Nicht warten, bis KI marktreif ist

Shownotes

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bieten enorme Chancen – doch viele Mittelständler tun sich schwer mit der Umsetzung. In dieser Folge spricht Host Thorsten Giersch mit Christian Mehrtens, Managing Director Central Europe bei Sage, darüber, woran Transformation in der Praxis oft scheitert.

Ein zentrales Problem: Unternehmen setzen Technologien zu häufig ohne klare Zielsetzung ein. Statt KI strategisch in Prozesse zu integrieren, läuft sie oft nur „nebenbei“. Mertens plädiert dafür, konkrete Anwendungsfälle zu definieren und Technologien tief in bestehende Abläufe einzubetten.

Im Gespräch geht es außerdem um typische Hürden im Mittelstand – von fehlendem Know-how über kulturelle Zurückhaltung bis hin zu regulatorischen Anforderungen. Gleichzeitig zeigt Mertens, wie Automatisierung und integrierte Softwarelösungen Prozesse deutlich effizienter machen können.

Ein praxisnaher Einblick, warum Digitalisierung weniger ein Technik- als ein Umsetzungsproblem ist – und wie Unternehmen den Einstieg besser schaffen.

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00:00:04: Also bei Sage ist es so, dass wir unser Produktportfolio wirklich für die kleineren Mittelstandsunternehmen und etwas gehobenen Mittelstand anbieten.

00:00:13: Und wieder ist die Kunst sicherlich im Gespräch mit dem Kunden auszuloten was genau ist der Unternehmenszweck?

00:00:20: Wo haben wir dann eine Möglichkeit aus dem sehr breiten Portfolio von Sage das Richtige zu finden, was den Kunden hier am besten in der Digitalisierung begleitet?

00:00:52: Die Möglichkeiten durch Tools rund um Digitalisierung und vor allen Dingen auch künstliche Intelligenz sind riesig.

00:00:59: Das hören wir alle tagtäglich, aber wenn man es dann... in die eigenen Strukturen integrieren will, dann ist das alles nicht so einfach.

00:01:07: Viele vor allem KMU haben erkennen müssen dass diese Transformation nicht ohne ist.

00:01:14: Jemand der das seit zwanzig Jahren macht viel Erfahrung mitbringt bei großen Häusern wie SAP, HP oder Microsoft ist mir jetzt zugeschaltet.

00:01:23: Christian Mertens Inzwischen Managing Director Central Europe by Sage.

00:01:29: Und was das Unternehmen genau macht und wie er ganz konkret dem Mittelstand hilft, das besprechen wir jetzt!

00:01:35: Hallo Herr Meertens schön dass Sie sich Zeit genommen haben.

00:01:42: Für Didis nicht so genau wissen.

00:01:44: ich habe eben in der Anmeld schon einiges gesagt.

00:01:46: aber was macht sage?

00:01:47: Ganz genau wie helfen sie Unternehmen?

00:01:50: Was macht Sage?

00:01:51: Genau, Sage ist glaube ich die größte englische Softwarefirma mit elftausend siebenhundert Mitarbeitenden etwas über zwei Komma fünf Milliarden britischen Pfund Umsatz.

00:02:00: Wir sind in Deutschland und auch in Österreich und der Schweiz vertreten.

00:02:05: wir machen oder bieten Buchhaltung ERP HR und Payroll Produkte also im Grunde genommen einmal von ERP bis in Personalwesen Software alles an.

00:02:16: Unser Ziel ist es immer, dass wir Barrieren abbauen und wirklich speziell dem Mittelstand helfen, Software möglichst effizient für Digitalisierungsprozesse einsetzen zu können.

00:02:26: Und vernetzen dabei auch Unternehmen untereinander oder wir vernetzten die Verranden untereinander.

00:02:32: Wir können auch Zahlungsinstitute wie Banken und Behörden mit anbinden haben also viele Schnittstellen in diesem Umfeld Und wir sind immer bemüht auch momentan das Thema künstliche Intelligenz, dass ja in aller Munde ist.

00:02:45: Sehr stark in unsere Produkte zu integrieren also das wirklich zum Bestandteil des Software zu machen.

00:02:50: Das mal so ein bisschen der Hintergrund zur Sage.

