Rekubation: Bau deinen schlimmsten Wettbewerber-Albtraum selbst

Shownotes

Markt und Mittelstand war auch 2026 Medienpartner der Veranstaltung "Hinterland of Things" in Bielefeld. Und Chefredakteur Thorsten Giersch moderierte dort das Panel mit der Böllhoff Group, die bei Innovationen sehr erfolgreich ist.

Es geht u.a. umdie Frage: Wie können etablierte Familienunternehmen innovativer werden, ohne ihr Kerngeschäft aus den Augen zu verlieren? Darüber spricht Host Thorsten Giersch auf der Hinterland of Things mit Wilhelm Alexander Böllhoff, Kevin Jostmeyer-Zelles und Rainer Berak.

Im Mittelpunkt steht ein ungewöhnlicher Ansatz: Statt ausschließlich die bestehende Organisation zu transformieren, setzt die Böllhoff Group auf eine „zweite Wette“. Mit dem Projekt Get Special Fasteners entsteht parallel zum Kerngeschäft ein neues, deutlich schnelleres und datengetriebenes Geschäftsmodell. Ziel ist es, Vertriebs- und Angebotsprozesse radikal zu beschleunigen und moderne KI-Technologien direkt in die Wertschöpfung zu integrieren.

Die Gäste erklären, warum große Transformationen oft Jahre dauern, welche Vorteile kleine, agile Einheiten bieten und weshalb Innovation nicht immer neue Produkte bedeuten muss. Häufig reicht es, bestehende Geschäftsmodelle konsequent neu zu denken.

Ein Gespräch über Unternehmertum, digitale Transformation, KI und die Frage, wie Mittelständler Innovation mit der Geschwindigkeit von Start-ups verbinden können.

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Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:22: Auch in diesem Jahr war Markt- und Mittelstand wieder Medienpartner der Veranstaltung Hinterland of Things in Bielefeld.

00:00:30: Ihr kennt es vielleicht, liebe Höhlerinnen und Höhre aus dem Vorjahr und auch dem Jahren davor, wir sind oft dabei weil sich jeder Mittelstand trifft mit Startups, mit Investoren.

00:00:40: Und vielen anderen Gruppen die Ihnen beim Innovationsmanagement weiterhelfen.

00:00:45: Ich habe mit Christian Miele gesprochen.

00:00:46: der Podcast erscheint in den kommenden Wochen Mit Eduard Dörenberg dem Chef von Dr.

00:00:51: Wolf ein Familienunternehmen das bei künstlicher Intelligenz ganz weit vorne ist Und auf der Bühne der Hinterland Orthings hatte ich das Vergnügen, mit drei Gästen zu sein.

00:01:01: Die Neuerung bei der Böllhoff Group machen ein Unternehmen aus Bielefeld Das Schrauben herstellt die Welt zusammenhält wie so schön heißt Verbindungselemente natürlich nicht nur schrauben da gesteckt ein bisschen mehr dahinter In Waschmaschinen ganz viel in Autos im iPhone Im Flugzeugen und unter anderem auch in der Mondlandefähre von der man neulich ja viel gehört hat.

00:01:23: also solche Dinge produziert Bölhoff seit hundertfünfzig Jahren in vierter Generation das Familienunternehmen und ich hatte die große Freude mit Willem Alexander Bölhof zu sprechen, Managing Partner dort.

00:01:35: Mit Kevin Yostmeyer Zellis.

00:01:37: er ist Director New Projects bei Bölhauf um mit Rainer Berak.

00:01:42: Er ist CEO von A-Eleven Und ein enger Partner dieses Familienunternehmens und hat da glaube ich gerade im puncto Vertrieb viel vorangebracht.

00:01:51: Viel Spaß bei dieser außergewöhnlichen Folge von der Hinterland of Things am achtzehnten Juni aufgenommen live.

00:02:02: Schönen guten Tag, vielen Dank Celine!

00:02:04: Wir kommen jetzt zu einem Unternehmen

00:02:06: so ein bisschen abgewandelt, der Claim dass die Welt zusammenhält.

00:02:09: es geht um Schrauben und selten waren Schraube Verbindungselemente so spannend wie bei Bölhoff.

00:02:15: Die Produkte stecken im iPhone in Flugzeugen in Autos ganz viel sogar in Mondswehren Und wenn das einfach wäre würde es ja jeder machen.

00:02:23: seit hundertfünfzig Jahren innoviert sich dieses Familienunternehmen permanent selbst und gerade

00:02:29: in dieser Zeit

00:02:30: mehr denn je.

