Die Zukunft braucht mehr als einen Plan
Shownotes
Wie können Unternehmen mit einer Zukunft umgehen, die immer schwerer vorhersehbar wird? Für Zukunftsstratege Stephan Jung ist die Antwort klar: Unternehmen müssen sich daran gewöhnen, dass Unsicherheit zum Normalzustand geworden ist. Wer auf den perfekten Zeitpunkt wartet, verliert Zeit – und möglicherweise den Anschluss.
Im Gespräch mit Thorsten Giersch geht es um die Folgen von Künstlicher Intelligenz für Unternehmen und Arbeitsplätze, um die Frage, welche Tätigkeiten besonders stark von Automatisierung betroffen sein werden und warum gerade standardisierte und vermittelnde Tätigkeiten unter Druck geraten. Gleichzeitig zeigt Jung, wo menschliche Fähigkeiten wie Empathie, Kreativität und persönliche Beratung auch künftig einen entscheidenden Unterschied machen können.
Jung erklärt, warum Unternehmen bei Innovation und Transformation schneller handeln sollten, vor allem bei Entscheidungen, die sich wieder korrigieren lassen. Statt auf vollständige Sicherheit zu warten, sollten sie verschiedene Optionen entwickeln und sich auf unterschiedliche Szenarien vorbereiten. Auch die Mitarbeiter spielen dabei eine zentrale Rolle: Transformation funktioniert nach Jungs Überzeugung nur, wenn aus Betroffenen Beteiligte werden und Vertrauen an die Stelle von Kontrolle tritt.
Darüber hinaus geht es um die Zukunft von Regionen und Städten, selbstfahrende Autos und die Frage, wie Unternehmen ihre Strategie in einer schnelllebigen Welt planen sollten.
Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:22: Auf welche Megatrends müssen sich Unternehmen einstellen, wie wird die Zukunft aussehen?
00:00:26: Welche Rahmenbedingungen braucht es damit deutsche Firmen da richtig reussieren können.
00:00:31: Wieder!
00:00:32: Muss man sagen.
00:00:33: Wir sprechen in dieser Folge mit Stefan Jung, er ist Zukunftstrateger einer der bekanntesten deutschen Keynote Speaker.
00:00:39: Innovationsexperte nennt man es in der Regel auch hat mit zum Beispiel Mut zur Zukunft gut verkaufte Bücher geschrieben und kümmert sich eben genau um diese Megatrends-Dissruption generell formuliert die Transformation der Unternehmen.
00:00:54: Ich freue mich sehr auf dieses Gespräch und sage Hallo Herr Jung Grüße Sie!
00:01:03: Sie sind Zukunftsstrategie, nicht Zukunftsforscher habe ich gelernt.
00:01:08: Warum?
00:01:09: Was ist vielleicht auch der Unterschied um sie vielleicht mal ein bisschen kennen zu lernen?
00:01:14: Ja das ist ein feiner Unterschied.
00:01:16: also Zukunfts-Forscher.
00:01:18: natürlich total wichtig und ganz klasse dass man möglichst viele Informationen und Daten verarbeitet hat.
00:01:26: nur einen Nachteil es ist stark in die Vergangenheit gerichtet Und bei der Zukunftsforschung fehlt mir manchmal so ein bisschen die klare Initiative.
00:01:38: Was machen wir jetzt mit der Erkenntnis?
00:01:40: Was sind die nächsten Schritte, was sind die To-dos, was ist der Anpackplan?
00:01:46: und als jemand, der dreißig Jahre im Management und in Unternehmen tätig und verantwortlich war, ist für mich immer das Thema Entscheidungen treffen ist wichtig auch wenn es vielleicht mal nicht die Optimale ist.
00:02:01: dann kann man sie meistens noch korrigieren, aber keine Entscheidung zu treffen ist einfach die absolute Hölle in diesen schnellen Zeiten.
00:02:09: Deswegen Zukunftsstrategie das heißt ich interessiere mich wirklich.
00:02:14: was ist die Strategie für morgen?
00:02:17: gerne natürlich mit all den Erkenntnissen die wir von heute und gestern haben.
00:02:22: Okay, also diese vermeintliche Binsel-Stilstand ist gefährlich.
00:02:27: Sie waren noch bei uns auf Notvejert-Gipfel und haben viele begeistert.
00:02:30: Das sagt man so leicht!