00:02:52: Ich habe

00:02:53: es in einer Anmorte eben schon gesagt Sie sind seit über zwanzig Jahren in der Techbranche im ganz viel Erfahrung Auch für SAP Microsoft.

00:03:02: Wie hilft Ihnen das heute auch noch, persönlich in diesen ständig wandelnden Zeiten Unternehmen zu helfen?

00:03:09: Das ist eine tolle Frage.

00:03:10: In der Tat bin ich seit Jahren in der IT-Branche bei Microsoft zum Beispiel der Meinenstein.

00:03:15: Ich durfte damals verantwortlich zeichnen für die Einführung von dem was wir heute alles als Office three sixty kennen also wirklich Cloudtechnologie im deutschen Markt einführen Und das ging natürlich damals querbeet über Consumermärkte hinweg, über den Mittelstand hinweg und auch in das Großkundengeschäft rein.

00:03:32: Hab dann auch mehrere Jahre bei SAP, Mittelstand- und Partnergeschäft verantwortet.

00:03:37: Das heißt ich kann von mir sagen dass ich viele Themen sowohl technologisch schon sehr schön habe sehen können, auch sehr stark das Partnergeschäft kennengelernt hab.

00:03:46: was zeichnet Partner aus und das ist auch für Sage hochgradig relevant, dass wir mit Partnern sehr nah am Mittelstandskunden arbeiten können.

00:03:53: Wir haben also wirklich Consulting, wir haben Pre-Sales Ressourcen bei unseren Partnern die in ganz Deutschland verteilt sind und das gilt auch für sage.

00:04:01: Wir arbeiten heute mit ca.

00:04:02: dreihundertsiebzig Fachhandelspartnerinnen in Deutschland zusammen für das Produktportfolio, das wir haben Und dadurch sind wir hier mit diesem Partner noch eng vernetzt, mit Partnerprogrammatik.

00:04:12: Wir bringen alle neuen Cloud-Produkte, die wir reinbringen in Schulen wie unsere Partner.

00:04:16: Wir bringen die neuesten Informationen zu unseren Partnern und stellen einfach sicher dass wir hier wirklich optimal Mittelstandsunternehmen bei Digitalisierung im breitesten Sinne begleiten können.

00:04:27: Das ist ja auch gar nicht so einfach.

00:04:29: ein Mittelbeständer ab einer gewissen Größe, der auch nicht irgendwie eine zehnköpfige IT-Entscheider-Einheit hat.

00:04:36: Kriegt ja relativ viele Softwareangebote auf den Tisch so all week long.

00:04:40: Was zeichnet denn Sage aus?

00:04:41: Was sind dann in solchen Momenten auch Ihre Argumente, die Argument Ihrer Partner zu sagen, testet Sage mal?

00:04:48: Die Argumnte da drin sind natürlich wenn ich heute mittelstandsunternehmen angucke und Wir diskutieren ja auch immer wieder, wo setzt man zum Beispiel KI ein oder welche Hürden haben Mittelsteller zu überwinden um vernünftig Technologie einzusetzen.

00:05:03: Da ist natürlich immer wichtig dass wir einmal die passenden Lösungen haben, die vernünftige Implementierungszeiten bieten diesen Mittelstand erlauben relativ einfach und gut in Digitalisierung einzusteigen.

00:05:15: Wichtig bleibt trotzdem für den Mittelstandsunternehmen, dass man sich bewusst macht wo man gerne Digitalisierung einsetzen möchte.

00:05:21: Also man tut das ja nicht zum Selbstzweck sondern man macht das weil man seine geschätzte Prozesse zum Beispiel unterstützen möchte.

00:05:27: Kommen wir vielleicht gleich wenn ein bisschen mehr über künstliche Intellioregents reden auch noch mal drauf und es kommt natürlich auch darauf an wo steht ein Mittelstandsunternehmen im Moment in der Wachstumsphase?

00:05:38: Manche wollen gerne internationalisieren dann spielt Internationalität eine Rolle dann mehrere Länder konsolidieren, auch finanziell konsolidian können.

00:05:47: Solche Themen spielen eine Rolle.

00:05:49: Das senkt immer so ein bisschen davon ab, wo steht gerade das Mittelstandsunternehmen in der Herausforderung der Digitalisierung?