00:02:31: Wie genau?

00:02:32: Das erklären Sie jetzt am besten selbst!

00:02:34: Ich freue mich auf Willer Alexander Böllhoff, der Managing Partner,

00:02:38: auf Kevin

00:02:39: Joost Bayer-Zellis,

00:02:40: der Director New Projects

00:02:41: bei Böllhof und auf Rainer Berak von der CEO von A-Eleven.

00:02:46: Hallo Und jetzt kurz Werbung.

00:02:49: Kennen Sie das?

00:02:50: Der Monatsabschluss steht an und statt strategisch zu arbeiten, verliert sich Ihr Team zwischen Rechnungen, Exelisten, Freigaben und Rückfragen.

00:02:59: Genau hier setzt Sage Intact an!

00:03:02: Die cloudbasierte Finanzierungsmanagement-Lösung automatisiert zentrale Finanzprozesse und schafft Transparenzgeschwindigkeit und Kontrolle in Echtzeit.

00:03:12: Gerade im Rechnungseingang wird der Unterschied schnell sichtbar, der Rechnungs-Eingangsassistent liest eingehende Rechnungen automatisch aus, gleicht sie direkt mit Bestellungen ab, erstellt Buchungsentwürfe und lernt kontinuierlich aus ihren Prozessen.

00:03:27: Das Ergebnis?

00:03:28: Schnellere Abschlüsse weniger manueller Aufwand, weniger Fehlerquellen und mehr Freiraum für Wachstumsstrategie und unternehmerischen Impact.

00:03:37: Wenn Sie neugierig geworden sind, probieren sie es einfach aus allerInfos.

00:04:05: bauen Maschinen, die die Verbindungselemente bei unseren Kunden auch einbauen können.

00:04:09: Montagetechnik und bieten unseren Kunden logistische Lösungen an damit sie sich mit diesem Kleinzeug wenig beschäftigen müssen.

00:04:18: Und Kevin, bei dir muss man glaube ich kurz erklären was deine Rolle genau ist?

00:04:23: Ich sage es mal so du bist nicht der CDO!

00:04:26: Du hast eine etwas andere Funktionalität.

00:04:30: Ja habe ich.

00:04:32: Ich hab die digitale Transformation der Belofgruppe aufgebaut Und daraus bin ich rausgewachsen und habe jetzt mit Willem zusammen andere Rahmenbedingungen geschaffen.

00:04:40: Wir nennen es Get Special Fasteners.

00:04:42: Früher hatte man vielleicht Ausgründung gesagt, das sind wir irgendwie auch nicht so richtig.

00:04:46: Das legen wir jetzt ein bisschen tiefer.

00:04:47: was wir so machen Deswegen meine Rolle ist jetzt Projektleiter würde ich gerade einfach mal nennen

00:04:52: Was hältst du denn von dem Funktions-CDO?

00:04:55: Ich hab mal einen Vortrag von dir gehört.

00:04:57: Da kam die nicht so gut weg wie das oft läuft bei Familienunternehmen.

00:05:00: Das

00:05:00: überlasse ich reiner, was hättest du vom CDO?

00:05:04: Okay, aber Reiner vielleicht noch kurz vorher, N-Eleven.

00:05:07: Was macht ihr genau?

00:05:10: Wir sind irgendwie eine Beratung, aber eigentlich mögen wir keine Beratungen weil Berater typischerweise so reingehen und sehr viel Geld damit verdienen viel zu reden wenig zu machen.

00:05:17: Und wir gehen rein und versuchen und dann müssen ja die Kollegen bewerten ob das funktioniert Firmen wirklich dabei zu helfen besser zu werden.

00:05:24: Da gibt es dann verschiedene Ansätze dass was wir hier gemacht haben was wir Rekubation nennen ist.

00:05:27: einer davon Ist.

00:05:29: meine persönliche Präferenz Funktioniert sehr gut, können wir vielleicht noch ein bisschen mehr darüber reden.

00:05:35: Wir tun das sehr technologiegetrieben und wir versuchen insbesondere im Mittelstand bis in die Konzerngrössereien deutschen Unternehmen dabei zu helfen erfolgreicher zu werden.

00:05:46: Wie seid ihr zusammengekommen?

00:05:47: Ihr müsst ja irgendwann oder seit wann geht das mit

00:05:49: euch Genau, also kann ich ja einmal was machen überhaupt.

00:05:53: Also andere Rahmenbedingungen habe ich gerade gesagt.