00:02:31: Und das wissen auch irgendwie alle.
00:02:33: Trotzdem passiert es ja mit dem Stillstand ne?
00:02:36: Ja, das ist völlig normal.
00:02:37: Also wir leben in turbulenten Zeiten.
00:02:41: Wir fühlen uns unsicher.
00:02:43: der Mensch sucht Orientierung.
00:02:45: Er denkt sich wenn das alles mal wieder ein bisschen ruhiger wird dann kann ich mich viel besser fokussieren.
00:02:52: Das ist so im Menschen verankert, aber um ehrlich zu sein der perfekte Moment kommt nicht mehr.
00:02:59: Und das sage ich auch immer bei meinen Vorträgen wir müssen uns daran gewöhnen dass Unsicherheit ein Normalzustand ist und wir müssen das nicht als Störung oder Ausnahme begreifen sondern eben als die neue Realität.
00:03:13: und Wir müssen in dieser Realität wo wir unsicher und gestört sind dennoch nach vorne gehen und nicht warten.
00:03:22: Dann tun wir das KI beim nach vorne gehen, spielt ja irgendwie eine große Rolle oder vielleicht aber auch gar nichts so eine große oder die.
00:03:30: sie überentscheiden wie bewerten Sie da zumal so allgemein anzufangen?
00:03:34: Also dann gibt es ja die Aussagen von schwarz bis weiß.
00:03:37: Elon Musk sagt KI wird einhundert Prozent unserer Jobs ersetzen.
00:03:42: Amerikanische Wissenschaftler, die da schon ein bisschen genauer rangegangen sind, sprechen immer noch von neunzig Prozent der Jobs die ersetzt werden.
00:03:51: Also alles das wäre ja ein absolutes Desaster.
00:03:56: Ich stelle mir immer vor wenn jeder vierte Job also fünfundzwanzig Prozent ersetzt werde dann haben wir schon einen Riesenproblem nämlich Dann funktioniert unser gesamtes Sozialsystem schon nicht mehr.
00:04:09: und Das ist ja nun wirklich keine dystopische Fantasie sondern dass Sehen wir ja eigentlich tagtäglich Volkswagen Meldung von vor zwei Monaten, fünfzigtausend Jobs weg.
00:04:22: Jetzt nochmal fünfzig tausend die in Rede stehen.
00:04:26: Aldi Süd Tausend Job.
00:04:28: es ist also nicht nur Amazon Es ist nun nicht nur in der Ferne sondern auch wirklich bei uns vor der Tür.
00:04:35: und Ja es werden auch neue Jobs entstehen.
00:04:39: Aber Wir Werden schon Die Wertschöpfung so stark steigern und effizienter machen, dass nicht mehr alle Menschen gebraucht werden im Job.
00:04:51: Ja okay das ist an.
00:04:53: wobei also ersetzen und betreffen.
00:04:56: Also KI-ersetzten Job oder KI verändert Jobs?
00:05:00: Das sind ja zwei verschiedene Prozentsalen, oder?
00:05:04: Ja sie haben völlig recht!
00:05:06: Und auch hier gilt diese Weisheit wir müssen das Wort Oder meistens durch UND ersetzen.
00:05:13: Also es ist gar nicht entweder oder, sondern es passiert alles und es macht Jobs einfacher.
00:05:21: Es macht Jobs effizienter.
00:05:23: also wenn wir einfach nur mal in die Programmierung reinschauen wie Menschen, die die KI eigentlich einmal erfunden haben, die schaffen sich gerade selbst ab.
00:05:31: Programmierung wird durch KI zunehmend komplett übernommen.
00:05:37: Kurzwerbung in einer Minute geht es weiter.
00:05:40: Als Führungskraft wissen Sie, Liquidität ist der Treibstoff für Wachstum – aber wenn zwischen erbrachter Leistungen und bezahlter Rechnung Wochen liegen, bindet sich genau dieser Treibstoff in offenen Rechnungen.
00:05:52: Kapital das eigentliche neue Leute, neue Märkte oder das nächste Produkt fließen müsste.
00:05:58: Das bekommen sie mit der KI-gestützten Finance Lösung von Sage in den Griff.
00:06:03: Sage Intact beschleunigt den Weg von der Leistung bis zum Geldangang.
