Wechseljahre als Wirtschaftsfaktor: Wie Betriebe Milliarden Euro sparen können

Shownotes

In dieser Folge von Markt und Mittelstand räumt die ehemalige Google-Managerin und Gründerin von Nobody Told Me, Susanne Liedtke, mit einem der letzten großen Tabus der Arbeitswelt auf: den Wechseljahren. Was oft als privates Schicksal abgetan wird, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als massiver ökonomischer Faktor. Allein in Deutschland entsteht der Volkswirtschaft jährlich ein Schaden von rund 9,4 Milliarden Euro durch Produktivitätsverluste, die auf mangelnde Aufklärung und fehlende Unterstützung in dieser Lebensphase zurückzuführen sind.

Liedtke, die selbst aus einer Unternehmerfamilie stammt, macht deutlich, dass es bei einer Erwerbstätigenquote von über 80 % bei Frauen über 50 für den Mittelstand unverzichtbar ist, das Thema Frauengesundheit strategisch anzugehen. Es geht nicht um Krankheit, sondern um die Normalisierung biologischer Prozesse, die durch Schlafentzug oder hormonelle Schwankungen die Leistungsfähigkeit temporär beeinflussen können.

Die wichtigsten Insights aus dem Gespräch:

Der „Business Case“ Wechseljahre: Warum eine halbe Stunde Produktivitätsverlust pro Woche in der betroffenen Alterskohorte bereits Millionen kostet.

Führungskompetenz: Wie Manager durch einfache Sensibilisierung und empathische Kommunikation die Mitarbeiterbindung (Retention) massiv stärken können.

Strukturelle Defizite: Warum das deutsche Medizinsystem mit der „7-Minuten-Pauschale“ bei Gynäkologen oft keine adäquate Hilfe bietet und Unternehmen hier als Informationsquelle einspringen können.

Prävention & Maßnahmen: Von flexiblen Arbeitszeiten bis hin zur Ernährungsberatung – wie kleine Hebel große Wirkung auf das Betriebsklima und den Krankenstand haben.

Erfahren Sie, warum Menopause-Management im Jahr 2026 zu einem modernen Gesundheitsmanagement gehört und wie Sie als Arbeitgeber verhindern, dass hochqualifizierte Fachkräfte unnötig aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

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Transkript anzeigen

Speaker 0: 10 bis 12 Prozent der Bevölkerung schlafen schlecht, Männer wie Frauen. Und in der Lebensmittel klafft das auseinander, da geht bei Frauen hoch. Und das reicht schon, dass Du die halbe Stunde Produktivitätsverlust hast. Also man muss sich als Mann mal vorstellen, dass man nachts dreimal auf wach ist, dass man 4 aufwacht und die Nacht eigentlich zu Ende ist. Und das nicht eine Nacht, sondern das jede Nacht.

Und diese Frauen stehen trotzdem in Anführungsstrichen ihren Mann im Unternehmen am anderen Tag.

Speaker 1: Markt und Mittelstand, der Podcast. Deutschlands Stimme für Familienunternehmen. Aktuelles und Zukunftsthemen rund den Motor der deutschen Wirtschaft. Mit Thorsten Giersch.

Speaker 2: Womöglich überrascht dieses Thema in einem Mittelstandspodcast wenig, aber auf der anderen Seite ist es maximal berechtigt, denn nach konservativen Schätzungen wohlgemerkt 10000000000 Euro schwer. So hoch ist pro Jahr der Schaden, der in Unternehmen hierzulande entsteht, weil man nicht optimal mit dem riesengroßen Thema Wechseljahre umgeht. Und hier lässt sich, das werden wir gleich hören, mit einigen Maßnahmen viel erreichen. Bei 1 Gruppe der Belegschaft, die eben Frauen in einem gewissen Alter dann eben nicht so performant sein könnten, wie sie sind und eigentlich auch sein könnten, wenn man ein bisschen Flexibilität und ein paar Maßnahmen und vor allem Aufklärung walten lässt. Wer sich damit sehr, sehr gut auskennt, ist selbst ehemalige hochrangige Managerin Susanne Liedke und sie hat Nobody Todd me gegründet, eine Organisation, ein Unternehmen, das eben hier berät und aufklärt und zwar auch Unternehmen genauso wie Privatpersonen.

Susanne, ich grüße dich. Hallo.

Speaker 0: Hallo, Thorsten, ich grüß dich auch. Danke für die Einladung.

Speaker 2: Erst mal vielleicht 'n paar Worte zu dir, bevor wir in Medias Rees gehen. Vielleicht wichtig zu wissen für unsere typischen Hörerinnen und Hörer, Du kommst selbst aus 1 Unternehmerfamilie oder?

Speaker 0: Das ist richtig. Mein Vater hat 'n Landhandel und hat das, das ist ja 'n regionales Business, also wer wer das nicht kennt, das ist halt alles, was mit 'nem Agrarbusiness zu tun hat, Futter fürs Vieh, Düngemittel, solche Sachen und das hat der betrieben und jetzt mein Bruder in der fünften Generation.

