Warum die soziale Marktwirtschaft ein Update braucht
Shownotes
Wie viel Regulierung braucht eine soziale Marktwirtschaft – und ab wann wird sie zum Wachstumshemmnis? Darüber spricht Host Thorsten Giersch mit Prof. Frank Walthes. Als Chef eines stark regulierten Unternehmens kennt Walthes beide Seiten: den Nutzen klarer Regeln und die Folgen überbordender Bürokratie.
Im Gespräch erklärt er, warum Regulierung grundsätzlich Wettbewerb, Qualität und Verbraucherschutz sichern soll, in der Praxis aber oft weit über dieses Ziel hinausschießt. An konkreten Beispielen zeigt er, wie veraltete Vorschriften Unternehmen Zeit, Geld und Innovationskraft kosten. Gleichzeitig plädiert Walthes für eine Rückbesinnung auf die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft nach Ludwig Erhard: einen klaren Ordnungsrahmen statt staatlicher Detailsteuerung.
Außerdem geht es um die Verbindung von Freiheit und Sicherheit, private Investitionen, den demografischen Wandel, Künstliche Intelligenz und die Frage, welche Reformen Deutschland jetzt braucht, um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Ein Gespräch über Bürokratie, Eigenverantwortung und die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft.
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00:00:03: Diese Folge ist ein werblicher Beitrag der VKB, der Versicherungskammer Bayern.
00:00:19: Wir legen in dieser Folge das Thema Bürokratie mal ein bisschen tiefer.
00:00:32: Wo endet das?
00:00:34: Was wir vernünftige Ordnungen nennen was es braucht?
00:00:37: zweifellos Und wo beginnt die Überregulierung?
00:00:40: und das tun wir mit jemandem, der sich erstens sehr gut selbst als Chef eines Naja, stark regulierten Unternehmens damit auskennt und zweitens auch mit der sozialen Marktwirtschaft als solche.
00:00:51: Ich habe das große Glück gehabt ihn schon öfter moderieren zu dürfen auf der Bühne des Ludwig Erhard Gipfels so jetzt Ende April und wir sprechen in dieser Folge tatsächlich über Stabilitätsanker und diesen Zwiespalt den vermeintlichen zwischen Freiheit und Sicherheit der natürlich ganz viele Unternehmen auch umtreibt.
00:01:11: ich begrüße Professor Doktor Frank Waldes den Vorstandsvorsitzenden der Versicherungskammer Bayern.
00:01:21: Wir, wie gerade in der Anmoderation schon gesagt sprechen über Ordnung und Überregulierung und wo eventuell der Unterschied ist unter anderem wir würden Sie das denn definieren?
00:01:30: wann wird aus der vernünftigen Ordnung der Bürokratie, die man auch braucht eine wirkliche Überregulierung?
00:01:38: Ja Herr Giersch.
00:01:39: Ich versuche mich gerne mal an einer kurzen Definition.
00:01:43: ich würde es ganz einfach formulieren.
00:01:45: Die Überregulation endet da wo die Unordnung unmittelbar beginnt und wir haben in der Zeit einige ungeordnete Eindrücke und Verhältnisse die durch Regulierungen entstehen und Überregularung endet dort wo uns dann Luft zum Atmen für unternehmerische Entscheidungen fehlt.
00:02:06: Dem Grunde nach ist Regulierung ja was Sinnvolles, es geht bei Regulierungen um Wettbewerbs- und Schlossengleichheit Es geht um Qualitätssicherung Und es geht auch um Verbraucherschutz.
00:02:18: Deswegen ist Regulerung per se erst mal nichts Verwerfliches sondern im Gegenteil Es ist eine Chance um die Qualität der Kunden Erwartungen oder dem Rechnung zu tragen, was Menschen wollen.
00:02:31: Doch zwischenzeitlich haben wir von allem ein wenig zu viel, da werden wir nachher sicher darauf kommen.