00:05:55: in der Transformation machen wir ganz viel.

00:05:57: deswegen glaube ich den CDO braucht es auch weil wir wollen natürlich das Hauptgeschäft transformieren dauert aber länger braucht einen langen Arten.

00:06:04: man muss sehr viel verändern und Willem und Ich sind zusammengekommen.

00:06:07: Was können wir denn tun dass Dinge schneller gehen?

00:06:11: Und anders!

00:06:12: Weil A hat sich Lust etwas anderes zu machen.

00:06:15: die Transformation dauerhaft anzuschieben braucht sehr viel Kraft.

00:06:18: mal was anderes zu tun ist gut Aber B auch drüber nachzudenken, sich neu zu erfinden.

00:06:24: Wie kann man das tun?

00:06:28: Und als wir gesprochen haben, haben Rainer und ich uns kennengelernt.

00:06:31: Und Rainer hat eigentlich mit sehr ähnlichen Gedanken mich gepitscht und gesagt worüber Raina und A-Eleven nachdenken.

00:06:37: So sind wir auf der Transform damals zusammengekommen vor einem Jahr circa.

00:06:42: Es war ein Match weil wir uns mit den gleichen Themen gleichzeitig beschäftigt haben.

00:06:46: Heute weiß ich dass es Rekobationen genannt werden kann!

00:06:50: Was ist das denn, ein wunderbarer Begriff versteckt dahinter?

00:06:53: Also wenn wir mit Firmen sprechen dann stellen wir eigentlich drei Fragen.

00:06:57: Frage Nummer eins, möchtet ihr sparen oder möchte ihr angreifen und mehr verdienen?

00:07:02: Frage Nummer zwei, möchdet ihr das machen über die Art und Weise wie er arbeitet oder woran er arbeitet?

00:07:08: Das woran – das ist immer so sehr beliebt.

00:07:10: und dann erfindet man irgendwelche verrückten Super-Star-Ups mit Nanotechnologie.

00:07:16: irgendein Volk des Zeugs ist auch ganz cool, aber eigentlich kommt man schon sehr weit und vielleicht sollte das auch mal wieder ein bisschen mehr Fokus sein wie man arbeitet.

00:07:24: Und die dritte Frage, die wir stellen ist, glaubt ihr dass ihr das in der notwendigen Geschwindigkeit in euren bestehenden Strukturen machen könnt?

00:07:32: Wenn die Antwort ist ich möchte gerne Angreifen mehr verdienen.

00:07:37: Ich möchte gerne in den Ankommen ankommen in der Art und Weise wie ich arbeite und es wird wahrscheinlich schwer das in meinem Bestandsunternehmen zu machen.

00:07:45: dann ergibt sich genau das daraus, was wir hier gemacht haben.

00:07:48: Und das nennen wir Rekubationen.

00:07:49: Es ist wie eine Inkubation aber auf Basis eines bestehenden Geschäftsmodells denn ich habe ja ein gutes Produkt und einen guten Markt.

00:07:57: Ich muss aber die Art und Weise ändern, wie ich das mache und das mache ich am besten vielleicht als zweite Wett in dem der Transformation in einem neuen Geschäft

00:08:05: Weil das kann ich vielleicht anschließend sagen In all der Zeit auch bei Bölow Was ich gesehen hab, was mir richtig gut können Ist vor allem unser Geschäfts-Modell Schrauben verkaufen, ganz platt gesagt.

00:08:15: Und ich vergleiche das immer gerne.

00:08:17: in der Innovation Denken wir immer sehr kreativ etc.

00:08:19: und dann kann man ja auf die Idee kommen ach jetzt verleihen wir schrauben und dann wundern wir uns dass das Business nicht mehr klappt.

00:08:25: Also habe ich gesagt Willem Ich würde eigentlich auch gerne schrauben verkaufen nur den Weg dahin dem mache ich anders.

00:08:30: Das hat mich sehr überrascht dass Kevin auf die idee kam selber schraube zu verkaufen und das war so ein stückweit auch der punkt wo wir beide gesagt haben welchen teil diese Schrauben verkaufen, können wir denn wirklich disruptiver neu gründen?

00:08:48: Und da gibt es ja zwei Themen.

00:08:50: Das eine ist

00:08:52: wie

00:08:52: generiere ich minütlich täglich wöchentlich neue Leads und da können wir so viel von den Start-ups lernen.

00:09:01: Da sind wir zum Teil so eine langweilige Organisation die das dann natürlich kaskadiert auch systematisch tun muss und möchte.

