Konzerne und Mittelständler leben nicht in verschiedenen Welten
Shownotes
Wie viel „Mittelstand“ steckt in einem globalen Konsumgüter-Riesen? In dieser Folge spricht Thorsten Giersch mit Gabriele Hässig, Geschäftsführerin für Kommunikation und Nachhaltigkeit bei Procter & Gamble (P&G) im DACH-Raum sowie Vorsitzende des Industrieverbandes Körperpflege und Waschmittel (IKW).
Sie gibt spannende Einblicke, wie P&G trotz seiner Größe agil bleibt und warum der Fokus auf den Menschen das wichtigste Fundament für Veränderung ist. Hässig räumt mit dem Vorurteil auf, dass Konzerne und Mittelständler in völlig verschiedenen Welten leben.
Unter dem Schlagwort der „konstruktiven Disruption“ fordert P&G bestehende Geschäftsmodelle immer wieder heraus, um für Konsumenten relevant zu bleiben.
Die Schwerpunkte dieser Folge:
Fachkräfte gewinnen mit TikTok: Wie P&G durch mutiges Ausprobieren neuer Kanäle die Bewerberzahlen verdoppeln konnte – ein Learning, das direkt auf den Mittelstand übertragbar ist.
Reverse Mentoring: Warum bei P&G die Jüngeren die Älteren mentorieren. Hässig erklärt, wie die „Erfahrungsintelligenz“ der Erfahrenen auf die „Möglichkeitsintelligenz“ der Gen-Z trifft.
Diversität als Business-Faktor: Warum eine Belegschaft aus über 60 Nationen und Geschlechtergerechtigkeit keine PR-Themen sind, sondern helfen, die Bedürfnisse einer vielfältigen Kundschaft besser zu verstehen.
Kreislaufwirtschaft & Kooperation: Ein konkretes Beispiel, wie P&G gemeinsam mit einem österreichischen Mittelständler eine weltweit neue Recycling-Technologie zur Marktreife gebracht hat.Standortrisiko Bürokratie: Hässig warnt vor den Folgen überbordender Regulierung.
Aktuell denken laut IKW-Daten 40 % der Branchenunternehmen über eine Auslandsverlagerung oder Geschäftsaufgabe nach.Erfahren Sie, warum Stillstand für Marken gefährlich ist und wie eine Unternehmenskultur beschaffen sein muss, in der jeder Mitarbeiter sein „ganzes Selbst“ einbringen kann, um Innovationen voranzutreiben.
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00:00:10: Jetzt kommt ein anderes schönes Wort, konstruktive Destruktion.
00:00:14: Das heißt wir fordern uns immer wieder heraus dass die Art und Weise wie wir Geschäft machen ändern.
00:00:20: was sich eben nicht ändert ist der Fokus auf KonsumentInnen, auf die Menschen die unsere Produkte verwenden und gleichzeitig auch die Menschen, die bei unserem Unternehmen arbeiten.
00:00:29: das sind die Pfeiler aber alles andere drum herum kann geändert werden.
00:00:36: Markt-und Mittelstand – Der Podcast Deutschlands Stimme für Familienunternehmen Aktuelles und Zukunftsthemen rund um den Motor der deutschen Wirtschaft.
00:00:47: Mit Thorsten Giersch
00:00:54: Auf dem ersten Blick ist man heutiger Gast weit weg vom Mittelstand, denn sie arbeitet bei Procter & Gamble.
00:01:00: Ist dort Geschäftsführerin für Kommunikation und Nachhaltigkeit im Dachraum aber sie ist eben auch Vorsitzende des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel und das wissen wir alle.
00:01:12: der ist natürlich sehr mittelständisch geprägt und ihr denken auch was sie zu sagen hat Richtung Personal Und auch Nachhaltigkeit ist etwas, das durfte ich auf Veranstaltungen schon erfahren.
00:01:23: Was für Unternehmen jeder Größe sehr spannend ist!
00:01:27: Ich freue mich sehr dass Sie sich Zeit genommen haben.
00:01:29: Gabriele Hesseig von Proctor & Gamble Hallo!
00:01:31: Hallo
00:01:32: reagiert!
00:01:34: Industrieverband Körperpflege und Waschmittel IKW sie sind auch die Stimme vieler kleiner Firmen.
