Hidden Champion war gestern

Shownotes

Hidden Champion war gestern – zumindest bei Marantec. Der Hersteller von Torantrieben, Sicherheitssystemen und digitalen Lösungen bezeichnet sich inzwischen bewusst als „Open Champion“. Dahinter steckt mehr als ein neues Etikett: Das Unternehmen will sich stärker für Kooperationen mit anderen Mittelständlern, Familienunternehmen und Start-ups öffnen und so gemeinsam schneller, größer und wettbewerbsfähiger werden.

Im Gespräch mit Thorsten Giersch erklären die beiden Marantec-CEOs Kerstin Hochmüller und Andreas Schiemann, warum sie ihr eigenes Geschäftsmodell frühzeitig von Start-ups hinterfragen und „disruptieren“ ließen. Der Blick von außen habe gezeigt, wie schnell sich etablierte Geschäftsmodelle verändern können – und zugleich geholfen, die eigenen tatsächlichen Stärken neu zu erkennen. Dazu gehören nicht nur Produkte und technisches Know-how, sondern etwa auch internationale Vertriebsstrukturen, Produktionskompetenz und die Fähigkeit, komplexe Märkte zu bedienen.

Es geht außerdem darum, warum Kooperationen zwischen Mittelständlern häufig nicht am Willen der Unternehmer scheitern, sondern an den Organisationen. Wenn frühere Wettbewerber plötzlich zusammenarbeiten sollen, müssen etablierte Denkmuster und Glaubenssätze überwunden werden. Auch Kommunikation wird dabei zum strategischen Faktor: Vergleichbare Produkte, veränderte Vertriebskanäle und neue Wettbewerber machen es aus Sicht von Marantec notwendig, stärker über Werte, Menschen und die eigene Geschichte zu sprechen.

Hochmüller und Schiemann berichten, wie der „Open Champion“ zum Nordstern für die Transformation geworden ist – und warum dieser Weg noch lange nicht abgeschlossen ist.

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Transkript anzeigen

00:00:04: Markt und Mittelstand, der Podcast.

00:00:07: Deutschlands Stimme für Familienunternehmen.

00:00:10: Aktuelles und Zukunftsthemen rund um den Motor der deutschen Wirtschaft mit Thorsten

00:00:16: Giersch

00:00:23: Hidden Champions, ein bekannter Begriff sehr positiv belegt.

00:00:26: Ich spreche jetzt mit den zwei Geschäftsführern eines Unternehmens das sich als Open Champion umdefiniert hat in der internen Kommunikation und in der Art wie man kooperiert mit anderen Unternehmen um die Zukunftsfähigkeit zu sichern aber natürlich eben auch in der Kommunikion denn man muss mehr machen in diesen Zeit mit vielen neuen Wettbewerbern.

00:00:50: Das erklären mir meine beiden heutigen Gäste.

00:00:52: Und zwar ist die Rede von Marantek ein Beispiel aus einem Unternehmen, das Beispiel macht so wollte ich sagen und die beiden Geschäftsführer sind Kerstin Hochmüller und Andreas Schiemann.

00:01:03: Ich grüße sie beide.

00:01:04: Hallo!

00:01:05: Ja hallo, guten Tag!

00:01:06: Guten Tag.

00:01:07: Agiers freut mich.

00:01:10: Bevor wir in medias res gehen, was auch Kommunikation angeht, wollen wir natürlich noch ein bisschen etwas über Marantek erfahren.

00:01:17: Ich habe gerade schon gesagt Tor-Antriebe aber das ist ein Wort da steckt ziemlich viel hinter um es mal so zu sagen.

00:01:24: wer möchte das mal kurz tiefer legen?

00:01:27: Ja genau da stecken viel mehr dahinter.

00:01:28: Tor.

00:01:29: Antriebe ist leicht gesagt und man kann es eigentlich auch umschreiben mit allem was Tore bewegt.

00:01:34: Aber was Toren bewegt sind Antriebssysteme sind Sicherheitssysteme sind mittlerweile sehr viel Software und auch digitale Geschäftsmodelle.

00:01:44: Und da all das mit einer sehr hohen Wertschöpfungstiefe ist, dass was Marantech international

00:01:48: macht.

