Was Unternehmen für neue Investitionen brauchen
Shownotes
Der deutsche Mittelstand gilt als Rückgrat der Wirtschaft – doch wie ist seine Lage wirklich? In dieser Folge spricht Host Thorsten Giersch mit Stefan Otto über Investitionen, Finanzierung und die Stimmung in den Unternehmen.
Otto beschreibt einen Mittelstand, der trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten stabil, aber vorsichtig agiert. Viele Unternehmen investieren derzeit selektiv und fahren „auf Sicht“. Als zentrale Hemmnisse nennt er Bürokratie, geopolitische Unsicherheiten und hohe Standortkosten. Größere Investitionen fließen deshalb häufig eher ins Ausland als nach Deutschland.
Im Gespräch geht es außerdem um die Rolle von Banken als langfristige Partner, die Finanzierung von Scale-ups und die Frage, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz Unternehmensfinanzen und Bankgeschäfte verändern. Auch das Thema Unternehmensnachfolge steht im Fokus: Warum erfolgreiche Übergaben frühzeitig vorbereitet werden müssen und weshalb sie oft weit mehr als eine finanzielle Entscheidung sind.
Ein Gespräch über die Zukunft des Standorts Deutschland, die Investitionsbereitschaft des Mittelstands und die Voraussetzungen für neues Wachstum.
Transkript anzeigen
00:00:04: Markt und
00:00:04: Mittelstand, der Podcast.
00:00:07: Deutschlands Stimme für Familienunternehmen.
00:00:10: Aktuelles und Zukunftsthemen rund um den Motor der
00:00:13: deutschen Wirtschaft mit Thorsten Giersch.
00:00:23: Wir kümmern uns in dieser Folge um das Thema Finanzierung, wahrscheinlich selten spannender als in der Phase jetzt gerade.
00:00:29: Wie schaffen wir es dass mehr Unternehmen nicht nur Kredite aufnehmen sondern auch in Deutschland investieren?
00:00:36: Was braucht es da an Rahmenbedingungen?
00:00:38: Das ist durchaus natürlich auch etwas das die Banken interessiert zumal, die sich auch als Mittelstandsbank bezeichnet und das ist die Commerzbank aus gutem Grund wie man glaube ich sagen kann.
00:00:49: sie hat sehr viele Kunden in diesem Segment.
00:00:52: Folge mit Dr.
00:00:53: Stefan Ottow, erst bei der Commerzbank Bereichsvorstand der Mittelstandsbank Nordwest und mir jetzt zugeschaltet.
00:01:00: Herr Ottow ich grüße Sie.
00:01:01: Hallo!
00:01:02: Ja hallo der Giersch freu mich, freut dich bei Ihnen zu sein.
00:01:07: Vielleicht kurz auch zur Begriffserklärung.
00:01:09: sie sind Bereitsvorstand.
00:01:11: in der Mittelstandsbank Nord-West habe ich gerade schon gesagt.
00:01:14: welche Region das ist kann man sich so erahnen.
00:01:17: aber welche Firmengröße betreuen Sie dort?
00:01:20: Ja, wir begleiten mittelständische Unternehmen ab einem Außenumsatz von etwa fünfzehn Millionen Euro und das quasi ist eine ganz bunte Mischung an Branchen.
00:01:32: Bandbreite vor dem Bereich so können sich vorstellen von wachstumsten steigenden klassischen Mittelständler bis hin zu großen international aufgestellten Unternehmen.
00:01:41: Und wenn ich das jetzt mal so freispreche fragen darf, ich habe es in der Anmord schon gesagt.
00:01:45: Viele sagen ja viele Banken.
00:01:46: In der Mitte ist uns wahnsinnig wichtig.
00:01:48: Wer sagt das auch nicht so nach dem Motto?
00:01:51: Aber welche Bedeutung haben die vier mit dieser größten Range, die Sie gerade beschrieben haben für die Commerzbank?
00:01:58: Wir haben die Mittelstandsbank tatsächlich als Markenkern und das nicht umsonst.
00:02:04: Ich würde so weit gehen und sagen, dass dieser mittelständische Kundenkreis tatsächlich zu der Kern unseres Geschäftsmodells ist.
