Wie man zu einem der beliebtesten Arbeitgeber wird - mit Steffen Strauss

Shownotes

28.600 Bewerbungen auf 300 Stellen – wie schafft man das in Zeiten des Fachkräftemangels? In dieser Folge spricht Steffen Strauss, Mitinhaber von Strauss, über Anspruch, Haltung und Unternehmenskultur – und darüber, warum sein Unternehmen „sehr wählerisch“ sein kann.

Aus einem klassischen Anbieter für Berufsbekleidung ist eine internationale Lifestyle-Marke geworden. Am Stammsitz im hessischen Biebergemünd entstand ein Campus, der eher an ein Tech-Unternehmen erinnert als an einen Workwear-Händler: Marktplatz-Atmosphäre, spanische Treppe, eigene CI-Factory mit Textillabor, Schuhproduktion und Logistikzentrum. Doch für Strauss ist Architektur nur ein Baustein. Entscheidend sei die Haltung gegenüber Menschen.

Warum setzt das Unternehmen auf Probetage statt nur auf Bewerbungsgespräche? Weshalb bleiben viele Mitarbeitende 20, 30 oder sogar 50 Jahre? Und wie passt eine eigene Gesundheitswelt namens „Strauss Care“ mit Ärztenetzwerk und Diagnostikzentrum ins Gesamtbild?

Strauss spricht über Internationalisierung – von Europa über die USA bis Australien –, über flache Hierarchien trotz weltweitem Geschäft in mehr als 100 Ländern und über die Frage, ob man Fachkräftemangel tatsächlich „weglächeln“ kann. Dabei wird klar: Für ihn sind Wertschätzung, Authentizität und unternehmerischer Mut wichtiger als Benefits allein.

Eine Folge über Familienunternehmertum in vierter Generation, über Menschenkenntnis statt reiner Fachlichkeit – und über die Überzeugung, dass wirtschaftlicher Erfolg vor allem mit Kultur zu tun hat.

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Speaker 0: Allein den gesunden Menschenverstand,

Speaker 1: wenn

Speaker 0: man den einschaltet und wenn man die Menschen anlächelt, wenn man sie liebt quasi, ne. Ich sag mal, manchmal bisschen provokant, der Kaufmann, der kann ja erst mal nix. Aber was er, glaub ich, kann, wenn er gut ist, kann er mit Menschen mit Menschen umgehen. Und und spüren, was Menschen brauchen, worauf wir sie Wert legen und was andere Menschen können. Markt und Mittelstand.

Der Podcast. Deutschlands Stimme für Familienunternehmen. Aktuelles und Zukunftsthemen rund den Motor der deutschen Wirtschaft. Mit Thorsten Giersch.

Speaker 1: Ich breche heute mit dem Co Chef 1 der Familienunternehmen hierzulande, das als Top Arbeitgeber schlechthin gilt, gewinnt einen Preis dafür nach dem anderen, übrigens auch für die Markenarbeit und das hat Gründe, die mit Örtlichkeit zu tun haben am Hauptsitz, mit der Produktion, mit gutem Essen, mit vielen, vielen weiteren Maßnahmen, die ja zum Teil ein bisschen Geld kosten, zum anderen aber auch wirklich kein Hexenwerk sind und im Kern auf der Art, wie man mit Menschen umgeht, basiert. Was das genau bedeutet, das besprechen wir in den nächsten gut 40 Minuten mit Steffen Strauß, der das mit seinem Bruder Henning zusammen nun inzwischen in vierter Generation verantwortet. Steffen, ich grüße dich. Hallo.

Speaker 0: Hallo, Thorsten, grüße dich.

Speaker 1: Ich geh mal gleich in Medias Res, wenn's okay ist.

Speaker 0: Ja, gerne.

Speaker 1: Wird die Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten auch durch die, ich sag mal, Schönheit, durch die Attraktivität des Arbeitsplatzes ausgedrückt in deiner in deinen Augen?