00:01:40: deswegen fange ich mal so an wie geht es denn in Betrieben?
00:01:43: In dieser Branche im Moment?
00:01:45: unsere Produkte sind nach wie vor stark nachgefragt Und die Umsätze entwickeln sich weiterhin positiv.
00:01:52: Das ist erstmal schön, wenn man sich da drauf bezieht.
00:01:58: Allerdings haben wir doch zahlreiche Herausforderungen vor uns und darüber können wir natürlich jetzt weiter gern sprechen.
00:02:07: Genau, reden wir vielleicht aber auch wie Sie zu lösen sind also... Worauf kommt es denn andermittmarken, trotz der Herausforderung die wir gerade haben dann noch trotzdem rejussieren können?
00:02:16: Weil viele Firmen, den geht's ja gar nicht so schlecht, wenn ich das mal sage.
00:02:18: Die schlagen sich tapferblatt formuliert.
00:02:22: Absolut unsere Studien und die Daten zeigen dass Schönheits- und haushaltsfähige Produkte nach wie vor Halt und Geben und Wohlbefinden unterstützen.
00:02:31: Das heißt Wir sehen, dass die Produkte weiterhin stark nachgefragt sind.
00:02:35: Wir sehen aber auch, dass unsere Unternehmen aktuell unter hohen Kosten und Belastungen leiden wie auch unter der allseits beklagten überbordenden Bürokratie.
00:02:48: Und das ist ganz schön dramatisch, denn wenn wir in die Mitgliedschaft reinschauen dann haben wir Daten aus Erhebungen, die zeigen dass aktuell vierzig Prozent der Unternehmen über Auslandsbelagerung nachdenken manche auch über Geschäftsaufgabe.
00:03:07: Wenn man das mal umrechnet in die Anzahl der Arbeitsplätze und den Wohlstandsbeitrag, dann bedeutet es, dass ungefähr über diese möglichen Verlagerungen fünf Millionen Arbeitsplätzen gefährdet sein könnten.
00:03:23: Und ein Wohlstandsbeitrag von fünf Milliarden Euro,
00:03:25: d.h.,
00:03:28: Es gibt eben diese zwei Seiten der Medaille auf der einen Seite weiterhin große Nachfrage in Deutschland und auch im Export.
00:03:37: Auf der anderen Seite durch die Anforderungen, um die Probleme natürlich schon eine Gefahr das Arbeitsplätze verloren
00:03:46: gehen.".
00:03:48: Es gibt natürlich positiv Beispiele Dr.
00:03:50: Beckmann-Gruf hatten wir jetzt ja auch neulich da wird auch viel transformiert dass es ja auch eines ihrer Steckenpferde ist.
00:03:56: ich stelle die erste Frage dazu vielleicht mal so noch ein bisschen provokant tun sich Konzerne sie kennen ja nun beide Welten sehr gut etwas leichter mit Transformations- und Innovationsprojekten als der Mittelstand, den man ja eigentlich nachsagt.
00:04:09: Er ist Agila aber vielleicht nicht so finanzstark wie würden Sie das einordnen?
00:04:15: Also bezüglich Transformation da gibt es in beiden Seiten Herausforderungen.
00:04:21: natürlich gibt's auch im Konzern viel Abstimmung mit Notwendigkeit und da kann im Mittelstand sicherlich manches Agila passieren.
00:04:32: Beide beiden Bereichen kann Transformation sehr gut gelingen.
00:04:36: Ich glaube, ganz wichtig ist dass man sich klar ist wo seine strategischen Herausforderungen liegen und dann aber nicht nur viel Energie legt in einem super Strategie und Plan zu haben sondern die Menschen dabei mitnimmt und entsprechend auch die Transformationsleistung auf die Fläche bekommt.
00:04:59: wenn ich da einfach mal ein Beispiel sagen darf.
00:05:03: Wir haben auch gesehen bei uns in unserem Standort im Markteilenfeld, wo wir viele Ausbildungsplätze haben, dass wir neue Tools brauchen um Auszubildende anzusprechen und haben mit TikTok als Kanal begonnen.
00:05:18: Der Anfang war etwas schleppender weil gesagt haben das können wir doch alle selber machen.
00:05:23: die auszubildenden alleine Ganz mit Bordmitteln reicht halt nicht.
00:05:28: und wenn man also sagt, man möchte hier einen Switch machen.