Speaker 2: Okay, aber Du hast dann deinen Weg eingeschlagen. Vielleicht skizzierst Du ihn dir mal mal kurz. Frau Welchow, Du bist relativ früh Mutter geworden, ich glaub mit 23, wenn ich's richtig recherchiert hab

Speaker 1: Richtig, genau. Und das

Speaker 2: ist ja schon 'n Punkt bei Karrieren oder?

Speaker 0: Ja, das war mein mein Karriereknick kam insofern recht früh. Das ist ja immer 'n Bruch bei Frauen, die eigentlich gut ausgebildet sind und irgendwann kommt dann die Entscheidung also fürs Baby und damit dann auch die Frage, wie wie wie geht es beruflich weiter? Man hat erst mal 'n Bruch und das war bei mir während des Studiums, was eigentlich gut war, weil das Studium ja flexibel gestaltbar war. Und ich dann nach dem Studium meinen ersten Job, ich hab eine Promotion angefangen, muss ich dazu sagen, die ich aber abgebrochen hab, weil's mich dann, also Promotion hat war einerseits gut und gleichzeitig hab ich gemerkt, nee, ich will raus ins Unternehmen. Und das war für mich aber aber machbar mit den Kindern, ne, Promotion.

Und raus ins Unternehmen hieß, nee, Vollzeit arbeiten. Also weil der erste Job, den also kannst Du sagen, ja, ich fang hier Teilzeit an. Und dann bin ich zu Toupert Juupes gekommen, 'n katalanisches Unternehmen, hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, hab im Marketing von der Pike auf alles gelernt. Und dann hat's uns beruflich meinen Mann damals in die USA verschlagen und dann fängt der nächste Bruch an, ne, weil wer kümmert sich dann merklich die Kinder? Das hab ich gemacht, weil er ja auch für seinen Beruf dann dorthin befördert wurde und hab mir dort aber eine Arbeitsgenehmigung besorgt und hab dann in San Francisco in 'nem kleinen Start-up gearbeitet.

Wir haben Data Analytics gemacht und wir reden jetzt vom Jahr 2003 2004. Also BI für Unternehmen, die sich selber sone ganze Analytics Abteilung nicht leisten konnten und wir haben deren Daten genommen, analysiert und dann Empfehlungen ausgesprochen. Das Lernen wir aus den Daten, war immer fokussiert aufs Marketing. Also welche Marketingmaßnahmen lohnen sich, welche nicht? Mein Kunde war die LA Times und da haben wir eben geguckt, wann soll man ein Abonnenten, der jetzt das Abo gestrichen hat, wann kann man den wieder kontaktieren?

Was lohnt sich eigentlich? Das war ganz spannend. Also eine der Aufgaben.

Speaker 2: Auch als meine Lieblingsthemen, aber da da da müssen wir jetzt an der Stelle abbrechen. So, dann bist Du mit Mitte Ende 30 auf jeden Fall voll durchgestartet, war's dann bei Google unter anderem. Sehr, sehr hochrangig auch. Aber es kam dann zur Gründung, oder?

Speaker 0: Ja, zu Google bin ich in der Tat mit 45 erst gekommen, was ja relativ spät ist. Aber ich hab, ja, es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Ich war in 'nem Team, es gab für mich den Moment, wo ich sagte, okay, jetzt bin ich angekommen. Also hier bleib ich, hier werd ich nie wieder weggehen. Und dann kam aber in mir noch mal der Impuls, ey, Du wolltest immer auch gründen, Du siehst dich eigentlich als Unternehmerin und wenn Du's jetzt nicht machst, dann wirst Du das nicht mehr machen.

Und meine Kinder waren ja zu dem Zeitpunkt, das war großes Glück, also das zweite Kind kam mit 25, die waren mehr oder weniger von der Payroll runter und verdienen mittlerweile natürlich auch ihr eigenes Geld und wo ich sage, es gibt keine Ausreden mehr, wenn Du bringen willst, dann muss es jetzt tun. Und sonst wird's irgendwann zur Lebenslüge, dann machst Du's nicht mehr. Dann sagst Du mit 60, ich glaub, ich hätte alles gehabt, eine gute Unternehmerin zu sein, aber wirklich Wissen tust Du's nur, wenn Du selber springst. Und das hab ich mit 49 gemacht, bin dann rausgegangen und hab mir einen Markt gesucht, der noch gar nicht da war zu dem Zeitpunkt oder ein ein Blue Ocean, den Markt für Frauengesundheit mit Fokus auf Wechseljahre. Das fanden ich alles sehr lieblos.

Ich war ja selber dann in dem Alter, bin auch noch in dem Alter lieblos, was es an Marken gab, was es an Services gab beziehungsweise eben auch nicht gab und hab gesagt, ey, ich möchte 'n Angebot für moderne Frauen, damit sie besser durch die Wechseljahre kommen. Und ich wusste zu Anfang noch gar nicht, was ich genau mache. Ich wusste nur, das ist der Markt, mit dem ich mich beschäftigen möchte und den ich mir erschließen möchte auch.

