Deutschlands größtes Zukunftsproblem
Shownotes
Wie zukunftsfähig ist Deutschland? Für Harry Gatterer ist das nicht die entscheidende Frage. Viel wichtiger sei, herauszufinden, worin Deutschland auch künftig besonders gut sein kann – und daraus ein eigenes Zukunftsbild zu entwickeln. Darüber spricht der Zukunftsforscher und Leiter des Zukunftsinstituts mit Host Thorsten Giersch.
Gatterer warnt davor, Deutschland ständig mit den USA oder China zu vergleichen und dabei vor allem auf die eigenen Defizite zu schauen. Gerade bei der Verbindung von industrieller Fertigung und Künstlicher Intelligenz sieht er große Stärken. Das Problem: Diese Potenziale werden bislang zu wenig wahrgenommen und noch weniger als Teil einer gemeinsamen Zukunftserzählung formuliert.
Im Gespräch geht es außerdem um die Frage, warum Deutschland stärker in Kategorien des Lernens denken muss, weshalb Unternehmen künftig eigene Lernökosysteme aufbauen werden und warum komplexe Systeme nicht mit immer mehr Regeln beherrschbar sind. Für den Mittelstand sieht Gatterer einen besonderen Vorteil: Viele Familienunternehmen denken ohnehin über Generationen hinweg und nicht in kurzfristigen Renditezyklen. Und natürlich geht es um KI: Gatterer erwartet, dass sie uns noch lange beschäftigen wird – auch in Form von Physical AI.
Ein Gespräch über Deutschlands Zukunft, unternehmerisches Denken und die Frage, welches Zukunftsbild wir eigentlich haben wollen.
Transkript anzeigen
00:00:04: Markt und Mittelstand, der Podcast.
00:00:07: Deutschlands Stimme für Familienunternehmen.
00:00:10: Aktuelles und Zukunftsthemen rund um den Motor der deutschen Wirtschaft mit Thorsten Giersch.
00:00:22: Die Zukunft steht direkt vor der Tür, das Gefühl hat man in KI-Zeiten mehr denn je.
00:00:27: Aber es lohnt sich natürlich trotzdem mit Zukunftsforschern zu sprechen und das tun wir in dieser Folge.
00:00:33: Harry Gattara leitet das Zukunftsinstitut – das ist beheimatet in Wien und Frankfurt aber hat seine Leute überall.
00:00:40: Es wurde ursprünglich mal gegründet vom doch sehr bekannten Trendforscher Matthias Horax und wir sprechen auch konkret über die Teile unserer Zukunft, die Unternehmen kennen und wissen sollten, ahnen sollten.
00:00:53: Und naja was uns vielleicht auch hemmt etwas bereitwilliger in diese Zukunft zu gehen?
00:00:59: Ich freue mich sehr auf dieses Gespräch!
00:01:01: Grüße Sie Herr Gattera!
00:01:02: Ja schöne guten Tag.
00:01:03: ich freu mich sehr!
00:01:07: Herr Gaterer das Zukunftsinstitut der Name spricht ein bisschen für sich dass es nicht bei allen Organisationen und ihren Namen so aber vielleicht trotzdem noch mal die Frage was machen sie genau?
00:01:17: und ja wie sind sie da hingekommen?
00:01:20: Ja sehr gerne, also klar das spricht für sich weil man die Zukunft im Namen hat und sich offensichtlich sehr intensiv damit beschäftigt.
00:01:27: Weitere verstehen wir uns vor allem als ein Leistungszentrum für Menschen die sich aktiv in Organisationen... gestalterisch der Zukunft wird man also die etwas vorhaben, die etwas bewegen wollen.
00:01:41: Die etwas tatsächlich auch anpacken weil wir sehr überzeugt sind dass sich die zukunft immer aus dem innen von Organisationen entwickelt.
00:01:49: aber und das ist ja auch unsere history.
00:01:53: Wir haben uns seither immer mit der Forschung beschäftigt also mit der Frage was sind die megatrends?