00:01:49: Ein Hidden Champion wie er im Buch steht darf man glaube ich sagen in welchem Märkte exportieren Sie alle?

00:01:54: Wie viele?

00:01:55: können sie da mal kurz einen Überblick geben?

00:01:57: Ja mit einer Exportquote von über seventy Prozent Seminar zu überall auf der Welt tätig.

00:02:02: wir waren von Anfang an sehr international aufgestellt auch mit eigenen Vertriebsgesellschaften.

00:02:08: Als Hiddenschampion würde ich uns nicht bezeichnen, aber das können wir vielleicht später noch mal ein bisschen tiefer legen.

00:02:13: Oder warum würden Sie sich dann nicht als Hiddenschampion bezeichnenden?

00:02:17: Weil

00:02:17: wir anders arbeiten und weil wir eine andere Strategie haben im Mittelstand und auch mit Startups zusammenzuarbeiten Und wir wollen weniger hitten und mehr oben sein und das macht uns sehr aus.

00:02:31: Ah, jetzt verstehe ich.

00:02:32: Das ist auch der Punkt auf den ich raus will.

00:02:34: also Hinn war gestern ein Stück weit.

00:02:37: davon rede ich in diesem Podcast ich glaube seit zweihundertfünfzig Folgen.

00:02:42: Wie kam dieser Wandel bei Ihnen?

00:02:43: dass Sie dieses Hiddenschampion nicht nur uneingeschränkt positiv sehen Frau Hofmüller?

00:02:48: Die Industrie was die auch sagen sei es sie seit vielen folgendauer reden wir sind ja schon kein Krisen mehr ausgesetzt, sondern einem wirklich extremen Strukturwandel.

00:02:58: Und mit diesem Wandel haben wir uns natürlich wie jeder andere auch beschäftigt aber ich glaube wir sind auch noch mal anders eingestiegen.

00:03:05: Wir haben unsere Geschäftsmodelle vom Start-up challenging lassen also stressen lassen kann man sagen das war kurz vor Corona Und sind da schon mal zu den Ergebnissen gekommen.

00:03:16: Wir müssen doch viel radikaler unsere Strategie überarbeiten, viel kurzfristiger denken wie lange denn alles so bleibt wenn wir nichts verändern.

00:03:26: und in den letzten Jahren ist diese Geschwindigkeit der Notwendigkeit von Veränderungen ja extrem geworden.

00:03:33: So jetzt reden wir alle über Transformationen.

00:03:37: was meinen wir dann?

00:03:40: Das ist auch genau der Punkt, dass sagen Heden-Champion es out und das geht darum, dass wir viel stärker mit Gleichgesinnten – das ist Mittelstand.

00:03:49: Familienunternehmen kooperieren um Stärken zu bündeln, um Größe zu entwickeln, Schnelligkeit und auch Kompetenz in diesen neuen Marktbedingungen Fuß fassen zu können bzw.

00:04:01: erfolgreich zu sein.

00:04:02: Und das ist der Ansatz und entstanden, weil wir schon sehr früh auch mit Start-ups gearbeitet haben.

00:04:08: Dann kommt man einfach auch in eine ganz andere Denkweise, dass miteinander Arbeiten geben und nicht immer nur nehmen, dass das Dinge sind die ja auch einen Erfolg versprechen für das eigene Unternehmen.

00:04:22: Das haben wir dann übertragen und sind auf dem Weg ein Open Champion zu sein.

00:04:28: Wir sind natürlich auch dazu verdammt mit anderen Mittelständlern zu kooperieren, weil sonst können wir das nicht werden und darum werden wir auch nicht müde darüber zu reden welche Chancen und Möglichkeiten darin liegen.

00:04:39: Und wie wir sie denn auch nutzen können?

00:04:42: Die Nachfrage dazu wenn Sie über die Start-ups reden inwiefern hinterfragt man sich da auch mehr oder was hat das bei Ihnen im Detail ausgelöst?

00:04:51: Wenn wir uns halt in unseren Kreisen über unsere Geschäftsmodelle unterhalten, das haben wir auch mit vielen Mittelständlern und auch Wettbewerbern getan.

00:04:59: Und dann fragt wie lange geht das eigentlich so gut?