Speaker 0: Ja, es wird natürlich auch dies die das Umfeld, wo man sich befindet. Das heißt, die Räumlichkeiten, der Arbeitsplatz selbst ist auch Ausdruck der Wertschätzung 1 Unternehmens aus meiner Sicht, ist aber nur am Ende ein kleiner Baustein von vielen anderen Aspekten.

Speaker 1: Na ja, klein, okay. Ihr habt mit der CI Factory da ein ein Standort geschaffen, extrem modern, aber erzähl Du besser, was es damit aus sich hat.

Speaker 0: Ja, man, wir sind ja auch entstanden über ja auch normale Räumlichkeiten in Anführungsstrichen, was auch immer das heißt. 94 auf Grüner Wiesn, Bibergemündh, Wirthheim neu gestartet und seitdem dann elfmal gebaut. Und in der besondere Räumlichkeiten haben wir quasi in der im Campusgelände in Bibergemündh, Wirthheim erschaffen, wo wir auch besonders drauf gewährt gelegt haben, dass das Gebäude an sich sich gut in die Landschaft einfügt, ne. Nicht zu hoch, gleichwertige Büroflächen und aber auch 'n großer Mittelbereich, wo man sich wie als auf einem Marktplatz automatisch trifft. Da ist auch 'n Café mit integriert.

Da ist eine große 13 Meter breite spanische Treppe, könnt man sagen. Hier in Bibergemünd, nicht nur in Rom. Und da passiert ja im Laufe des Tages sone ganze Menge Austausch, disziplinär übergreifend, optanosübergreifend. Und das ist für uns ganz wichtig. Und dann haben wir mit der CIA Factory noch mal 'n weiteren Baustein setzen wollen, noch mal mehr futuristische Gebäude oder ein Gebäude entstehen lassen, was sich trotz Gebäudegröße doch noch halbwegs ansehnlich und vor allem wertig in die Landschaft integrieren lässt.

Da haben wir natürlich durch die ja, durch die Erfordernis der Logistik und der Lagerhaltung 'n recht großes Gebäude. Aber da ist ja nicht nur Logistik mit inbegriffen, sondern auch eine kleine Schuhfactory, 'n Textillabor. Wir können also Produkte testen, auch die Schuhe. Und Produkte auch die Schuhe und Produktenentwicklungen entstehen lassen in einem Form 1 kleinen Näherei. Und all diese Räumlichkeiten, die wollten wir auch sehr wertig und noch mal bisschen mehr futuristisch ja, entstehen lassen.

Wo was auch sicher die Wertschätzung wieder ausdrückt zum zu dem Einzelnen. Insassen sag ich immer, wir sind alle hier in und Insassen in einem tollen Umfeld. Und so, dass jeder Raum ist unser Wohnzimmer. Und der soll auch wertig und angenehm daherkommen, damit wir uns wohlfühlen und auch dadurch Kreativität und auch Leistungsfähigkeit entstehen lassen kann. Aber auch Ausdruck dessen sein für unsere Gäste, sei es Kunden, Lieferanten, Agenturen.

Jeder, der mit uns zu tun hat und zu uns kommt, soll spüren, boah, das ist Strauß, das ist Qualität, das ist Innovation, Pioniergeist in verschiedenster Form spürbar.

Speaker 1: Ja, also Also es kommen ja nicht nur Kunden und Lieferanten, es kommen ja auch Bewerberinnen und Bewerber. Also wahrscheinlich gehen denen auch 'n bisschen die Augen auf und dieser Effekt hier will ich hin oder ist das 'n bisschen übertrieben?

Speaker 0: Das schon, wenn es so weit kommt, dass diejenigen dann zu uns kommen. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir so viele Bewerber bekommen wie noch nie. Also im letzten Jahr hatten wir 'n großen Rekord mit 28600 Bewerbungen. Auch international, aus verschiedensten Ländern kommen Bewerbungen mittlerweile. Und das freut uns natürlich und und lässt uns natürlich auch diejenigen auswählen, die für uns nicht nur fachlich, sondern grade auch menschlich bestens zu uns passen.