00:06:08: In Kundenprojekten sinkt die Zeit, bis eine Rechnung bezahlt ist von rund onehundertzwanzig auf untersebzig Tage.
00:06:15: und weil ihnen Liquidität und ihre wichtigsten Kennzahlen in Echtzeit vorliegen entscheiden sie auf Basis von heute nicht vom letzten Monat.
00:06:24: Wenn Sie Sage Intect mal ausprobieren möchten, gibt es das für alle Markt- und Mittelstand Podcast höherein und höherer exklusiv bis zum einundreißigsten Dezember mit zwanzig Prozent Rabatt auf die ersten zwölf Monate inklusive Sage Copilot.
00:06:39: Probieren sie es aus unter sage.com slash mum also sage.com mum Und natürlich finden Sie alle Links auch in den Show Notes.
00:06:52: Ich stotte gerade, weil ich tatsächlich jetzt doch irgendwie die spannende Frage schon mal stelle.
00:06:58: Was glauben Sie denn sind Szenarien mit denen sich Unternehmen beschäftigen müssen?
00:07:05: Szenarianen mit denen sie Unternehmen beschäftigten müssen, sind natürlich KI muss Routineaufgaben, Standards und Automatisierung unbedingt einfach einsetzen.
00:07:22: in einer schönen neuen Welt gewinnen dadurch die Mitarbeiter mehr Zeit.
00:07:27: Ist es dann in der Wirklichkeit so?
00:07:28: Ich glaube nicht, sondern die Zeit diese mehr haben müssen sie einfach mehr leisten.
00:07:35: also die Wertschöpfung steigt das Tempo wird schneller wir müssen noch mehr entscheiden in noch kürzerer Zeit denn das ist für mich immer so.
00:07:44: das Wichtigste dass wir am Ende nicht die KI alleine loslaufen lassen, sondern immer noch als Mensch irgendwo den Haken setzen und noch eingreifen.
00:07:56: Das ist das eine.
00:07:59: Und das andere gibt es aus Ihrer Sicht auch Branchen wo Sie sagen da stelle ich mal jetzt lieber schneller um, dass wird in Deutschland schwierig.
00:08:10: oder ist das eigentlich zu allgemein formuliert?
00:08:13: Und jede Branche hat ihren Reiz, je nachdem wie gut du in der Nische bist und so weiter.
00:08:17: Also kann man das klassifizieren, weil alle sagen ja gerade Auto
00:08:21: usw.,
00:08:21: Rüstung.
00:08:22: Sie kennen diese Szenarien.
00:08:25: Da würde ich zwei Antworten darauf geben.
00:08:29: Erstens mal ist natürlich alles was mit Manufaktur, Handarbeit zu tun hat, Personalisierung schneidern mit all diesen Bereichen relativ sicher, weil da kann ich am wenigsten ran.
00:08:47: Heißt aber umgekehrt eben auch alles was automatisiert und standardisiert werden kann wird automatiziert und standardisiert.
00:08:55: Zweite Antwort welche Branchen?
00:08:59: ja die meisten die meisten Branchen sind davon betroffen?
00:09:02: Auch die die immer sagten naja das kann ja keiner Das kann ja keiner tun.
00:09:08: Ich erinnere mich an die Diskussion mit einer internationalen Anwaltskanzlei vor zehn Jahren, wie sagt man über uns?
00:09:16: Kann da ja nichts passieren!
00:09:17: Jetzt schaue sich einer die Anwalzbranche an, ne?
00:09:21: Die KI liest Verträge in Sekundenschnelle ist im Durchschnitt heute schon besser als junge Anwälte, die starten und das Ganze in Sekunden.
00:09:33: Aber ich würde gar nicht so sehr auf Branchen gehen, sondern was wo ich die größte Gefahr sehe ist von der Arbeitsart und das ist der sogenannte Intermediaire.
00:09:47: Also der gute Markler, der gute Vermittler, er einfach durch Plattformen leicht ersetzt werden kann.
00:09:55: ja wir sehen es.
00:09:56: als erstes hat es die Reisebürobranche erwischt.
00:10:02: Natürlich wollen die Anbieter immer mehr B to C. Und wer bucht denn heute einen Flug oder eine Bahnfahrt und geht dazu ins Reisebüro?
00:10:11: Niemand mehr!
00:10:13: Immobilien, natürlich gibt es die...