00:09:12: Und die zweite Wette ist eben, wie können wir das vielleicht?

00:09:16: auch auf deine Frage geht es oder auf deine Reiner?

00:09:19: Geht es um Wachstum oder geht es um Kosten?

00:09:21: Ich würde sagen in unserem Projekt geht es in erster Linie Umwachstum.

00:09:25: aber die zweite wette ist Eben Muss der Prozess einer Anfrage für ein Sonderartikel.

00:09:32: Wir reden jetzt hier nicht über die Neuerfindung von unserem Shop.

00:09:35: Wir reden nicht über den neu Erfindungen unserer innovativen Eigenprodukte, die werden aus ganz anderen Gründen gekauft.

00:09:43: Aber in den Sonderartikeln haben wir einen Prozess der dauert eben und In der Zeit, in der wir leben ist Geschwindigkeit wahrscheinlich noch wichtiger als der Preis.

00:09:54: Und wenn wir es schaffen Die Geschwindigkeit und die Automatisierung zusammen zu kriegen und das sieht gut aus dann haben wir da ein echt neues gar nicht Geschäftsmodell sondern Wir machen ein Geschäftsmodell einfach disruptiv anders.

00:10:12: Das nennen die Rekubation, schönes Wort.

00:10:16: Schumpeter hätte gesagt, schöpferische Zerstörung.

00:10:20: Mein Lieblingsprofessor Peter Drucker hatte gesagt, okay, die bauen neben ihrem Flugzeugtanker noch mal so ein paar Beibote und so einen Beibot bauen wir gerade.

00:10:29: Und ich glaube, wir brauchen mehr Beibooten!

00:10:31: Beiboote?

00:10:32: Zweite Wette, das müsst ihr vielleicht nochmal erklären... auch um zu verstehen, wie das mit dem Rest der Organisation so genau funktioniert.

00:10:39: Also

00:10:39: das war zweite Wette fand ich gut.

00:10:41: Kevin Warsteck dahinter für ein Gedanke?

00:10:43: Ich habe das mal für mich geprägt und musste ja auch entsprechend in der Unternehmensleitung um mein Budget pitchen.

00:10:50: Und natürlich wollen wir nicht Bölow stoppen und die Böloff muss sich nicht mehr transformieren digitalisieren Das ist es nicht!

00:10:56: Das ist aber eine Riesenwette.

00:10:57: was ich gerade sagte Transformation Manikfaltige Herausforderungen den müssen wir uns stellen.

00:11:03: Macht die Börlhoff-Gruppe auch, ich glaube

00:11:06: gut.

00:11:08: Eine große Wette!

00:11:09: Ob das klappt sehen wir im Rückblick in den nächsten zehn Jahren.

00:11:12: wenn wir dann mal zurückkommen wie gut haben wir das gemacht?

00:11:14: Das klappt.

00:11:15: und die zweite Wette wäre dann nämlich mein Pitch.

00:11:17: Wie wär's denn liebe Unternehmensleitung, liebe Börloff-Familie Wenn wir die Chancen verdoppeln Ich aber nur einen Bruchteil von dem Investment brauche was wir für diese große Transformation brauchen Und wir bauen ein kleines Boot Was dann aber auch mal groß werden darf Hoffentlich immer noch Agil und Flink Aber größer.

00:11:36: Die wunderbare Florence Gaupp hat mal diesen wunderbaren Satz gesagt, Übertreibung schafft Klarheit und wenn wir jetzt irgendwie zu mehr Leuten sprechen dann drücken wir auch mal Dinge drastischer aus.

00:11:50: das brauchen wir heute nicht weil wir sind ja hier unter uns im kleinen Kreis und die hat also man kann halt wie gehen normalerweise raus und sagen Transformation funktioniert nicht und deshalb musst du eigentlich so vorgehen.

00:12:02: Das stimmt natürlich nicht, natürlich gibt es Transformationen die funktionieren aber ich glaube nur wenn das so drastisch aussieht dann denkst du vielleicht auch mal darüber nach ob ich eben diese zweite Wette vielleicht setzen sollt.

00:12:12: wir sagen auch gründe deinen Albtraum eines Wettbewerbers.

00:12:16: das muss nicht genauso sein.

00:12:17: du kannst auch ein Geschäftsfeld nehmen wie wir das ja auch hier gemacht haben dass sehr gut andockt Aber ich glaube so als Idee, die dann damals so prankt und von der aus man das dann sowieso runtertonet auf das bis man dann wirklich machen will.