00:05:01: Mit unserem Modell wenn wir gar nichts verändern, dann war der Zeitraum noch vor den ganzen Veränderungen – ich will sie gar nicht mehr Krisen nennen – war immer so acht, zehn, zwanzig Jahre.

00:05:13: Das bleibt ja alles so.

00:05:14: Wir passen die Dinge ein bisschen an.

00:05:18: Wenn wir mit Start-ups auf unsere Geschäftsmodelle gucken, dann sehen wir wie schnell sich wesentliche Teile einfach auch disruptieren lassen.

00:05:27: Und dieser Gesamtblick den wir hier haben, wir produzieren... also wir entwickeln, wir produzieren, wir vertreiben.

00:05:34: Wir haben diesen ganzen Prozess im Blick und da kommt Startup und picken sich die Dinge raus, die irgendwie am Erfolg versprechen sind und die disruptieren sie mal eben ganz schnell.

00:05:45: sind das eigentlich so Erkenntnisse, die wir nur gewonnen haben weil wir uns mit wirklich komplett anders Denkenden darum unterhalten haben und dann bekommt man einfach auch einen ganz anderen Eindruck wie sicher und kompetenten.

00:05:57: Das ist was man da über viele Jahre tut

00:06:00: ohne aber bei all den Veränderungen wahrscheinlich ihre Kernwerte zu verlieren.

00:06:03: Es ist ja auch so ein Satz dem man immer wieder hört, was beim Familienunternehmen ja auch irgendwie wichtig ist

00:06:10: Absolut.

00:06:11: Und das ist aber der Punkt, was sind die Kernwerte?

00:06:13: Da vertun wir uns manchmal, dass wir Kernkompetenzen dort vermuten, wo gar keine mehr sind und andererseits welche haben, die wir gar nicht gesehen haben.

00:06:22: Auch das können Startups wunderbar beleuchten weil dann Dinge wie zum Beispiel Wir können übrigens in jedes Land dieser Welt liefern und wissen wie die Rechtslagen sind.

00:06:29: Wir wissen, wie man alleine Produkt verpackt, welche Dokumentationspflicht es dort gibt.

00:06:35: Wir haben übrigens eine große Kundenstruktur.

00:06:38: da sind ja ganz viele die dann auf einmal eine Kompetenz werden, die wir vorher als so naja das gehört irgendwie dazu abgetan haben inklusiv dass wir auch Produktionskapazitäten haben und Qualitäten herstellen können.

00:06:51: Und das gleicht es dann auf anderer Seite wieder aus und dass man sagen kann man bricht nicht zusammen weil auf einmal irgendwie alles disruptiert wird sondern man wird sich seiner wirklichen Stärken die heute kompetent sind wird man sich bewusst und kann da natürlich auch ganz anders agieren wie denn die Zukunft davon zu gestalten ist.

00:07:09: Kurzwerbung in einer Minute geht es weiter.

00:07:12: Als Führungskraft wissen Sie, Liquidität ist der Treibstoff für Wachstum – aber wenn zwischen erbrachter Leistungen und bezahlter Rechnung Wochen liegen, bindet sich genau dieser Treibstoff in offenen Rechnungen.

00:07:24: Kapital das eigentliche neue Leute, neue Märkte oder das nächste Produkt fließen müsste.

00:07:30: Das bekommen sie mit der KI-gestützten Finance Lösung von Sage in den Griff.

00:07:35: Sage Intact beschleunigt den Weg von der Leistung bis zum Geldangang.

00:07:41: In Kundenprojekten sinkt die Zeit, bis eine Rechnung bezahlt ist von rund onehundertzwanzig auf unter siebzig Tage.

00:07:48: und weil ihnen Liquidität und ihre wichtigsten Kennzahlen in Echtzeit vorliegen entscheiden Sie auf Basis von heute nicht vom letzten Monat.

00:07:56: Wenn Sie Sage Intect mal ausprobieren möchten, gibt es das für alle Markt- und Mittelstand Podcast höherein und höherer exklusiv bis zum einundreißigsten Dezember mit zwanzig Prozent Rabatt auf die ersten zwölf Monate inklusive Sage Copilot.

