Der größte Fehler beim Firmenverkauf passiert Jahre vorher

Shownotes

Hunderttausende mittelständische Unternehmen stehen in den kommenden Jahren vor einer der wichtigsten Entscheidungen ihrer Geschichte: der Nachfolge. Doch wie findet man den richtigen Käufer? Wann ist der ideale Zeitpunkt für einen Verkauf? Und welche Fehler kosten Unternehmer am Ende Millionen? Darüber spricht Host Thorsten Giersch mit Thomas Salzmann.

Salzmann begleitet Unternehmer bei Unternehmensverkäufen und Nachfolgeprozessen und erklärt, warum ein erfolgreicher Verkauf oft Jahre vor der eigentlichen Transaktion beginnt. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Unternehmensbewertung und Kaufpreis, sondern vor allem die strategische Vorbereitung: saubere Prozesse, belastbare Zahlen und ein Unternehmen, das auch ohne den Inhaber funktioniert. Viele Unternehmer unterschätzen zudem die emotionale Seite des Verkaufs – schließlich geht es oft um das Lebenswerk.

Außerdem sprechen die beiden über die aktuelle M&A-Lage im Mittelstand, die Rolle von Private Equity, die Erwartungen potenzieller Käufer und darüber, warum fehlende Nachfolge für viele Unternehmen zu einer existenziellen Herausforderung werden kann.

Ein Gespräch über Unternehmensnachfolge, Firmenverkauf und die Frage, wie Unternehmer den Wert ihres Lebenswerks sichern.

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00:00:04: Markt und Mittelstand,

00:00:06: der Podcast.

00:00:08: Deutschlands Stimme für

00:00:09: Familienunternehmen.

00:00:11: Aktuelles und Zukunftsthemen rund um den Motor der deutschen Wirtschaft mit Thorsten Giersch.

00:00:23: Eines der größten Risiken der deutschen Wirtschaft ist, dass zu viele Unternehmen keine Nachfolgerinnen kein Nachfolge finden keinen neuen Eigentümer und da einfach Arbeitsplätze verloren gehen wenn einfach zugemacht werden muss.

00:00:37: Und da gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten mehr interne Nachfolgarin und nachfolger zu aktivieren in die Verantwortung zur Genseys aus der Familie oder eben auch externe Menschen zu finden die hier naja die Verantwortung übernehmen wollen.

00:00:53: Wenn das alles nicht funktioniert, gibt es zumindest für eine gewisse Gruppe an Mittelständlern, Private Equity oder andere Finanzinvestoren.

00:01:02: Und das hat für einige so ein ganz komisches Geschmäckler und ihm wird kalt am Rücken wenn sie darüber auch nur nachdenken.

00:01:08: aber vielleicht ist es ja auch im Sinne der Arbeitsplätze gar nicht so schlecht darüber nachzudenken.

00:01:13: Es gibt viele positive Beispiele und darüber sprechen wir in dieser Folge Mit Thomas Salzmann, er ist Geschäftsführer bei Evertto.

00:01:22: Einem Unternehmen das seit twenty-fünf Jahren Finanzinvestoren und Mittelständler zusammenbringt.

00:01:27: Grüße sehr, Salzmann!

00:01:28: Hallo!

00:01:30: Hallo, grüntag!

00:01:32: Vielleicht bevor wir in medias res gehen – ich habe in der Anmorte ja gerade schon einiges gesagt – was macht Evertwo so ganz genau?

00:01:38: Und auch ein bisschen wie es so ehe ihr Werte ging.

00:01:41: Ja also Evertro beschäftigt sich mit Unternehmens zu kaufen und verkäufen ausschließlich in dem Bereich Inhaber geführter Unternehmen, so im Bereich zwischen eins und fünfzig Millionen Euro Umsatz.

00:01:55: Da bewegen wir uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

00:01:59: Mein eigener Wertegang ist so dass ich ursprünglich mal Benka gelernt habe.

00:02:06: Und nebenbei, wenn man neben dem Studium was ich dann über die Bank gemacht habe und auch Psychologie gemacht hat.

00:02:12: Das eine war also eher so

00:02:14: für den häuslichen

00:02:15: Frieden das war die BWL-Schiene und die Psychologischiene war eher so dass es mich dann wirklich interessiert hatte vielleicht ein bisschen ungewöhnlich.