00:12:31: Das ist glaube ich die zweite Wette.

00:12:32: Ist es genau den richtigen Begriff?

00:12:37: Ja und man muss ja auch ein bisschen fair gegenüber der großen Organisation sein.

00:12:43: Die müssen Prioritäten setzen.

00:12:45: Die haben ERP-Systeme, die haben Jahrzehnte gewachsene Daten in sechsundzwanzig Ländern und so viele Gesellschaften.

00:12:54: Das ist jetzt ein Stück weit chaotisch gewachsen und ich würde sagen wir sind schon gar nicht so schlecht, dass wir das erkennen und ändern.

00:13:03: Boah aber das ist allein ein Projekt Master Data Management.

00:13:08: da wachste nachts auf und denkst wann ist das denn fertig?

00:13:12: Dann sagt ihr einer ne fertig wird das nie!

00:13:14: So also und so hast du mehrere dieser Themen Und dann macht es eben manchmal Sinn, ein Thema was vor allen Dingen auf Wachstum einzahlt

00:13:24: und

00:13:25: gar keine Priorität jetzt hätte in diesem Spezialgebiet.

00:13:29: Wir hatten

00:13:29: das Glück dass wir dieses Projekt auch nicht auf den nur großen blauen Böllhoff anfangen mussten sondern wir hatten eine Tochtergesellschaft oder die haben wir eigentlich immer noch.

00:13:41: sie haben so noch nicht kaputt gekriegt.

00:13:43: Die heißt Kaiser Und so haben wir ein paar dieser Firmen und da üben war das natürlich sozusagen noch einfacher.

00:13:52: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die get special fastener GmbH in zwei drei vier fünf Jahren ein ein Nukleus wird für sogar eine Bayer- und Bildstrategie weil da draußen sind so viele kleine Firmen wie der Kaiser.

00:14:08: drei Millionen Umsatz sehr profitabel Sonderartikel völlig anderer Markt wenn man davon ein paar kaufen könnte.

00:14:17: und dann mit Get Special Fastener die enabled

00:14:21: ihr

00:14:22: eigentlich gesundes Geschäftsmodell vom Kopf auf die Füße zu stellen.

00:14:26: Und den Kunden in die Mitte, wow!

00:14:29: Aber ich glaube wir müssen bei Kaiser jetzt Erfolge bringen, da bin ich dabei und dann gucken wir weiter.

00:14:38: Ich würde ergänzen, weitere Erfolge.

00:14:39: Wir haben ja schon welche und vielleicht passt das auch nochmal anschließend ganz gut zu den Rahmenbedingungen die ich meinte eben genau wie Willem gerade sagte in der Hauptorganisation.

00:14:48: wenn wir da so agieren würden wie wir gerade agieren bei Gatsbächer Fastenlass dann können wir da morgen abschließen.

00:14:54: also aus guten Gründen dauert eine große Transmortion länger Sicherheit aber auch Alignment.

00:15:03: Also ich rede mit maximal zehn Menschen.

00:15:06: Wenn ich bei Bölow mal irgendwie an Daten was ändern möchte, dann muss ich aus guten Gründen mit sehr vielen Menschen reden.

00:15:11: und dass das natürlich eine andere Geschwindigkeit mit sich bringt ist ganz logisch.

00:15:15: Und deswegen finde ich fair zu sagen es ist ne zweite Wette und wir konkurrieren nicht miteinander.

00:15:19: Im besten Fall gehen beide auf!

00:15:21: Dann haben wir ja doppelt gewonnen.

00:15:23: Da nehme ich zwei Strichpunkte auf.

00:15:25: Daten, das viel eben schon und Geschwindigkeits.

00:15:27: Ich höre immer wieder wenn man so ein Beiboot, Zweite Wette wie auch immer baut Man muss ja trotzdem an die Daten des Hauptunternehmens dran, um damit arbeiten zu können und das dauert manchmal sehr lange.

00:15:37: Wie habt ihr das gelöst?

00:15:38: Genau wir haben uns ja quasi sehr stark fokussiert auf den Kaiser wie wir ihn nennen das Tochterunternehmen und dass ist beherrschbar in der Größe.

00:15:47: dort haben wir den unfern Vorteil von vierzig Jahren Geschäftsdaten.

00:15:50: Die waren aber natürlich auch Kraut und Rüben wie man das so kennt Und wir nehmen uns das Beste davon raus und haben das auf die grüne Wiese gezogen mitgezogen quasi und da veredelt.