Speaker 2: Jetzt ist deine Geschichte als Gründerin schon mal an sich spannend und die Geschichte des Unternehmens, aber vielleicht noch mal vorab, warum sollten uns Führungskräfte im mittelständischen Unternehmen weiter zuhören? Also warum ist das Thema für für wahrscheinlich nah 100 Prozent der Unternehmen in diesem Land, vielleicht 'n paar Handwerksbetriebe ausgenommen, einfach wahnsinnig wichtig?

Speaker 0: Die Wechseljahre sind 'n Wirtschaftsfaktor und das ist eigentlich 'n No Brainer, dass es sich lohnt, ein bisschen Zeit zu investieren, sich mit den Wechseljahren zu beschäftigen als Unternehmer, Unternehmerin, weil wir heute eine Erwerbstätigenquote von Frauen über 50 haben, die ist über 80 Prozent. Also wir haben sehr insgesamt von Frauen, ne, eine hohe Erwerbstätigenquote und die Frauen arbeiten heute genauso lang wie die Männer. Im Jahr 2000 war das anders. Da sind die Frauen mit 45 langsam aus dem Arbeitsleben ausgeschieden und haben eben auch insgesamt nicht so lang gearbeitet wie die Männer. Heute haben wir voll erwerbstätige Frauen oder ein Teilzeit und die sind aber auch in den Wechseljahren.

Und niemand weiß etwas darüber. Und dadurch können wir diese Frauen nicht gut unterstützen, damit sie da gut durchkommen, im guten Sinne auch produktiv zu bleiben. Denn zumindest für ein Drittel der Frauen können die Wechseljahre bedeuten, dass sie medizinische Hilfe brauchen. Die Wechseljahre sind keine Krankheit, aber sie können eben das Fass zum Überlaufen bringen. In der Lebensmittel kommt ja einiges zusammen.

Dann wir haben vielleicht älter werdende Eltern, die Pflege brauchen. Die Care Arbeit wird immer noch überproportional von den Frauen gemacht. Frauen bekommen halt später Kinder. Auch die Care Arbeit wird überproportional von den Frauen gemacht. Das machen zwar schon viele Männer, aber eben doch immer noch mehr die Frauen.

Und diese Frauen sind heute berufstätig. Und dann kommen obendrauf die Wechseljahre. Und Mit dem Rückgang und den Schwankungen der Hormone können gesundheitliche Probleme auftreten. Und wer sich als Unternehmer, Unternehmerin nicht mit den Wechseljahren beschäftigt, der hat eine Produktivitätslücke, die er ganz einfach schließen könnte, indem man eben Informationen zur Verfügung gestellt, überhaupt anerkennt, hey, genauso wie Schwangerschaft, junge Eltern, mentale Gesundheit im Unternehmen eine Relevanz hat. So haben eben auch Frauengesundheitsthemen wie Wechseljahre und Periodezyklus hat eine gewisse Relevanz und ich kann Frauen, wenn ich sie gut unterstütze, halte ich sie länger im Unternehmen.

Ich hab weniger Krankentage, wo sie ausfallen und ich hab auch 'n besseres Betriebsklima, weil's den Frauen einfach gut geht. Und das sind ja sehr erfahrene Arbeitskräfte, ja, die ich auch schwer nur ersetzen kann. Das ist teuer, wenn die auf einmal sagen, ich wechsel und das gibt es, dass Frauen aus dem Unternehmen rausgehen, sich was suchen, was weniger sie in dem Moment belastet vielleicht oder dass sie Stunden kürzen. Und das muss überhaupt nicht sein, wenn man die Frauen 'n bisschen unterstützt an der Stelle.

Speaker 2: Und Gesundheitsmanagement in Unternehmen, auch mittelgroßen, kleineren Unternehmen ist ja durchaus im Kommen als sogenannte Retention Maßnahme neudeutsch für Mitarbeiterbindung. Klar, man muss sich ja auch auszeichnen als Arbeitgeber und das geht natürlich bei solchen natürlich bei solchen Mechaniken mehr. Noch 'n Grund mehr, über die volkswirtschaftliche Komponente brauchen wir, glaube ich, auch nicht sprechen, ne? Weltweit gibt's nichts, was mehr schadet als die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen und auch hier haben wir in Deutschland, glaube ich, keinen Puffer mehr, dass Frauen nicht performant bis zur Rente am Ende des Tages agieren, ne?