00:02:22: Dann habe ich M&A viele Jahre nebenbei gemacht eigentlich immer als Abfallprodukt für andere.

00:02:32: da hatte ich zwei drei Inservenzarbeit, die mich mit Aufträgen versorgt haben.

00:02:38: Und dann kam irgendwann der Punkt, wo man sagen muss, ja du musst dich mal entscheiden.

00:02:43: Entweder bist du in der Bank oder du bist bei Erwärter.

00:02:46: und da habe ich immer gesagt ne, ich kann das gar nicht machen!

00:02:49: Ich hatte überhaupt keinen Netzwerk.

00:02:51: Wo soll ich denn die Aufträge herkriegen?

00:02:54: Bist da jemand zu mir gesagt hat, ja, du musst sich mal mit Online-Marketing beschäftigen.

00:02:58: Und ich hatte da null Ahnung von und hab dann so um den Jahr im Jahr... Hat mich jemand gesagt Ja wenn du bei Google Anzeigen schaltest Dann klicken darauf, dann kommen die auf eine so genannte Lending Page und dann rufen sie an.

00:03:15: Und dann habe ich also einmal für fünftausend Euro eine Lendingpage bauen lassen.

00:03:18: Also lieb es sich wahrscheinlich heute noch totlachen über mich aber das hat einfach funktioniert.

00:03:24: Und so ist das dann, sagen wir in die Hauptberuflichkeit gestartet.

00:03:28: Und heute ist Online Marketing das eine große Thema bei uns und das zweite ist eben der Verkauf von Unternehmen.

00:03:36: Dafür haben wir ein ziemlich strukturierten Prozess, was dazu führt dass wir mit dem relativ kleinen Team eine Vielzahl von Transaktionen pro Jahr umsetzen also monatlich eins bis zwei.

00:03:49: Das ist ja schon mal einiges und ich sage jetzt auch ganz romantisch das sind vielleicht ein bis zwei Unternehmen Mit vielen Arbeitsplätzen die sie vielleicht Mit Retten, weil wer weiß was ohne einen neuen Käufer mit denen passiert wäre oder?

00:04:03: Ja das ist ja mittlerweile wirklich ein Thema.

00:04:06: also es gibt aktuell ungefähr zwei Millionen Unternehmen die irgendwie eine Nachfolge suchen.

00:04:14: Und dass man so in so einem Gefühl zu kriegen... Mehr

00:04:18: als jede zweite in Deutschland ungefähr ne?

00:04:20: Das waren vor fünf sechs Jahren noch ungefähr eins Komma zwei heute sind zwei Millionen.

00:04:26: Davon werden viele eine Lösung in der Familie finden, davon werden viele einer Lösung finden im Unternehmen.

00:04:34: Aber viele werden entweder verkaufen oder einstellen weil die Demografie greift halt auch dort.

00:04:41: Und das sind natürlich auch viele... Jetzt müssen wir ein bisschen sortieren.

00:04:43: was ist alles ein Unternehmen?

00:04:45: Es gibt Kleinstunternehmen bis zum Beschäftigte.

00:04:47: da sind natürlich auf viele dabei.

00:04:49: es sind die KMU bis zu hundertfünfzig unter mittleren Mittelstand.

00:04:52: jetzt haben sie eben ihre Ihre Range so gesagt eine Million, das ist wahrscheinlich nicht mal das kleinste Unternehmen sondern schon größer in der Regel bis bis fünfzig Millionen.

00:05:01: Ich sage jetzt mal so platt damit wir auch ein bisschen die Kategorien haben Das ist zu klein für Private Equity als potenzieller Käufer.

00:05:09: Ist das so ein bisschen plattgesagt?

00:05:11: Nein das kauft oft auf Private Equity Nicht als komplementär oder als solitär unternehmen Sondern als add-on

00:05:21: Für

00:05:22: für bestehende, also private equity macht ja klassisch bei entwiltsstrategien und da kaufen die auch zu bestehenden Unternehmen dazu.

00:05:31: Okay in der richtung sehen sie aber dass man hört das mal so und mal so hat sich ein bisschen geändert.