00:02:11: Wir sind da sehr nah an diesen Kunden mit einer persönlichen Betreuung vor Ort begleiten diese Kunden aber international in über vierzig Ländern Uwe präsent sind und insofern ist das für uns schon sehr, sehr wichtig.
00:02:22: Und ich glaube man kann auch sagen der Mittelstand ist eben auch ein in Deutschland ganz besonderes Kundensegment.
00:02:28: da entsteht Innovationen Beschäftigung Stabilität und in sofern ganz zentral ganz wichtig für uns.
00:02:36: Wenn Sie jetzt sagen sie sind nah dran und sprechen viel mit denen dann fließt sich für mich natürlich jetzt die Frage wie geht es denn den gerade den Firmen?
00:02:43: Kann man das so ein bisschen von Einzelfall unabhängig so einen Muster erkennen?
00:02:47: Ja, es ist schwierig.
00:02:49: Die Lage ist schon sehr differenziert und ich glaube insgesamt wenn man einen gemeinsamen Nenner sucht geprägt vor einer gewissen Vorsicht.
00:02:56: also wir sehen keine ausgeprägte Krise Aber wir sehen eben auch keinen echten Aufbruch.
00:03:02: Viele Unternehmen investieren selektiv und fahren eher so bildlich gesprochen auf Sicht, und klar.
00:03:09: was sind die zentralen Faktoren?
00:03:11: Das ist die anhaltende Unsicherheit, Geopolitik, Störungen in die Verkennen und insgesamt auch im Umfeld, indem vorsichtig formuliert wirtschaftliche Impulse bisher halt nur begrenzt Wirkung entfalten konnten.
00:03:25: Und ich will auch ganz bewusst einmal eben noch die nach wie vor überordene Bürokratie hier reingehen.
00:03:30: Die geben dann, wenn Investitionsvorhaben auf dem Tisch sind diese zusätzlich erschweren und deswegen muss man ehrlicherweise sagen die Entwicklung insgesamt durchaus unterschiedlich.
00:03:40: Ich würde das auch ein Stück weit an den Branchen festmachen in denen die Mittelständler unterwegs sind.
00:03:45: also klar ich glaube wir alle können uns vorstellen im Bereich Chemie Elektronik Feinmechanik dass diese Unternehmen schon sehr unter Druck stehen weil sie natürlich besonders stark von den großen Themen Energiepreise Handelsströme globaler Abhängigkeiten betroffen sind.
00:04:02: Ich würde aber trotzdem das Fazit ziehen oder vielleicht Ihre Frage auch nochmal in einem Satz zu beantworten, dass der Mittelstand insgesamt weiterhin stabil aufgestellt ist, aber eben sehr vorsichtig, sehr bewusst agiert mit einer gewissen Zurückhaltung.
00:04:16: Okay.
00:04:16: Bewusst agiert gilt das vor allen Dingen auch für Investitionen in Deutschland?
00:04:21: Weil das ist ja das was man immer hört.
00:04:23: Ja, das ist ein guter Punkt.
00:04:24: Also ich würde sagen wenn wir aktuell größere Investitionsvorhaben sehen dann finden die tendenzielle eher außerhalb als innerhalb von Deutschland statt und da ist nach wie vor eben zuallererst der Nordamerika zu nennen als eine sehr relevante Auslandsmarkt für unsere Mittelständler aber eben auch rosteuropäische Märkte.
00:04:43: Hasien sind weiterhin, ich würde mal sagen unverändert, sehr wichtige Märkte in der Wertschöpfungskette unserer mittelständischen Kunden.
00:04:52: Okay, also vielleicht dann auch noch mal die Frage.
00:04:55: Wir reden ja nicht manchmal nur über sozusagen Wachstumsinvestitionen sondern auch Überlebens Investitionen.
00:04:59: Manchmal gibt es ja immer diesen wunderbaren Spruch den ich eigentlich fast jedem Finanzmenschen mit dem ich spreche sage, mit dem Regenschirm und den Vergebenbanken eigentlich nur wenn das nicht regnet.
00:05:09: Sie werden jetzt sagen dass ist bei Ihnen natürlich anders aber Ich bin auf Ihre Begründung sehr gespannt.
00:05:13: Ja klar!
00:05:14: Also laden wir uns vielleicht einmal eine Zahl festmachen.