Speaker 1: Na ja, man sagt euch tatsächlich nach, ihr seid da sehr anspruchsvoll. Das ist jetzt wertfrei von meiner Seite gemeint. Ja. Aber stimmt das so, dieses Wort?

Speaker 0: Ja, ich glaube schon. Also man, wir können ja auch keine 28600 Leute einstellen. So ist das halt leider, auch wenn ich sie gerne einstellen würde. Aber das macht natürlich auch kaufmännisch gar keinen Sinn. Also wir haben, ich guck hier grad mal auf die Liste, wir haben im letzten Jahr 328 Eintritte gehabt von diesen 854845 Bewerbungen.

Also dadurch, klar, wenn man die Quote mit einem ausrechnet, ist es natürlich schon sehr wählerisch.

Speaker 1: Aber auch grade bei Führungskräften, da da guckt ihr schon genau hin, wer auch, nach welchen Kriterien guckt ihr hin. Fragen wir mal so, wer passt. Also es ist Also Irgendwie so einfach.

Speaker 0: Ja, ja, klar. Neben der Fachlichkeit gucken wir vor allem auf den Mensch. Und auch da ist es natürlich nicht so einfach, man kann ja nicht in den Kopf reingucken, aber wir versuchen schon, unser Menschengespür und unsere Menschenkenntnis und unser Bauchgefühl auch am Ende dem zu vertrauen und da die richtigen Menschen auszuwählen. Wir machen auch neben dem neben den Vorgesprächen, sei es online oder telefonisch oder auch per Video machen wir auch auf jeden Fall neben dem dann tatsächlich stattfindenden Vorstellungsgespräch auch einen Probetag. Probetag hört sich 'n bisschen komisch an, würd man heute vielleicht anders bezeichnen, aber eine ein zweites zweites persönliches Kennenlernen bei uns in unseren Räumlichkeiten, mit unseren Menschen.

Wir verbinden dann auch die unmittelbaren Kollegen, die es dann sein werden würden. Und lassen auch diejenigen zu Wort kommen, sodass wir, und auch der Bewerber halbwegs sicher sein können und kann, auf was man sich einlässt. Weil wir wollen bei jeder Einstellung immer auch die Langfristperspektive sehen und denjenigen idealerweise sehr lange bei uns haben. So ist die Fluktuation auch relativ gering. Und auch die Langjährigkeit der Menschen, die bei uns arbeiten, ist sehr, sehr hoch.

Also wir haben sehr viele, die 20, 30, 35 Jahre bei uns sind. Wir hatten auch schon mehrere, die jetzt in Rente gegangen sind allerdings. Die waren, das waren 3 Mitarbeiter, die waren fast 50 Jahre bei uns.

Speaker 1: Herr Jäh, und die tragen wahrscheinlich auch in Rente noch sehr, sehr lange Kleidung von Strauß, weil die ja so lange haltbar ist. Oder wie wie sieht das aus? Na ja, das ist alles machen wir mal. Machen wir mal.

Speaker 0: Ja, absolut. Und so so ist die Identifikation schon sehr deutlich zu spüren, was uns natürlich freut. Die Firma ist nicht einfach nur ein Unternehmen, was eine Dienstleistung oder ein Produkt verkauft, sondern es ist Lebensgefühl, könnt man sagen. Es ist Familie. Nicht nur, weil's 'n Familiennehmen ist, sondern weil man gerne herkommt.

Egal, wer wo in welchem Bereich arbeitet, egal wer welche Disziplin und auch Verantwortung hat. Mein und unser Ziel ist es immer, dass jeder mit einem Lächeln reinkommt. Und idealerweise abends auch mit 'nem Lächeln geht und sich auf den nächsten Tag wieder freut. Weil man sich nicht nur fachlich einbringen kann mit allen Fähigkeiten, die in einem stecken, sondern auch menschlich sich erstens wohlfühlt und zweitens auch mit seinem Können einbringen darf. Und das ist ja auch nicht immer in andere Unternehmen gegeben.

Und so versuchen wir auch in der Führung, da ist eine sehr menschenorientierte Führung an den Tag zu legen.