00:05:37: vielleicht also sind hier ein bisschen guckt private equity inzwischen noch auf kleinere viermals vielleicht noch vor fünf jahren

00:05:43: sicher halten weil weil es einfach auch attraktiv für die ist im Rahmen von Buy and Build dann noch schneller zu wachsen.

00:05:53: Und da ist eben ja so das klassische Modell, dass man kauft und der Verkäufer noch rückbeteigigt bleibt und man somit gemeinsame Interessen hat.

00:06:04: also ich würde sagen wir verkaufen mit Sicherheit vierzig bis fünfzig Prozent unserer Unternehmen an Private Equity.

00:06:12: Ah, okay.

00:06:13: Dann wieder was gelernt oder präzisiert.

00:06:17: Wir haben jetzt ein Video... oder ich sehe Sie im Video da sind in Ihrem Hintergrund im Büro keine Holschrecken zu sehen in einem Käfig oder wie man die auch immer hält wenn man sie dann hält.

00:06:27: Sie empfinden sich glaube ich nicht als eine solche.

00:06:30: oder um Herrn Münter Fährungswort mal aufzunehmen von damals?

00:06:32: Ja!

00:06:33: Da muss man im Grunde genommen ein Stück aussuchen.

00:06:35: Nun bin ich ein Stück älter als Sie und habe ja schon Wir hören mal so zurückspuren in die neunziger Jahre.

00:06:42: Da gab es McKinsey und McKinsee ist in die Unternehmen reingegangen mit der Annahme, ich habe also Freunde wieder gearbeitet haben, da war die Annahmen wir können die Personalkosten um mindestens zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent senken und wir können diese Sachkosten im Mindestens zwanzig prozent senken.

00:07:03: Und das Schlimme ist, die haben ja sogar recht gehabt.

00:07:06: Das heißt sie sind da reingegangen und haben Geholz, wenn man noch so brutal ausdrückt wie Blöden, haben damit dann das Ergebnis erhöht.

00:07:15: Dann haben natürlich irgendwann ganz schnell Leute gesagt, warum soll ich nicht nur im Konsultinbereich machen?

00:07:22: Wir überspringen diesen Bereich, dass wir erst Aufträge akquirieren müssen.

00:07:25: Wir kaufen die Unternehmen Holzen einmal durch, erhöhen dadurch den Ebbet und verkaufen es wieder.

00:07:33: Wenn sie so wollen ist das pur purster reinster Kapitalismus.

00:07:38: Und daher kommt eben auch diese mündbeferischen Heuschrecken.

00:07:41: da hat er ja auch recht gehabt aber betriebswirtschaftlich leider war das sogar vertretbar.

00:07:48: die Zeit ist aber heute eine ganz andere.

00:07:51: Heutzutage gibt es in Unternehmen nicht mehr irgendwelche großen Personal-Stämme, die man abbauen kann.

00:08:01: Und in der Regel sind auch die Sachkosten nicht so.

00:08:03: Das heißt Private Equity hat sich wirklich deutlich gewandelt weil das Ziel ist das Gleiche wir kaufen etwas und müssen den Gewinn also den Epic deutlich erhöhen.

00:08:17: Aber das erreicht man heute eben nicht mehr durch Kostensenkung.

00:08:20: Da sind die meisten Unternehmen relativ liegen, sondern nur durch Umsatz für Ertragschleigerungen.

00:08:26: und dafür muss man manchmal investieren teilweise auch transformieren und dafür braucht man Geld so genau.

00:08:34: Und wir haben wieder machen Sie erst mal?

00:08:37: Nein, das ist genau der Punkt.

00:08:39: also wenn sie den Gewinn also das Gleiche tun auf ein anderes Ergebnis hoffen ist der Beweis von Wahnsinn.

00:08:47: Das heißt, wenn ich den Ebit erhöhen will muss sich etwas anderes tun.

00:08:53: Entweder muss ich die Märkte vergrößern oder aber ich muss das Produktangebot vergrössern also die Preise einfach nur zu erheben.

00:09:00: der Höhen ist mit Sicherheit zu stumpf und bringt zu wenig.

00:09:04: d.h.

00:09:04: Ich muss entweder auf neue Märkte oder aber auch weitere Produkte.

00:09:09: Oder man investiert natürlich auch ins Marketing, man investierte neues Personal.

00:09:13: Was ja am Anfang auch erstmal Geld kostet.