00:05:17: Die finde ich persönlich Sagt vieles aus.
00:05:21: Wenn man sich anschaut, begleiten wir im Durchschnitt über alle mittelständischen Kundenbeziehungen unsere Stundenkunden über mindestens siebzehn Jahre oder länger.
00:05:32: Das alleine finde ich ist schon mal ein Ausdruck dafür, dass wir jetzt hier nicht über Regenschirme sprechen sondern eher so über um in dem Bild zu bleiben so stabile Wetterschutz-Einrichtungen.
00:05:43: Wir begleiten auch Unternehmen – also wir messen das für mich nicht in Jahren, sondern für mich sind es auch Generationen oder Übergenerationen, die wir auf Kunden entsprechend begleitet und das ist auch unser Anspruch!
00:05:56: Ganz offen.
00:05:59: Also ich kann deswegen auch mit diesem Bild des Regensturms überhaupt nicht anfangen, wir wollen eben nicht nur präsent sein in den stabilen oder erfolgreichen Phasen sondern insbesondere dann wenn Entscheidungen komplexer werden und Herausforderungen größer werden, wenn die Grundsicherheit schreigt oder eben auch Orientierung seines des Bangeranas gefragt
00:06:16: ist.
00:06:17: Wenn Sie jetzt sagen, siebzehn Jahre, dann muss ein Unternehmen auch erst mal siebzen Jahre leben um damit das siebzene Jahre ihr Kunde sein kann.
00:06:24: Also das gehört ja irgendwie auch dazu.
00:06:25: Also Resilienz ist ja schon im Bündelstand da oder?
00:06:29: Absolut, absolut!
00:06:30: Das ist eine interessante zweite Schlussfolgerung aus dieser Zahl genau.
00:06:36: Ich habe schon gesagt, Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft mit einem anderen Bild zu bemühen.
00:06:43: Und im Übrigen ist es auch ganz wichtig, wenn man auch mal so über den Tellerrand guckt.
00:06:48: Ist die Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Volkswirtschaft nochmal signifikant, substanziell größer als in jedem anderen europäischen Markt um uns herum?
00:06:58: Gleichzeitig sind das Mittelständler ihnen diese international agieren, die eben noch für sich eine ausgesprochene Grundnähe zu ihren Kunden aufgebaut haben, stark regional farmkatzint und ein gutes Spür haben für Wertschöpfung eben auch über geografische Grenzen hinweg.
00:07:17: Und das ist eben für mich etwas, was diesen Mittelstand eben auf ihrer Frage nochmal ganz gezielt zu antworten, so besonders resilient macht.
00:07:25: diese Kombination aus Fundenehl, Internationalität aber eben auch unternehmerischer Flexibilität und langfristiger Verantwortung.
00:07:34: Also das ist für mich so der, was ich an Attributen habe die den deutschen Mittelstand besonders machen.
00:07:39: Auch über Generationen hinweg will ich auch nochmal bemühen und das ist eine ganz wesentliche Erfragung um eben auch durch solche durchaus herausfordernden Phasen wie wir sie jetzt haben und herrlicherweise ja auch schon eine ganze Zeit lang haben eben auch hindurch zu kommen.
00:07:51: Und jetzt kurz Werbung.
00:07:53: Kennen Sie das?
00:07:54: Der Monatsabschluss steht an und statt strategisch zu arbeiten, verliert sich Ihr Team zwischen Rechnungen, Exelisten, Freigaben und Rückfragen.
00:08:03: Genau hier setzt Sage Intact an!
00:08:06: Die cloud-basierte Finanzierungsmanagement Lösung automatisiert zentrale Finanzprozesse und schafft Transparenzgeschwindigkeit und Kontrolle in Echtzeit.
00:08:16: Gerade im Rechnungseingang wird der Unterschied schnell sichtbar.
00:08:19: Der Rechnungs-Eingangsassistent liest eingehende Rechnungen automatisch aus, gleicht sie direkt mit Bestellungen ab, erstellt Buchungsentwürfe und lernt kontinuierlich aus ihren Prozessen.
00:08:31: Das Ergebnis?
00:08:32: Schnellere Abschlüsse weniger manueller Aufwand, weniger Fehlerquellen und mehr Freiraum für Wachstumsstrategie und unternehmerischen Impact.