00:02:00: relevant sind.
00:02:01: Was sind die Entwicklungen, die wir nicht außer Acht lassen dürfen wenn wir Zukunft gestalten?
00:02:06: und insofern sind es die beiden Seiten die wir tun einerseits einen sehr ausführlichen Trend-Research andererseits eben tatsächlich so die Unterstützung und Begleitung von jenen die es echt vor haben Zukunft zu entwickeln
00:02:19: Gegründet mal von Matthias Hoax, glaube ich.
00:02:21: Frankfurt und Wien groß sind aber sie sind überall irgendwie zugange.
00:02:24: Zukunft ist ja auch dezentral hier in Deutschland.
00:02:27: Apropos die ganz leichte Frage mal wie zukunftsfähig ist denn Deutschland aus ihrer Sicht und gemäß ihrer Forschung?
00:02:34: Ja das ist ja schonmal interessant weil ich bin ja sehr davon überzeugt dass die Zukunft immer aus einem Innen heraus entsteht.
00:02:43: Und insofern ist die frage Wie zukunftspfähig sind wir?
00:02:48: vielleicht könnte man die nochmal umstellen und sich eigentlich fragen, worin sind wir denn eigentlich am meisten zukunftsfähig?
00:02:56: Weil ich meine jede Organisation und auch jedes Land hat eine Zukunftsfähigkeit grundsätzlich.
00:03:01: Und ich glaube da müssen wir einfach präziser werden.
00:03:04: Worin sind Wir denn zukunftspfähig und wo nicht wenn man sich dauernd darin vergleicht was man als Nicht kann Mit den USA, mit China und der Welt.
00:03:12: Dann fühlt man sich ja dauernd schlecht.
00:03:15: Das ist ja kein guter Zustand um die Zukunft zu gestalten.
00:03:19: deswegen meine These ist drauf wirklich zu achten.
00:03:22: worin sind wir gut?
00:03:23: beispielsweise Wir haben gerade einen White Paper auch gemacht zur KI-Souveränität.
00:03:29: Es ist ein großer Begriff geworden Die Souveränitet im Thema der Technologien Da künstliche Intelligenz Und natürlich sind wir in vielen in vielen Bereichen darin nicht gerade federführend, aber wenn es um die Verbindung geht von industriellen Fertigungen und künstliche Intelligenz sind wir sogar ganz ganz vorne.
00:03:47: Also ich finde wir haben extrem viel und müssen das jetzt einfach verstehen lernen und produktiv nutzen lernen.
00:03:57: Und deswegen würde ich nicht sagen wie zukunftsfähig sind wir im Vergleich sondern lass uns lieber drüber nachdenken, wo sind wir richtig gut zukunftsfähig und was können wir tun damit wir das fördern?
00:04:07: Okay dann die beiden fragen nämlich auch fangen wir mit dem Wo an.
00:04:11: Was sind denn Bereiche wo sie in Hoffnung machen?
00:04:15: Ja in der Tat wie gesagt.
00:04:16: also wir haben gerade jetzt wenn es um Technologien geht sind wir in der Lage tatsächlich im Bereich der Fertigungen in Verbindung mit künstlicher Intelligenz ganz stark schon im Rennen zu sein und das sollten wir ausbauen.
00:04:32: Das sollten wir uns auch nicht verstecken, das Problem ist dass wir uns natürlich jetzt hinter unseren Magenkurs verstecken.
00:04:38: also die Automobilindustrie hat so ein bisschen natürlich den Anschluss verloren in der Elektromobilität usw.
00:04:46: Und wir haben natürlich auch keine großen Consumer Electronic Companies wie Google und Apple die das ganze rocken.
00:04:53: aber ich meine Wenn wir so Industrie nehmen, wenn wir SAP oder Siemens nehmen dann merkt man schon da ist er eigentlich auch richtig viel dar.