00:16:01: Ich sage immer so schön gerade, Technology Greenfield.

00:16:04: Also wir haben wirklich den Laptop aufgeklappt neu gebaut.

00:16:06: Commercial Brownfield heißt Kundendaten, Lieferantendaten

00:16:09: etc.,

00:16:10: können wir natürlich aus der alten Organisation mitziehen und so nutzbar machen das wir sie nutzen wollen.

00:16:15: aber all das was auch zu sehr vermüllt ist nehmen wir halt nicht mit dann sind wir da doch vergrün wie sie.

00:16:22: meine Hoffnung wäre dass wir die vielen Daten, das sind vielleicht hundertmal so viele Daten wie wir aktuell beim Kaiser in Arbeit haben.

00:16:32: Wenn wir die Stück für Stück rüberholen vor allen Dingen im Bereich wo sie sozusagen nicht Artikelnummern lesbar sind sondern interpretiert werden können in eine Welt bringen die ich mir sozusagen im Idealfall vorstelle wie so ein Datentopf in den man reingreift und sofort das Richtige findet, keine Ahnung.

00:16:54: Dann werden wir auch für Bölhoff, also für unser Kerngeschäft noch eine Menge lernen und gleichzeitig die GSF schlauer machen, Angebote machen zu können, für die ich gar kein Angebotswesen mehr brauche.

00:17:08: Wir brauchen ja heute für einen Sonderartikel.

00:17:11: Das schicken wir zu drei Lieferanten dann kriegen wir drei Angebote Zeitpreis, dann geht das an den Vertrieb.

00:17:17: Der Vertrieb guckt drauf und sagt aber nicht der richtige und so weiter und sofort dauert.

00:17:22: Das soll dieser AI-enabelte Rechner in fünf oder zehn Jahren alles selber können!

00:17:30: Und ich glaube das geht weil es ja kein Hexenwerk herstellt.

00:17:35: Kosten einer nicht bei Böllhoff produzierten Schraube wertanalytisch selber zu berechnen.

00:17:42: Das müssen wir eigentlich schon lange machen, sonst wissen wir ja gar nicht ob der Lieferant uns betrügt.

00:17:47: Und das ist das geile an der Grünen Wiese die wir gerade bauen weil wir Systeme bauen die in sich selbst lernen sind und alle Buzz-Words die wir hoch und runter hören und die wir auch gerne in einer großen Organisation hätten mit denen arbeiten wir wirklich heißt Auftrag kommt oder Anfrage kommt rein.

00:18:04: Auch Wir fragen Lieferanten an.

00:18:06: dann gibt es drei Preispunkte Die korrelieren bei uns aber direkt mit der Materialität, die Dimension, Herstellverfahren.

00:18:13: All das ist dann in unserem Datemodell verknüpft so wie man sich das heute halt bauen würde weil wir jetzt gerade neu bauen und dadurch werden wir immer immer schlauer.

00:18:23: jetzt gerade kommen Anfragen rein.

00:18:24: die machen jetzt schon wieder unser System besser und deswegen bin ich ganz bei dir Wilhelm Das wird über die Zeit einfach richtig gut.

00:18:32: Ich würd gern zwei Sachen sagen.

00:18:33: das erste ich finde es faszinierend ich weiß nicht ob es allen so bewusst ist einen langjährigen erfolgreichen Familienunternehmer und ein CDO, die mit Begeisterung überlegen was sie gerade tun und was sie als nächstes vorhaben.

00:18:48: Über nördige Dinge, die Sie nicht nur so'n bisschen vorspinnen sondern grade wirklich machen.

00:18:53: Und ich glaube also wir erleben das wenn man jetzt mal so mit dem Gro der Unternehmen spricht gar nicht so häufig, insbesondere dann wenn es in bestehenden Strukturen passiert.

00:19:01: Und hier passiert das und das ist jetzt nicht nur auf der Bühne weil ein Impuls gegeben wird sondern was passiert bei GSF?

00:19:07: Das passiert bei Kaiser und bei Burlhoff und ich glaube dass hat viel damit zu tun, dass man eben gesagt hat wir bauen hier etwas Neues und plötzlich rollt das!

00:19:15: Und das ist wirklich großartig und das macht deshalb auch so.

00:19:17: war nicht viel Spaß mit euch daran zu arbeiten.

00:19:19: und das zweite zur Frage Daten ist... ...und das ist der zweite Punkt warum das so viel Spaß macht ist, dass ihr auch versteht was eigentlich gemeint ist.