00:02:38: Ludwig Erhard hat es schon damals beschrieben eine Ordnung ist notwendig aber keine Überregulierung sprach immer vom klaren Ordnungsrahmen den der Staat zu setzen hat Aber er darf ihm nicht die Entscheidungen freier Bürger und freier Unternehmen ersetzen wollen.
00:02:57: Und unsere Regulierung, die wir gerade erleben, insbesondere in der Finanzdienstleistung läuft genau jetzt in diese Richtung, dass wir den Entschweidungen der Freien Bürger ersetzten durch staatliche Geo- und Verbote oder Vorgaben.
00:03:11: Da gehe ich doch keinen Tee vor.
00:03:12: Ein versicherer Leben ja nun mal von verlässlichen Regeln, klar!
00:03:15: Aber kann auch das Guten zu viel sein?
00:03:17: Was sind so Beispiele die Sie gerade schon angedeutet haben wo es denn wirklich ein bisschen über das Ziel und das Vernünftige hinaus geschossen ist?
00:03:24: Ja ich nenne ein kurzes Beispiel wo wir angehalten sind durch europäische Regulierung.
00:03:31: da geht's um Unternehmenssicherheit am Arbeitsplatz, um Unternemenschutz der Mitarbeiter.
00:03:40: Und das ist eine europäische Regulierung, da werden und müssen alle unsere Mitarbeiter ein einstündiges Computer-Base Training durchlaufen.
00:03:48: Jetzt haben wir sieben Tausend Mitarbeiter, es sind also sieben Zeitstunden, sieben tausend Zeitstunde die wir investiert haben.
00:03:56: oder bei diesen Training ging es eigentlich maßgeblich darum, wie Aktenordner in Kisten und Körben sich ja über Treppen getragen werden.
00:04:05: Oder wie in Büros Büro leitern für die Archivierung dieser Ordner- und Aktenstücke verwendet werden?
00:04:14: Das Problem ist diese Regulierung hatte uns jetzt, zwanzig sechsundzwanzig Jahre alt.
00:04:18: also dieses Computer based training haben wir alle absolviert.
00:04:21: nur wer sind zwischenzeitlich ein digitales papierloses Unternehmen?
00:04:26: Wir haben alle Archive aufgeräumt, wir haben die Archiefe bereits digitalisiert oder wir haben sie der entsprechenden Aktenverlichtung zugeführt.
00:04:38: Unsere Mitarbeiter sind nahezu in der Tage zwischen drei und vier Tagen im Homeoffice.
00:04:48: Das bedeutet das war natürlich eine sinnvolle Qualifizierung.
00:04:52: aber am Ende des Tages fragte man sich wo ist der Ursprung?
00:04:55: Wie kann das sein?
00:04:57: Und warum haben wir nicht die Gelegenheit gehabt, an dieser einen Stunde, die jeder Mitarbeiter investiert hat sich mehr über den Kunden nutzen und die Interessen oder die Präferenzen der Kunden sich damit auseinanderzusetzen.
00:05:12: Ich habe die Lösung aber gefunden.
00:05:14: ich war dieser Tage in der Bayerischen Vertretung in Brüssel und hatte dort an einer Tagung zur Regulierung, die Regulierungen.
00:05:23: Und was sehe ich da schon im Eingangsbereich und in fast allen Büros?
00:05:30: Ich sehe eine Metallleiter, die befestigt ist an den Wandregalsystemen.
00:05:36: Da war mir klar, wo dieser Arbeitsschutzgedanke und die Fürsorge herkommt, nämlich aus einer Arbeitswelt, die aber zumindest bei uns in Bayern und der Versehungskammer nicht mehr
00:05:50: vorherrscht.".
00:05:55: Obwohl es ja nicht alles... Vielleicht können Ihre Kolleginnen und Kollegen jetzt sehr gut Glühwein auswechseln.
00:06:00: Und das auch ein bisschen sicherer, also vielleicht hat's den Vorteil dann.