Speaker 0: Genau, wir haben Fachkräftemangel und es gibt 2 Zahlen, die finden über 3, die finde ich ganz eindrücklich. Die Hochschule für Wirtschaft und Recht hat mit Professor Rumler und Professor Strosal mal eine Schätzung vorgenommen. Die haben gesagt, hey, durch das Nichtwissen die Wechseljahre auf der Seite der Frauen, der Arbeitnehmerin, auf der Seite der Ärztinnen und Ärzte und auf der Seite der Arbeitgeber geht der Volkswirtschaft jährlich 9400000000.0 Euro verloren Und das haben die kalkuliert, indem sie gesagt haben, wir rechnen mit 1 halben Stunde Produktivitätsverlust pro Woche und Arbeitnehmerin in dieser Alterskohorte, also irgendwas zwischen 45 55. Und es sind 7200000.0 oder 300000.0 Frauen sind Arbeitnehmerin und in den Wechseljahren und das haben sie mit 'nem Durchschnittseinkommen einfach mal kalkuliert und damit ist noch nicht einberechnet Arbeitsausfälle, mehr Arztbesuche, wo die Frauen dann auch fehlen und dann gehen dann dritte, ganz ein, also es sind 40000000 Arbeitstage, die der Volkswirtschaft verloren gehen und das sind dann eben die 9400000000.0 dann hochkalkuliert Und McKinsey hat zusammen mit dem Weltwirtschaftforum kalkuliert, dass insgesamt bis zum Jahr 20 40 der globalen Weltwirtschaft 120000000000 Dollar jährlich verloren gehen, weil wir die Gesundheitslücke im Bereich der Wechseljahre für Frauen nicht geschlossen haben. Ja, das sind also eine Billion insgesamt, wenn wir die Frauengesundheitslücke schließen würden und davon 120000000000, die auf die Unkenntnisse im Bereich Wechseljahre fallen.

Das heißt, jeder Wirtschaftsboss, jede Bossin müsste eigentlich denken, ey, das ist ja, das betrifft mich ja auch, ja. Das ist ja nicht irgendwo da oben in der Welt, wo irgendwas passiert, sonst kann's ja runterbrechen auf jedes Unternehmen und sagen, hey, das ist 'n No Brainer, dass ich da 'n bisschen Zeit und vielleicht 'n bisschen Geld investiere.

Speaker 2: Jetzt sind wir ja auch in 'ner Gesellschaft, die grade diskutiert über den hohen Krankenstand in Deutschland.

Speaker 1: Mhm. Der

Speaker 2: ja, statistisch statistisch muss man 'n bisschen vorsichtig sein. Da gibt's elektronische Krankschreibung, die zieht den 'n bisschen hoch im Vergleich zu früher, aber trotzdem glaube ich, die Zahlen von den Krankenkassen sind alarmierend. Da redet man in Deutschland über tolle Sachen wie die telefonische Krankschreibung und wie jetzt die Lösung ist. Vielleicht reden wir erst mal auch über gutes und wissendes Gesundheitsmanagement in den Unternehmen, ist ja vielleicht auch 'n Faktor. Du hast eben schon gesagt, das ist ja auch viel kombiniert.

Also man ist irgendwie son bisschen krank und dann dann kommen die Wechseljahre noch obendrauf und so weiter. Also was kann man denn genau tun als Arbeitgeber, damit man da weniger Fehlzeiten hat und weniger Kosten hat?

Speaker 0: Wir haben ja 3 Ebenen der Verantwortung. Also wir haben eben das Unternehmen, wir haben die Mitarbeiter natürlich auch und die Führungskräfte und was Unternehmen auf alle Fälle tun können, ist erst mal anerkennen, hey, das ist 'n Thema, wir erkennen das an, das hat nichts mit Schwäche zu tun, das hat auch erst mal nichts mit Krankheit zu tun, sondern wir informieren, sei das wir holen Expertinnen dazu, wir holen vielleicht mal vor Ort die Gynäkologin oder den Gynäkologen einen Vortrag hält für Interessierte. So einfach ist das. Ich muss nur anerkennen, 6 Jahre sind 'n Thema. Das ist ja 'n Wirtschaftsthema, ja.

Ich hab weniger Krankenstand, wenn ich mich damit beschäftige. Also hole ich doch einfach mal jemanden her, der oder die darüber berichtet und ich, auch ich als Managerin, Manager, Geschäftsführerin sage, hey, das ist 'n relevantes Thema und ich spreche darüber. Und sage, hey, wir wollen einfach, dass ihr gut arbeiten könnt und ich hör mir das jetzt auch mal an. Das so einfach ist das, das ist der Anfang.

Speaker 1: Und ich sag mal Und ich sag mal,

Speaker 2: ganz kurz, bevor Du weitermachst, vielleicht auch für die Männer, oder? Also ich mein, ich bin jetzt ja auch Ehepartner, Lebensgefährten und so weiter von Frauen, die in das Alter kommen, schon drin sind, dass die son bisschen Bescheid wissen vielleicht zu Hause bei der Care Arbeit, Familienarbeit auch 'n bisschen mehr helfen in solchen Phasen. 'N paar Dinge sag ich für mich jetzt, will ich auch wissen.

Speaker 0: Genau, das ist auch wichtig. Wer mit 'ner Frau zusammen lebt, wer mit 'ner Frau zusammenarbeitet, wer eine Frau als Führungskraft hat oder wer eine Frauen führt, der oder die sollte sich mit den Wechseljahren auskennen, so wie wie wir auch die Basics insgesamt lernen über die verschiedenen Geschlechter in der Schule. Nur in in Deutschland lernen wir nichts über die Wechseljahre. Es fängt in der Schule an, zieht sich durchs Medizinstudium und geht dann eben weiter. Da passiert ja grade ganz viel, weshalb der Spiegel das auch zum Leidthema gemacht hat und eben darüber berichtet hat und wir jetzt hier uns auch unterhalten darüber, ne.