00:19:28: Es wird so viel über KI und Daten heutzutage gesprochen, da ist ich würde sagen, achtzig bis neunzehnt Prozent davon das Rauschen.

00:19:34: Da reden Menschen über Dinge die sie nicht verstehen.

00:19:37: Das ist auch nicht schlimm kann man noch machen und dann kommt immer schnell die Politik ins Spiel und dann redet man über die großen wilden Ideen und über ein Tropic und hast du nicht gesehen?

00:19:46: Und was man alles braucht?

00:19:48: und und de facto muss man eigentlich verstehen worum geht es denn jetzt?

00:19:52: so wenn ich jeden Tag Versuche den nächsten Schritt zu machen.

00:19:54: Da geht es eben darum, wenn ich ein Angebot rein bekomme ob das jetzt ein Fax ist was tatsächlich auch okay ist oder eine E-Mail oder auf welchen Kanal noch immer dass in der Lage bin das auszulesen automatisiert zu matchen mit dem Lieferanten die.

00:20:09: Ich habe darauf ne Begründung laufen zu lassen.

00:20:12: Das sind ganz praktische Dinge und da muss ich gar nicht Jetzt auf hundert Jahre Daten das nächste LLM-Bau und diese ganzen unfassbaren Dinge tun.

00:20:23: Man muss einfach das, was da ist mal richtig nutzen... ...und es gehen!

00:20:28: Da kann man wahnsinnig weit mitkommen.

00:20:30: Sagt mal so ein paar Beispiele.

00:20:31: also was hat sich wirklich verändert in diesen Beiboot?

00:20:35: Also es gibt so einen Richtigussechzehn Slides.

00:20:38: die haben wir jetzt leider nicht dabei aber würde ich empfehlen die kann man mal.

00:20:41: wenn man auf der Webseite von Get Special Fasteners geht gibt's ein YouTube Video wo wir das mal zusammen vorgestellt haben auf der Transform Konferenz.

00:20:51: Da erzählt Kevin das innerhalb von, ich glaube, zweieinhalb Minuten die sechzehn großen Schritte.

00:20:56: Wenn man das sieht, denkt man, wow!

00:20:58: Das muss ja ein Programm von vier Jahren gewesen sein.

00:21:00: Das haben sie in drei Monaten gemacht.

00:21:02: Wir?

00:21:03: Also ich muss gestehen vom Dreifel.

00:21:04: Die habe ich mit Kevin schon mal auf der Bühne gestanden und da war es das noch nicht.

00:21:07: Also das stimmt schon.

00:21:08: Sagen

00:21:08: wir mal ein oder zwei

00:21:08: Beispiele vor dem Krieg.

00:21:09: Seid ihr schon fertig?

00:21:10: Bitte.

00:21:11: Ob Ihr schon fertig

00:21:12: seid?!

00:21:12: Wir sind...nicht fertig.

00:21:14: Er sieht nicht fertig aus.

00:21:15: Nein, keine Sache.

00:21:16: Aber wir machen von Tag eins Umsatz.

00:21:18: Das ist der Unterschied.

00:21:19: Aber

00:21:19: sag mal Beispiele, also zum Beispiel ich habe ein paar gerade schon angesprochen, die automatisierte Auslesen und grundsätzlich

00:21:24: vielleicht einmal kurz wenn ich auch die Uhr gucke generell sind wir gestartet.

00:21:28: du bist da alles prasselhaft nicht einfach machst du eigentlich?

00:21:31: Und deswegen haben wir uns strukturiert zwei Hypothesenräume.

00:21:33: Einmal eine Gross-Engine heißt Vertrieb machen mehr Anfragen erzeugen.

00:21:36: und was haben wir da getan?

00:21:37: dann ganz konkret Hypothesen gebildet so wie man es in das Startupbubble kennt.

00:21:42: dann Hypothesem basiert den Markt angegangen segmentiert Alles halt aufgeschrieben, was wir da tun, Systeme genutzt.

00:21:50: Wir machen Outbound über Telefonie und E-Mail, wir machen auch nicht mehr den klassischen Außendienst, den wir nicht so gut skaliert kriegen.

00:21:56: Wenn wir das tun, machen wir das Daten getrieben.

00:21:59: aus jeder Hypothese kommen quantitative Daten aber auch aus jeder Hypothese kommt auch qualitative Daten.

00:22:04: Wir lassen auch unser Bauchgefühl nicht außen vor Aber dass auch wieder standardisiert ganze Thema Grows Und das integriert mit unserem Datemodell.