00:05:55: Und der Vorteil von unseren Partnern und uns ist, dass wir eben nah dran sind, dass die Kunden sehr gut verstehen und dass wir dann die passgenaue Lösung aus unserem Portfolio heraus wählen können.

00:06:06: Sehen Sie mit all Ihrer internationalen Erfahrung die Deutschen noch ein bisschen als Nachzügler.

00:06:12: Ja, das ist eine witzige Frage Herr Kirsch.

00:06:14: Ich war gerade letzte Woche ja auf der Bitcoin-Veranstaltung Transform und es gibt ja Bitkom Studien die das auch fragen und interessant waren.

00:06:22: Die dachte ich immer.

00:06:23: Genau weil da war eine Zahl die genannt wurde dass wohl fast sixty vier Prozent der deutschen Unternehmen sich selber Also, der deutschen Mittelstandsunternehmen sich selber als Nachzügler bei der Digitalisierung sehen.

00:06:36: Auch etwas über die Hälfte von fünfzehn Prozent geben an dass sie sagen, der Zugang zu finanziellen Mitteln ist auch ein Wachstumshemmnis und wir selber haben ja auch eine sehr schöne Studie gemacht.

00:06:48: Also wir nennen sie die Scale-Up-Studie.

00:06:50: Scale-Ups definieren wir so, dass wir sagen sind Unternehmen, die zehn Mitarbeitende haben und über zwanzig Prozent Backstum in ihrer jeweiligen Branche machen.

00:06:58: Diese Studie haben wir bei siebentausend fünfhundert Unternehmen in ungefähr fünfzehn Ländern Europas gemacht, glaubt ihr liegt ihnen auch vorherkisch Und darin kam das selbe raus.

00:07:06: Das ist auch da.

00:07:07: gesagt wurde Digitalisierung bleibt eine Herausforderung Zugang zu finanziellen Mitteln bleibt eine herausforderung Und dann aber auch das richtige Know-how im Unternehmen zu haben, zu entscheiden wo und wie setze ich denn Technologie ein?

00:07:20: Auch in der Scaleup Studio konnten wir sehen dass einen Drittel der Befragten sagen ja wir setzen KI zum Beispiel schon ein.

00:07:27: Und ein weiteres Drittel von denen in Designsätzen sagen aber oh!

00:07:30: Wir kämpfen immer noch damit wo es wirklich produktiv ist.

00:07:33: Also wie setz' sich so ein?

00:07:34: Das ist für mich wirklich ein Vorteil bringt im Unternehmen.

00:07:37: Ist auch interessant also die beiden Studien Bitcoin und unsere Passen in den Aussagen relativ gut zueinander.

00:07:43: Ist also Nachholbedarf im deutschen Mittelstand?

00:07:46: Wie kann man denn bei aller Individualität des jeweiligen Unternehmens doch ein paar Muster erkennen, woran es oft scheitert mit der Implementierung solcher neuen Technologien konkret jetzt natürlich auch neue KI-Technologien?

00:07:59: Ja, das ist eine sehr gute Frage!

00:08:02: Auch die haben wir letzte Woche glaube ich ganz gut und intensiv diskutiert auf Transform oder Peddeldiskussion, wo ich teilnehmen durfte.

00:08:12: Das sind, sagen wir so verschiedene Punkte die ich Ihnen da zur Antwort geben würde.

00:08:15: das erste ist glaube ich immer die Empfehlung an jedes Mittelstand zu unternehmen dass man sich bewusst macht und wirklich bewusst entscheidet wofür und wo möchte ich denn in meinen Prozessen tatsächlich künstliche Intelligenz einsetzen?

00:08:27: Dass ich überhaupt eingrenzen kann was ich mache Denn oft wird der Fehler gemacht.

00:08:32: Man sagt man setzt die künstlichen Intelligenzen sozusagen neben der Software einen die man hat Wenn man es einfach sagt, ich habe einfach so ein Chat GPT.

00:08:40: Das lasse ich nebenbei mitlaufen und da kann ich ab und zu eine Frage stellen.

00:08:44: Und das funktioniert in der Regel eben nicht!

00:08:46: Man muss wirklich definieren wo im Prozess möchte ich gerne KI einsetzen und was möchte ich damit tatsächlich erreichen?