00:08:11: Probieren sie es aus unter sage.com slash mum also sage.com mum Und natürlich finden Sie alle Links auch in den Show Notes.

00:08:23: Beschrieben haben die Phantasien oder finden das wahrscheinlich auch im Präsenz gesprochen.

00:08:27: Die Mitarbeitenden, die beschäftigten so alles also der Mensch ist ja nicht sagen was man so sind ja nicht alle Menschen total begierig auf Veränderung und Veränderungen der Routinen usw.

00:08:37: Und dieses hinterfragen.

00:08:39: Das ist natürlich eine ganz große Herausforderung für das Team insbesondere Im Bereich der Ingenieure da wo konstruiert und entwickelt und erfunden wird seit vielen Jahren und Jahrzehnten und es gelernt ist immer noch ein bisschen besser und nicht aufzuhören, das Produkt immer noch etwas weiter zu optimieren.

00:08:59: Diese Menschen für den Moment beiseite zu nehmen und daraufhin zu motivierend sagen ist es wirklich noch der Kundennutzen?

00:09:05: Ist das wirklich das was uns differenziert in der Welt und im Markt?

00:09:10: Und das stößt erst mal auf Unverständnis!

00:09:13: Das stößts erstmal auf eine komplett neue Welt aber... Wenn man zeigen kann in Projekten zu was es führt, dann löst das auch eine große Begeisterung aus.

00:09:24: Aber es braucht eine gewisse Zeit, es braucht Begleitung und immer wieder Motivation und Fokussierung auf das, was uns wirklich differenziert.

00:09:33: Diese Kommunikationsaufgabe rund um Transformation wirkt nach innen wie nach außen.

00:09:39: Marante gilt als sehr fortschrittlicher Kommunikator auch, in beide Richtungen nach in Wien nach Außen.

00:09:47: Storytelling ist hier ein Stichwort.

00:09:50: Der Hidden Champion ist das ja, um nochmal auf diesen Begriff zurückzukommen.

00:09:54: Nicht immer gewesen oder im Allgemeinen besprochen.

00:09:57: auch viele Unternehmen sagen sich immer, dass mit der Kommunikation die Kunden wissen was ich kann und mehr brauche.

00:10:01: eigentlich nicht.

00:10:02: wie betrachten sie das?

00:10:04: Auch so ein bisschen in der Rückschau.

00:10:05: Was haben Sie auch verändert?

00:10:06: eventuell?

00:10:07: Das ist natürlich die Sichtweise lange gewesen und das ist auch bei vielen noch intern.

00:10:14: Wir beweisen über unsere Produkte, über unsere Qualität, dass wir gut sind – und die spricht für sich!

00:10:20: Wir sind der Meinung, dass das nicht reicht mehr?

00:10:23: dass wir, also auf der einen Seite natürlich bei unseren Produkten immer vergleichbarer werden.

00:10:28: Die Vertriebskanäle haben sich drastisch verändert als wenn wir vorher die Möglichkeit hatten unsere technischen Daten darzustellen in Form und Vergleichen und sonstigen Dingen.

00:10:39: dann guckt man heute drauf was?

00:10:41: Wie bewertet denn ein Kundeut, ob unser Produkt gut ist oder nicht?

00:10:44: Und dann stellen wir auf einmal fest, das interessiert so ziemlich gar nicht mehr was wir da an Vergleichen angestellt haben.

00:10:50: Sondern es sind viele Emotionen, es sind persönliche Erfahrungen die auf einmal den Ausschlag geben und das bedeutet einfach auch natürlich eine andere Kommunikation zu wählen, die uns gar nicht liegt weil wir ja wirklich sehr sachlich fachlich sind wenn man sich unsere Websites anguckt und wenn man in der Produktkataloge angeguckt hat Und da den Switch zu machen, sagen wir müssen zeigen wer wir sind und welche Werte wir vertreben.

00:11:15: Wir sind in Deutschland, wir sind freiheitlich organisiert.

00:11:20: Wir gehen mit Menschen motivierend um.

00:11:24: Das sind Attribute die neben den Produkten einfach eine große Bedeutung bekommen und die auch erzählt werden müssen.