00:22:12: und jetzt zweiter Hypothesenraum Das ist das ganze Thema Anfragen bearbeiten.

00:22:16: Jetzt erzeugen wir mehr Anfragen und das tun wir merklich, die automatisiert zu beantworten.

00:22:21: Und dafür muss ich nämlich nicht meinen Kunden ändern.

00:22:24: der deutsche Mittelstand, der auch bei uns Kunde ist.

00:22:27: Der fragt wie an indem man ein Screenshot im ERP-System macht von Artikeln, die er jetzt bei uns bestellen möchte in eine E-Mail packt reinschreibt was er noch irgendwie dazu sagen möchte.

00:22:36: Das kommt bei uns im Postfach an.

00:22:38: Fax ist es tatsächlich nicht mehr in der Regel aber die Emails kommen so und das verstehen lernen, systematisch automatisiert.

00:22:46: Und dass wir auch daraus identifizieren wer ist das eigentlich der sich da meldet?

00:22:50: Welcher Artikel braucht er ohne Artikelnummern sondern eine Hand von Spezifikationen wie kriegen wir die beschafft oder hergestellt um?

00:22:57: was kostet es am Ende um das Angebot dann rauszusenden.

00:22:59: Eigentlich ein Prozess der gerne meine Woche dauert.

00:23:02: den schaffen wir halt in Stunden weil wir das durchautomatisiert

00:23:06: kriegen auf Basis von strukturierten und unstrukturiertem Daten.

00:23:10: also Es ist kein Hexenwerk, aber es ist jetzt auch nicht trivial.

00:23:15: Und das klingt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber sie ist nicht übertriebene.

00:23:19: In seiner Grundstruktur ist das schon etwas was man sonst bei Lösungen wie Palantir oder so sieht nur ohne einen verrückten... Alex Karp und Peter Thiel.

00:23:29: Sondern einfach nur die Lösung, dass ich halt Daten nehme, sauber verarbeite auch unstrukturierte mit Neutischgrafen usw.

00:23:35: Und dann in Ausgabesysteme schiebe, indem das auch weiter verarbeitet oder sogar automatisiert getriggert werden kann.

00:23:41: Das ist richtig stark!

00:23:43: Aber es ist eben echt eine Spezialität.

00:23:46: also für viele wird das vielleicht gar kein kopierbarer Use Case sein weil dieses sonder Verbindungselemente-Geschäft ist eigentlich kurios.

00:23:54: speziell Keiner glaubt hier in der Halle und Kevin hat es auch nicht geglaubt, was an so einer nicht

00:24:02: genormten

00:24:03: Schraube eben an Parametern hängt die man erst mal überhaupt verstehen und auslesen muss.

00:24:09: Aber für alle

00:24:10: die hier mit

00:24:11: Sonderartikeln zu tun haben, die viele Lifferanten brauchen um ein Angebot für einen Kunden zu erzeugen ist das wirklich spannend

00:24:20: und lohnend.

00:24:21: und vielleicht noch eine kurze Werbung hierfür A-Eleven.

00:24:25: Kevin hat alleine angefangen, hat innerhalb von vier bis sechs Wochen sich entschieden.

00:24:29: Er macht das mit A-Eleven.

00:24:31: Budget war da sonst hätten wir das auch nicht so schnell hinbekommen.

00:24:34: dafür nochmal vielen Dank.

00:24:36: jetzt fahren wir natürlich mit eigenen Leuten rauf und lösen die A-elevens langsam wieder ab weil wir es ja auf Dauer alleine können wollen müssen und ja auch wollen langfristig.

00:24:51: Sehr schön.

00:24:52: Und ich habe gelernt, der Auftrag für euer Teil in der Mondfähre kam nicht per Fax.

00:24:57: Das hätte ich ja schon fast

00:24:58: gar nicht geglaubt.

00:24:58: Da gab es noch keinen Fax-Glauben!

00:25:00: Was für den Mars kam jetzt per... wie würde Ellen Maske uns einen Angebot einer Anfrage schicken?

00:25:07: Gar nicht.

00:25:08: Vielleicht mit

00:25:08: der Hyperloop-Boardpost?

00:25:09: keine Ahnung.

00:25:10: Vielen Dank

00:25:11: euch auf jeden Fall!

00:25:13: Reiner Willem

00:25:14: Kevin, danke

00:25:14: schön!

00:25:18: Danke!

00:25:23: Das war Markt und Mittelstand

00:25:25: der Podcast.

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