00:05:31: Man möchte gerne neuen Kanal bedienen dann ist es da eben auch wichtig die entsprechenden Mittel einzusetzen.
00:05:37: Und das haben wir dann gemacht und haben gesehen Wir haben die Bewerberzahlen verdoppelt können und ich glaube Das sind gutes Beispiel was auch sehr relevantes Vermittelstand.
00:05:47: ja Wenn wir in neue Bereiche reingehen wollen muss man eben die Maßnahmenpakete so schmüren dass die Ergebnisse entsprechend auf sein können.
00:05:56: Also Mutigseine manchmal aber auch schnell lernen da, ne?
00:05:59: Gerade das Beispiel zeigt das ja oder?
00:06:01: Exakt.
00:06:02: Mutigsein probieren dann Lernen und entsprechend die Erkenntnisse wieder umsetzen.
00:06:08: Ich glaube dann kann man schnell lernen sowohl als Konzern als auch als Mittelstände.
00:06:13: Das mit dem Mutigsehen ist in Deutschland gar nicht mal so einfach, oder Sie sind ja auch ein weltweit tätigen Unternehmen da unterwegs.
00:06:20: Also ich habe neulich in einem Kommentar noch geschrieben, weil ich das immer wieder auch hörte von Grenzgängern sozusagen zwischen USA und Deutschland.
00:06:28: Na ja wir wollen hier alle mutig sein aber wenn nicht meine Projektführungskraft dann wieder rauswerfen muss, weil es einfach nicht so funktioniert, dann hab' ich den Kündigungsschutz.
00:06:35: also ich sag mal bei allen Ehren für die deutsche Situation da aber ist manchmal doch die seite, doppelte Seite der Medaille oder?
00:06:45: Es gibt sicherlich Standort Bedingungen, die sehr positiv in Deutschland sind und andere, die herausfordernder sind.
00:06:53: Das ist bestimmt so.
00:06:54: Wir haben eine große Stärke in Deutschland und das ist die Ausbildung unserer Mitarbeitenden.
00:06:59: Und wenn man nicht nur in die Ausbildung investiert, sondern auch in die Weiterbildung, dann haben wir viele Möglichkeiten mit bestehender Mitarbeiter ganz neue Bereiche zu erschließen.
00:07:09: Ich glaube auf diese Stärke sollten wir uns mehr fokussieren.
00:07:13: Okay, dann tun wir das.
00:07:14: Also Ausbildungsspannendes Thema wird McDonalds noch nicht dazu erzeugt, dass sie da ja auch viel machen?
00:07:19: natürlich.
00:07:20: Ist ja nicht nur so, dass es immer der typische deutsche Unterschied ist aber fühlen Sie sich da auch hundert-achtzig Jahre alt?
00:07:26: Perktin Gammel auch ein bisschen als Familienunternehmen zu missieren Deutschland als Traditionsunternehmen?
00:07:31: Wir sind sicherlich kein Familieunternehmen mehr.
00:07:33: ich glaube das wäre das wäre nicht richtig.
00:07:35: Wir haben als Familienunternehmen begonnen Das stimmt von mehr als hundertdachzig Jahren und haben uns dann über die Jahrzehnte natürlich weiterentwickelt.
00:07:45: Aber was von Anfang an gleich geblieben ist, ist der Fokus auf den Mitarbeitenden und auf unsere PVPs, unsere Purpose-Values & Principles, die da sehr stark basiert sind auch auf Prinzipien wie Leadership, Ownership, Integrität – alles Werte, die heute noch topaktuell sind und die natürlich aus Grundlage haben dass die Mitarbeitende die sind die Leistung für die Konsumentinnen bringen.
00:08:12: Und ich glaube, da drauf basiert sind wir auch weiterhin sehr erfolgreich.
00:08:18: Das heißt, den Mitarbeitenden mit denen fängt alles an und mit denen geht entsprechend alles weiter und sie sind die Basis für – jetzt kommt ein anderes schönes Wort – konstruktive Destruktionen.
00:08:32: Wir fordern uns immer wieder heraus dass wir die Art und Weise wie wir Geschäft machen ändern.
00:08:37: was sich eben nicht ändert ist der Fokus auf KonsumentInnen, die unsere Produkte verwenden und gleichzeitig auch die Menschen... ...die wir um unserem Unternehmen arbeiten.