00:11:30: Und das ist dieser Change der natürlich auch durch die Zusammenarbeit mit den Trailblazers und Janis zustande gekommen ist.

00:11:38: Ihr zeigt euch, erzählt euch Geschichte, was eine große Überwindung war und auch noch ist.

00:11:43: Aber wir sind davon fest überzeugt dass es total wesentlich ist um auch ein Gegenpart zu... Es wird alles schneller besser günstiger einfach da einen Gegenpart aufzustellen der kann nur über Kommunikation kommen.

00:11:59: dann natürlich klar müssen wir beweisen das das auch stimmt.

00:12:02: aber das sind ja die Dinge die Grund gegeben sind.

00:12:05: also müssen wir eigentlich um die Geschichte anfangen zu erzählen.

00:12:10: Wie haben Sie das gemacht?

00:12:11: Können Sie so ein, zwei Beispiele nennen?

00:12:13: Wir sind eigentlich so ziemlich reingeschlittert in diese ganze Öffentlichkeit, auch entstanden durch diesen Open-Champion.

00:12:22: Wir waren auf der Suche nach einem Symbol eigentlich nach innen.

00:12:26: Wer sind wir wenn wir mal mit dieser Transformation fertig sind?

00:12:29: Wie können wir ein Symbol schaffen?

00:12:30: und dann ist dieser Open-Champion dabei entstanden und interessanterweise war die Aufmerksamkeit außen schlagartig viel größer dafür Und wir sind von Unternehmerinnen und Unternehmern gefragt worden, sollten erklären was wir damit meinen.

00:12:45: Was sich dahinter verbirgt?

00:12:47: Und dann ist das erst so nach und nach nach innen gezogen.

00:12:50: Damit hatten wir gar nicht gerechnet.

00:12:52: aber der Impact- und der Austausch über diesen Open Champion, der im Übrigen auch nie konträr war wo wir uns auch wunder weil man kann sich Argumente bringen warum dass sie wie keine gute Idee isst und trotzdem ist es nicht passiert.

00:13:05: also hat uns das doch extrem viel Input gegeben, auch unsere Philosophie dazu weiterzuentwickeln.

00:13:11: Das war ... Ja so sind wir da eigentlich reingeschlittert und jetzt kommen wir doch gar nicht mehr raus und haben aber auch diese Challenge angenommen weil wir einfach sehen dass sie auch hilft vor allen Dingen in Kontakt mit Mittelständlern Vertrauen bilden das wir das wirklich glauben und meinen.

00:13:28: Und wie soll das sonst anders gehen?

00:13:30: Also dafür braucht man am Ende Kommunikation und eine Geschichte die irgendwie dazu passt.

00:13:37: Wir hoffen, das klingt nach Transparenz.

00:13:40: Vertrauen schaffen klingt Nachtransparenzen.

00:13:42: man braucht dafür Kooperation.

00:13:43: ich war ja selber auch mal Geschäftsführer und habe das auch noch so in Erinnerung wenn auch natürlich auf viel kleineren Niveau.

00:13:49: aber das ist Wie gesagt, viel fällt das schwer.

00:13:55: Also wie gehen Sie mit diesem Thema Transparenz um und zeigen was man kann, was man nicht kann oder wie man es macht?

00:14:01: Was andere vielleicht auch kopieren könnten?

00:14:04: technisch jetzt sowieso ein anderes Thema klar aber von den Verhaltensweisen her war das ein Thema dass man vielleicht noch zuviel Transparens zeigen kann.

00:14:13: ich glaube das ist kein Thema dass wir zuvieltransparenster zeigen können an der Stelle.

00:14:18: Und erst mal muss man sich davon freimachen immer wieder zu glauben, wir müssen hier ganz viele Dinge behüten die irgendwie kopierbar sind und so unik sind dass es niemand anderes kann.

00:14:29: Also das sind leider nur noch sehr wenige dinge die technologisch begründet den ganz großen unterschied machen.

00:14:35: Die Unterschiede liegen auf anderen Ebenen Und wenn man mit dieser Grundeinstellung daran geht und erst mal offen und ehrlich, mit einem starken Werte geröst auf andere Unternehmerinnen zugeht.

00:14:50: Und ins Gespräch geht dann entsteht ein Vertrauensverhältnis.