Speaker 1: Ich hab auch mir sagen lassen, bei euch kann man ziemlich gut essen. Also ich geh ja viel Geld für aus. Stimmt das?

Speaker 0: Das da geben wir auch sehr viel Geld aus, 'n siebenstelliger Betrag im Jahr neben den jeweiligen Beiträgen des Mitarbeiters. Das ist auch Bestandteil der Wertschätzung, der Qualitätsorientierung. Jeder Mensch muss ja gewisser Weise was essen und trinken und dann soll er das was Gutes essen, was ihm hilft, sich wohlzufühlen auch da wieder und auch Leistung bringen zu können. Also wohlfühlen und Leisten, das sind die beiden Pole, die für uns immer wieder in beide Richtungen gehen. Nur wenn man sich wohlfühlt, kann man etwas leisten.

Und wenn man etwas leistet, fühlt man sich am Abend auch wieder wohl. Ja.

Speaker 1: Ein schöner Vergleich zu zu jetzt Google oder ähnlichen Silicon Valley. Also werdet ja auch bisschen genannt, dass ihr ihr macht 'n bisschen Silicon Valley da im Mein Kinzig Kreis.

Speaker 0: Stimmt das

Speaker 1: 'n bisschen? Wir sind viele Parallelen, wenn man dir jetzt zuhört zu zu so einem Ja,

Speaker 0: was so, was sind quasi wie von der Art und Weise häufig wie ein Start-up. Das würde quasi die das Synonym für Silicon Valley, was Du meinst, betreffen, ne. Wir sind zwar jetzt kein Technologieunternehmen, auch wenn wir vielleicht eine hochgradig auch viele technologiefinen Mitarbeiter haben, ne. Sei es Website oder Programmierung in verschiedenster Form. Da beschäftigen wir auch sehr viele Softwareentwickler.

Aber wir ja, entwickeln ja Berufskleidung, Schuhe, alles, was dazugehört. 46000 Artikel haben wir mittlerweile auf Lager und und arbeiten aber ähnlich häufig wie ein Start up Unternehmen. Also haben weniger diese Hierarchie, Denke und auch Powerpoint Präsentationen sind eher hier weniger an der Tagesordnung. Wir reden ein oder versuchen zumindest miteinander zu reden, ne. Es passieren auch Pannen bei uns, aber wir versuchen ein sehr gutes Miteinander, kurze Wege, schnelle Entscheidungen, alles, was auch ein Start-up ausmacht, wo die Schlagkräftigkeit auch herkommt.

Und auf der anderen Seite haben wir natürlich auch durch die Größe manche Notwendigkeiten und können international halt agieren, ne. Wenn wir jetzt die Ware zum Beispiel im Schnitt aus 28 Ländern beziehen, sind wir weltweit, sei es in Ost wie West vertreten. Aber auch vertriebsseitig haben wir im letzten Jahr in 106 Ländern die Dinge verkauft und verschickt.

Speaker 1: Wie versichert sich Ihre?

Speaker 0: Ja.

Speaker 1: Entschuldigung.

Speaker 0: Wir sind sicher europalastig oder immer noch sehr stark auch deutsch lastig. Aber wir sind in den meisten Ländern jetzt in Europa auch persönlich oder oder mit 1 Gesellschaft vertreten und gehen oder sind aber jetzt auch seit 2 Jahren in den USA am Fuß fassen. Da beziehen wir jetzt auch ein neues Büro in Ohio demnächst. Da waren jetzt auch in den letzten 2 Jahren schon einige Messe, Präsentationen und auch Pop up Stores, wo wir direkten Kontakt hatten zu unseren Kunden. Und jetzt starten wir aber auch in Australien, Neuseeland, wo wir auch den die erste Mitarbeiterin schon eingestellt haben.

Also insofern, wir wir arbeiten zwar ziemlich hemdsärmelig und und simpel, könnt man's auch sagen, aber auf der anderen Seite drehen wir 'n recht und mittlerweile 'n größeres Rad.