00:10:15: Aber ganz kurze, die Reisebüros nehme ich mal kurz ans Beispiel.
00:10:19: Meine Frau arbeitet in der Branche.
00:10:20: deswegen weiß ich dass das Reise Büros wenn sie es richtig machen natürlich immer noch ein großen Wert haben und auch Zulauf haben für die Dinge KI eben noch nicht kann oder die Plattform nicht können, oder?
00:10:34: Total.
00:10:34: Ja also dann ist ihre Frau genau bei dem Reisebüro was die Transformation perfekt gemanagt hat nämlich zu sagen Trend erzeugt gegen Trend.
00:10:45: wir gehen in eine Nische rein und bieten etwas an wo einfach der Mensch uns seine Emotionen seine Empathie sein Gespür dieses Kuratieren von der tollen Reise.
00:11:01: Das kann die KI noch nicht.
00:11:04: Okay, also Beispiel klar.
00:11:07: Aber ich habe sie ein bisschen unterbrochen.
00:11:08: Also grundsätzlich, also unabhängig vom Branchen was sind denn sozusagen?
00:11:15: Welcher Art von Offenheit braucht es denn?
00:11:18: und wie clever kann man sich auf dieses Szenarien vorbereiten als Unternehmen?
00:11:26: Ich hab so drei Basistipps, die in jedem Fall funktionieren und die wir auch sofort für jede Branche anwenden können.
00:11:33: Zum einen und das hatten wir schon angeschnitten ist das Thema Unsicherheit akzeptieren also nicht mehr auf den perfekten Zeitpunkt warten sondern Klarheit entsteht eben auch durchhandeln.
00:11:45: Und ja manchmal ist es so ein bisschen fliegen auf Sicht.
00:11:49: aber wenn ich mich bei Nebel nie auf den Weg mache und sagt, ok, fünfzig Meter kann ich sehen.
00:11:57: Ich fahre los und dann sehe die nächsten fünfzig
00:11:59: Metern."
00:12:00: Dann ist es halt doof!
00:12:03: Also dieses Thema Unsicherheit akzeptieren.
00:12:07: Dann was ich auch wichtig finde ist einfach Tempo zu machen.
00:12:12: bei reversiblen Entscheidungen wirklich mal zu unterscheiden zwischen welcher Entscheidung ist total schwerwiegend?
00:12:21: Und welche ist korrigierbar Welche kann ich stoppen?
00:12:26: Wo kann ich ein Produkt on the flight, wie man so schön sagt weiter optimieren.
00:12:34: Wie kann ich Prozesse neu denken also dieses Anfangen auch ohne dass man hundert Prozent Kenntnisstand erreicht hat?
00:12:43: ja weil wir haben das deutsche Problem ist Wir warten auf Perfektion und werden links und rechts überholt von anderen die sagen wir machen schon mal wir fangen schon Mal an Und dann finden wir das immer total ungerecht und gemein.
00:12:58: Also, das ist so meine zweite Empfehlung.
00:13:00: und Last but not least Optionen bauen.
00:13:04: Ja wirklich heute sich klar zu sein es kann sein dass es anders kommt und dass mein Plan B der bessere ist.
00:13:12: und ich bin überzeugt wer heute keine Optionen baut er zahlt irgendwann halt einen sehr hohen Preis dafür.
00:13:22: Das halte ich für sehr, sehr wichtig.
00:13:24: und Erfolg entsteht eben daraus wenn ich möglichst gut vorbereitet bin.
00:13:31: Und wenn das auf die richtige Chance trifft und zu der Vorbereitung gehört vielleicht auch zu sagen Ich habe fünf Lösungswege vorbereitet und da kann mir ja zum Beispiel die KI als Coach wieder gut helfen.
00:13:43: also da schließt sich so ein bisschen der Kreis wo ich denke dass man da definitiv nach vorne gucken muss Und für mich ist immer so das schönste Bild.
00:13:59: Wenn man im Auto sitzt, dann ist es ja auch so dass der Rückspiegel wesentlich kleiner ist als die Frontscheibe.
00:14:06: also mal zurückgucken ist total wichtig.
00:14:08: aber ansonsten gilt es Blick nach vorne und losfahren.
00:14:12: Schönes Bild!
00:14:14: Wie machen Sie das in den Unternehmen?
00:14:17: Wann merken Sie auch, die sind jetzt offen für Ihre Ratschläge?