00:08:41: Wenn Sie neugierig geworden sind, probieren sie es einfach aus!
00:08:55: Ich stelle die Frage mal ganz platt hier sich anschließt als das was Sie eben rund um Internationalisierung gesagt haben.
00:09:01: Warum musste dann eine Mittelstandsbank in vierzig noch mehr Ländern aktiv sein für seine Kunden?
00:09:09: Und ich richte meine Präsenz, ich riete mein Betreuungsmodell auf die Bedürfnisse meiner Kunden aus.
00:09:16: Für viele mittelständische Unternehmen ist das Ausland kein Zusatzgeschäft, wenn es mal in Deutschland nicht läuft, sondern es ist eben integrale Bestandteil ihres Geschäftsmodells, sei es in der Produktion oder auch im Vertrieb.
00:09:29: und genau deshalb ist es super wichtig dass wir eben auch in der Lage sind unsere Kunden international zu begleiten.
00:09:35: Sie haben die vierzig Standorte angesprochen gerne ergänzende Erwähnen für den Dreizehnt-Hundertkurs von Denzbanken, also Beziehungen die wir weltweit unterhalten um eben bestimmte Produkte abzuwickeln und so ein, ich nenne das Zurückrat aufrecht zu erhalten.
00:09:51: Für die internationalen Handelsgeschäfte unserer Kunden Und übrigens immer wenn sie sich anschauen wo wir sind entlang der zentralen Handelströme dieser Kunde Also ich werde nie meinen Kunden erklären können und wollen, wo im Ausland er welchen Teil seiner Wertschöpfungskente abhielt.
00:10:10: Das weiß der Kunde im zweiten Falle viel besser.
00:10:12: aber ich muss es als Bank in der Lage sein wenn er diese Entscheidung getroffen hat ihn eben auch vor Ort bestmöglich zu begleiten.
00:10:18: deswegen haben wir dieses internationale Netzwerk Und ich würde in aller Bescheidenheit sagen, dass uns das auch durchaus differenziert im Vergleich zu der ein oder anderen Bank in Deutschland.
00:10:29: Dass wir genau diese Anerfordernisse jenseits der deutschen Landesgrenzen bedienen können.
00:10:34: Dann kommen wir so ein bisschen nochmal anschließend auch an etwas anderes was Sie eben gesagt haben.
00:10:38: Bürokratie ist ja jetzt Eingrund Aber wahrscheinlich auch nicht der einzige, warum Firmen in Deutschland gerade eben nicht so viel investieren wie im gerade genannten Ausland.
00:10:47: Also welche Voraussetzungen würden es denn den Betrieben leichter machen?
00:10:52: Auch hier sozusagen wieder mehr reinzugehen.
00:10:54: Ich glaube wir sind an einigen Punkten schon vorbeigekommen und das Thema überbordende Bürokratie ist ein Riesenhemd.
00:11:01: Wir haben hier, finde ich einen zentralen Hebel.
00:11:05: Ich finde Bürokratie ist ein ausgesprochen dankbares Thema weil wir beide da jetzt nicht lange wahrscheinlich überlegen müssen wie man möglicherweise Bürokritie auch ein Stück weit abbauen kann und wie man raumbildingend verbessern kann.
00:11:17: aber das ist ganz wichtig und in meinen Augen der größte Hebeln für mehr Wachstum und mehr Investitionen in unserem Land.
00:11:25: Und insofern ist das, was wir sehen eben auch das Bild wo wir gesprochen haben In einigen Branchen keine oder kaum Investition.
00:11:33: in anderen Branchen gehört zur Wahrheit.
00:11:34: auch dazu passiert gerade wahnsinnig viel.
00:11:37: Also nehmen Sie mal den öffentlichen Sektor mit dem großen Investitionsprogramm aktuell oder auch das ganze Thema Verteidigung, alles was im weitesten Sinne mit Infrastruktur, Transformationsprojekten, Rüstungsvorhaben zu tun hat natürlich gerade in der Sonderkonjunktur und das sieht man auch und es ist ehrlicherweise auch ein Teil des Gesamtbildes, weil eben wir sehen die genannten Branchen wo eben nicht wahnsinnig viel passiert.