00:08:52: Also die Use Cases klar haben und die Zieldefinitionen klar haben.

00:08:56: Und dann ist ein weiteres Thema, was uns immer am Herzen liegt.

00:08:59: Was wir bei Sage auch sehr groß schreiben in der Software.

00:09:02: Ideal wäre wenn man KI tatsächlich komplett in die Arbeitsabläufe des jeweiligen Software-Nutzers einbaut.

00:09:09: kann ich Ihnen noch gerne nochmal ein bisschen Beispiele erzählen wenn mir darauf noch kommen.

00:09:14: Wenn zum Beispiel jemand wirklich sich mit Buchhaltung beschäftigt wie kann ich diese Personen in ihrer Aufgabe durch künstliche Intelligenz so unterstützen dass man Abläufer vereinfach?

00:09:24: das nennen wir auch immer GenTik AI, also agentik künstliche Intelligenz wo ganze Arbeitsabläufe quasi automatisiert oder unterstützt werden können.

00:09:34: So und dann ist natürlich wichtig auch hergerisch dass die relevanten Daten die man braucht um mit der KI sinnvolle Entscheidungen treffen zu können im Unternehmen zur Verfügung stehen und diese auch in die Auswertung für Modelle mit einbezogen werden.

00:09:48: schönes Beispiel hier ist was wir auch intensiv selber nutzen im Bereich zum Beispiel Kundendienst, also Support, Service und Support.

00:09:56: Dort analysieren wir seit Jahren welche Themen so rund um unsere Produkte hochkommen.

00:10:00: Und mit der Intelligenz bin ich heute in der Lage oder sind wir als Unternehmen in derlage sehr viel schneller unseren Kunden die relevanten und richtigen treffenden Antworten zu geben.

00:10:09: Die Antwortzeit für den Kunden wird massiv verkürzt.

00:10:13: Die Erreichbarkeit von uns wird erhöht und gleichzeitig kriegen besagt man Kunden zu Friedenheit sehr stark gesteigert, was den Support angeht.

00:10:22: Das sind so ein paar Beispiele.

00:10:23: also wirklich die Themen zu integrieren und damit das funktioniert, dass der letzte Punkt ist wichtig, dass man das richtige Know-how, also die richtigen Mitarbeiter an Bord hat, die sich für diese Technologie interessieren, die offen sind, die den Mut haben, diese Dinge auch einzusetzen vielleicht auch den Mut habe mal etwas neu auszuprobieren.

00:10:43: Ja wie kriegt man sie denn?

00:10:44: Ist dann die nächste Frage beziehungsweise die, die Mann hat Wie kriegt Man die soweit diesen Mut auch zeigen zu dürfen.

00:10:51: Also wird man als Kreuz genagelt, wenn noch mal eine Implementierung nicht klappt sozusagen und so war es dann trotzdem... Man sagt immer ein bisschen gehässig ja das hat jetzt nicht so viel Wirkung gezeigt.

00:11:03: aber ist das auch so ein bisschen typisch deutsch dem, dass das immer darauf zu reduzieren?

00:11:08: Ja auch das ist interessant weil das wieder ich beziehe mich nochmal auf die beiden Studien die wir eben genannt haben da kommt auch öfter mal so'n bisschen raus dass deutsche Mentalität oft ein wenig zu zögerlich ist, neue Dinge wirklich anzugehen.

00:11:22: Also das Thema wie kann ich Technologie nutzen um anders zu skalieren?

00:11:26: Das können wir vielleicht etwas ernster nehmen in Deutschland und auch im Mittelstand konsequenter umsetzen.

00:11:32: Ich muss immer betonen es gibt Firmen die das sehr gut machen.

00:11:34: Ich habe für ihre Podcasts gehört da gibt's sehr schöne Beispiele von Unternehmen die das extrem gut tun.

00:11:39: aber es gibt eben die Mehrheit die das momentan noch nicht so tut.

00:11:43: geht man damit um.

00:11:44: Ich kann jedem nur empfehlen, eben wirklich sehr offen zu artikulieren was kann KI?

00:11:50: Wo nützt ihr uns auch die Diskussion mitführen dass man Ängste berücksichtigt denn sie haben heute vielfach nicht die Situation das Menschen und Mitarbeiter Angst haben.