Speaker 2: Wie gut kennst Du eigentlich Hausärzte damit aus?

Speaker 0: Ja, gar nicht. Weil Gar nicht. Ich hab einen Hausärztin in Hamburg, mit dem ich mich ab und zu austauschen und der sagt, Frau Liedke, bei Frauen die

Speaker 1: 50, ich such eigentlich immer das Leitsymptom, aber die haben so viele verschiedene Sachen. Das Erste ist,

Speaker 0: die immer das Leitsymptom, aber die haben so viele verschiedene Sachen. Das Erste ist, die sind körperlich und mental erschöpft, weil die schlecht schlafen. 10 bis 12 Prozent der Bevölkerung schlafen schlecht, Männer wie Frauen. Und in der Lebensmittel klafft das auseinander, da geht das bei Frauen hoch. Und das reicht schon, dass Du die halbe Stunde Produktivitätsverlust hast.

Also man muss sich als Mann mal vorstellen, dass man nachts dreimal auf wach ist, dass man 4 aufwacht und die Nacht eigentlich zu Ende ist. Und das nicht eine Nacht, sondern das jede Nacht. Und diese Frauen stehen trotzdem in Anführungsstrichen ihren Mann im Unternehmen am anderen Tag, ja. So ne, dann ist es, kann es sein, dass die Frau sagt, hey, ich hab Verdauungsbeschwerden. 80 Prozent der Reizdarmpatienten sind weiblich.

Und in der Lebensmittel verändert sich durch den Rückgang der Hormone die Darmflora. Die verändert sich so krass, dass das eben auch dazu führen kann, dass das auch eine Ursache von Reizdarm ist zum Beispiel. Also hab ich damit schon zu tun mit der Verdauung. Dann haben die vielleicht Schulter. Frozen Shoulder, diese eingefrorene Schulter wird auch mit dem Rückgang der Hormone in Verbindung gebracht.

Können auch Männer bekommen, aber Frauen in den Wechseljahren überproportional. Und so summiert sich das, aber es ist eben nicht die eine Sache, die man hat, sondern der weiß gar nicht, wo er ansetzen soll. Und Mediziner, Allgemeinmediziner bekommen eine fünfundvierzigminütige Vorlesungsstunde über Hormone von der ersten Periode bis zum Wechseljahren. Und wenn die sich nicht selber weiterbilden, die deutsche Menopausegesellschaft macht hervorragende Weiterbildung, das machen auch einige Hausärzte aber noch zu wenig, dann lernen sie mit ihren Patienten oder sie sie tun das eben nicht Oder

Speaker 2: auch nicht.

Speaker 0: Frauen werden überproportional Psychopharmaka verschrieben, ja. So und man wird dann schnell in diese Psycheecke als Frau abgedrängt, weil man darüber eben nichts weiß und dann denkt man ja irgendwann, jetzt hab ich bin ich mit meinem Repertoire am Ende, dann die Frau ist 'n bisschen mental so. Und da das das ist es meistens aber nicht, ja. Und da hilft eine bessere Ausbildung und das die Deutsche Menopausegesellschaft hat Zulauf, die haben jetzt über dreieinhalbtausend Mitglieder und darunter sind auch Hausärztinnen und Hausärzte aber noch viel zu wenig.

Speaker 2: Also das wär der große Block Aufklärung, weil eben die Hausärztinnen und Ärzte das so auch nicht mitleisten bei den typischen Kontrollen. Also da sind wir jetzt beim Unternehmen und jetzt geht's weiter. Was kann der Arbeitgeber noch tun?

Speaker 0: Genau, dann die Führungskräfte auch sensibilisieren für das Thema, denn die haben dann ja mit diesen Mitarbeiterinnen zu tun und die sehen, die merken Veränderungen und das also es kann so ganz platt sein, ich hab 'n Teammeeting und meine Mitarbeiterin die 50 hat sichtbar eine Hitzewallungen. Und normalerweise würde man das nicht ansprechen, weil man ja denkt, dass da lass ich die Frau jetzt mal mit alleine so, aber man kann eben da was tun, indem man empathisch reagiert und sagt, hey, man bitte zum Gespräch im Nachgang sagt, hey, Folgendes ist mir aufgefallen. Nur wenn ich als Führungskraft überhaupt nichts über die Wechseljahre gelernt hab, wie soll ich denn darüber sprechen? Und wir wissen aus Großbritannien, dass schon ein halbstündiges Training online für Führungskräfte über die Wechseljahre dazu führt, dass die sich besser aufgeklärt fühlen über die Wechseljahre und sicherer im Umgang, wenn sie es ansprechen sollten. Und deshalb haben wir von Novaldytrolmi son Training entwickelt, ja.