00:05:01: Und wir sollten uns ein bisschen in diesen Wind begeben dass wir diese Verbindung aus dieser Technologiewelt die sich sehr stark tatsächlich auch nach wie vor am Engineering orientiert und den Forschungseinrichtungen die wir haben, den Unis die wir habe das wird das herausragender behandelnd, dass wir da stärker uns auch selbstbewusster aufstellen.
00:05:25: Und zum zweiten glaube ich das die eine zwei also ist ein bisschen vielleicht klingt es ein bisschen komplizierter aber eigentlich weitläufig auch noch einen zweiten Vorteil, der jetzt noch ein Nachteil ist.
00:05:40: Wir haben eine Demografiedelle gerade nicht ziemlich her.
00:05:43: Das ist erst mal ein Nichteil klar.
00:05:46: Man sagt oh da kommt nicht so viel Junges nach und wir müssen mit Zuzug arbeiten
00:05:50: usw.,
00:05:51: aber auch das ist am Ende ein Vorteil weil wir mit höherer Qualität, weil wir stärker sozusagen fokussieren müssen die Diversität umzugehen Und alle anderen Bereiche der Welt werden sukzessive dort auch hinkommen.
00:06:04: Also ich finde, das ist auch eine Stärke.
00:06:05: wenn wir es lösen.
00:06:07: Das heißt du sind in den Modus des Lernens zu gehen und das nach vorne zu stellen dann haben wir eigentlich extrem starke Bedingungen und die würde ich nur gerne ermutigen dass wir sie sehen lernen.
00:06:17: also das ist sozusagen jetzt gibt ja auch Gründe warum wir sie nicht sehen.
00:06:20: da können wir auch gleich sprechen.
00:06:22: Ja total, Sie sagten ja auch die Rahmenbedingungen müssen passen.
00:06:24: Das war Ihre zweite große Frage da im Eingangsstatement sozusagen was passt denn nicht oder was ist verbesserungswürdig und damit aufverbunden?
00:06:32: sind die Menschen auch die an entscheidenden Hebeln sitzen?
00:06:35: Sind die dann eigentlich schon im Kopf zukunftsfähig bevor wir zu den Organisation vielleicht noch kommen?
00:06:43: Ich kann ja auch ich kann nicht in Köpfe schauen.
00:06:45: also ob sie im Kopfzukunft fähig sind weiß ich aber das sind natürlich wahnsinnig kompliziert aufgestellt in unseren Systemen und das macht uns das Leben ja schon wirklich problematisch.
00:06:55: Wir haben sozusagen so ein Umfeld uns gebaut, in dem alles irgendwie geregelt werden muss Und ich spreche jetzt nicht nur von Überbürokratisierung, sondern eher von dieser Haltung die da auch dahinter steckt oder die wir vielleicht auch gerade dadurch auch herangezogen haben.
00:07:14: Das heißt also alles muss immer hundert Prozent wasserdicht und bis ins Detail besprochen und durchgearbeitet usw.
00:07:23: sein und das steht uns im Weg.
00:07:25: Also ich sage ganz gerne wenn wir Zukunft entwickeln wollen müssen wir nach vorwärts auch simplifizieren bisschen loslassen, schauen wo wir Dinge vielleicht nochmal weglassen können beziehungsweise eben auch lernen neu umzugehen.
00:07:40: Wenn man es mit sehr komplexen System zu tun hat wie unsere Weltwirtschaft gerade ist... Mit hoher Komplexität kann er nicht umgehen indem ich jedes Detail kläre und regle sondern braucht man vielleicht irgendwo eher mal Korridorverständnis oder Heuristiken die uns helfen einfach Grundeinschätzungen zu machen ohne alles.
00:07:59: wie gesagt wir sind das Detail so zu regeln.
00:08:02: Das ist glaube ich etwas was uns im Weg steht, das zweite was uns noch im wegsteht ist auch dass wir sozusagen nicht so sehr im Modus des Lernens sind.
00:08:13: es ist nichts was uns irgendwie so.