00:12:00: Wir sehen übrigens auch, finde ich wichtig, wir haben über die langjährigen Kundenbeziehungen gesprochen und Sie haben auch schon angesprochen wie lange oft viele Generationen mittelständlich aktiv sind.
00:12:13: Wir sind auch bei ganz jungen Unternehmen.
00:12:16: tolle Entwicklungen also diese sogenannten Skalups.
00:12:20: Im Markt, in den Zukunftsfeldern Digitalisierung und Transformationen tut sich auch wahnsinnig viel.
00:12:25: Und es ist auch in meinen Augen super wichtig dass hier auch neue Ideen, neue Geschäftsmodelle im Markt entsprechend nachkommen und sich entwickeln.
00:12:33: Die Firmen die quasi hier investieren müssen in Anführungszeichen sind die ganz jungen Firmen der Mittelstand von morgen Startups, Scale-Ups.
00:12:41: gibt es von denen eine Kreditmerfrage die auch bei Ihnen ankommt wie wichtig ist diese Kundengruppe?
00:12:45: ja?
00:12:45: Mittelstand vom Morgen?
00:12:46: wie gesagt für Sie?
00:12:48: Ja, auf jeden Fall.
00:12:50: Scaleups ist ein Teil unseres Grunduniversums der für uns sehr wichtig ist und den wir auch... gerne begleiten, vielleicht nochmal einmal kurz eingeschoben die Definitionen.
00:12:59: Das sind eben typischerweise Unternehmen wie schon ein bewährtes Geschäftsmodell habe was sich auch am Markt ein Stück weit durchgesetzt hat und wo es jetzt eben da geht eine sehr herausfordernde Wachstumsphase zu begleiteten.
00:13:11: das sogenannte Skalierenden deswegen noch scale-up und dem stellen wir uns als Bank natürlich gerne.
00:13:15: Da haben wir auch gesonderte Programme die wir eben auch haben um es eben vor solchen Unternehmen ein Stück einfacher zu machen.
00:13:23: an Finanzierung zu bekommen ist ein ganz, ganz wichtiger Teil der Mittelklatsrank.
00:13:29: Und Digitalisierung ist natürlich insgesamt ein Thema das wahnsinnig kommt.
00:13:34: wie nützlich ist es auch für ihre Kunden sozusagen?
00:13:38: Also gibt es digitales Banking.
00:13:41: was bedeutet das genau?
00:13:43: mehr Visibilität auf dem Geschäftskonto.
00:13:45: also was würden Sie da alles da sublimieren?
00:13:47: Ja, das hat für mich viel zu tun mit Kundenerlebnisse verbessern.
00:13:53: Aber auch Kunden spannende neue Produkte oder Lösungen anzubieten.
00:13:58: Als Beispiel fällt mir da sofort ein unsere MSB direkt, die wir in Hamburg gebaut haben.
00:14:03: Wir haben jetzt seit wenigen Jahren am Start und es tatsächlich darum geht... Einfache Produkte eben alternativ zum regionalen Betreuungsansatz vor Ort, auch über eine weit indigitale Plattform unseren Kunden anzubieten.
00:14:18: Auch da, wie soll ich sagen die Präferenzen auf Kundenseite entwickeln sich und dem müssen wir als Bank natürlich Rechnung tragen.
00:14:27: KD ist das große Megatheber was einem in diesem Zusammenhang sofort einfällt Ganz wesentlicher Bestandteil unserer aktuellen Strategie Momentum.
00:14:39: Wo setzen wir KI gezielt ein?
00:14:40: Vielleicht darf ich mal zwei oder drei Spiele nennen, um das ein bisschen konkreter zu machen.
00:14:44: In den Kreditgeschäft nutzen wir generative künstliche Intelligenz, um beispielsweise komplexe Unterlagen strukturiert aufzubereiten und auszuwerben.
00:14:54: Agendenbasierte KI-Ansätze unterstützen uns bei Kreditentscheidungen in nächste relevante Informationen gezielt konsolidieren.
00:15:03: Dann haben wir das ganze Thema Machine Learning, wo wir beispielsweise in unserem Kapitalmarkt beschäftigen.
00:15:10: Im Emissionshandel beispielsweise besser werden und besseres Matching hier auch hinbekommen.