00:12:01: Mensch wenn wir KI einführen dann kostet es meinen eigenen Arbeitsplatz Und das haben Sie bei Jüngeren und das haben sie bei älteren Und da ist sicherlich auch wichtig, im Unternehmen auch ihre Betriebsratseinheiten zum Beispiel mitzunehmen.

00:12:12: Auch da kann ich immer nur empfehlen die Diskussion offen zu führen.

00:12:16: So und mein Tipp darin ist im Grunde genommen wirklich neugierig für das Neue zu sein.

00:12:21: Auszuloten was ist denn überhaupt heute verfügbar?

00:12:24: Was kann nicht machen?

00:12:26: Ich glaube, das muss man auch machen, Herr Gierstein.

00:12:27: Wenn man sich anguckt mit welcher Geschwindigkeit sich KI momentan gerade was Software-Entwicklungen angeht bewegt alles, was wir mit Cloud oder mit Open Cloud in den letzten Monaten gelernt haben Das krempelt die ganze Branche oben.

00:12:39: Das gibt auch sehr viele tolle neue Möglichkeiten.

00:12:43: Aber ich muss als Unternehmen auch dran bleiben dass ich verstehe was für ein Impact hat es für mich und wo kann ich's nutzen?

00:12:49: Und dafür klar ist die Offenheit der Mitarbeiter wichtig.

00:12:52: ein gewisses technisches Verständnis Bestimmt auch industriell, also in dem jeweiligen Branche.

00:12:59: Dass man weiß welche Themen möchte ich dort angehen und wo kann ich KI nutzen?

00:13:03: Und ich kann jedem nur empfehlen damit immer rechtzeitig einzusteigen.

00:13:07: Also nicht sich hinzusetzen und zu sagen Ich warte jetzt noch fünf Jahre bis KI dann so richtig marktreif ist und wirklich läuft weil ich glaube Dann sind sie überholt worden auf der rechten Seite und stehen alleine da.

00:13:18: Ich kann jedem mir empfehle Jetzt auszuloten wo KI nutzbar sein kann.

00:13:24: Sie haben eben ganz am Anfang gesagt, auch als einer der Missionen in Anführungszeichen von Sage barrieren abbauen.

00:13:29: Lassen wir mal ganz genau welche Barrieren das sind?

00:13:32: Wir haben ja glaube ich schon angesprochen aber sind es manchmal auch barriere innerhalb des ihres Kunden sozusagen des Unternehmens?

00:13:39: Wenn wir davon sprechen, man hat die IT-Abteilung idealerweise.

00:13:44: Man hat das Business, die das ja auch nutzen kann den Einkauf im Zweifel, die Finanzabteilungen natürlich auch in ihrem Fall.

00:13:53: also wie kriegt man die verschiedenen Abteilungen da die Barriere vielleicht doch abgebaut wenn man so eine... Iris hofft ihr ist ja auch relativ umfangreich.

00:14:03: Die ist ja nicht nur für alle Abteilung da.

00:14:06: Genau, das ist richtig.

00:14:07: Deswegen sagt ich Eingangs unser Produktportfolio ist ja sehr breit.

00:14:10: wir haben also wirklich zum Beispiel reine Finanzprodukte wie Intect und andere.

00:14:14: Wir haben dann wirklich ERP Software die auch Produktionsprozesse und wahren Wirtschaften mit abdeckt.

00:14:20: Wir haben Personalsysteme also HR Software Und sind auch sehr stark im Bereich Lohn- und Geiz Abrechnungen unterwegs wo wir Millionen von Abrechnungen über unsere Partner für Unternehmen in Deutschland leisten.

00:14:32: Das meinen wir mit Varianten abbauen.

00:14:34: Das kann man vielleicht noch mal schön auf ein paar Beispiele runterbrechen, also wenn ich über Automatisierung von Prozessen rede und auch sage Wir möchten zum Beispiel KI so einsetzen das ist dem einzelnen Anwender hilft.

00:14:47: Also nehmen Sie am Beispiel mal jemand der in der Finanzbuchhaltung beispielsweise Rechnungsverarbeitung macht Der bestimmte Fristen einhalten muss Ja, bei Rechnungen vielleicht auch zum Beispiel so Anomalie-Erkennung angucken muss.