00:14:53: Das allererste ist ein vertrauensvolles Verhältnis und das kann sich entwickeln.

00:14:59: bis man irgendwann an die wirklichen Themen kommt wo kooperieren sinnvoll sein kann erfährt als erstes relativ schnell, dass doch die Ansichten recht leicht sind.

00:15:11: Alle sagen, ja stimmt!

00:15:12: Wir fährten irgendwie die gleichen Grundkomponenten, wir haben die gleichen Maschinen und müssen in Gebäude investieren.

00:15:17: Wir haben ein Fachkräftethema hier zu lösen und alle nicken sehr schnell zu diesem Themen.

00:15:23: Und wenn das Vertrauensverhältnis da ist?

00:15:26: Das ist übrigens unter Unternehmer-, ermittelständischen Unternehmerfamilien oft Dann kommt man auch relativ schnell in das Gespräch.

00:15:36: Okay, und was machen wir jetzt daraus?

00:15:38: Wie geht es jetzt?

00:15:39: Was die Erfahrung dann teilweise auch zeigt also ist dann gar nicht die Problematik auf Gesellschaften oder Unternehmenebene zu sagen Es macht irgendwie total Sinn sondern Die Herausforderungen entstehen dann wenn das in die Organisation getragen werden muss.

00:15:54: Also bei uns Und natürlich bei unseren Kooperationspartnern entsteht dann allein im Vertrieb die Diskussion.

00:16:02: Das waren vorher unsere größten Feinde.

00:16:04: Wie soll ich denn jetzt argumentieren, dass das irgendwie auch nicht so schlecht ist?

00:16:08: Das Produkt oder dass wir möglicherweise ein Projekt gemeinsam machen?

00:16:13: Also die Probleme entstehen dann eigentlich in den Organisationen weil sie natürlich gelernt haben nach gewissen Glaubenssätzen und Argumentation zu handeln das aufzulösen.

00:16:25: Das ist eine Herkulesaufgabe, als erstes diese Vertrauensbasis zu schaffen und dann sagen wir machen gemeinsam etwas um dann zu sagen wie kriegen wir denn eigentlich die Menschen in der Organisation überzeugt dass das für uns alle eigentlich eine gute Idee ist?

00:16:38: Das haben wir so auch nicht erwartet muss ich echt sagen.

00:16:41: und wir sehen aber auch dass das allen so geht es also nicht in unserer Organisation sondern das geht unseren Kooperationspartnern genauso.

00:16:49: Ja, ist wirklich ein Learning womit wir nicht gerechnet haben.

00:16:52: Wir haben irgendwie gedacht die freuen sich aber so einfach ist es dann doch nicht.

00:16:56: Sind Sie froh dass sie aus einer Position der Stärke damit begonnen haben?

00:17:00: Also das ist ja jetzt keine leichte wirtschaftliche Zeit.

00:17:04: wenn man wenn man so eins vor zwölf sowas beginnt ist vielleicht schwieriger oder kann man auch anders argumentieren.

00:17:10: Der Leidensdruck ist dann so groß dass sich diese interne Überzeugungsarbeit gar nicht mehr so stellt weil alle gemerkt haben dass es hier gerade ums überleben geht

00:17:17: Definitiv.

00:17:18: Also ich bin sehr froh, dass wir sehr früh damit begonnen haben.

00:17:22: Kerstin hat es vorhin einmal kurz angesprochen das wir angefangen haben uns selbst zu disruptieren.

00:17:27: Wir sagen immer bevor uns jemand diskutiert, disruptieren wir uns selbst und hinterfragen unsere Geschäftsmodelle.

00:17:32: Und wir haben vor Covid damit begannen und vor jetzt muss ich nicht alle Krisen nennen aber vor diesen ganzen Veränderungen die da mit uns passieren Und ich bin sehr froh, dass wir uns sehr früh damit beschäftigt haben aus einer Stärke heraus und unglaublich viel gelernt haben.

00:17:49: Und dann macht man die Fehler ja auch in einer Zeit, in der man stark ist und es gut gewappnet für die Zeit, die schwieriger

00:17:55: wird.".