00:15:16: Und nicht zuletzt will ich auch mal anstrechen.
00:15:19: Ein großer Aufwand zum Treiber, gerade bei uns im Vertrieb das ganze Thema Gesprächsprodukolle teilweise auch regulatorisch vorgegeben.
00:15:25: Auch da finde ich braucht man jetzt nicht so viel Fantasie um zu sehen welche Effizienzwebel da mit einer künstlichen Intelligenz liegen um eben diese Gesprächsproduktrolle entsprechend ganz oder zumindest teilweise zu automatisieren.
00:15:42: was mir aber wichtig ist Damit das nicht so den falschen Zumschlag kriegt, das Thema.
00:15:48: Für uns ist dabei ganz klar die persönliche Beratung vor Ort ist und bleibt ein ganz, ganz wesentlicher Bestandteil des Geschäfts – und die werden wir auch nicht aufgeben!
00:15:57: Aber die KI schafft für uns den Raum eben von noch gezielter und individueller zu unterstützen und eben die Kraft, die sich durch eine persönliche beratung eben auch wirklich an den richtigen Stellen einzusetzen.
00:16:08: Und deswegen sind beides ein ganz wichtiger Teil der Lösung.
00:16:12: Aber wir sind die Mittelstandsbank, wir sind regionale Bank vor Ort und das hört sich auch nicht
00:16:17: an.
00:16:17: Okay, das verstehe ich natürlich dieser persönliche Kontakt.
00:16:21: Merken Sie in dem selben auch dass das vielleicht auf der Seite Ihrer Kunden die haben ja auch KI zur Verfügung sozusagen idealerweise im Unternehmen zumindest, dass sie ihre Liquidität besser am Auge behaben?
00:16:31: Vielleicht auch durch die wie eben noch genannt von Ihnen bessere Übersichtlichkeit bei einigen Konto-Geschichten aber auch andere Themen, dass diese auch besser informiert sind womöglich weil sich ihren Agenten auch mal fragen.
00:16:42: Das spart ja manchmal auch allen Zeit
00:16:45: Absolut.
00:16:46: und so wie wir eben diese Effekte sehen durch Digitalisierung, durch künstliche Intelligenz.
00:16:53: So sehen das natürlich auch unseren Gründen.
00:16:54: Also ich finde aus meiner Wahrnehmung, aus den Gesprächen die ich führe am Unternehmen heute beispielsweise in Reliquidity deutlich besser und vor allem noch aktueller im Blick als noch vor einigen Jahren.
00:17:04: Das ist also finde ich ganz evident Informationen können heute fast in echten Zeit erfüllbar gemacht werden.
00:17:11: Wir sehen da digitale Plattformen, unsere Kundennützellösungen beim Thema Zahlungsströme konnten und Liquidität über verschiedene Märkte hinweg.
00:17:19: Ich habe ja schon auch über den sehr internationalen Einschlag gesprochen.
00:17:24: bei vielen unserer Kunden und ihren Geschäftsmodellen die Steuerung unternehmen wird besser.
00:17:29: Entscheidungen werden schneller transparenter noch deutlich Datengeschlüsse, Entschuldigung getroffenen als das früher der Fall war.
00:17:37: Und klar ist unser Anspruch als Mittelstandsbank natürlich dass wir eben so eine Entwicklung auch aktiv mitgestalten indem wir eben auch dazu beitragen die digitale Zugänge unseren Kunden ermöglichen zu ihren Bankgeschäften Plattformlösungen anzubieten und auch von unserer Seite eben intelligente Auswertung bereitzustellen die am Ende dazu beizutragen unsere Kunden ihre Liquidität noch gezielter und besser steuern können.
00:18:00: Ein großes Thema, das für uns auch gilt.
00:18:04: Nachfolge und Firmenübergabe ist ja irgendwie auch eins für Sie sowohl bei den Firmen die schon hinter sich haben.
00:18:10: dann also da geht es nicht ums vererben- und steuerliche Thema sondern eigentlich um die Zukunft des Unternehmens.
00:18:14: Es ist die häufigste Grunde für Firmenpleiten über die jetzten Jahre Jahrzehnte genommen zu wissen die größte Ursache Die verschleppte Übergabe oder die die nicht funktioniert hat.