00:09:15: gute Leute die im Vertrieb wo auch immer die was mitbringen, die Kunden mitbringen.

00:09:20: und ich hab wir haben hier eine große Serie pro Solvenz.

00:09:24: unsere Ambassador in Britta Hübner ist Rehstrukturiererin.

00:09:27: Wir haben da aber auch Waren Kreditversicherer mit drin und diskutieren auch hier im Podcast immer wieder über die Probleme wie... gar nicht mal die Insolvenz, aber auch die Vorstufe wie Schwierigkeiten erreicht werden.

00:09:37: Liquiditätsmanagement oft schlecht.

00:09:40: Ein Hauptgrund ist verschleppte Nachfolge dass das viele natürlich eine Phase lang Ihr Schäfjahleins Trockne bringen, auch nicht so richtig die großen Impulse haben.

00:09:49: Die Firmen gestarkt nach vorn zu bringen.

00:09:52: Wann kommen Sie in der Regel ins Spiel auf einer Reise eines Unternehmens bei wahrscheinlich Eigentümerinnen und Eigentümern, die vielleicht schon drei Jahre eher hätten reagieren können?

00:10:03: Wie lange kommen sie immer so ins Spiel?

00:10:06: Das hat sich seit Corona wirklich deutlich verändert.

00:10:09: also vor Corona habe ich gesagt, der klassische Wertekunde ist Anfang sechzig.

00:10:15: Das hat sich deutlich gewandelt.

00:10:17: Ich würde mal sagen, der klassische Wert gekonnte Kunde ist heute zwischen fünfzig und fünfundfünfzig.

00:10:22: Viele warten wirklich gerade noch ab dass sie endlich fünfzig sind um die Steuervorteil mitzunutzen.

00:10:30: Dass die Gründe zum Verkaufen sind Heute muss man sagen leider oftmals gar nicht wirtschaftliche sondern das würde kein Lust mehr haben

00:10:44: Bürokratie lämt und

00:10:46: ja, das hat auch viel mit man in der Wertschätzung zu tun.

00:10:52: Also ich habe ganz oft so klassische Unternehmer die sagen irgendwie werden wir so gesehen als ob wir die ganz ganz bösen und ganz ganz schlimm sind auf die man nur aufpassen muss dass sie sich auch alles richtig machen.

00:11:08: und vielen geht es da wirklich Den fehlt die Wertschätzung, dass es das eine und das zweite ist.

00:11:17: Die Entwicklungen gehen natürlich auch immer schneller voran und da tun sich manchmal auch schon früher Leute schwer dem Ganzen noch zu folgen.

00:11:28: Das ist ein wahnsinnig spannender Punkt, also die treuen höherein und höherer erinnern sich jetzt gerade wo sie das sagen an dem Podcast vor ein paar Wochen mit Dina Reit und Leda Schaumann.

00:11:37: Die Initiatoren des Futzhubsfestivals habe ich auch gefragt spürst du den Respekt für das was du tust jenseits des Unternehmens und der Region?

00:11:44: Und da sind alles auch auf den Veranstaltungen.

00:11:47: jetzt habe ich vier fünf sechs CEO dass das gefragt.

00:11:49: junge Nachfolgerinnen und Nachfolge.

00:11:52: bei allen Zahlen bei all den harten Themen kommt es immer wieder und die Antwort ist in der Regel nein.

00:11:57: Es ist sehr, sehr ambivalent.

00:11:59: Sei es vonseiten der Politik, sei es aber auch vonseitender Gesellschaft.

00:12:02: die Anfeindungen auf LinkedIn wenn man sich da exponiert Erbschaftssteuerdiskussion, die wir jetzt haben.

00:12:08: Also das ist spannend dass sie da sagen, dass das aus ihrer Sicht tatsächlich wirklich auch eine Rolle spielt.

00:12:14: Dazu kommen natürlich... Wenn es jetzt wirtschaftlich rosige Zeiten wären vielleicht noch mal was anderes Und dazu natürlich auch ein wahnsinniger Transformationsdruck mit KI und Co.

00:12:25: Disruptionsangst, oder ist das gar nicht so schlimm?

00:12:30: Doch!

00:12:30: Das kommt auch.