00:14:19: Wie läuft das ab wenn sie da mit Organisationen zusammenarbeiten und Wege in die Zukunft gemeinsam skizzieren.
00:14:29: Also man stellt ja fest, dass Transformation dann scheitert, wenn man die Mitarbeiter nicht mitnimmt.
00:14:36: also diese Seventy Prozent Transformation klappt nicht, wenn die Mitarbeiter einfach nur betroffen sind.
00:14:43: Also für mich ist immer wichtig Auch in der Entscheidung kann ich einem Unternehmen oder einer Organisation helfen, die Bereitschaft wirklich die Mitarbeitenden von Betroffenen zu Beteiligten zu machen.
00:14:57: Sehr sehr frühzeitig viel informieren einbinden.
00:15:02: und ich werde ganz oft gefragt von Entscheidern wie sagen ja wir brauchen einfach einen Weckruf Wir müssen unsere Leute aus der Komfortzone rausholen.
00:15:15: Wie schaffen wir das?
00:15:17: Und das schafft man am einfachsten mit Transparenz sein und authentisch sein.
00:15:24: Man schafft es vor allen Dingen mit einem, und das ist auch immer meine Empfehlung an Unternehmen.
00:15:30: Viele kennen den Spruch Vertrauen des Gutkontrolls besser.
00:15:37: Der ist aus meiner Sicht bewirklich abgelaufen.
00:15:41: Die Mitarbeiter wollen... gesehen werden, sie wollen wertgeschätzt werden.
00:15:45: Sie wollen Vertrauen haben und dann unterstützen sie so ein Prozess auch und dann kann man sie gut mitnehmen.
00:15:53: Und wenn die Zweifel kommen, dann gebe ich immer ein Beispiel Das Unternehmen Netflix hat eine Reisekostenregelung.
00:16:04: Die besteht im Englischen aus genau fünf Worten.
00:16:08: Also einen Riesenkonzern hat eine reisekosten Regelungen von fünf Wort Und auf Deutsch übersetzt heißt die Handel im besten Interesse von Netflix.
00:16:18: Also ich finde das total mutig, ich find's aber auch genial weil es sind keine seitenweise Vorgaben Ausnahmen was gilt für wen sondern hier wird bewusst die Verantwortung auf jeden einzelnen gegeben.
00:16:34: und wenn man dann fragt funktioniert das zu hundert Prozent?
00:16:38: Nein natürlich nicht!
00:16:40: Aber ist funktioniert im ganz, ganz überwiegendem Bereich und den Rest korrigiert man dann.
00:16:49: Die Biografie von Retastings kann ich sehr empfehlen.
00:16:51: zum Beispiel auch Netflix.
00:16:53: keine Urlaubszählung also.
00:16:57: Ich kenne so viele deutsche Familienunternehmen, die zwingen ihre Mitarbeiter die Urlaubstage zu zählen und haben noch nicht mehr Zeiterfassung oder Überstundenerfassungen.
00:17:05: Also der Gesetzgeber ist ja genau andersherum.
00:17:07: Weder moralisch noch juristischer Unternehmen irgendeine Recht sofort zu gehen aber also das zumindest mehr als sie Mitarbeiter hat.
00:17:13: Aber ganz viel tun es.
00:17:14: Ganz spannendes Fall Netflix dann genaues Gegenteil.
00:17:18: Interessanter interessantes Beispiel Deutschland ist anders als die Amis jetzt aber auch Ein dezentrales Hort, wo es regional sehr wichtig wird.
00:17:26: Gerade auch unsere Höhrer Zielgruppe hier aus dem Mittelstand wohnt nicht jetzt alle in München und so weiter.
00:17:31: Sie sind auch Experte für Smart Cities die neue Art wie wir natürlich leben in den Regionen.
00:17:38: was können sie uns in der Hinsicht mitgeben?
00:17:41: Ja das finde ich eine sehr spannende Frage.
00:17:43: also meine Beobachtung ist wenn ich mal in so einen Satz gieße Talente schlagen beton Es ist halt so, ich muss tolle Leute in der Regierung holen.
00:17:58: Ich muss dafür sorgen für Lebensqualität und Flexibilität, für Natur, Kultur, Bildung... Für Sinn!
00:18:07: Und da gewinnt dann eben nicht unbedingt nur die Großstadt sondern haben eben auch mal Provinzstädte eine riesige Chance.