00:15:01: Wenn immer wieder Rechnung reinkommen die immer einen bestimmten Betrag haben jeden Monat und auf einmal kommt die Rechnen rein und fragt das Dreifache ab dann zahle ich ja nicht einfach nur und kümmer mich später darum Und da arbeiten wir zum Beispiel in diesem konkreten Beispiel dran, dass wir in diesem Fall wo wir Rechnungsverarbeitung oder generell auch Counts Payable also da wo wir Zahlungen leisten.

00:15:21: Zum Beispiel alle diese Abläufe begleiten.

00:15:24: ich kann also Software so gestalten das dem Nutzer der diese Buchung macht zb die ganzen Rechnungen automatisch eingescannt werden.

00:15:32: Das Thema e-Invoicing ist ja in Deutschland oder E-Rechnung, das ist ja auch ein Thema, dass rechtlich bindend ist.

00:15:38: Dass ich Rechnungen gut erkennen kann, dass ich sie vernünftig vorliegen habe, dass sich sie auswerten kann und in dem Moment wo diese Daten da sind, hab' ich die Möglichkeit als Nutzer ganz anders und schneller zu reagieren.

00:15:49: Ich kann schnell diese Fehler erkennen!

00:15:52: Ich kann auch Mahnwesen anstoßen über bestimmte Agenten, die ich habe... Händischrechnungen irgendwo eintippen, die Sachen erfassen oder womöglich noch Rechnung wieder händisch rausschicken.

00:16:04: Ich kann den ganzen Prozess komplett automatisieren und dadurch deutlich vereinfacht

00:16:09: arbeiten.".

00:16:10: Nun gibt es ja die Befürchtung vieler Unternehmen gerade auch kleinerer und mittelgroßer Unternehmen.

00:16:17: vielleicht ist das ein Klischee, vielleicht berechtigt der Vorwurf auch historisch betrachtet dass Softwareanbieter viele Pakete Lizenzen ihnen auf dem Tisch werfen anbieten Die er für doch größere Bedarfe da sind nicht für ihre als K?

00:16:32: mu also.

00:16:33: Gefracht haben sie maßgeschneiderte Lösung, für kleinere Unternehmen die in irgendeiner Art und Weise wo man auch das gefühlt ich zahle nur für dass was ich brauche.

00:16:42: Ja, also bei Sage ist es so dass wir unser Produktportfolio wirklich für die kleineren Mittelstand zu unternehmen und etwas gehobenen Mittelstand anbieten.

00:16:52: Und die Antwort ist dann von meiner Seite ganz klar ja Herr Girsch Wir haben Produkte wo Sie hier einsteigen können in Personallösungen.

00:16:59: Sage HR zum Beispiel ist ein schönes Cloud-Produkt.

00:17:01: das können sie nutzen wenn sie mehr also ein paar Mitarbeiter im Unternehmen haben die sie mit einer modernen Personalsoft.

00:17:09: die Gehaltsabbrechnung kann ich für kleinere und größere Szenarien machen.

00:17:12: Das kann ich auch für vier, fünf Mitarbeitende nehmen.

00:17:14: Ich kann aber auch achttausend Mitarbeiter abrechnen da drinnen.

00:17:17: Die Möglichkeiten haben wir.

00:17:19: Und dann haben wir mit zum Beispiel ZH-Fünfzig die Möglichkeit für kleinere Unternehmen zum Beispiel eine einfache Bahnwirtschaft oder kleine Produktionsprozesse abzubilden.

00:17:29: Und wenn es dann komplex wird, da wo Unternehmen vielleicht auch international arbeiten, dann haben wir mit Sage X-III und Intec im gehobenen Umfeld unsere Produkte, wo wir unsere Unternehmen begleiten können.

00:17:39: Wieder ist die Kunst sicherlich im Gespräch mit dem Kunden auszuloten was genau ist der Unternehmenszweck?

00:17:45: Wo haben wir dann die Möglichkeit aus dem sehr breiten Portfolio von Sage das Richtige zu finden, am besten in der Digitalisierung begleitet.

00:17:56: Ich weiß, dass die Frage aufkommt.