00:08:47: Das sind die Pfeiler aber alles andere drum herum kann geändert werden.
00:08:51: Interessant wie Sie das sagen!
00:08:52: Es ist fast wortgleich zu Christoph Werner dem Chef von DM, der das vor wenigen Wochen hier im Podcast genauso sagte.
00:08:59: Idealerweise fangen ja Menschen jung an bei einem Unternehmen als Auszubilder.
00:09:03: Sie haben es eben schon erwähnt und da stellt sich natürlich die Frage Für große Konzerte lohnt sich Ausbildung noch, weil wir haben da ja echt ein Thema.
00:09:13: Und wann ist sie auch erfolgreich?
00:09:15: Was haben Sie für Prinzipien da entdeckt?
00:09:20: Die Ausbildung lohnt es sich extrem.
00:09:22: Wir haben bei uns in Deutschland ungefähr hundertvierzig auszubildende jedes Jahr und dazu kommen noch Menschen in dualer Ausbildung und natürlich fragen viele Menschen bei uns nach dem Studium an.
00:09:35: Ich selbst bin jetzt mehr als thirty-fünf Jahre bei Proctor & Gamble direkt nach dem Studium angefangen und habe natürlich auch in der Zeit unglaublich unterschiedliche Themen und Verantwortungsbereiche leiten dürfen.
00:09:50: Und mich freut jeden Tag, dass ich neue Dinge lernen kann.
00:09:54: Also dieses Weiterlernen ist einfach unglaublich wichtig!
00:09:59: Und für uns das Unternehmen lohnt sich extrem in Ausbildung weiter Bildung zu investieren
00:10:05: Und dann natürlich nicht einfach die Läute nur laufen zu lassen.
00:10:08: Reverse Mentoring ist ein Tool, dass sie auch nutzen gerade auch... Was das... Na ja, die Zusammenbringung der verschiedenen Alterskorotten angeht?
00:10:17: Hab ich das richtig verstanden?
00:10:19: Absolut!
00:10:20: Reverse mentoring ist eines der Tools was Sie anwenden damit Jung und Alt in neuer Form zusammenkommen kann.
00:10:28: Da geht es einfach darum, dass die Erfahrungsintelligenz der älteren mit der Möglichkeit, Intelligenz der Jüngeren zusammenkommt.
00:10:38: Und da geht es nicht nur einfach um die Trendthemen wie Digital oder AI, die in aller Munde sind.
00:10:44: natürlich geht's darum auch aber es geht erst mal drum dass die, die länger dabei sind und möglicherweise in sogenannten höheren Positionen sind Die Welt und die Möglichkeiten durch die Augen von jungen Menschen sehen.
00:10:59: und Reverse Managing bedeutet das die junge Person der Mentor ist und die Ältere der Menti, das heißt wir drehen das rum.
00:11:06: Und es ist auch wichtig dass man in diesen Beziehungen das richtig lebt damit man nicht so in diese klassische alte Rolle wieder zurückfällt.
00:11:14: Da lernt man ganz erstaunliches wieder ja?
00:11:18: Denn wie alle gehen davon aus ganz automatisch Wir haben bei uns, dass das so ist wie wir es damals erlebt haben als wir begonnen haben.
00:11:28: Man weiß rational dass das nicht so ist.
00:11:31: aber trotz allem ist das einfach der Beils, die durch die eigene Erfahrung geprägt ist.
00:11:38: Und wenn Menschen heute bei uns neu beginnen und damit sozusagen der Mentor sind für die Älteren dann bringen sie die Sichtweise also eine ganz andere Sichtweise mit auch vieles was wir im Unternehmen immer schon so getan haben.
00:11:55: und es ist so erfrischend mit jeweils als Menti mit seinen Mentoren die Welt neu zu unterten.
00:12:04: Gleichzeitig hilft es natürlich auch den Mentoren, etwas ihre Grundannahmen zur Hinterfrage und entstehen einfach fantastische Gespräche und das ist sehr bereichernd.
00:12:17: Natürlich haben wir neben dem auch die klassischen Mentorbeziehungen und das klassische Coaching.
00:12:22: Das ist ganz klar.
00:12:23: aber in einer Zeit sie sich so schnell ändert, ist da ein ganz großer Wert drin wenn man in Beziehungsarbeit weiter investiert von der jungen Schaffenskraft, von ganz tollen jungen Menschen profitieren können.