Speaker 1: Wenn man in solchen Ländern startet, muss man da aber auch dann 'n richtigen Schuss machen, was die Beschäftigten vor Ort angeht, oder? Also wie wie heiern Sie Sie Sie dort vor Ort? Das ist ja nicht so leicht.

Speaker 0: Ja, wir haben jetzt in USA schon einige Mitarbeiter gefunden und eingestellt. Einige arbeiten hier bei uns in Bibergmünd in der Zentrale. Und und manche arbeiten wir hier nur ein und sind aber jetzt auch schon den USA dann tätig. Wie zum Beispiel den Erin, der dann Großkundenbetreuung macht oder die Lindy. Also manche arbeiten dann dort vor Ort, deswegen haben wir jetzt ein ein Büro, ein größeres Büro angemietet, was grade umgebaut wird und auch die den den Strauß Spirit quasi in die Räumlichkeiten zaubert.

Und und da wurden auch jetzt schon mehrere Mitarbeiter in unserem Weihnachtsvideo dann präsentiert. Oder jeder konnte sich dann auch vorstellen und 'n bisschen was erzählen. Insofern versuchen wir auch, die die Menschen, die für uns außer übergemündartig oder außerhalb von Schlüchtern arbeiten, miteinzubeziehen. Und da haben wir zum Beispiel ein tolles Werkzeug, kann ich echt empfehlen, auch anderen Unternehmen. Eine Kommunikationsplattform, die heißt und Mitarbeiter App, auf die jeder zugreifen kann, sodass jeder gleichmäßig informiert wird, egal wo er arbeitet.

Auch im Homeoffice, wir haben ja auch viele im ja, remote am Arbeiten. So können wir alle gleichmäßig informieren, können auch Umfragen durchführen, können Videopots platzieren. Und ja, auch das große Gesundheitsangebot kommunizieren, was wir mittlerweile haben, sodass das wirklich empfehlenswert ist auch für viele andere Firmen. So was kann ich Das

Speaker 1: ist 'n guter Punkt mit dem Gesundheitsangebot. Also man sagt ja so auf neurdeutsch Retention Maßnahmen, grade beim Bereich Gesundheit

Speaker 0: Ja. Hab

Speaker 1: ich mir sagen lassen, das ist ja auch gemessen durch Umfragen, Studien, sehr viele Unternehmen scheitern daran, es ihrer Mitarbeiterschaft zu kommunizieren tatsächlich, was es alles gibt. Genau. Das ist das ist interessant. Also Sie Sie pflegen sozusagen da zum einen Mundpropaganda, zum anderen aber auch eben interne Kommunikation, die ja, also damit man möglichst viele da abholt?

Speaker 0: Ja. Der der frühere Begriff ist ja sicher immer noch aktiv oder aktuell heute betriebliches Gesundheitsmanagement. Aber für mich war dieser Begriff immer fürchterlich, weil er sich so beamtenartig anhört. Und wir haben das eher umbenannt in in Strauß care, nach dem Motto Strauß. Und haben ganz neue Gesundheitsangebotsformate ins Leben gerufen, dass wir zum Beispiel 'n eigenes Ärzzenetzwerk anbieten, 'n Allgemeinmediziner, Dermatologen, Kardiologen, Neurologen.

Wir haben auch jetzt 3, die operieren können. Wir haben ja jetzt auch zu in Bad Ohrb ein quasi 'n eigenes Diagnostikzentrum, in dem ja, MRT Aufnahmen gemacht werden können, CT Röntgen nach neuesten Standards. Dort kann man direkten Kontakt auch mit dem Chirurgen ja, haben und sich dann so kleine Operationen auch dort vor Ort in unserer Heimat quasi durchführen lassen. Also so kleine Operationen wie Knie oder oder Schulter oder so was machen wir quasi in unseren Räumen.