00:08:15: also wir haben schon noch ein bisschen so das Thema.
00:08:17: Aha irgendwann ist die Ausbildung und dann ist fertig und dann Ist auch gut.
00:08:21: ja Und das wird sich natürlich gerade im Sinne von unter oder aus der Sicht von Organisationen stark ändern.
00:08:28: Wir werden Das wird der Staat nicht so schnell lösen können, weil da eben Tese eins zu kompliziert ist.
00:08:35: Deswegen werden Unternehmen viel stärker anfangen Lernökosysteme aufzubauen in dem tatsächlich Bildung noch mal einen neuen Schub bekommt.
00:08:43: Da sind wir aber noch nicht!
00:08:44: Insofern ist es eben aktuell auch noch ein Hemmnis und vielleicht haben wir sogar sowas wie ein drittes Hemmness noch dass uns sowas Bild fehlt, so ein inneres Bild.
00:08:56: Also was ich vorher gesagt habe, wo eigentlich unsere Stärke ist, wo so eine Zukunft entstehen kann, wo wir uns auch wirklich mal verlassen können dass wir da ein großes Potenzial haben das wird kaum artikuliert und es wird weder politisch artikulliert als wenn wir jetzt bei den Köpfen sozusagen der entscheiderinnen-entscheider die sich ansprechen.
00:09:16: Ich spüre das nicht, ich sehe das nicht und deswegen lässt es natürlich vermuten, dass man's vielleicht gar nicht so kennt Wo denn eigentlich so eine Prozentialität liegt für die Zukunft?
00:09:26: Und ich denke, das ist wirklich wichtig.
00:09:29: Weil wenn Sie sagen hey alles sind irgendwie wirklich bemüht und tun ja auch viel und dann wissen sie aber eigentlich gar nicht wohin.
00:09:37: Das ist schwierig!
00:09:39: Ja, was sind so Narrative?
00:09:41: also ich sage.
00:09:41: Ich habe mal neulich geht mein Beispiel auf einer Veranstaltung im Eingangsfrage gestellt wenn nun Alien wärst du landest hier vollumfängliche Informationen auf der Welt und suchst ja aus wo du langfristig wohnen möchtest hätte Deutschland eine Chance ... der Platz dann der Wahl zu werden.
00:09:56: Also jetzt kann man sagen, gut er hat einen Raumschiff... ... da können wir die kaputten Brücken rüberfliegen und das Bildungssystem ist vielleicht nicht so geil,... ... das braucht auch nicht mehr.
00:10:03: Aber so sagten dann alle wer Deutschland schon wahrscheinlich das beste Land,... ... wo man mit so sein könnte?
00:10:10: Ist es ein Narrativ zu sagen Wir wollen das Land werden, wo man auf der Welt am besten leben kann.
00:10:14: Da ganz platt gesagt ist.
00:10:15: Das von Zukunftsnarrativ was Sie meinen oder bin ich dazu sofistikated unterwegs?
00:10:21: Ja, was sich an diesem Bild Interessant und auch durchaus richtig finde ist, dass es ein qualitatives Bild ist.
00:10:27: Und ich glaube das ist total wichtig ja?
00:10:29: Also auch wenn wir von der Wirtschaft her kommen die trainiert ist auf quantitative Bilder also besser in irgendwas werden oder sonst was... Ist das schon so, dass ich qualitative bilder bevorzugen würde?
00:10:42: Das heißt jetzt haben sie die Lebensqualität angesprochen.
00:10:46: sind wir Das landet mit der spannendsten, höchsten und tollsten Wasser-Emerlebensqualität.
00:10:52: Dann muss ich sagen, ja klar.
00:10:54: Wahrscheinlich müssen wir ein bisschen nach Skandinavien schauen das haben die sich auch schon mal ins Buch geschrieben.
00:11:00: Okay
00:11:01: fair enough.