00:12:40: Sie sagen das eben im Nebensatz wenn man es richtig macht.
00:12:42: da würde ich kurz die Nachfrage einhaken was sind denn so typische Fehler?
00:12:46: Die, die im Mentoring gerade auch Reverse Mentoring in Zweifel gemacht werden hier und dann oder wo sie auch daraus gelernt haben weil die Umfragen sagen ja dass es hier durchaus gibt.
00:12:55: Es ist wichtig, dass man im Reverse mentoring nicht in diese klassische Rollenhaltung wieder zurück fällt.
00:13:04: Das heißt, wir haben zum Beispiel hier mit sieben gearbeitet.
00:13:08: Es ist jetzt eine kleine Boutique in einer Beratung für die Gensi und die haben mir vorgeschlagen lasst uns doch so einen Fragenkasten machen.
00:13:19: Ich darf aber warum brauchen wir so ein Fragenkast?
00:13:21: Also eigentlich kann man das so schwierig ist es ja nicht.
00:13:25: Und dann haben sie mich überzeugt, dass das eine gute Idee ist und es ist ne gute Idee.
00:13:28: Das heißt da in diesem Fragenkasten sind für die vielen verschiedenen Phasen dieses Projektes Eisbrecherfragen drin.
00:13:38: Wenn man diese zieht und auf den Tisch liegt diskutiert man darüber und zwar angefangen von den Erfahrungen des Mentors der jungen Person.
00:13:49: dann, wenn man sich dem öffnet dass die ältere erfahrener vielleicht höher im Level befindliche Person eben nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen hat.
00:13:59: Entschuldigung, wenn ich das mal so deutlich sage sondern andersrum anfängt Dann entstehen die Gespräche und wie gesagt die klassische Rolle ist Die Im Rang höhere Personen weiß es irgendwie besser Und diese Einstellung muss man an der Garderobe abgeben.
00:14:19: Wenn wir vielleicht die anderen Diversitätskategorie nicht ganz unerwähnt lassen.
00:14:23: Geschlechter-Fairness sozusagen ist, es wird besser aber kommt ja meistens immer so diese Formulierung neulich auch nach den Kammerlandern Professorinnen an der WHO.
00:14:32: Das tut sich durchaus was im Mittelstand auch?
00:14:35: Aber gibt's auch ein Aber bei Ihnen?
00:14:39: Wir sind schon ganz lange an geschlechter Gleichstellung dran also in der Zwischenzeit haben über alle Levels und das sind Entwicklungen, die viele Jahre und Jahrzehnte natürlich brauchen bis man soweit ist.
00:14:59: Und unser großes Thema heutzutage ist wirklich nicht einfach die zahlenmäßige Gleichstellung sondern wirklich inklusiv zu sein über alle möglichen Faktoren.
00:15:12: und worum geht es denn da wirklich?
00:15:14: Es geht darum dass jeder Mensch, der bei uns arbeitet sein ganzes selbst mitbringen kann und nicht irgendwie ein Teil zu Hause lassen muss oder morgens verschließt sondern mit allen Ideen die da sind.
00:15:31: Mitwirken kann sich nicht irgendwo in Acht nehmen muss weil irgendetwas sozial nicht akzeptiert ist.
00:15:38: Und wenn das der Fall ist hat man einfach viel mehr Energie Kreativität Leistungswillen drin und davon leben wir.
00:15:50: Warum ist für uns die Frage von Diversität und Gleichstellung so wichtig?
00:15:57: Wir sind ein Konsumgüterunternehmen, das bedeutet dass wir ganz viele unterschiedliche Menschen, ganz unterschiedliche Haushalte Lebenssituationen ansprechen und es geht einfach viel besser.
00:16:08: Das haben wir in vielen, vielen Jahrzehnten gelernt wenn man abbildet.
00:16:16: Ja, natürlich haben wir unglaublich viele Daten aber diese Daten zu durchdringen, diesen Daten mit Insights zu belegen das gelingt einer vielfältigen Belegschaft viel besser.
00:16:29: unter der Dusche werden wir alle nass.
00:16:30: dass ist gleich nass das ist klar.
00:16:32: aber tatsächlich hört ich auch schon davon als die Bedürfnisse von Frauen und Frauen manchmal besser können als Männer.