00:06:03: Es hat auf jeden Fall den Vorteil, dass man diese Art der Überregulierung zum Anlass nimmt um nochmal Sinn, Notwendigkeit stärken und Schwächen in der Regulierung hervorzuarbeiten.
00:06:14: Ein anderes Beispiel ist das wir z.B.
00:06:18: TÜV Prüfungen unserer Fahrzeugflotte haben obwohl es neue Fahrzeuge sind mit normaler TÜF Zulassung.
00:06:23: Das heißt jedes Fahrzeug was bei uns in die Fahrzeug-Flotte kommt.
00:06:27: Wir haben fünfhundertfünfzig Fahrzeugel für unsere Außen die im Einsatz sind.
00:06:34: Kommt nochmal ein Gutachter, der überprüft ob sich die Türen Öffnung schließen lassen und Sicherheitsgurte auch klicken.
00:06:41: Das ist so ähnlich wie Sie das bei Flugreisen kennen.
00:06:45: Da wird auch noch mal für alle Fluggäste eine Sicherheitsüberprüfung durchgeführt.
00:06:51: Die Kannfrage Es ist alles Arbeitszeit.
00:06:54: Es sind alle Betriebs- und Arbeitskosten, die jetzt nicht unmittelbar der Betriebssicherheit auch wirklich dienen.
00:07:01: Ich will damit sagen es gibt eine Menge an Regulierung, die zu überprüfen ist und es gibt viel wichtigere Themen nämlich die Kundenzentrierung oder die Beschäftigung mit Markt und Wettbewerb, die uns helfen würde Und würden unser Wachstum und unsere Marktpositionierung eben zu erreichen, um zu verbessern.
00:07:25: Die Diskussion ist ja in einigen Punkten jahrzehnte alt.
00:07:28: also man hat Menschen mal zugemutet dass man sich anschneiden muss im Auto, hat wahrscheinlich auch ihrer Branche genützt an Zeta & Mordi als ob das Abendland untergehen würde.
00:07:37: am Anfang und ein paar Jahre später sprach kein Mensch mehr rüber.
00:07:40: ich habe manchmal das Gefühl traut man dem wähl dem Wahlvolk solche Zumutungen überhaupt noch zu oder drängt man jetzt alles den Unternehmen auf?
00:07:50: Also die Unternehmen bekommen natürlich einen Teil der Umsetzung, der Durchsetzung von Regulierungen verordnet.
00:07:58: Aber am Ende ist das Beispiel was Sie gerade beschreiben ein sehr gutes.
00:08:03: Die Regulierungsvorschrift mit Unterstrafestellen des Nicht-Angrundtents dient aber hier ganz klar dem Selbstschutz und ist ja nachgewiesen und nachweislich nur... Beispiel mit der Leiter.
00:08:15: Fast wirkt das alte Tümlich aus einer anderen Büroorganisation in Welt, in der Welt.
00:08:21: Man denkt ja fast an Kehrhaus also Kehapolt und den Film Kehraus wie man sich die Versicherungswirtschaft zu Anfang der achtziger Jahre vorgestellt hat.
00:08:34: Also die Finanzdienstleistung ist ein moderner Geschäftsbetrieb zwischenzeitlich Und deswegen müssen wir auch schon die modernen Zeiten haben trotz der Frage nach Produktivität und Industriealisierung in der Finanzzielsleistung einfach überprüfen.
00:08:50: Ich würde sogar jetzt noch ein Stück weitergehen und sagen, nicht nur die Überregulierung sondern auch andere Prinzipien spielen eine große Rolle für unsere Rolle der Versicherungswirtschaft für unsere Zukunft nämlich die Frage inwieweit würde ich gerne noch anfügen, Sicherheit als Voraussetzung für Freiheit und Wohlstand eben eine Rolle spielt.
00:09:14: Und wir als Versicherungswirtschaft spielen eine zentrale Rolle in der Bereitstellung von Sicherheit für die Menschen insbesondere finanzielle und wirtschaftliche Sicherheit.