00:11:02: Aber diese Idee dass wir sozusagen so einen qualitativen Kern eben kriegen den sollten wir uns aufbauen.
00:11:12: und ich denke eben wie gesagt aus diesem, naja lassen Sie es mal sagen historischen fast Ingenieurs denken das ja auch in Präzisionen Genauigkeit mal gemündet ist was sonst wie gesagt er auch weit gebracht hat.
00:11:34: In Verbindung mit einer guten Lebensqualität lernen und ... und die Demografie das Alt werden.
00:11:42: Ja, wenn man dafür... Ich habe jetzt keinen Begriff der das ausdrückt,... ... aber wenn wir sagen, das ist modernes Leben at its best als dieser Verbindung raus.
00:11:53: Das wäre schon schön!
00:11:54: Es wäre schon interessant.
00:11:55: Und es wird die Leute wahrscheinlich auch anregen nachzudenken.
00:11:57: Aha!
00:11:58: Ist es gut?
00:12:00: Wo kommt das her, wie können wir das überhaupt.
00:12:02: Da kann man sich das hier vorstellen und da müssen wir uns jetzt so wegdrücken.
00:12:06: Das ist das was mir im Moment so unglaublich schwer fällt dass wir uns immer wieder so weggedrücken.
00:12:11: Aber die machen das besser.
00:12:13: alle anderen... Der Rasen des Nachbarns sind immer grüner aber da kann man auch mal aufwährend hinzustarten und qualitative Bilder sind auf jeden Fall zu bevorzugen.
00:12:26: Es gibt ja auch im Sinne der Globalisierung ist es ja auch so.
00:12:30: Und das ist, wenn Sie heute schauen wie natürlich haben wir nach wie vor eine Globalisierung von Datenströmen und Geldströmungen auch von Rohstoffen, die wir jetzt ja online massiv mitbekommen.
00:12:43: aber Globalisierung von Ideen.
00:12:46: und nicht umsonst hat sich in der Wirtschaft auch immer mehr dieser Begriff des Friendshorings durchgesetzt.
00:12:52: Also auch da glaube ich, sie im Sinne von Wertverständnis, Werthalten, Handschlagqualität haben in derwirtschaft.
00:12:59: solche Dinge sind natürlich extrem spannend wenn man das als Land kultivieren kann ja.
00:13:04: Man sagt hey wir müssen jetzt sozusagen so ... in diesen reinen globalen Wettbewerb sozusagen, der Warnströme gehen auch.
00:13:17: Aber wir können auch im Wett bewerbt der Qualitäten gehen und sagen hey die Qualität... ...die wir hier haben.
00:13:22: Lebensqualität haben sie angesprochen Lernqualität Umgang mit Technologien im Kontext von Fertigungen großartig.
00:13:31: wenn man das schaffen dann können wir da glaube ich echt auch auf etwas Tolles aufbauen.
00:13:35: Sie merken schon Ich will es
00:13:38: Das ist mir nicht entgangen.
00:13:41: Ich will es, weil man könnte natürlich das alles sofort umdrehen und anders argumentieren und so weiter.
00:13:47: aber ich habe wirklich gelernt wenn man mit Zukunft umgehen will dann bringt es nichts wenn wir uns die ganze Zeit die Schwächen vorbeten.
00:13:56: das bringt einfach nix.
00:13:57: ja und es geht nicht nur am schwächen stärken sondern es geht darum zu sagen wo können wir denn echt eine ambition aufbringen wo können Wo können wir auch einen Willen aufbringen, etwas zu bewegen?
00:14:06: Wo kann man auch einen Stolt vielleicht aufbringen dass wir auf etwas aufbauen können?
00:14:11: und deswegen kämpfe ich hier ein bisschen für dieses Bild.
00:14:16: Sind wir vielleicht auch in Deutschland potenziell einfach ein grandioser Partner?
00:14:20: Ein Geschäftspartner natürlich auch im politischer Partner also ein Land wo man sagt die will ich als Partner gerne haben.