00:16:36: Wir hören das ungern Aber Das soll vorkommen.
00:16:41: Es geht um Alter es geht um alles
00:16:43: Das geht um alles.
00:16:44: Das geht überhaupt nicht so einfach, aber also klar ist es wichtig wenn wir entwickeln Rasierer für Männer.
00:16:50: natürlich ist das wichtig dass in diesen Bereichen auch Männer arbeiten andersrum Wir haben ganz viele Dame wie jeder Produkte.
00:16:56: natürlich arbeiten auch Männer mit.
00:16:58: Aber es macht doch ganz schön viel Sinn Dass auch Frauen der Entwicklung dabei sind und da könnte ich tausend Beispiele jetzt aufzählen Da das erspare ich jetzt an Ihren Zuhause.
00:17:08: aber es macht total viel Sinn Wenn wir über alle Bereiche Unternehmen gut zusammenarbeiten.
00:17:16: Auch über alle Bereiche der Diversität, ich höre immer wieder das Thema Herkunft regional, sozial und so weiter ist wirklich noch ausbauffähig in Deutschland.
00:17:25: Sie arbeiten am sehr internationalen Unternehmen.
00:17:27: sehen sie das auch so?
00:17:28: Das ist wichtig dass auch Herkünfte als Diversitätsfaktor gesehen wird.
00:17:33: ja für uns heißt es zum Beispiel dass wir neben den klassischen Wirtschaftshochschulen wo wir natürlich viele viele Mitarbeitende auch herekrutieren, auch an Hochschulen sind die jetzt mal nicht klassisch im Bereich waren.
00:17:53: In Frankfurt zum Beispiel sind wir sehr aktiv mit der UAS.
00:17:57: Das ist früher hat mein Fachhochschuler zugesagt oder Hochschule heute heißt das University of Applied Sciences.
00:18:09: Studierenden aus ganz unterschiedlichen Bereichen, viele Migrationshintergrund.
00:18:13: Viele kommen aus sozial anderen Herkunftsbereichen als wenn man an die WHO geht und das ist einfach wichtig dass man nicht zu eng rekrutiert.
00:18:28: wir brauchen da eine sehr gute Durchmischung.
00:18:30: natürlich gehört dazu Gerade wir in Schwalberg-Krumburg unserer Zentrale, wo beim Großforschungszentrum auch haben.
00:18:36: Haben wir mitarbeiten aus über Sechzig Nationen.
00:18:39: Das heißt es ist sehr wichtig dass wir auch Richtung Herkunft sehr breit gehen denn wir wollen Produkte entwickeln natürlich für Deutschland und Österreich, die Schweiz hier aber natürlich auch für andere Taler Europas ein anderer Teil der Welt.
00:18:57: Die Diversitätskriterien sind Teil von ESG, vom S&G in der Nachhaltigkeitskürzel sozusagen.
00:19:03: Lassen Sie uns aber kurz noch auf das E-Kom.
00:19:05: Kreislaufwirtschaft spielt für Ihre Branche auch eine große Rolle?
00:19:09: Wo stehen wir da?
00:19:11: Wir stehen schon viel weiter wie man im Gemeinden so denkt.
00:19:16: In den letzten zehn Jahren ist wirklich viel passiert.
00:19:20: Sind wir am Ende natürlich nicht!
00:19:22: Aber wofür zehn Jahre noch Piloten... kleine Projekte im kleinen Maßstab gelaufen sind, so ist das heute im Rollout eingeführt oder in der Skalierung.
00:19:37: Gibt es noch Themen und die man arbeiten muss?
00:19:39: Natürlich aber kreisverwirtschaftlich, dann ist zum Beispiel das Thema End of Waste,
00:19:44: d.h.,
00:19:45: die Abfallkriterien also wie wird aus einem Abfallstoff ein Rohstoff?
00:19:51: Das ist zum Beispiel so ein Thema eines mein Lieblingsthemen, was in Deutschland und der EU noch weiter geregelt werden muss.
00:19:56: Weil Kreislauf bedeutet das eben nicht am Ende einer Kette den Abfallstoff steht sondern dass wiederum zum neuen Ruhstoff definiert werden kann.
00:20:05: Das sind also wirklich noch Themen die groß sind aber in vielen anderen Bereichen sind fest schon echt weiter.