30 Minuten online kann man dann irgendwann machen und wird dadurch sicherer im Umgang mit den Wechselherren. Es kann auch sein, ich erlebe eine mit meine Mitarbeiterin auf einmal, die ist gereizter als sonst im Umgang, dass sich schon Kolleginnen und Kollegen beschwert haben, was ist mit der los? Und so und man muss sich eben vorstellen, ja, die hat vielleicht das letzte Jahr einfach nicht geschlafen so richtig gut. Und da ist dann die Frage auch im Mittelstand, gibt es vielleicht eine Art betriebsärztlichen Dienst, den man in Anspruch nimmt? Kann man sagen, hey, wir wollen, dass Du gut arbeiten kannst.

Wir haben hier Betriebsärzte. Auch da hilft diesen Frauen eine halbstündige Aufklärung mit 'ner Gynäkologin, weil normalerweise hat eine Gynäkologin für eine Frau in den Wechseljahren 7 Minuten pro Quartal, wenn sie Kassenpatientin ist. In diesen 7 Minuten ist die Frau noch nicht mal durch zu beschreiben, was sie alles hat, ja. Wenn sie denn betroffen ist, wir müssen immer wissen, die Frauen, die nicht betroffen sind, die sind auch nicht vom Arbeitsausfall betroffen. Es sind vor allem die Frauen, die zu spät mit ihren Symptomen zur Ärztin gehen oder wo die Ärztin zu spät die Symptome als Wechseljahre erkennt.

Diese Frauen fallen dann länger aus. Und das sehen wir in Norwegen, da gibt es sehr gute Daten vom Arbeitsmarkt, weil wir anhand der Sozialversicherungsnummer die Entwicklung der Gehälter sehen können und aber auch die Krankenakte anonymisiert und aggregiert natürlich. Für 'n deutschen Datenschutz 'n Graus, aber für uns super, weil wir sehen, dort gibt es einen Einkommensverlust von über 5 Prozent, wo diese Frauen eben zu spätes diagnostiziert bekommen oder auch insgesamt zu spät zur Ärztin gehen. Und das sind vor allem Frauen mit 'nem niedrigeren sozioökonomischen Status. Ich denke hier an Kassiererinnen.

Ich denke an Frauen, hier Sicherheitspersonal in Flughäfen, alle Niedriglohnjobs, die werden auch vom medizinischen System schlechter behandelt, das wissen wir auch. So, wenn diese Frauen sensibilisiert werden für die Wechseljahre, gehen sie schneller zur Ärztin und sagen nee nee, also das ist jetzt, wahrscheinlich sind sie Wechseljahre und die Ärzte werden besser ausgebildet, das ist das nächste Thema, was wir brauchen. Dann haben wir diesen langen Arbeitsausfall nicht, dann haben wir keine Rehaaufenthalte, weil die Rehakliniken sind voll mit Frauen in der Lebensmitte. Und da könnte es sein, dass wenn wir alle besser aufgeklärt sind, dass wir weniger Rehaaufenthalte brauchen, weil es gar nicht erst dazu kommt, dass man sagt, wir ziehen dich jetzt mal raus und bauen dich wieder auf.

Speaker 2: Einige Unternehmen bieten ja auch, da braucht man 'n bisschen Platz für, Dinge wie wie Yoga an Ernährungsberatung. Nachdem, was Du jetzt gesagt hast, Folgerich, das würde auch dann helfen.

Speaker 0: Ja, also es, das ist eben interessant. Jede, keine Frau erlebt die Wechseljahre gleich. Das ist wie unser Fingerabdruck, weil da kommt noch 'n Faktor dazu und es geht nicht darum, die Frauen darzustellen als das leidende Geschlecht, aber durch unsere hormonellen Schwankungen, die wir monatlich haben und dann eben Wechseljahren, wo es aufhört, kommen damit mögliche Erkrankungen bei uns zustande, die eben bei den die Männer eben einfach nicht haben. Diese Ebene der Hormone haben die nicht. Und Frauen haben noch was anderes deutlich häufiger.

8 Prozent der Bevölkerung haben eine Autoimmunerkrankung, zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion. 78 Prozent davon sind weiblich. Bei 'ner Schilddrüsenunterfunktion werden diese Frauen dann hormonell gut eingestellt und so, aber das ist ja auch schon eine Ebene, wo Frauen stärker betroffen sind und eben mit ihrer die Krankheit managen müssen und deshalb braucht es an der Stelle eben eine größere Sensibilisierung insgesamt.

Speaker 2: Du hast gerade schon so auch nördliche Länder erwähnt.

Speaker 1: Wir sind

Speaker 2: nicht die Einzigen auf der Welt hier in Deutschland und es gibt ja auch Länder, wo man mal hinschauen kann, grade auch bei den Themen, über das wir hier sprechen, was da besser läuft. Ich hab zum Beispiel in Deutschland die Ahnung, entweder bist Du hier krankgeschrieben, also krank ist ja noch mal was anderes als arbeitsunfähig, bist arbeitsunfähig geschrieben und ganz raus oder Du bist irgendwie 100 Prozent da und musst doch 100 Prozent performant sein. Dazwischen gibt's so gefühlt nichts. Ist das wirklich ratsam? Ist das klug?