00:09:26: Das geht über den Generationenvertrag hinweg denn dass z.B.
00:09:33: durch biometrische Produkte wir lebenslange finanzielle Zuflüsse eben sicherstellen, während sie in normalen sozusagen... Sparvorgängen wie gleichsam einer Speisekammer oder einen Brüschrank, die Endlichkeit vor Augen sehen.
00:09:52: Also sie müssen sich tatsächlich absichern im Sinne eines lebenslangen finanziellen Sicherheitsnetzes und das bietet zum Beispiel die Versicherungswirtschaft.
00:10:02: Das hat schon Ludwig Erhard sehr gut beschrieben nämlich es gilt geht um Institutionen, die in den Wohlstands sichern und dann gehört die.
00:10:15: Deswegen ist Versicherung ein Stabilitätsanker einer sozialen Wahrwirtschaft.
00:10:21: Die ist auch geprägt von Freiheit und einige konstruieren da vielleicht, vielleicht gibt es denn aber auch wirklich den Widerspruch zwischen Freiheit und Sicherheit.
00:10:29: Sie stecken ja mittenswischen sozusagen.
00:10:32: Jetzt kann man zwei Dinge fragen.
00:10:35: Gewährt diese Sicherheit gerade die, die auch Versicherer einem Menschen geben?
00:10:40: Gerade erst diese Freiheit?
00:10:42: Oder gilt das Altebohr-Mormas Gauchhoff-Tür im Zweifel?
00:10:45: Entscheiden sich die Menschen doch immer erst für die Sicherheit und die Freiheit.
00:10:49: Und spielen diese beiden Komponenten ein bisschen gegeneinander aus, was meistens zu Bürokratie führt.
00:10:53: Also wir verbinden es!
00:10:55: Wir lassen es nicht aufteilen und trennen.
00:10:58: Wir erweitern ja den Begriff der Freiheit hinsichtlich persönlicher und unternehmerischer Freiheit Und die Freiheit beinhaltet auch immer Rechtspositionen wie das Recht am Eigentum oder des Recht an Selbstständigkeit.
00:11:15: Wir glauben, dass Freiheit Sicherheit ganz eng miteinander verwoben sind und beides sind eben Voraussetzungen für Wohlstand.
00:11:24: Wir diskutieren es ja auch derzeit mit der Frage verbinden wir das und diskutieren, ob eine Renaissance Ludwig Erhardt's Gedanken erforderlich ist, nämlich Wohlstein für alle zu formulieren?
00:11:39: Jetzt hat Ludwig-Erhard in den Fünfzigerjahren oder in unserem Siebenundfünfzig also dann sein bekanntes Buch öffentlich hat andere Rahmenbedingungen vorgefunden und auch erlebt.
00:11:51: Und wenn man jetzt aber genau rinschaut, sind wir genau in dieser Phase uns wieder zurück zu besinnen was macht denn den Unterschied aus?
00:11:59: Den Unterschied macht eine freiheitliche Ordnung innerhalb einer Friedensordnung aus, also eine Friedensordnung die Sicherheit gibt.
00:12:07: Und Friedens Ordnung ist genau das was es gilt immer wieder aufrecht zu erhalten denn wir als Versicherer sind darauf angewiesen dass unsere Kunden und Unternehmen einer Frieden Ordnung anhängen.
00:12:20: nur dann machte sie auch Sinn Rechte an Eigentum zu sichern oder gegen Zerstörung oder durch Naturgefahren abzusichern.
00:12:30: Also mit anderen Worten gehört für uns und für mich Freiheit und Sicherheit ganz eng zusammen, und alles ist verwogen in einer ordentlichen freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung.
00:12:41: Deswegen ist eigentlich wenn man das jetzt zusammenfasst die Antwort ganz einfach auf die Frage brauchen wir eine Renaissance?
00:12:48: Ludwig Erhardts.