00:14:25: Ich gebe mir auch wieder ein Beispiel Trumpf ist ein Unternehmen wahnsinnig stabil die Komponenten für wahnsinnig wichtige Produkte herstellen, ohne die geht wahrscheinlich die halbe KI-Welt zugrunde sozusagen.
00:14:37: Die kann man auch nicht so leicht ersetzen durch irgendwas anderes... Aber die Produkte alleine stehen ja für nix!
00:14:42: Aber sie sind natürlich wahnsinnigt wichtiger Partner und ich kenne unfassbar viele Familienunternehmen, Hittenschampions, die vorher sich eingekugelt haben und gesagt dann lasst mich allen in Ruhe.
00:14:50: Die Partnern immer mehr.
00:14:51: die letzten Jahre war es so komplex geworden ist auf.
00:14:54: Ja, Ist das eine Entwicklung?
00:14:56: Erstens ist das sozusagen Aufwand von Ökosystemen Teil einer sehr komplexen modernen Wirtschaft und ohne Ökosesysteme können wir auch gar nicht mehr existieren.
00:15:06: Das ist ja auch die Problematik dort wo zu stark monothematisch gearbeitet wurde, also wenn man zu sehr monothematisch auf sich selbst gesetzt hat dann ist es natürlich im komplexem Umfeld denenziell gefährlich.
00:15:20: Diese Partnerschaften ist das was ich vorher gemeint habe.
00:15:22: eine Qualität entwickeln von Partnerschaften ist ein absolutes Asset.
00:15:29: Ist ein Super-Asset sogar, wenn man sich darauf verlassen kann und die abhängig... Auch wenn wir immer... Also es ist ja der Begriff der Souveränität, das ist ja gerade politisch wieder on vogue.
00:15:40: Und wenn man sagt Souveranität im modernen Sinne bedeutet er nicht übermächtigt zu sein sondern bedeutet einen Anteil dabei zuzusteuern, zu liefern, den eben andere brauchen.
00:15:56: Ob das Trumpf ist oder ob das Zeiss ist usw.
00:15:58: Also genau diese Art des Integrierzeins in globalen Ökosystemen erzeugt die Souveränität und da bin ich schon überzeugt dass wir da gerade durch den Mittelstand auch einen riesigen Potenzial haben wenn der Mittelstand sich nicht sozusagen zu sehr monothematisch ... positioniert, das haben wir natürlich gerade im ... ... Schlepp- oder Automobilindustrie gesehen.
00:16:24: Und zweitens wenn es nicht auch inner unternehmerische ... ... Hürden gibt also ist ja nichts selten dass wir dann auch nach einem Unternehmer meistens ... ... manchmal eine Unternehmerin haben die auch einer gewissen neuen ... ... Offenheit vielleicht sogar skeptisch gegenüber ist.
00:16:42: Also da brauchen wir Öffnung und dann brauchen wir irgendwie Übergänge modernes Denken sozusagen in der Führung von Unternehmen.
00:16:50: Ja, aber diese Qualitäten – also Sie sehen schon dieses qualitative Momentum, das kann man eben aufbauen!
00:16:59: Und wir haben jetzt ja Exportweltmeister, Mate in Germany waren ja Worte die uns für die Zukunft immer Hoffnung gemacht haben.
00:17:07: Klappt jetzt so nicht mehr?
00:17:08: Noch ein Grund mehr wahrscheinlich zu sagen Wir brauchen was Neues.
00:17:12: Ja, das ist eben genau das was ich vorher gesagt habe.
00:17:14: Wir sind's halt gewohnt quantitativ zu argumentieren ja wenn man Export-Weltmeister ist heißt einfach am meisten.
00:17:22: Und dann
00:17:22: ist man plötzlich nicht mehr und steht da her ne?
00:17:24: Genau!
00:17:26: Dann ist man sich gar nicht mal so bewusst aha wie sind wir denn das geworden?
00:17:30: Was hat uns dahin gebracht?