00:12:32: Weil die Steps ja immer kürzer werden... Also wir haben gerade gestern hatten wir bei uns selbst Team-Meeting.

00:12:39: also es hat mal vor einem Jahr haben wir wahrscheinlich noch viel mit Chat GBT gearbeitet.

00:12:45: heute arbeiten sie mit Claude.

00:12:47: Die ganzen Steps werden ja immer schneller.

00:12:53: Ich musste immer an einen alten Lais-Freund denken.

00:12:57: Der hat so Mitte der zweitausender Jahre, oder Anfang des Jahrhunderts, da war er schon über achtzig.

00:13:05: Da ist der Facebook beigetreten und wir haben damals allerdings auch, wow Respekt dass du hier Facebook beitrisst!

00:13:11: Und dann hat er uns etwas gesagt.

00:13:13: Wir waren gerade alle Anfang vierzig, aber euer komisches Facebook interessiert mich überhaupt nicht.

00:13:20: Aber im Gegensatz zu euch weiß ich, dass der Tag nach Facebook kommt.

00:13:25: Wenn ich dieses Facebook nicht verstehe, dann verstehe ich das was danach kommt auch nicht mehr.

00:13:29: Deshalb muss sich einfach dranbleiben wenn ich abwende, wenn ich etwas haben will und Das ist einfach der Punkt.

00:13:35: diese diese Innovationszyklen werden halt immer immer schneller Und da tun sich einfach viele Unternehmen mit schwer insbesondere heute noch was das Thema Marketing angeht und Auftragsgenerierung.

00:13:50: Jetzt kommen wir zurück auf die Unternehmen, denen sie helfen oder manchmal auch nicht helfen können.

00:13:55: Gibt es ja vielleicht auch?

00:13:56: Gibt das bei aller Individualität und Einzelfall thematik ein Muster wo Sie sagen Finanzinvestoren sind für diesen Typus unternehmen mehr und Unternehmerinnen und Unternehmen ziemlich ideal oder eine richtige Option aber Für diesen typis vielleicht auch weniger oder in dieser Phase vielleicht auch Weniger.

00:14:18: Die erste Standa, also die Standafrage für alle ist immer welche Tätigkeiten machen Sie im Unternehmen und wer übernimmt diese Tätigkeit wenn sie nicht mehr da sind.

00:14:28: Das ist so eine Idee, die erst ist es dann überhaupt überlebensfähig.

00:14:33: Und für Finanzinvestoren sind immer folgendem Märkte interessant, die noch sehr defragmentiert Und aktuell alle eher regional tätig sind.

00:14:48: Also ein klassisches Beispiel Physiotherapiepraxen, Kanalreignungsunternehmen also alles so unternehmlich sagen wir so diese wirklich nur rund um den Kirchturm arbeiten die sind natürlich wunderbar für so Private Equity Unternehmen.

00:15:05: warum?

00:15:06: weil man da dann viele zusammen bauen kann macht daraus ein großes und schafft dann auch größten Klassen.

00:15:14: Und damit kostet die Krision.

00:15:17: Das ist im Grunde genommen wirklich über alle Branchen hinweg von Schulbegleitung, über Krank- Physiotherapie, Kanalreinigung... Was findet man noch?

00:15:36: Ein Kranverleih aus einem klassischen Thema.

00:15:40: weil die ja auch quasi nur rund um den Kielsturm tätig sind.

00:15:44: Weil alles, sagen wir so oberhalb von vierzig Kilometer wahrscheinlich schon lassen sie das Geld auf der Straße liegen über die Transportkosten zu hoch sind.

00:15:55: Spannender Punkt okay was erwarten Finanzinvestoren in einer Transparenz?

00:15:59: Also viele haben von der due diligence wahrscheinlich gar nicht deshalb so also viele familie unter dem gar nicht so großen respekt weil weil sie keine schlechte zahlen haben oder so.

00:16:10: ich glaube das ist das ist oft.

00:16:12: ne aber weil sie haben sowas wahrscheinlich in der form und noch nicht so wahnsinnig oft gemacht wenn ich auf einige einige podcaste und andere gespräche vor mir habe von expertinnen und experten oder ist dass es überschätzt sich das thema dass man sich auch halt durchleuchten lassen muss

00:16:32: angeht, wenn man also den Vorvertrag oder die LOI durch hat und wir machen zum Beispiel die LOIs immer so dass sie den kommerziellen Teil schon sehr sehr genau abdecken.