00:17:56: Was sind eigentlich so Bereiche wo sie besonders gern kooperieren?

00:17:59: Also diese ... Die Mechanik bei den Türen ist wahrscheinlich aber eben im Sicherheitsaspekte angesprochen was ja nun wirklich ein Bereich ist, wo sich wahnsinnig viel tut.

00:18:08: können Sie doch ein zwei Beispiele nennen?

00:18:10: Ja, also ich sage immer eine gute Kooperation ist eine wenn sie auf mehreren Ebenen passiert.

00:18:15: Also nicht nur an einem Bauteil sondern eben auch im Produktmanagement im Marketing in der Strategie und sonstigem.

00:18:22: das ist aber dann wirklich ne Sache die über sehr lange Zeit entstehen muss.

00:18:27: Ein schnelles Verständnis bekommt man natürlich für Bauteile, bei denen man einfach Maschinauslastung braucht.

00:18:33: So und wenn man dann mit einigen Mittelständischen Unternehmen spricht und relativ schnell ohne in die Fabrik zu gucken sagen kann ich weiß genau welche Maschinen du da hast und was die kosten und wann du sie wieder ersetzen musst und das die natürlich nicht ausgelastet sind beziehungsweise eigentlich der nächste Invest ansteht.

00:18:49: Dann hat man ein relativ schnelles verständnis dafür.

00:18:55: dann eine Kooperation, die dann etwas einfacher ist.

00:19:00: Also ein Bauteil das vielleicht also ein Getriebe-Zahnrad oder einen Zahnrad in einem Getriebel dass jetzt nicht nach außen dieses Produkt definiert sondern einfach funktionieren muss.

00:19:12: Ich nehme mal jetzt mal an Sie waren oft der Anrufende und nicht der Angerufende.

00:19:18: Wie war das so am Anfang?

00:19:23: Hä?

00:19:24: Oder wie kam das?

00:19:28: Ja, genau.

00:19:29: Ich überleg gerade habe ich angerufen?

00:19:30: also nein eigentlich auch nicht.

00:19:32: Das ist in der Branche entstanden.

00:19:33: Also allein dadurch dass man natürlich... immer in Kontakt ist, das ist ja nie das Problem.

00:19:37: Also beispielsweise auch sag ich mal Ost-Westfalen.

00:19:40: wir sind hier unglaublich gut vernetzt jeder Unternehmer kennt jeden und spricht miteinander.

00:19:45: so aber sprechen wie über Kooperationen sprechen wir über echte Zusammenarbeit dass mir selten passiert und da bin ich dann uns sind wir beide dann eher die gewesen, die in die Initiative gegangen sind und sagen jetzt wollen wir doch mal einen Schritt weitergehen?

00:19:59: Und dann hat man schnell ein offenes Ohr und sagt was genau meinst du eigentlich?

00:20:05: Ja, also da habe ich und haben wir oft Situationen genutzt die sich aus unserem Netzwerken.

00:20:12: Aus dem Branchen Erfahrung überall weltweit auch sehr viel unterwegs aus diesen Gesprächen ergeben haben und immer wieder angesprochen.

00:20:20: Eigentlich hat das doch gar keinen Sinn.

00:20:21: wie wird es hier so machen?

00:20:23: Ich sage dieses Thema immer wieder Wir machen alles gleich.

00:20:25: Wir investieren in die gleichen Dinge aber wir differenzieren uns nicht.

00:20:29: Und der ein wichtiger Punkt ist eben Wo ist denn unser wirklicher Wettbewerb?

00:20:34: Unser wirklichen Wett Bewerb, der kommt aus unfairen Wettebewerbsbedingungen.

00:20:40: Aus Ländern die wir nicht beeinflussen können und da dem müssen wir uns hier entgegen stellen und nicht zweihundert kleine und mittelständische Betriebe, die Getriebemotoren bauen in Deutschland.

00:20:52: Die ersten Gespräche wenn wir also unternehmen das war dann eher so Bunch-Unternehmer angesprochen haben es Ja, kommt gerne vorbei.

00:21:00: Aber was genau wollt ihr?

00:21:02: Und wie?

00:21:03: wir reden hier nicht über Kaufen verkaufen und wie stellt ihr euch das denn vor?