00:12:49: damit wird den Wohlstand aller nicht nur sichern sondern mehren die Antwort geben.
00:12:55: Ja, genau!
00:12:55: Wir brauchen so eine Rennensource und wir erreichen diese Rennersource durch Reformen, die sich auf Themen beziehen wie Entbürokratisierung, mehr Digitalisierung, wie Deregulierung was den Ordnungsrahmen anbelangt.
00:13:15: Und dann kommen weitere Dees, die uns gesellschaftliche alle beschäftigen.
00:13:20: also die Decarbonisierung ist ja nicht nur eine Bewegung, sondern es ist eine Chance.
00:13:25: Eine Chance für ein Leben in Sicherheit und Freiheit oder Defensverteidigung, ein weiteres D. Die Globalisierung ist ein Schlüsselbegriff der uns gerade befasst und beschäftigt, weil wir merken dass die alte Wirtschaftsordnung der Globalisierung eben seit der Pandemie ins Wanken geraten ist.
00:13:49: Und nun mehr tagtäglich durch griechische Auseinandersetzungen sei es in Europa, in der Ukraine oder in der Straße von Hormuz zwischen USA Israel und Iran unmittelbar bedroht ist.
00:14:04: Oder wenn den demografischen Wandel anschauen, ein weiteres D. Dann brauchen wir Antworten darauf und die habe ich jetzt gerade mit den DS schon gegeben.
00:14:16: also Wir müssen alles miteinander ein bisschen verbinden.
00:14:19: Wir dürfen es nicht so losgelost und einzeln betrachten.
00:14:22: Und daher komme ich drei DS Mit Bürokratie- und Endbürokratisierung verbunden gibt uns Antworten auf einige Herausforderungen unserer Zeit.
00:14:35: Und damit bin ich schon bei paar Kernaussagen, die ich einfach nochmal mit Ihnen teilen möchte.
00:14:41: Nämlich einmal, wir sollten mehr und stärker auf unsere Kunden vertrauen – nämlich auf mündige Kunden, die selbst bestimmen oder selbstbewusst ihre Präferenzen zu äußern wissen.
00:14:56: Das betrifft nicht nur den Kunden sondern auch den Wähler!
00:15:00: Wir sollten auch vertrauen auf einen mündigen Staatsbürger, der eben keinen Nennistaat wünscht.
00:15:06: Aber auch kein Leviathan-Staat, der alles weiß und alles dominiert und sich in alles hineinhängt und einmischt.
00:15:14: Und am Ende muss man glaube ich die Grundprinzipien unseres Generationenvertrages nochmal vor Augen führen.
00:15:21: Wonach treten wir alle?
00:15:23: wenn wir auf Erden sozusagen die Glücksseligkeit suchen Dann wollen wir doch alle möglichst lange leben und nach einem erfüllten Leben auch gesund versterben.
00:15:34: Im Grunde ist es genau die Kombination möglichst langes Leben, gesund sterben und wehre.
00:15:40: und was begleitet uns auf das Lebensweg?
00:15:43: Da merke ich dann wieder, dass Themen wie Freiheit, Sicherheit, Wohlstand, die Eigenverantwortung, die zentralen Stabilitätsanker unserer sozialen Marktwirtschaft sind Und die gilt es immer wieder zu adressieren und hochzuhalten.
00:15:59: Wenn ich diese Des nehme, die Sie gerade gesprochen haben ist vielleicht auch so ein kleines Problem, die tun ja heute manchmal weh also auch Reformen was demografische Wandel aufhält sozusagen dem gerecht wird, dem abmildert sozusagen Nachhaltigkeit, Decarbonisierung natürlich auch tut am Anfang vielleicht erstmal weh weil sie jetzt Investition erfordert Aber natürlich langfristig enorm viel Geld spart, auch für eine Branche wie Ihre in einer Welt die vielleicht bald gar nicht mehr versicherbar ist.