00:16:46: So das ist da eigentlich keine großen Diskussion gibt mehr und dann kommt the due diligence.

00:16:54: Dann sag ich mal jetzt möchte der Käufer nur sicher sein, dass das alles was Sie sagen auch stimmt.

00:17:02: Das ist eher ein Thema, das die Leute natürlich nicht gewohnt sind.

00:17:07: So durchleuchtet und geprüft zu werden weil in jeder due diligence etwas hoch plopp was man gar nicht gemerkt hat was nicht in Ordnung ist aber in der Regel.

00:17:21: letzter Satz da kam.

00:17:23: ich sage immer so eine due diligence kostet den Käufer fünfzig bis hundertausend euro Und deshalb sage ich immer, Sie können eigentlich davon ausgehen.

00:17:31: Der will ja kaufen!

00:17:32: Der will nur sicher sein kein Risiko zu kaufen, egal wie viel Geld jemand hat.

00:17:36: Gibt es seventy-fünftausend Euro für eine Prüfung aus und dann zu sagen ach nee mach' ich doch nicht das macht er nur wenn er was gefunden hat.

00:17:44: Das ist ein sehr logisches Argument.

00:17:47: Wie oft passiert es?

00:17:49: Weil ich das bei der internen Nachfolge gerade auch innerhalb der Familie oft höre dass sich mindestens Abschlüsse verschleppen, so eins vor zwölf.

00:17:58: Weil der Inhaber-Patriarch nimmt man es ja oft auch nicht loslassen will dann doch im allerletzten Moment oder ist sogar ganz kippt weil er in allerletztem Moment eigentlich alle Unterschriftenmappen liegen bereit und dann doch nicht.

00:18:11: Also passiert Ihnen das?

00:18:12: Oder ist das ein Klischee oder kommt es vielleicht tatsächlich bei internen Geschichten öfter vor als jetzt bei so professionell gemanageten Übergaben?

00:18:22: Sie werden lachen!

00:18:24: Das plan ich sogar ein.

00:18:28: Also, wenn Sie den Prozess schon x-mal durchlaufen haben dann kann man ja einfach gucken wie es eigentlich so Muster in so Prozessen und ich plane ein das ist in der Woche vor die Notartemmin dass die Emotionen nochmal wahnsinnig hoch schlagen.

00:18:56: Das gehört zudem, ich kann das nicht begründen.

00:19:00: Ich kann es nur beschreiben weil ich's immer wieder sehe.

00:19:02: Das gehört zu dem Prozess dazu dass die manchmal weil die Verkäufer auch Angst haben irgendwie einen Fehler zu machen den sie nachher nicht mal reparieren können.

00:19:12: Es ist in der Regel ja eines der kommerziell größten Geschäfte die Sie machen und Sie sind selten noch reparabel.

00:19:20: und deshalb das was Sie beschreiben Stift in der Mehrzahl der Fälle zu und muss auch eingeplant werden.

00:19:32: Ich würde niemals am Tag vor einem Notar-Tenin mich mit Tenin blockieren, weil ich weiß da passiert immer noch irgendwas.

00:19:44: Also

00:19:45: ich habe letztes Jahr mit einem Kunden, der hat dann am Abend vor dem Notartermin um neun abgesagt.

00:19:56: Und dann haben wir bis nachts um eins gesessen und diskutiert, das war einfach die Fuseängste und da musste noch eine irgendeine Formulierung gemacht werden.

00:20:06: Dann sagt er der Herr Seitzmann machen Sie das bitte ich kann nicht mehr.

00:20:11: Das muss man einfach verstehen.

00:20:14: Der emotionale Druck ist nichts zu unterschätzen.

00:20:20: Deswegen haben sie auch Psychologie studiert.

00:20:22: Also ich merke sie nicht auf dem Gespräch an, Sie sind schon jemand der Leuten hinter die Augen gucken muss oder guckt?

00:20:29: Ja weil man muss... das hat ja auch wieder was mit Wertschätzung zu tun.

00:20:32: also so Ich habe so Glaubenssätze.