Ist das ehrlicherweise auch das, was in in vielen Berufen mag das auch so sein, ne? Du hast 'n paar Grad genannt, da würde ich auch mitgehen, Sicherheit und so weiter ganz oder gar nicht, klar. Aber da gibt's nicht auch viele Berufe, wo das, was man Teilzeitkrank nennt in Norden Europas, vielleicht auch zutreffen könnte und ist das, also krank, Du hast ja Wechseljahre heißt nicht krank, ich weiß. Ja. Aber war diese Idee dahinter zu sagen, Mensch, ich bin im Homeoffice mal 50 Prozent da, besser als nix.

Vielleicht auch was?

Speaker 0: Eigentlich wissen personalverantwortlich, dass sie nicht immer auf 'nem auf diesem ultrahohen Leistungsniveau arbeiten können. Es gibt ja immer Phasen im Leben, sei es, weil wir mental beeinträchtigt sind, sei es, weil wir mit Trauer, also mit unvorhergesehenen Ereignissen zu tun haben. Also ich hab vor hier Führungskräften vom Jobcenter gesprochen und die sagen, nein, das wissen wir. Wir erwarten ja nicht, dass immer 100 Prozent geleistet werden, weil so ist das Leben nicht. Wir kommen ja als ganzer Mensch in die Arbeit.

Mit wir legen ja nicht die Wechseljahre zu Hause ab oder die Trauer und da gibt es Phasen, wo man mal nicht so performant isst. Ich hab ein Beispiel, wo ich denke, ey, da könnte man flexibler damit umgehen. Ich hab auch vor Polizistinnen gesprochen. Das das ist ja eine Ländersache. Ich weiß nicht, ob das in anderen Ländern aussieht, aber in Hessen ist es so, Du darfst als Polizistin Teilzeit arbeiten, bis dein jüngstes Kind 18 Jahre alt ist.

Danach musst Du auf Vollzeit gehen und nur in sehr begründeten Ausnahmefällen darfst Du in Teilzeit gehen. Die arbeiten ja auch noch im Schichtdienst. Diesen Frauen, manchen Frauen würde es total helfen, wenn sie in Teilzeit gehen dürften. Und da versteh ich die Unflexibilität des Systems nicht. Das heißt, die Frau, so wird sie mehr krank sein.

Sie wird mehr mehr krank sein, wenn sie Vollzeit wieder arbeiten muss und betroffen ist von den Lexiaren. Gebe ich ihr die Möglichkeit, flexibler ihre Arbeit zu gestalten, wird sie weniger ausfallen. Und gleichzeitig haben wir in Deutschland ja viel eine hohe Flexibilität, ne. Auch dank Corona muss man an der Stelle sagen, dass viel mehr Flexibilität, aber in bestimmten Lohn- oder Jobgruppen eben dann doch nicht, ne. Da gibt's nur ganz oder gar nicht.

Und da ja braucht es letztendlich braucht es Arbeitgeber, die sagen, ey, die Frauen wollen ja Gutes leisten. Die suchen sich ja nicht aus, in den Sechsejahren zu sein und beeinträchtigt zu sein. Eher zu gucken als Arbeitgeber, ey, was brauchst Du, damit Du hier gut arbeiten kannst? Wir versuchen das hinzukriegen, ne. Das und ich finde, dass viele Arbeitgeber da ja auch auch sehr bemüht sind, grade weil der Fachkräftemangel ja da ist.

Speaker 2: Das ist 'n Faktor. Siehst Du die Enttabisierung des Themas auch 'n bisschen? Jetzt haben ja auch viele internationale bekannte Schauspielerin vor allen Dingen, Jennifer Ennesto, glaub ich, Helli Barry und so weiter, mit dem Thema sozusagen für Öffentlichkeit gesorgt. Siehst Du da eine Enttabuisierung?

Speaker 0: Wir sehen, wann immer eine Schauspielerin sich outet mit den Wechseljahren und dazu steht und darüber berichtet, dass wir insgesamt eine höhere Aufmerksamkeit auf dem Thema haben. Also die Google suchen neben zu zum Thema Wechseljahre, ja. Da das hilft. Es hilft, wenn sich berühmte Persönlichkeiten dazu äußern und es hätte uns sicher geholfen, wenn Angela Merkel mal verlaufener Kamera erweckt eine Hitzewallung gehabt hätte. Dann hätten wir alle drüber geredet.

Nicht schön für Angela Merkel, aber schön, weil es so das Thema normalisiert. Mir geht es gar nicht Enttabuisierung, mir geht es Normalisierung. Das ist was ganz Normales. Die Hälfte der Menschheit erlebt die Wechseljahre. Nichts darüber zu wissen ist unklug als aus wirtschaftlicher Sicht und für die Frauen natürlich auch aus persönlicher Sicht, weil das die Lebensqualität beeinträchtigen kann.

Wir haben mittlerweile heute gute Podcasts dazu, wir haben gute Bücher. Also ich hab vorhin von den 3 Ebenen der Verantwortung geredet. Die Frauen, die Mitarbeiterin selber sind natürlich auch in der Eigenverantwortung, ja, sich gut gesund zu erhalten und da gibt's mittlerweile sehr gute Podcasts und Bücher, Onlineseiten. Die Deutsche Menopause Gesellschaft macht gratis ganz tolle Webinare zu verschiedenen Themen der Wechseljahre. Allein das könnten Arbeitgeber sagen und sagen darauf verweisen, hey, es gibt hier tolle Webinare, einfach nur mal sagen, die gibt es, ja und dann kann man sich immer noch selber aussuchen, ob man sich das anhört oder nicht.