00:18:16: Und ich schreibe gerade an einen kurzen Artikel Was ist der Unterschied zwischen Tel Aviv und Heilbronn?
00:18:26: Und da gibt es eine Menge Unterschiede.
00:18:30: Aber eines ist gleich, Innovation entsteht in Ökosystemen wenn wirklich alle miteinander arbeiten.
00:18:37: und deswegen ist auch bei der Thema regional Stadtplanung Wirtschaftsförderung für mich immer total wichtig zu sagen Leute Zukunft isst ein Team Sport Ja.
00:18:51: und wenn ich mir dann Wenn ich jetzt mal vorgreife, wenn ich mir Heilbronn anschaue.
00:18:55: Klar hat man da eine Familie Schwarz die sagt wir tun hier was für der Region?
00:19:01: Man hat aber auch ein Bechtler IT und vor allen Dingen hat man auch Politiker, die sich einfach als Mitgestalter sehen.
00:19:11: Man hat die Forschung, man hat die Lehre und so ist aus einer von achtzig deutschen Großstädten wirklich einfach ein europäisches KI-Zentrum geworden.
00:19:24: Das
00:19:24: gibt es aber auch im Kleinen, ne?
00:19:26: Also das siebener Land ist auch keine Uni.
00:19:28: jetzt zwingt immer von Nöten und da gibt's auch tolle Cluster weil die Unternehmer mit der lokalen Politik sicher zusammen tun.
00:19:36: Total absolut ja.
00:19:37: also es gibt schöne Beispiele wie das funktioniert von denen kann man unglaublich viel lernen und deswegen sehe ich da gute Chancen.
00:19:49: Heilbronn ist eines von vielen Beispielen.
00:19:52: Aber auch Tel Aviv selbst, ja Tel Avive ist Wüste da wird nichts angebaut Da gibt es wenig Produkt aber da gibt's unfassbar viel Brain.
00:20:02: Da gibt die höchste Start-up Dichter auf der Welt Da gibt das einen Geheimdienst Der sensationelle Ausbildungsprogramme hat Und
00:20:12: hilft.
00:20:12: aber auch die Wehrpflicht Die haben wir in Deutschland ja vielleicht bald auch wieder Mal gucken welche Richtung.
00:20:16: Das ist natürlich ein israelächter Faktor.
00:20:18: Total, ja.
00:20:19: Und jeder Zweite der heute in der C-Level Position ist hat man so eine Ausbildung durchlaufen und da merkt man schon dass das wenn man da in einer Richtung geht, dass es funktioniert.
00:20:35: Okay!
00:20:36: Das hilft vielleicht auch die selbstfahrenden Autos in Deutschland, dass man diese teilweise viele Fahrereich hatte neulich immer jemand sagt ich muss man muss in Deutschland einfach mehr reisen wenn man Zukunft bauen will weil es eben so dezentral ist, geht vielleicht oder natürlich auch ganz normal als Beschäftigter der von links nach rechts fahren muss.
00:20:54: Geht damit selbst fahren in Autos?
00:20:55: Auch ohne mit weniger Zeitverlust wenn man drin vielleicht arbeiten kann.
00:20:58: keine Ahnung darf ich den Smart City Experten und Zukunftsforscher zu Zukunftsstrategien schuldigung.
00:21:05: glauben Sie da dran dass das viel ändern wird?
00:21:08: also ich glaube daran dass es ganz viel endet und ich habe letztes Jahr immer gesagt Leute, Achtung!
00:21:16: Auf dem ersten Januar kommt Waymo nach London und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit bis sie auch in Kontinental Europa ankommen.
00:21:25: Und nun haben Sie im Mai Ihre deutsche Gesellschaft gegründet und suchen Mitarbeiter für mehrere Standorte um mit den Testfahrten zu beginnen.
00:21:35: Also wir sind mittendrin und das ist kein Science-Fiction mehr sondern das kommt garantiert.
00:21:43: Es ist unsere Aufgabe Genehmigungsdauern und Hürden einfach jetzt auch abzubauen, denn das lässt sich nicht aufhalten.
00:21:55: Das wird kommen!
00:21:57: Und es hat viele positive Einflussfaktoren.
00:22:02: Die Unfallstatistik sagt die Unfälle gehen um mehr als neunzig Prozent zurück.