00:18:24: Wie beurteilen sie das Thema in ihrer Praxis?
00:18:26: Also das Thema nachfolge eines der zentralen Themen in Deutschland statt.
00:18:32: Und auch wenn wir ehrlich sind, auch eines der sensibelsten.
00:18:35: Es geht dabei ja nicht nur um wirtschaftliche Fragestellungen sondern häufig geht es da um Lebenswerke dann geht's um Identität eines Unternehmens und eben auch um langfristige Verantwortung also das betonen das Bewusstsein.
00:18:46: aber das sind eben keine Themen über die man sich mal so irgendwie in einem Stündchen überschreibtisch unterhält und das betrifft uns natürlich massiv.
00:18:56: betrifft uns das eher positiv oder negativ.
00:18:59: Ich sehe es eher positiv, weil ich finde
00:19:02: gerade
00:19:02: in solchen Prozessen kann man zeigen dass man eben für diese Unternehmen ein wirklich relevanter auch strategischer Ansprechpartner ist.
00:19:11: und da leben wir tolle spannende Entwicklungen.
00:19:15: unternehmen die beispielsweise den Generationswechsel auch bewusst müssen Anders als die Beispiele, auf die sie gerade angespielt haben.
00:19:22: Eben frühzeitig sich neu herauszustellen, strategisch weiterzuentwickeln.
00:19:26: Gleichzeitig ist das immer komplex und auch oft halt.
00:19:29: wie sind alle Menschen sehr emotional weil hier unterschiedliche Erwartungen aufeinander treilen.
00:19:35: Da spielen manchmal auch familiäre Aspekte eine Rolle, die eben zu diesen rein wirtschaftlichen Fragen beim Generationswechsel noch dazu kommen.
00:19:44: Und deswegen sehen wir uns auch ganz klar eben in einer Rolle, solche Übergänge eben auch aktiv mit zu strukturieren, vertrauensvoll zu begleiten und eben auch mit unseren Kunden gemeinsam Lösungen für solche Nachfolge und Situationen zu entwickeln.
00:19:57: Die eben sowohl einerseits wirtschaftlich tragfähig sind – klar ist die für mich die Grundvoraussetzung gut aber eben auch gut oder zu dieser langfristigen Perspektive des Unternehmens Der Gründer und der Generationen eben passen so wohl, die das Unternehmen übergeben als auch die Generationen, die dieses Unternehmen eben dann für die nächste Generation übernimmt.
00:20:18: Neulich hatte ich eine CFO eines Familienunternehmens, dass gerade auf die vierte Generationen übergeben hatte, die wachsen wie irre.
00:20:26: Also verdoppelte Mitarbeiterzahl innerhalb von drei, vier Jahren.
00:20:29: und der CFO sagt mir ich habe im Moment auch ganz viel mit Bremsen zu tun.
00:20:32: Und damit die Governance irgendwie hier im Saum zu halten wenn man noch in neue Märkte geht usw.
00:20:37: Also kennen Sie auch in Ihrem Alltag Beispiele wo sie auch manchmal sagen vielleicht wächst da doch ein Tanken langsamer und bisschen nachhaltiger.
00:20:45: also oder ist das im Moment das letzte Problem dass die meisten Familien und Unternehmen haben?
00:20:49: Ich hab ja nur die krasse Ausnahme erwischt.
00:20:53: Da ist die Welt natürlich ganz bunt und ehrlich, aber deswegen macht es in meinen Augen auch so viel Spaß.
00:20:59: Ich wem jeden Tag mit diesen Situationen auseinander zu setzen als Renker.
00:21:02: Aber das ist eben sehr wichtig, dass mit dem Wachstum im Unternehmen, die zur Grunde liegenden Strukturen – Sie haben jetzt hier vorhin gesprochen, dass Finanz- und Rechnungswesen, die Konzerntrefferie auch entsprechend mitwechst und eben auch dieses Wachztum entsprechend unterstützen und auch leisten kann?
00:21:20: Zum Abschluss vielleicht noch die Frage.
00:21:22: Sie haben ja noch zwei weitere Bereichsverstände in der Mittelstandsbank, eben anderen Regionen Deutschlands.