Speaker 1: Jetzt werden wahrscheinlich einige Unternehmerinnen und Unternehmer, die uns zuhören, sagen, ja, ja, bei denen läuft's. Die haben Geld für das alles, ihren Mitarbeitenden so was Schickes zu gönnen. Hab ich gar nicht, kann ich mich nicht mit vergleichen. Sagen Sie, diese Erfolge, die Sie seit Jahren haben bei der Mitarbeiterzufriedenheit und diesen entsprechenden Umfragen und und Preisen, das muss man sich ja auch leisten können oder wie sehen Sie Ja

Speaker 0: und nein. Also sicher sind wir jetzt in der glücklichen Lage, dass wir uns manches leisten können, was andere vielleicht nicht gleich ausm Stegreif machen können oder wollen. Aber wir haben ja auch ganz basisch gestartet und auch sehr sparsam. Und da kann ich sagen, Mitarbeitermotivation und Identifikation mit dem Unternehmen hat erst mal gar nichts mit Geld zu tun, ne. Das ist, man braucht im Alltag einfach nur den netten, sympathischen Menschen oder auch den Chef, ne.

Wenn der ganz authentisch und echt und sympathisch daherkommt und vor allem auch präsent ist und mit jedem auf Augenhöhe kommuniziert, dann hat man das meiste schon positiv und erfolgreich gemacht. Und so, so haben wir das in unserer vierten Generation, Henning und ich, von unseren Vorfahren auch vorgelebt bekommen. Wir sind ja beide schon in Kindesalter hier reingekommen, haben das von der Peak auf gelernt, wie man miteinander umgehen kann, wenn man will. Und da ist der positive Geist und die Atmosphäre die absolute Basis. Und so haben wir oder auch Engelbert und Lina, unsere Großeltern haben schon immer auch eine gute Atmosphäre, auf eine gute Atmosphäre Wert gelegt im Miteinander.

Und da ging es nicht nur den Kunden, sondern auch oder den Mitarbeiter, sondern auch den Lieferant zu kommen, Ne, da könnt man ja sagen, wir sind Kunde und Du bist Lieferant und so. Der hat den die Dienstleistung oder die Leistung zu erbringen. Aber da sehen wir, dass ihn auch als Mensch, der auch Lust haben soll auf uns. Und und egal, wer mit mit uns zu tun hat, soll sich auch wohlfühlen. Und wir wollen mit jedem auf, idealerweise Weise auf Augenhöhe kommunizieren, damit das gesamte, in unserem Fall Strauß Projekt erfolgreich ist.

Speaker 1: Gibt es denn Stellen oder, wo Sie trotz all der 28000 plus x Bewerbung doch 'n gewisse Nöte haben, Sie so zu besetzen, wie Sie gerne wollen? Entschuldigung, ich hab die ganze Zeit geduckt. Oh man, ich muss noch mal Gibt es denn Stellen, wo wo ihr trotzdem, trotz aller zig 10000 Bewerbungen noch Sorgen habt, die optimal zu füllen?

Speaker 0: Ja. Das ist sicher, wenn es Spezialanforderungen geht im Softwarebereich oder ja, in anderen Spezialbereichen. Aber es ist häufig eher die Schwierigkeit, den richtigen Menschen zu finden, der zu uns passt. Und da möchten wir auch eher keine Kompromisse machen und dann erst einstellen, wenn wir voll überzeugt sind auch von dem Mensch, dass der sich auf uns einlassen kann und nicht sone zum Beispiel Hierarchiedenke mitbringt, grad auch im Führungsalltag, wenn wir eine Führungskraft einstellen. Da ist es natürlich schwierig, wenn jemand das gewohnt ist, vielfach vielleicht auch als Konzernunternehmen, vor jedem Mitarbeitergespräch die Tür zuzumachen.

Weil er unsicher ist vielleicht auch, ne. Also ich ich führe viele Mitarbeitergespräche im Gang, ohne dass es weniger wertschätzend ist. Und oder in unserem Café, auf den Treppen. Wir haben auf den Treppenstufen haben wir wie einem Hörsaal Sitzgelegenheiten. Also, und sicher muss man ja nicht schreien, man kann ja auch im Vertrauen dann die Dinge besprechen.