00:22:09: Das ist interessant für die Versicherungsbranche.
00:22:13: Autoversechrungen sind bei vielen Konzernen, ca.
00:22:16: zu einem Prozent ihres Geschäftsfeldes.
00:22:19: Das wird sich komplett verändern!
00:22:22: Die Arbeit von Autowerkstätten wird sich verändern – die werden weniger Karosserie arbeiten haben weil es viel weniger Unfälle gibt.
00:22:32: Es wird aber auch unsere Innenstädte komplett verändernden denn während ihr und mein Auto im Moment statistisch gesehen zu neunzig Prozent parkt und zu vier Prozent fährt, wird eben das selbstfahrende Auto immer unterwegs sein.
00:22:49: Und auch wieder aus der Stadt rausfahren wenn es seine Arbeit erledigt hat.
00:22:53: Das heißt wir können hässliche Parkhäuser in wertvolle Innenstadt-Entwicklungsflächen umwandeln.
00:23:01: also ich sehe das sehr positiv!
00:23:05: Ihr Buch nur zur Zukunft wurde, wenn ich richtig informiert bin auf Spitzbergen quasi eingemauert in Anführungszeichen im Arctic World Archiv.
00:23:13: Haben Sie ein bisschen Muffer davor?
00:23:15: Wenn man das in fünfzig Jahren aus dem Tresorma holt und liest für die über sie oder uns alle denken wie wir uns die Zukunft vorgestellt haben?
00:23:24: Überhaupt nicht!
00:23:25: Also es war genau eine Zielsetzung zu sagen... ...in fünfzig oder tausend Jahren.
00:23:31: falls es jemand dann sich anschaut wird er sagen, schau mal so haben die damals gedacht dass die Zukunft wird.
00:23:41: Ich finde das total spannend.
00:23:43: wenn ich heute so in ein tausend Jahre altes Buch finden würde wie damals Zukunftsstrategien sich die Zukunft vorgestellt haben bestimmt nicht zu hundert Prozent korrekt aber ich glaube das wäre wahnsinnig spannend.
00:24:00: deswegen war ich auch total happy mein Buch als erster deutscher Autor in das Arctic World Archiv einlagern durfte.
00:24:14: Was ist eigentlich Zukunft?
00:24:15: Ist das das, was in zwei Jahren passiert, in fünf Jahren gerade auch aus Unternehmenssicht natürlich?
00:24:21: Wann beginnt für Sie Zukunft und wann sind sozusagen zeitnahe Strategien noch eher das Gegenteil davon?
00:24:28: Das ist eine kluge Frage.
00:24:30: Ich glaube Zukunft ist alles ab der nächsten Sekunde bis hin zu einer Million Jahre.
00:24:37: Das ist natürlich auch immer sehr abhängig von, wer guckt dort.
00:24:44: Dann stelle ich die Frage anders betriebswirtschaftlich betrachtet.
00:24:49: Sollten Unternehmen zwei Jahre sich fokussieren oder Pläne machen, die da hingehen?
00:24:53: Ist fünf Jahre... Oder ist das was vorher fünf Jahre war heute eher zwei Jahre weil die Welt zu schnelllebig geworden ist?
00:25:01: Ja also die Welt ist natürlich deutlich schneller geworden.
00:25:04: Ich finde nach wie vor eine fünf Jahresplanung sinnvoll.
00:25:08: Aber ich find's zum Beispiel auch total logisch, dass man die Ein-Jahresplanung deutlich präziser macht und das man... ich finds' auch total smart wenn man einmal im Quartal sich das anguckt und schaut wollen wir das an einigen Stellen oder müssen wir es an einigem Stellen korrigieren?
00:25:30: Also das ist nicht mehr in Stein gemeißelt sondern ein lebendes Atmen des Papier, was eigentlich täglich neben einem liegen sollte um es im Zweifel anzupassen und zu optimieren.
00:25:46: Herr Jung, vielen Dank für das Gespräch!
00:25:49: Ich bedanke mich für die tollen Fragen.
00:25:53: Und auch Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern sage ich natürlich Danke.
00:25:55: Ich sag wie immer bleiben Sie gesund und erfolgreich bis zur nächsten Folge.
00:25:59: Tschüss!
00:26:00: Das war Markt-und Mittelstand der Podcast.
Neuer Kommentar