer ein wahnsinnig großer Fokus drauf, was richtig und notwendig ist.
00:21:51: aber ich glaube sich selber so einen prozentuales Ziel zu setzen oder beispielsweise zu sagen Ich beschäftige mich mit dem Thema Zukunft das heißt konzeptionell im Arbeiten weißes Blatt Papier nicht irgendwie Freitag Nachmittag, wenn es irgendwie noch reinpasst.
00:22:05: Ich aber eigentlich schon mit halben Fuß zu Hause bin sondern vielleicht traue ich mich mal ist einfach Dienstagmorgen bis zwölf Uhr im Kalender zu blocken und dann da Zeit zu investieren und dann auch Leute dazu zu holen entweder Spurring von außen Impulse von Außen oder aus der eigenen Mitarbeiterschaft oder halt die Zeit einfach mal mit sich selbst zu verbringen was in so klassischen CEO-Kalendern wenig stattfindet aus meiner Sicht.
00:22:34: Organisierte Gehetztheit sag ich da immer gilt auch für Schiffredakteure um ehrlich zu sein, nicht organisierte Gehetztheit ist noch schlimmer.
00:22:42: ja vielleicht noch sind so Zukunft.
00:22:44: also was glaubst du?
00:22:46: einfach jetzt mal ins blaue gefragt was noch passieren kann in den nächsten Wochen aber relevant ist für die allermeisten Unternehmen?
00:22:56: Ich glaube dass dieser KI-Zug auf jeden Fall aus dem Bahnhof gerollt ist und der auch nicht mehr aufzuholen ist.
00:23:02: Und ich glaube, der sinnvolle Umgang für sich als Unternehmen mit diesem Geschwindigkeitsaspekt und selber eine lernende Organisation zu werden – das ist aus meiner Sicht der absolute zentrale Punkt wenn es um die Strategieausrichtung geht weil ich damit einfach Kundenprobleme besser und schneller lösen kann, individualisierter lösen können und einfach viel viel mehr Daten habe.
00:23:24: Ich glaube, Gudi ist, wenn ich mich als Unternehmen hinsetze und meine Daten – da haben wir Mittelstände jahrzehnteljahre Datenpools.
00:23:35: Wenn ich mich mal wirklich hinsätze und anfange die zu systematisieren, zu sortieren Müll rauszuschmeißen, die guten Sachen aufzubereiten.
00:23:44: Dann kann ich eventuell sogar überlegen, kann ich meine Daten monetarisieren und damit quasi auch noch mal zusätzlichen Umsatz generieren.
00:23:52: Und das sind glaube ich so die großen Themen, die nicht aufzuhalten sind, die uns beschäftigen werden über die nächsten Jahre um wo viel Potenzial liegt.
00:24:01: Ja, das ist ein gutes Schlusswort.
00:24:02: Also meine Kleine kommen gerade jetzt im nachem Sommer in die Schule und freut sich wie Bolle und ich frage mich ja eigentlich mal warum.
00:24:08: weil zwischen Kindergarten schön draußen spielen und den ganzen Tag drinnen sitzen und stillhalten... Das weiß sie auch!
00:24:13: Ist eigentlich gar nicht so toll.
00:24:14: aber sie freut es sich einfach weil's was Neues ist, weil der nächste Reiseteil losgeht.
00:24:21: Henrike vielen vielen Dank.
00:24:23: Thorsten hat mir super Spaß gemacht.
00:24:24: danke dass ich da sein durfte
00:24:26: Und auch euch und Ihnen, die Behörerinnen und Hörer, danke fürs dabei sein.
00:24:29: Ich sage für immer bleibt gesund und erfolgreich bis zur nächsten Folge!
00:24:37: Tschüss!
Neuer Kommentar