00:17:32: auf.
00:17:32: was können wir da aufbauen?
00:17:34: Das Switch in das Qualitative nicht so leicht in der qualitative Argumentation.
00:17:39: Ich merke das auch, wenn man mit Organisationen arbeitet weil man natürlich so quantitativ geprägt ist.
00:17:46: aber das ist sozusagen ein ja ich möchte nicht zu kompliziert werden aber es ist ein Beiwerk einer komplexen Wirtschaft dass wir eben nicht nur mit quantitativen Zielen argumentieren können weil die Quantitativen ziele ändern sich schneller Als uns das lieb ist entweder weil man irgendwo mal abgehängt ist oder weil man vielleicht bei sich ziele verändern.
00:18:12: Oder weil deshalb was man gezielt hat, sich verändert hat also... ...was auch immer aber die Qualität bleibt.
00:18:20: also wenn wir ich bleibe noch bei ihrem Beispiel ja wir sind das land mit der... ...das sozusagen eine exorbitante Lebensqualität herausbringen kann dann kann man natürlich runterbrechen, was bedeutet das im Sinne der Wirtschaft?
00:18:36: Was bedeutet es in dem Sinne der Bildung und all dieser Elemente die eine Gesellschaft ausmacht.
00:18:42: Aber man hat ein qualitatives Bild an den man arbeiten kann, an denen man sich sozusagen auch positionieren kann.
00:18:47: Hundert Prozent nochmal ich will das unterstützen.
00:18:50: Das ist etwas wir viel mehr brauchen als zu sagen ja in der Industrie sind wir am besten und deswegen setzen wir nur darauf her
00:19:00: Wie wichtig ist dabei, dass die Generationen zusammenspielen?
00:19:02: Also das politische Debatte um Generationsgerechtigkeit.
00:19:05: Das geht beim Klimawandel los, Rentenreform – da haben wir ja ein paar Themen und nicht immer so leicht gewesen in den letzten Jahren.
00:19:11: Dann haben wir natürlich auch innerhalb der Organisation, die erhaltet mit den Jungen vielleicht auch ein qualitatives Narrativ zu sagen.
00:19:18: In diesem Land gibt es Japan, Südkorea wo man auch einen Wahnsinns-Respekt den Älteren gegenüber bringt und für die auch Infrastrukturen schafft, die wir noch längst nicht haben damit mit der Alter in Gesellschaft umgehen können.
00:19:28: Ist das so ein Ding, wo die Zukunft auch hingeht?
00:19:34: Ja also im Kern geht es einfach um die Frage der Wertschätzung.
00:19:40: Also bevor Wertschöpfung passieren kann müssen wir wertschätzen und die Frage ist welchen Wert schätzen wir denn?
00:19:48: wenn wir sagen wir schätzen Lebensqualität beispielsweise, ich bleibe ein bisschen sie merken an ihrem Bild.
00:19:56: Dann wird es nicht umhinkommen dass Lebensqualitäten nicht nur für eine Gruppe gemeint sein kann oder für einen Ideal ein Stereotyp ein quasi normal sondern das wir das mein Bild von einer ganz anderen Diversität heute schon in Deutschland ausgehen müssen, ich würde vielleicht sogar sagen können was ja extrem spannend ist.
00:20:19: Wie hört es der Nationalmannschaft bei der WM?
00:20:21: Hat die Migrationshintergrund?
00:20:22: Schauen wir und wenn wir also diese Diversität eben als Qualitätsmerkmal nehmen dann geht's eben nicht nur um Generationen jung als sondern da geht sie tatsächlich darum dass wir auf einer neuen Verständnis sozusagen wirklich eine interessante vielfältige auch komplexe Gesellschaft sind innerhalb dieser Komplexität, da wir einen Umgang findet.
00:20:47: Dass wir das heute nicht tun, merken wir an der politischen Diskussion ja?