00:21:29: Gibt es Momente, wo Sie sagen, ich wäre jetzt gerne im Süden oder wo sie miteinander sprechen und irgendwie auf gewisse regionale Komponenten kommen in Deutschland?
00:21:38: Oder hat jede Region was für sich und was Schwieriges.
00:21:41: Nach
00:21:42: meiner Apparition die Regionen Nordwest kann ich natürlich am West-Gohr teiln.
00:21:45: Da bin ich schon relativ lange.
00:21:46: aber ich glaube dass jede dieser drei Regionen, die wir haben Besonderheiten besonderen Charme und auch besondere Schwerpunkte hat, was die Unternehmen angeht Und können davon ausgehen natürlich auch diesen Besonderheiten, so ein Stück weit Rechnung tragen.
00:22:00: gleichzeitig.
00:22:01: Schätze ich meine beiden Kolleginnen sehr und tauschen uns auch sehr intensiv aus was die Erfahrungen angeht.
00:22:06: also wenn man so ein bisschen agrigiert drauf schauen würde dann würde man wahrscheinlich den Nordwesten eher attestieren das ist eine sehr... eine Region mit einer internationalen Ausrichtung ist, insbesondere im Norden.
00:22:20: Mit den globalen Wertschöpfungsketten, dem Hafen der Logistik, der Schifffahrt und quasi davor nachgelagerten Industrien werden in NRW, Nordrhein-Westfalen wahrscheinlich immer noch eine sehr breite industrielle Basis haben.
00:22:34: Mitte Ost, soweit ich das was meiner Warte beurteilen kann würde ich sagen super spannend.
00:22:42: Also da sind unglaubliche Gichte an Branchen und teilweise sehr dynamischen Entwicklungsfelder auch unter den Gründen haben.
00:22:48: Viele neue industrielle Schwerpunkte, die dort entstehen mit dementsprechenden Fokus auf Wachstum und Transformationen.
00:22:56: Ähnliches gilt wahrscheinlich für den Süden, beim Süden würde ich wahrscheinlich sagen haben wir noch mal diesen besonderen Schwerpunkt auch auf die technologie getriebenen Industrie etwa im Automotive-Umfeld, Maschinenbau.
00:23:06: Gleichzeitig passiert da auch wieder wahnsinnig viel rund um Verteidigung und Hightech.
00:23:10: also jede dieser drei wunderbaren Regionen glaube ich hat so ihren eigenen Charme und ihre eigenen Schwerpunkte.
00:23:16: Die große Frage ist ja auch immer wo ist noch Platz in den Gewerbegebieten?
00:23:19: Also wir machen ja auch eine große Karte Wo ist Wachstum und wo ist Platz?
00:23:24: Da haben einige der von Ihnen genannten Regionen tatsächlich noch ein paar gute Punkte.
00:23:28: Absolut!
00:23:29: Und ehrlicherweise, ich habe ja sehr stark auch das Thema Bürokratie heute betont – auch da gehören zur Wahrheit dazu -, dass es schon auch Regionen und Kommunen gibt die da kreativer sind als andere und dies damit auch schaffen eine entsprechende Ansiedlungspolitik auf die Kette zu bekommen.
00:23:44: Das ist auch wie immer im Leben nicht alles schwarz und nicht alles weiß.
00:23:48: Dann gibt's auch positiven Beispielen.
00:23:50: jetzt, wo wir das ansprechen
00:23:51: werde ich im september wieder mit marktumönschen intensiv drüber berichten, mit prognos unsere kooperation.
00:23:55: die fahrleute sagen genau das.
00:23:57: entscheidungsreude in kommunen ist das was der mittelstand vor ort am meisten braucht und best noch die richtige entscheidung.
00:24:03: herr otto vielen vielen dank.
00:24:04: da haben wir ganz schön durch ein paar themen gegrätscht aber ich habe mir halt wieder viel neues gelernt.
00:24:08: danke schön
00:24:09: hat mir sehr viel spaß gemacht.
00:24:10: Vielen danken dir!
00:24:12: Und auch ihnen liebe höhereinnen und höherein danke fürs dabei sein und ich sage wie immer bleiben sie gesund und erfolgreich bis zur nächsten folge.
00:24:18: tschüss Das war Markt und Mittelstand
00:24:22: der Podcast.
Neuer Kommentar