00:16:27: Solche Untenrufe hört man ja auch manchmal und das hat Ludwig Erd in einer anderen Situation halt alles angepackt und es heute sehr schwierig, wie ich das Gefühl habe oder diese Reform wirklich anzugehen?
00:16:40: Ja, wir haben wahrscheinlich verlernt wieder in Business Cases würden wir heute sagen oder in Investitionsrechnungen zu denken.
00:16:48: Natürlich muss man investieren wenn man die Zukunft gestalten will und man muss künftige Rentiten sich sichern und nicht sich der Illusionen geben dass es für einen selbst wohl noch langt.
00:17:01: also die Verantwortung die wir alle haben betrifft nicht nur uns sondern auch die nachfolgende Generation und das ist schon befremdlich.
00:17:08: unerstaunlich wie wir mit einer Staatsquote von fünfzig Prozent das völlig normal finden oder mit einem Verbrauch der Weltressourcen nach dem ersten Quartal schon einmal durch sind.
00:17:21: Wir bräuchten praktisch drei Herden, die wir unsere Konstruktion betreiben.
00:17:26: am Ende bleibt es in der Investition.
00:17:29: also wir können transformieren mit privaten Kapital aber Wir müssen künftige Renditen einbeziehen, indem wir heute investieren.
00:17:40: Deswegen ist Decarbonisierung ein wunderbares Beispiel.
00:17:44: Natürlich lohnt es sich in die Decarbonisierung zu gehen, weil wir wissen, dass die Folgeschäden ja ungleich höher und größer sind.
00:17:52: Natürlich wissen wir das der demografische Wandel dazu führt, sei es Altersvorsorge oder Pflege an ihre Känzen stoßen werden, weil es eben demografisch gar nicht möglich ist, dass immer weniger Beitragssaler ein größerer Anzahl an Personen sozusagen mitversorgen.
00:18:17: Also brauche ich Kapitalstöcke?
00:18:19: Ich brauche andere Finanzierungswege und eine komplette Überprüfung unseres bisherigen Umlagesystems.
00:18:27: Das liegt auf der Hand, das will ich vielleicht damit sagen.
00:18:32: Und die Wege, um aus dieser Krise herauszukommen, liegt für mein Dafürhalten ganz eng verbunden mit privaten Kapital und einer entsprechenden Handhabung der Investitionen in diese Richtung.
00:18:48: Ja da hake ich doch direkt ein, also privates Kapital.
00:18:51: Gibt es in Deutschland ja recht viel wie man so allenthalben liest?
00:18:54: Die Frage ob's auch wirklich aktiviert wird und was eventuell der Staat auch hebeln kann damit möglichst viele Menschen eben motiviert sind da auch rein zu gehen weil einige Reformen die kosten vielleicht nicht ganz viel Geld aber andere irgendwie doch.
00:19:09: haben sie dann eine Idee und welche Rolle kann man als Versicherer da eventuell auch spielen?
00:19:13: Also in der Tat haben wir eine hohe sozusagen Sparquote, die auch gerne und immer wieder zunimmt.
00:19:19: Warum nimmt sie zu?
00:19:20: Weil Menschen in grundsicherer Zeiten, Attentismuszeiten ein abwartendes Verhalten, die Kunst zum Neigungen lassen nach oder... verfügbarkeit von Gütern sind gar nicht derart gegeben, wie man es gerne hätte aufgrund der Globalisierung und unterbrochenen Lieferketten.
00:19:41: Das bedeutet natürlich sucht sich das Kapital seinen Weg?
00:19:46: Und jetzt ist die Keinfrage was ist eigentlich die Rolle des Staates?
00:19:49: Die Rolle des Status ist aus meiner Sicht immer der Ordnungsrahmen.
00:19:53: Das ist immer die Schaffung von Rahmenbedingungen und von Sicherheit.
00:19:59: Das heißt, die Rahmenbedingungen müssen für die Wettbewerbsteilnehmer egal aus welcher Industrie um Branche sei es die Vorindustrie Bank und Spar Angebote oder Versicherungslösungen gleichförmig sein.