00:17:57: Deswegen stelle ich sie jetzt mal proaktiv für viele Hörerinnen und Hörerservice weil es ist halt ein englisches Unternehmen deswegen kommt das bei dem Kontext immer schnell auch auf Deutsch.

00:18:06: und hier in Deutschland wie Sie hier vertreten?

00:18:10: Ja, selbstverständlich.

00:18:11: Wir haben in der Region Zentral Europa über sechstunddachzig Mitarbeitende die hier unsere Geschick geleiten.

00:18:17: das ist ein guter Mix zwischen Kollegen die in der Entwicklung arbeiten.

00:18:21: wir haben unser Produkt Business Units weltweit in einer Matrix aufgestellt.

00:18:25: wir haben Vertrieb im Land und wir haben natürlich auch das Thema Service also den gesamten Support ebenfalls sehr stark hier in Deutschland sitzen.

00:18:34: Wir haben vier Standorte, wir sitzen in München-Gladbach im Leipzig, einem sehr modernen Büro.

00:18:38: Hier in Frankfurt haben wir die Zentrale und den Dona Esching.

00:18:41: unten haben wir auch noch spezielle Produkte, die ja auch wieder mit B-Sieben und Windkarat in bestimmten Industrien eine große Rolle spielen.

00:18:49: Und für alle diese Kunden haben wir den Support an diesen Standorten sitzen, haben ihn deutschsprachig.

00:18:54: Aber wie gesagt das Nutzen von KI Tools ist im Hintergrund.

00:18:57: Das machen wir natürlich international und können daran aber dann auch in Deutschland wachsen.

00:19:03: Ihre zwanzig Jahre in der Tech-Branche jetzt sozusagen, wenn Sie auch nach England berichten wie die politischen Rahmenbedingungen für Digitalisierung oder wenn ich das mal so plattformuliere – sie wissen was ich alles damit meine – müssen Sie da immer noch manchen manchmal erklären dass hier in Deutschland Sachen auch in der Hinsicht ein bisschen komplizierter sind als man es vielleicht glauben mag?

00:19:24: Ja, da muss ich ... Hör euch schon, ihr lachen bei der Frage durch.

00:19:27: Natürlich ist das so!

00:19:29: Ich glaube, das Thema Bürokratie ist generell in Europa weiterhin ein Thema.

00:19:35: Ich nenne es auch bewusst noch mal Europa Herr Giersch, weil ich vorhin schon auf die Scale-Up-Studie verwiesen habe.

00:19:40: und wenn man hier zum Beispiel liest, ist interessant dass viele von den befragten Unternehmen ja gesagt haben sie sitzen gerne zum Beispiel in Deutschland möchten aber gerne expandieren.

00:19:50: Sie sehen Europa als Markt Und genau da kommt dann Ihre Frage massiv zum Tagen.

00:19:56: Wenn ich eine Regulatorik habe, die in jedem Land Europas anders aussieht und die Spielregeln anders aussehen, Zugang zu finanziellen Mitteln anders geregelt sind, dann macht es das für Startups nicht gerade leicht.

00:20:07: Das beklagen auch in der Scale-Up-Studie viele, die sagen sie würden sich wünschen dass man z.B.

00:20:12: wirklich so einen europäischen AI hat, dass die Spielregen für bestimmte Themen gleich sind gesetzliche Bedingungen auch so gestaltet, dass man einfach schneller expandieren kann.

00:20:24: Das spielt eine Rolle.

00:20:25: und um Ihre Frage zu beantworten ja selbstverständlich müssen wir auch in Produkten die wir stark jetzt gerade international reinbringen einen Wachstum bei Sage sehr gut hingelegt das wir in verschiedenen Ländern immer Lösungen lokal dazugekauft haben dadurch sehr viele Technologieplattformen haben Und bei der Größenordnung, die heute Sage hat sind wir natürlich momentan sehr stark darauf ausgerichtet.

00:20:47: Dass wir bestimmte Produkte, die ich eben erwähnt hatte wie Intact X-Track, Sage Active im unteren Mittelstand, die rollen wir als Cloudprodukte aus?

00:20:55: Die wollen wir international ausrollen um damit eben einfach Kunden ganz anders begleiten zu können, Support auch gezielter bieten zu können.