00:20:50: Ich meine die Zuspitzung auf eine ideal typische deutsche Gruppe – ich sage das mal sehr vorsichtig – zeigt ja dass wird das Potenzial nicht ausschöpfen aber umgekehrt zeigt es auch, dass es da ist.
00:21:05: Aber da fehlen den Menschen einfach die Bilder, da feheln ihnen im Moment der Umganges aufeinander zugehen.
00:21:11: Wir haben ja natürlich einen Umfeld, der uns im Blasen wohnen lässt.
00:21:18: Wo die eine oder andere von dem anderen gar nicht mehr versteht, was er sagt, obwohl alle Deutsch reden.
00:21:24: Das heißt also dieses Brückenbauen und das ist so ein bisschen das, was ich eingangs gemeint habe.
00:21:29: wenn uns das Brückenbau gelingt über Formate des Dialoges, über Format des Lernens, über eine ehrliche Auseinandersetzung hinsichtlich dieser qualitativen Ideen dann kann eine Öffnung auch wieder entstehen.
00:21:43: So ist es eine Abschottung, nur nicht die!
00:21:45: Nur nicht die?
00:21:46: Wenn Sie sagen nur nicht Die was passiert, die wären wichtiger.
00:21:50: Also nur nicht.
00:21:51: DIE macht immer die Wichtiger, die nur nicht sein sollten.
00:21:54: und das ist genau die Gefahr dass wir da eigentlich das Falsche befördern.
00:21:59: Und das auf Ihre Frage einzugehen, na klar, müssen wir mit den Generationen arbeiten.
00:22:05: Ein generationales Leadership auch in Unternehmen einführen die Übergaben... ... interessanter gestalten, stärker mit Zukunftsbildern argumentieren.
00:22:15: Ich erlebe das auch tatsächlich bei Kunden die wir begleiten dürfen... Wenn es um Zukunftsbilder geht dann sind die meistens so gemacht dass sie eben tatsächlich für die nächsten Generationen halten wenn's Unternehmen aus dem Mittelstand sind.
00:22:29: Dann geht's ihm nicht darum zu sagen wo haben wir den schnellsten Reibach den wir jetzt da holen können?
00:22:35: Aus einem Zukunfts-Bild sondern nie wie können wir nachhaltig im Sinne von langfristig diese Organisation aufrecht halten.
00:22:43: Das hat dann immer mit einer eigenen Legge sie zu tun, aber natürlich aber vor allem mit einer Vorschau auf Generationen die damit wieder arbeiten können.
00:22:52: und das ist eben das spannende ja dass es hier diese Räume zu schaffen, die das ermöglichen, dass diese übergenerationale Zusammenarbeit stattfinden kann.
00:23:06: Das ist ein Thema!
00:23:07: Aber auch da kann natürlich ... Technologie helfen, einem Übersetzen von Sprachen ... ... neben Übersätzen von Verständnissen und so weiter.
00:23:17: Ganz zum Schluss vielleicht noch mit bitte um eine kurze Antwort oder vielleicht auch ja-nein Antwort?
00:23:21: Ich glaube im ersten Viertel des Jahrhunderts war das iPhone die größte Erfindung.
00:23:25: man fragt einen Zukunftsforscher was wird denn die nächste große sein auf die wir uns alle einstellen müssen... ...oder haben wir die mit KI einfach schon da?
00:23:33: Im Moment ist KI tatsächlich die Dominanz auch nochmal für die kommende Zeit nämlich in den nächsten Entwicklungstufen hin zu physical AI und so weiter, also das wird uns noch beschäftigen.
00:23:46: Sehr gut!
00:23:47: Das glaube ich auch.
00:23:48: Herr Ganderer.
00:23:48: vielen Dank!
00:23:50: Herr Giersch, ich freue mich.
00:23:51: Danke schön
00:23:52: Und auch Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern danke fürs dabei sein.
00:23:55: Ich sage wie immer bleiben Sie gesund und erfolgreich bis zur nächsten Folge
00:24:02: Tschüss.
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