00:20:14: Was eben nicht geht, ist dass der Staat für sich den Anspruch erhebt gleichzeitig den Ordnungsrahmen wie Einfliegsrichter sicherzustellen diesen durchzusetzen und auch noch selber Torschützenkönig werden möchte und selber mitspielt.
00:20:28: Das funktioniert nicht.
00:20:29: Das hat Ludwig Erhard wunderbar beschrieben in seinem Wohlstand für alle, dass eben das nicht die Rolle des Staates ist, sondern die Rolle der Staates is ausschließlich der Ordnungsrahmen.
00:20:39: Das heißt aber für uns, dass es eben für uns als Versicherungs- und Finanzindustrie geradezu befremdlich dass der Staat jetzt selber auch noch Voranbieter sein will oder einen Staatsvorsalber betreibt, oder auch Altersvorsorgeprodukte für sich selbst deklariert.
00:20:57: Die er vorher selber aber diskreditiert hat durch entsprechende Regularien-Durchförderprogrammen weil er eben permanent in der Umverteilung befindet und weniger in der Entfernung von Vermögen und Einkommen sich betätigt.
00:21:14: Also Nüblich Erd hat es auch sehr schön an dieser Stelle beschrieben, Es macht wenig Sinn einen immer kleiner werdenden Kuchen durch Umverteilung weiter zu verkleinern, sondern es kann eigentlich nur das ertalt werden was erwirtschaftet wurde und damit entsteht Wohlstand auch nur durch Wachstum.
00:21:34: also unsere Empfehlung ist ganz klar Rahmenbedingungen zu schaffen innerhalb derer, die Anreizsysteme für privates Kapital gegeben sind.
00:21:45: Und hier hilft Transparenz auf der einen Seite, hilft aber auch ganz klar nicht staatliche Verzerrung.
00:21:53: Da hilft aber noch nicht die Staatsschuldenkrise weiterzubefördern weil ich sonst ganz schnell und rasch aus dem Marktversagen immer in Staatsversagen abrutsche.
00:22:05: Und das Marktversagen wird aber durch Regulatur mitunter auch herbeigeführt.
00:22:11: Zum sagen wir mal Leistungsversprechen der sozialen Marktwirtschaft gehört ja auch dieser Punkt, dass es den Kindern besser geht als wir selbst sozusagen.
00:22:21: Nun glauben diese Unibon-Umfrage Studie wird da immer wieder zitiert.
00:22:28: Ganz anders als in vergleichbaren Ländern, die auch demografisch gar nicht so unterschiedlich sind.
00:22:32: Also Südkorea und Japan vor allen Dingen.
00:22:35: Und ich glaube meine These ist, unterschätzen wir Deutschen gerne welche Leistung die technologischen Sprünge?
00:22:42: uns bringen.
00:22:43: Für unser Leben, dass es Dinge einfacher macht.
00:22:46: KI ist natürlich jetzt das große Stichwort.
00:22:49: Macht Ihnen das auch Hoffnung sozusagen?
00:22:52: Dass zum sozialen Marktwirtschaft und dem Fortkommen natürlich auch technologische Wandel gehört.
00:22:58: Und ja wo ich das Gefühl habe gerade wir Deutschen unterschätzen die Vorteile die das mit sich bringt bei all dem Naja Wandlungsverhalten das man dann trotzdem mal zeigen müsste.
00:23:07: aber das ist ein anderes Thema.
00:23:09: Ich denke, da haben Sie einen Punkt angesprochen, der uns alle betrifft.
00:23:14: Wir sind in der Tat nicht mehr ganz so technisch-technikoffen sondern wir sind auch gleichzeitig, haben wir Sorge dass alles was wir von Errungern und erreicht haben individuell bedroht meint durch verändernde Rahmenbedingungen aber die Veränderungen unterwandelt ist eigentlich das normale.