00:21:02: und ja da müssen wir natürlich die deutsche Gesetzgebung berücksichtigen.

00:21:06: Ich muss HGB konform sein, ich muss GOPD Grundsätze einhalten können.

00:21:11: Und was in Deutschland vielleicht wieder etwas anders aussieht als in England, in Frankreich oder in Spanien.

00:21:17: Das weiß

00:21:18: ein schönes Beispiel!

00:21:19: Ich meine eigentlich europäisch gedacht... Wir warten ja in Deutschland noch auf ein paar Details, aber neulich auch eine Folge zu kein nicht nur IT-Thema und auch ein Compliance Thema.

00:21:28: Schwierig im Moment.

00:21:29: Ja, also da glaube ich ist noch einiges zu tun.

00:21:32: Dass man regulatorisch vereinfacht systematischer darstellt und nicht kann das nachvollziehen wenn ich unsere Studien lese dass sie eben gerade für Scale-Up Unternehmen die eben nicht riesig sind, die sich auf ihren kleinen Geschäftszweck konzentrieren wollen.

00:21:45: Da hält das auf.

00:21:46: Ich habe auch Gespräche mit Mittelständlern, die dann klagen uns sagen können Sie vorstellen was das für uns heißt?

00:21:52: Das wir einen bis zwei Mitarbeitende wirklich nur hinsetzen müssen um zum Beispiel ISG Reporting sicherzustellen?

00:21:58: Das ist ja nicht effizient.

00:21:59: Also auch da müsste man sehen, wir können damit KI viel mehr tun die Daten sammeln dass man diese Vorgaben anders erfüllen kann.

00:22:06: also ich glaube auch da können wir mit unseren Produkten sehr viel tun.

00:22:10: Zum Abschluss auf jeden Fall noch was Positives.

00:22:12: Ich nehme mir Angebot wahr von einem Beispiel zu berichten über eine KI Implementierung naja wo skaliere Routinen auch geschaffen worden sind wo es halt wirklich mal passt unabhängig dieser Probleme und Herausforderungen die das mit sich bringt.

00:22:27: Da haben wir ein Beispiel, das ist glaube ich auch online verfügbar.

00:22:32: Das kann man sich so als kleinen Demo-Filmer angucken.

00:22:36: Wenn wir in Accounts payable, also da wo ich Rechnung nach außen überweise zum Unternehmen z.B.

00:22:43: Intect einsetze dann habe ich da ein schönes Beispiel online wo gezeigt wird, wie Agentec AI also wirklich einen Agent den ganzen Ablauf übernimmt.

00:22:52: Also die relevanten Rechnungsläufe von außen erkennt mit Einlesende der Rechnungen, die Daten zur Verfügung stellt, dass man dann die Rechnungverarbeitung anstoßen kann und dann entsprechend auch sehen kann, wo ich Zahlungen leisten möchte.

00:23:06: Wenn ich die Zahlungsdienstleister verbunden habe, kann ich auch das anstoße.

00:23:09: Das ist ein sehr schönes Beispiel, wie wir innerhalb von Intect nur als ein Produkt zu nennen eine solche skalierbare Routine darstellen können.

00:23:18: Das haben wir auch in anderen Produkten, aber das würde wahrscheinlich unseren Podcast sprengen wenn man die alle erwähnt.

00:23:23: Da wird das gleiche zum Beispiel auch im Produkt Sage Operations haben wo wir sehr stark eben Produktion und sag mal Supply Chain also wie sagt man Logistik Dienstleistungen so weiter mit abwickeln können und auch da drin sind sehr sehr schöne Beispiele die wir zeigen können wie wir künstliche Intelligenz tief ins Produkt integrieren und wirklich für den einzelnen Nutzer zur Verfügung stellen.

00:23:46: Wir verlinken einiges in den Show-Notes.

00:23:48: Herr Mertens, vielen Dank!

00:23:49: Sehr gerne, vielen dank für das angenehme Interview, Herr Giersch.

00:23:52: Und auch Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern danke fürs dabei sein.

00:23:55: ich sage wie immer bleiben Sie gesund und erfolgreich bis zur nächsten Folge.

00:23:59: Tschüss

00:24:00: Das war Markt und Mittelstand der Podcast.

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