00:20:35: einer dieser Glauben setze ist niemand macht absichtlich etwas falsch So wenn sich das für mal so ein sehr menschenfreundliche Geschichte Das heißt er kann es gerade nicht besser.

00:20:48: Ich könnte Ihnen ein Beispiel nennen von einem Kunden, selbstständig seit er vierzehnt ist.

00:20:56: Ein absolutes Alphatier wirklich!

00:20:58: Hat ein super Unternehmen aufgebaut, aber wirklich mit dem habe ich mich zwischendurch auch gefetzt... Also der ist richtig?

00:21:04: Richtig!

00:21:05: Der hat ne so.

00:21:06: drei Tage vor dem Rotart-Termin ist er rausgegangen in Garten zum Laubhaaren weil er es nicht mehr ausgehalten hat.

00:21:13: Weil das hin und her geht usw.. Und dann hat seine Frau sich jetzt den Namen nicht nennen, aber seine Frau sieht mir und sagt, ob er nach ... kam immer auf die Terrasse und gesagt, ob ich jetzt bitte mal zwei Stütte weitergehen könnte.

00:21:24: Er würde schon seit zehn Minuten auf derselben Stelle haken.

00:21:29: Ich hoffe es war wenigstens Herbst und das war überhaupt laubt da!

00:21:32: Bitte?

00:21:33: Ich hoffe, es waren wenigsten Herbs und das Laub war überhaupt da.

00:21:36: Ja, aber dass ist eben einfach so... also ich will das nicht größer machen als es ist, aber das gehört einfach auch mit dazu.

00:21:44: Und die Leute sagen dann auch... Also Freunde von mir sagen oft, wenn der so Dinotatinmin, wenn er durch ist, dann klein doch wahrscheinlich die Champagnerkorken.

00:21:54: Und da sage ich ne, manchmal fällt von den Leuten die Last ab und manchmal kommt da auch eine Tränen!

00:22:01: Ja, der Doppelkorn was?

00:22:04: Ich hatte mal eine Kundin aus Cuxhaven, die sagte Herr Salzmann das war unser Leben.

00:22:10: Ich bin mit meinem Mann morgens in die Firma gegangen, mittags sind die Kinder außer Schule in die firma gegangen.

00:22:16: Dann bin ich mit ihnen ganz klassisch, siebziger Jahre, da bin ich bei den Kindern nach Hause gegangen und habe Essen gekocht.

00:22:21: dann ist mein Mann gekommen, dann sind wir wieder in diefirma gegangen, dann ist irgendwann sie die Kinder mussten die Hausaufgaben davor legen Und dann mussten sie noch Besorgung machen, dann konnten sie spielen gehen.

00:22:35: Wenn was war in der Firma Weigermainer, wenn sich einer beim Sport einen Arm gebrochen hat... Also unser Leben fand in dieser Firma statt und das gebe ich jetzt auf.

00:22:44: Das ist alles gut so aber trotzdem tut es weh!

00:22:47: Total verständlich, mein aktuelles Beispiel Wolfgang Rupp Trigema-Chef der ohnehin verschleppte Nachfolge hatte.

00:22:55: Dann hat das am Ende mit den beiden Kindern gut funktioniert.

00:22:58: er für viele in einer Alltastepression hat das öffentlich gemacht.

00:23:00: deswegen darf man darüber reden.

00:23:01: ich habe seine Biografie die autorisierte jetzt noch gelesen ganz frisch Und er hat sich versucht, das Leben zu nehmen und ist wie durch ein Wunder sagen die Ärzte nur.

00:23:09: Nur damit mit dem Leben davon gekommen.

00:23:12: also klar es ist wahrscheinlich nur wenn ein Finanzinvestor übernimmt halt endgültiger und direkter als die Familie wo man ja oft jahrelang irgendwie noch in der Nähe bleibt und dabei bleibt.

00:23:23: Es fühlt sich dann mehr nach dem Ende an als wenn man vielleicht seine Tochter oder so übergibt Vielleicht

00:23:30: Ja Wobei?

00:23:32: ich war zwischendurch auch mal an einem Unternehmen beteiligt, die Unternehmenssanierung gemacht haben.

00:23:39: Das habe ich ziemlich schnell wieder gelöst, weil das einfach kein schönes Umfeld ist.