00:20:13: Sie arbeiten natürlich auch mit Zulieferants zusammenfiel auch aus Deutschland.
00:20:18: Die gehören ja irgendwie alle mit zu diesem Kreislauf, wie ist das mit dem Datenaustausch?
00:20:22: Wie ist es mit der Standardisierung?
00:20:23: Ist das so dass wir da schon zufrieden sein können?
00:20:28: Mit unseren Lieferanten sind wir eigentlich schon sehr weit im Datenaustauschen.
00:20:32: und wenn sie jetzt am Mittelstand denken und an weitere Unternehmen dann sind natürlich Verbände oder Plattformen, zum Beispiel wie die GS-I.
00:20:46: Ganz ganz wichtig wo sich Industrie und Handel zusammenfinden und in einer kartellrechtlich akzeptierten Art und Weise über Standards sprechen.
00:20:58: das ist ganz wichtig dass natürlich heute in der heutigen Zeit Daten digitalisiert weitergegeben werden Datenstandards sehr klar sind da kümmert sich die GS I. Ja, vorbildlich da drin.
00:21:13: In Köln nicht weit weg von mir!
00:21:14: Ich war da auch ein paar Mal zu Besuch.
00:21:15: Tolles, tolle Organisation.
00:21:18: Vielleicht zum Abschluss noch haben Sie ein schönes Beispiel an das man vielleicht nicht unbedingt denkt für die Zusammenarbeit zwischen einem riesen wie Procter & Gamble und dem typischen deutschen Mittelstand?
00:21:27: Lassen Sie mich mal einen Beispiel nennen was auch gut mit Kreisler Wirtschaft und Verpackungen zusammenhängt.
00:21:32: ja ich habe schon vorhin gesagt wir sind in vielen Bereichen weiter aber natürlich braucht es noch weitere Recyclingmethoden, damit wir genug hochqualitativ wertvolles PCR-Post-Konsume recycled, wie man in der Branche sagt bekommen.
00:21:50: Und da haben unsere Entwickler ein neues Verfahren entwickelt um Poliethyläne mit einem physikalischen Recyclingverfahren wieder gut nutzbar zu machen.
00:22:07: Das ist ein Verfahren, wo das Rezyklat nicht nur gewaschen wird, sondern mit Lösungsmittel so behandelt wird dass die nicht gewünschten Stoffe, denen man nie wieder rausgewaschen werden.
00:22:23: vor zwei Jahren waren da unsere weltweiten Forscher auf der K-Unterwegs.
00:22:29: Die größte Kunststoffmesse in Köln haben sie sicherlich wahrscheinlich auch schon behandelt Und hatten eigentlich im Köpferchen ihr Verfahren und sind dann an einen Stand gekommen der Firma Lindner.
00:22:43: Die kommt aus Österreich, Lindner Recycling Tech und hat sich unterhalten.
00:22:47: Der Forschungsleiter ist dann interessiert in nach USA geflogen weil das Labor ist jetzt nicht in Schwalbach gewesen, sondern bei Insinetti.
00:22:56: Dann haben die das vorgeführt und Lindner hat es.
00:23:05: und jetzt bei der jetzigen K, zwei Jahre später ist von Lindner Recycling Tech mit Flexloop das die Maschine vorgestellt worden, die in einem Recylingunternehmen Modular eingebaut werden kann um das Verfahren jetzt im großen Maßstab anzuwenden.
00:23:24: Das heißt hier ist ein Mittelständler aus dem Dachraum der weltweite Entwicklungspartner von Procter & Gamble geworden Und das zeigt einfach nochmal, wie wir arbeiten auch mit dem C&D-Bereich.
00:23:40: Das ist einer unserer wichtigen Forschungsarten es nicht Sachen allein zu machen sondern mit Partnern und besonders natürlich auch mit Startups oder Mittelständlern zusammenzuarbeiten.
00:23:52: Ich danke Ihnen und wünsche noch viel Glück weiter auf diesem Weg!
00:23:56: Vielen Dank Ihnen!
00:23:57: Und
00:23:58: auch Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern, danke fürs dabei sein.
00:24:01: Ich sage wie immer bleiben Sie gesund und erfolgreich!
00:24:03: Bis zum nächsten Mal,
00:24:08: tschüss!
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