Das kostet die Arbeitgeber eine E-Mail.

Speaker 2: Zum Abschluss vielleicht noch apropos Angela Merkel, nicht Ihr Ding, aber die Union muss man dir auch mal sagen.

Speaker 0: Ja.

Speaker 2: Es sei im Oktober 24, da weiß ich noch nicht in der Regierung, muss man davor zusagen, da war doch Ampel dran, hat damals die nationale Menopausenstrategie, Zitat, gefordert. Was ist heute daraus geworden Ja. Verbunden mit der Frage, ist die Politik so richtig wach auf dem Thema?

Speaker 0: Wer wach ist, war vor allem Dorothe Bär, die ja heute unsere Forschungsministerin ist und sie hat sich das einfach angehört. Und das ist entstanden an einem Abend in Berlin, Miriam Stein, auch Menopausenaktivistin, so wie ich, ja. Also die haben das Thema adressiert und dann gab's 'n ersten parlamentarischen Abend, den wir organisiert sind. Es gibt wir, das sind eine Organisation, NOSA Bund von Experten im Bereich Wechseljahre, wir sind 9000000, gibt eine Webseite dazu auch, wo man sehen kann, wer das ist. Und daraus sind parlamentarische Abende entstanden und so hat die Union das dann insgesamt in direkt in den ja mit reingenommen ins Programm.

Und was draus geworden ist im November oder wo war es jetzt, sind 10000000 Forschungsgelder vom ich meine Bundesgesundheitsministerium freigegeben worden für Erforschung der Wechseljahre. Frauengesundheit insgesamt aber mit Fokus auf Wechseljahre. Es gibt seit Oktober letzten Jahres ein eigenes Referat Frauengesundheit im Forschungsministerium. Und in Bayern gibt's auch eine ganz tolle Initiative. Dort wird geforscht, ob ein halbstündiges oder einstündiges Gespräch mit 1 Frau in den Wechseljahren hilft, ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern, ihre Gesundheit zu verbessern.

Weil oft reicht eben diese eine Stunde diese Frau gut aufgeklärt wird versus der 7 Minuten in der kassenärztlichen gynäkologischen Praxis, ihr zu sagen, hey, das sind deine Optionen, denn jede Frau, das hatten ich hatte dich vorher nicht weiter ausgeführt, geht da anders ran. Die einen machen eben Yoga, die anderen stellen ihre Ernährung Ich bin Ökotrophologin, das ist 'n sehr wirksamer Hebel. Wir ernähren uns in Deutschland nicht gut genug, muss man sagen, ja. Kartoffeln, Nudeln, Reis, das sind alles keine guten Optionen, gesund älter zu werden. So deshalb Ernährung ist 'n großer Hebel, aber natürlich auch Bewegung, Sport, das sind immer die üblichen Dinge.

Sich bewegen, gut schlafen, sich gut ernähren, Stress reduzieren, hab ich noch 1 vergessen. Das sind so die Sachen, aber die gelten grundsätzlich, aber in den Wechseljahren insbesondere. So und da hat die Politik zumindest jetzt ihr Versprechen eingelöst, etwas zu tun reichen 10000000 noch lange nicht, aber es ist ein Anfang. In England müssen alle Medizinerinnen und Mediziner, die fertig sind mit dem Studium, ein extra Curriculum Frauengesundheit absolvieren, ne. Da sind auch Themen wie Endometriose, Adenomiose, PCO Syndrom, solche Dinge sind da drin, aber eben auch die Wechseljahre.

Und da müssen wir in Deutschland noch hinkommen. Und in England sind die Wechseljahre Teil des Curriculums der Schulen. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler lernen dort etwas über die Wechseljahre. Ganz normal und das haben wir in Deutschland noch nicht, aber wir sind zumindest einen kleinen Schritt weiter. Und natürlich, last not least müssen Ärztinnen und Ärzte besser bezahlt werden, denn warum haben die nur 7 Minuten Zeit?

Die bekommen 16 Euro 89 für diese 7 Minuten. So, damit kann man eine kassenärztliche Praxis natürlich nicht führen. Also wenn man sich mehr Zeit nimmt, kriegt man das nicht bezahlt als Ärzte und Arzt und da ist das Problem eben auch.

Speaker 2: Dankeschön Susanne. Ich hab sehr viel gelernt. Ich glaub viele andere Hörerinnen und Hörer auch und wir gehen und bleiben da dran. Dankeschön.

Speaker 0: Super. Danke, Thorsten.

Speaker 2: Und auch Ihnen an den Kopfhörern sozusagen. Vielen Dank. Ich sag wie immer, bleiben Sie gesund und erfolgreich. Bis zur nächsten Folge. Tschüs.

Speaker 1: Das war Markt und Mittelstand, der Podcast.

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