00:23:43: Wenn man mit Menschen arbeiten kann, dass Wasser bis zum Halb steht... Aber auch da habe ich mal geguckt was es eigentlich diesen Fällen gemein war und gemeint in diesem Fällen war, also gemeinsam, dass sie ganz oft gescheiterte Nachfolgeriegelung waren Und ich erlebe das auch heute.

00:24:04: Das kunden mich so ein halbes Jahr nach der Transaktion anrufen und sagen, Herr Salzmann die fahren den ganzen Laden gegen die Wand.

00:24:15: Und ich sag dann immer okay können wir mal kurz aufs Konto gucken ist der Kaufpreis eingegangen.

00:24:20: Dann sagen ja sage ich ok dann müssen die auch tun dürfen was sie wollen und nicht mehr was was Sie wollen.

00:24:29: Was will ich damit sagen?

00:24:30: Wenn schon selbst, wenn man an Fremde verkauft noch manchmal so eine Verbindung ist und dann macht das mal lieber so.

00:24:37: Macht das mal wieder so.

00:24:38: Denn stellen Sie sich mal vor wie diese Verbindung in einem Vater-Sohn oder Vatertochterverhältnis ist?

00:24:44: Ich höre davon täglich.

00:24:47: Man freut sich manchmal, wenn man ein gutes Manifest hat wo Dinge im wahrsten Sinne des Worten festgehalten werden.

00:24:52: eine Frage noch zum Abschluss die kann ich ja nicht weglassen wie geht es denn weiter nach dem Kauf?

00:24:57: also Wie verhalten Sie Finanzinvestoren?

00:25:01: vier fünf sechs Jahre?

00:25:02: ist das so?

00:25:03: wir haben das bei Ottobock jetzt haben er neulich im Interview auch gehabt war so einen Fall der natürlich sehr bekannt auch war Ist dann irgendwie klar nach ein paar Jahren wollen die mit Gewinn verkaufen Und dann geht es irgendwie weiter?

00:25:11: Oder gibt's auch da so Muster, wie üblicherweise das mit dem Unternehmen weitergeht.

00:25:18: Gibt zwei Gruppen.

00:25:19: Es gibt einmal welche die kaufen und halten für immer... Also ich will jetzt den Namen hängen und sagen mal wir sind gekommen um zu bleiben.

00:25:33: Und die anderen, da muss noch ganz klar die sagen ja wir kaufen und irgendwann wieder verkaufen.

00:25:42: Das ist also aber auch von vornherein eben klar, dass das kommunizieren die auch.

00:25:46: Dass sie das kaufen um es in den nächsten zehn Jahren wieder zu verkaufen?

00:25:52: Kann ja auch sein, dass dann vielleicht die Sprößlinge dann wieder kaufen oder dass die Familie zurückkauft oder hier völlig gibt's ja manchmal auch was sind schon sehr selten wahrscheinlich

00:26:01: ne?

00:26:01: Weil weil wenn man so einen Fall nehmen, wenn als gibts ein Unternehmen verkauft wird, dann geht das ja auf etwas größerem und müssen sich dann so vorstellen Wir bleiben jetzt bei Physiotherapie, dass das dann auf geht in einer großen Einheit mit nach Jahr fünfzig-sechzig Physiotherapiepraxen deutschlandweit.

00:26:25: Und das wird dann wiederum weiterverkauft weil es natürlich eine andere Größe und eine andere Stabilität und damit auch eine andere Qualität

00:26:36: hat.

00:26:36: Ja logisch!

00:26:38: Und da ist dann ein Rückkauf nicht möglich.

00:26:40: Herr Salzmann, vielen Dank für das ausführliche Gespräch über Emotionen aber auch natürlich harte Fakten viel sortiert an so Klischees und Halbwahrheiten.

00:26:50: es ist ja auch im Markt der sich verändert hat.

00:26:53: Das hilft uns sehr weiter.

00:26:54: Vielen vielen Dank und viel Erfolg noch beim Arbeitsplätze retten.

00:26:59: ich komme auf den Anfang zurück Und auch Ihnen lieber Hörerinnen und Hörern, danke fürs dabei sein.

00:27:07: Bleiben Sie gesund und erfolgreich!

00:27:09: Tschüss!".

00:27:09: Das war Markt- und Mittelstand

00:27:11: der Podcast.

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