00:21:07: also Das war schon.

00:21:10: Also wir konnten immer reden aber es war schon auch so ein.

00:21:13: Was ist das denn jetzt für den Ansatz?

00:21:15: und meinen die dass?

00:21:16: und heute ist Es natürlich ein bisschen einfacher weil diese Themen mittlerweile auch ein bisschen getrieben werden.

00:21:23: Die Dinge haben sich ein bisschen verändert.

00:21:24: Der Druck, was die auch sagen wird, wird immer größer und trotzdem ist es oft noch so dass man sagt ja macht total Sinn.

00:21:33: Ja stimmt aber die Initiative sozusagen jetzt könnten wir doch das und das probieren und das machen.

00:21:38: Das liegt nach wie vor noch sehr stark dann auch bei uns, dass man sich da treiben lässt und da wäre schon wünschenswert, dass ich wenigstens die, die sagen sehe nicht nur einen sondern mache ich jetzt auch, dass da irgendwie noch mehr Schwung reinkommt weil So richtig schnell, wenn wir uns so insgesamt umgucken ist es nach wie vor nicht und da wäre schon wünschenswert das eine Menge mehr passiert.

00:22:01: Okay,

00:22:02: Schnelligkeit, Veränderung.

00:22:05: vielleicht zum Abschluss noch dieses Wort Nordstern würde ich gerne nochmal... reinbringen, ich glaube auch kommunikativ natürlich aber wo so ein Unternehmen hin will.

00:22:15: Wie wichtig war das bei Ihnen?

00:22:16: Auch für die Innenwirkung.

00:22:17: dass klar war wir haben einen definiert mehr oder weniger ein Nordstern und wir haben da ein klares Ziel wo wir hin wollen

00:22:25: ist super wichtig.

00:22:26: aber wir lernen auch dieser Nordsternen muss auch irgendwie so mit ganz viel drum herum immer wieder neu formuliert werden und auch wieder ein bisschen angepasst werden.

00:22:37: Nach aus ist es deutlich komprimierter und fokussierter, nach innen haben wir schon viele Facetten auf die wir immer wieder eingehen müssen, weil wir natürlich auch sehr unterschiedliche Mitarbeitende haben.

00:22:49: Also wir haben eine Produktion und wir haben Entwicklung, wir haben IT Wir haben den Finanzbereich Und jeder guckt da und die internationalen Gesellschaft.

00:22:57: Jeder guckt dann natürlich auch irgendwie anders drauf und die immer abzuholen Sagen geht es an Nordstern?

00:23:02: Ob ein Schämpchen?

00:23:03: der bedeutet übrigens für dich Folgendes und für Dich heißt er übrigens Das und das, das ist schon ein laufender Prozess der irgendwie nicht fertig ist.

00:23:15: Außer dass wir versuchen alles wieder zu komprimieren auf diesen... Das ist übrigens auch Open Champion wenn du im Bereich Finanzen Folgendes tust.

00:23:24: Das ist schon eine deutlich komplexere Aufgabe als nach außen.

00:23:29: diesen Fokus des Open Champion was es eigentlich zu kommunizieren

00:23:34: Ist ja ein bisschen auf einem Schiff, auf einer Reise.

00:23:36: Man guckt sich Nordstein an aber das auf dem Schiff müssen alle irgendwie für sich dann funktionieren.

00:23:41: Das ist halt ein Vehikel.

00:23:42: Aber die Geschichte, die Heldenreise oft auch genannt Die muss man immer wieder erzählen.

00:23:48: Sehr spannend!

00:23:49: Danke fürs Gespräch, danke für Ihre Zeit.

00:23:51: Ich wünsche Ihnen viel viel Glück und sage danke für die Geschichte die Sie heute erzählt haben.

00:23:58: Ja, danke fürs Fragen.

00:24:00: Herzlichen Dank Herr Giersch

00:24:02: Und auch Ihnen Gehörerinnen und Hörer, vielen Dank fürs dabei sein.

00:24:04: Ich sage wie immer bleiben Sie gesund und erfolgreich bis zur nächsten Folge

00:24:08: Tschüss!

00:24:10: Das war Markt- und Mittelstand

00:24:11: der Podcast.

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