00:23:36: Der technische Fortschritt wird uns eher helfen, zum Beispiel die demografische Lücke.
00:23:41: zu überwinden.
00:23:42: Der technische Fortschritt wird natürlich arbeitsplatzsparend sein, aber er ist produktivitätssteigend und damit fördert er auch das Wachstum.
00:23:51: Künstliche Intelligenz und Generative AI wird uns eher ermöglichen, kundenszentrierter bedürfnisgerechter auf Antworten einzugehen.
00:24:03: Wir sind manchmal ein bisschen wiegespalten.
00:24:05: was wir im privaten Brun werden wir nicht wollen im beruflichen zu erbringen.
00:24:12: Also jeder von uns surft und bestellt bei den verfügbaren Online-Diensten, wenn es regnet am Wochenende oder nachts aber keiner von uns ist bereit mit uns als Arbeitgeber zu diskutieren ob wir eines sechstages oder sieben Tageswoche in Servicebereich brauchen.
00:24:31: Jeder von uns findet in Gedanken an die Eltern und Großeltern großartig das der Lebensstandard der dreißiger Jahre heutzutage mit fünfzehn Wochen Arbeitszeitstunden erreicht werden kann.
00:24:43: Und jeder von uns ist aber nicht bereit, gerade ernsthaft zu diskutieren den Lebensstandard von zwanzig sechsundzwanzig also von heute der bisher mit neun und dreißig und vierzig wochen Stunden erreicht worden ist gegebenenfalls über zweieinvierzig oder fünfeizig Stunden zu verteidigen.
00:25:01: Das ist eine sonderbare Diskussion.
00:25:04: Also man muss immer die Relation sehen.
00:25:05: wir wollen nicht mehr so leben im Lebenstandard wie die Eltern und Großeltern, sind aber gerade auch nicht bereicht unseren entsprechenden notwendigen Einsatz an der einen oder anderen Stelle so zu fokussieren.
00:25:18: Durch technischen Einsatz- und Produktivitätssteigerung dass wir den Lebensstandard zwanzig sechsundzwanzig positiv weiterentwickeln und fortschreiben können.
00:25:26: am Ende bleibt mir aber wirklich nur zu sagen das der soziale Aufstieg durch Bildung die Grundvoraussetzung der Wirtschaftswunder Thesen ist und die der soziale Aufstieg durch Bildung beinhaltet sozusagen natürlich auch die Bereitschaft des immer wieder neuen lebenslangen Lernens, dass sich an eigenes neue Erkenntnisse und Fertigkeiten und des persönlichen resilienten oder robusten Lebensweges auf die Herausforderungen der Zeit durch Wissen zu reagieren.
00:26:01: Und die Künstliche Intelligenz hilft uns jetzt!
00:26:04: Punkt Knowledge zusammen zu akkumulieren.
00:26:07: Die hilft uns jetzt in der Lösungs- und Problemlösungskompetenz voranzukommen, aber sie hilft uns nicht in der Kreativität im Erfindergeist oder im bewussten Suchen nach anderen neuen Wegen.
00:26:20: also die müssen wir dann schon selber finden und suchen und nur in diesen Bestreben das uns alle verbindet denke ich können wir unseren Wohlstand für alle tatsächlich auch halten ausbauen und dauerhaft sichern.
00:26:34: Herr Waldes, wunderbarer Schlusspunkt wie ich finde.
00:26:36: Vielen vielen Dank für das Gespräch!
00:26:38: Vielen herzlichen Dank lieber Thorsten Giersch.
00:26:41: Ich danke für die Möglichkeit mich noch einmal im Nachgang zu mögliche Erhard und zum möglichen Erhard Gipfel zu positionieren.
00:26:50: Und auch Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern Danke fürs dabei sein.
00:26:53: Ich sage wie immer bleiben Sie gesund und erfolgreich.
00:26:56: Tschüss
00:26:57: Das war Markt- und Mittelstand
00:26:58: der Podcast.
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