Aber wir versuchen, zu jedem idealerweise sehr freundschaftlich miteinander umzugehen. Ich sage auch häufig, unser Ziel ist es, arbeiten mit Freunden. Genauso wie einkaufen bei Freunden. Genauso wie der Kunde gerne zu uns kommen soll, sei es über Telefon online oder persönlich auf den, in in die Stores oder auf die Messen oder auf die Pop up Stores, in die Pop up Stores. Wir möchten ihn begrüßen wie, als wär's unser größter Freund.

Sicher ist das Thema Freund in Zeiten von Facebook, Instagram, Snapchat und so bisschen überstrapaziert. Aber wir versuchen da schon, die alten Werte noch zu leben der des echten Interesses an dem anderen mit 'ner großen Authentizität. Und da fängt das natürlich bei den Führungskräften an und ganz oben auch in der Geschäftsführung. Insofern sind Henning und ich beide sehr präsent im Unternehmen. Und und ich hab auch die, weil ich mehr den Personalbereich federführe zusammen mit unseren Führungskräften aus dem Personal, der auch der Personalleitung, sind wir diejenigen, die alle neuen Mitarbeiter, die zum Monatsanfang beginnen, persönlich begrüßen.

Und und nicht nur das, sondern wir versuchen auch in 20 Minuten, 30 Minuten die Essenz von unserer Kultur und unseren Werten zusammenzufassen, sodass jeder neue Mitarbeiter auch die Gelegenheit hat, uns im Kern kennenzulernen, damit er auch weiß, worauf er sich einlässt einlässt und auch vielleicht dann manche intriganten Gewohnheiten vor der Tür lässt, die wir gar nicht erst hier brauchen. Nun, so sag ich immer, ich bin der Steffen. Ihr könnt mich ja auch am Ende zum Beispiel, jeder kann mich ansprechen nach dem Motto, jeder kann jederzeit jeden ansprechen. Auch wenn wir eine gewisse Hierarchie- und Organisationsstruktur haben natürlich. Aber wenn jemand denkt, ich kann einen Beitrag leisten, dann gerne jederzeit, ne.

Meine Nummer, Durchwahl ist 7 7 7. Und dann hab ich auch sone Spaßnummer, die aber auch funktioniert. 0 8 15. Die soll ausdrücken, auch wenn wir in allen Bereichen top, top, top Qualitäten anstreben, soll das symbolisch dafür sein, dass wir uns auf Augenhöhe austauschen möchten bis hin zur Geschäftsführung. Und jeder kann je, wirklich jederzeit jeden ansprechen.

Ja, und so handhaben wir das hier, ne. Nicht, sondern einfach. Eine ein, der Mensch soll sich hier wirklich wohlfühlen. Und ich glaube, da haben wir vieles aus der Vergangenheit gelernt durch viele solche Erfahrungen auch, aber auch durch die Vorfahren, dass die immer schon Wert auf den Mensch und den Umgang gewährt gelegt haben und wir das bis zum heutigen Tage weiterhin so praktizieren auch. Und das Ich hatte mal 'n

Speaker 1: Chef, der hatte die Durchfall 6 6 6 und mit Fall auch, der war auch 'n bisschen teuflisch. Da musst ich grade bei der 7 7 7 7 dran denken. Oh je. Da da manchmal sagt das ja was aus, ne.

Speaker 0: Ja, ja, vielleicht schon. Und insofern versuchen wir, durch solche Symbolik auch deutlich zu machen, was uns wichtig ist. Und wir haben ja auch vorn paar Jahren mal in 1 Werteentwicklungsreise, könnt man sagen, wir sagten Wertewerkstatt dazu, weil es zu unserem Handwerksthema passt, unsere unseren Spirit in Begriffe formuliert. Und da konnte auch jeder mitmachen. Egal ob es der Marketingmitarbeiter oder der Mitarbeiter aus dem Lage oder in der aus der Buchhaltung oder aus dem Vertrieb war.

Jeder, der Lust drauf hatte, konnte mitmachen. Es haben sehr viele Mitarbeiter mitgemacht. Und und so haben wir die Begriffe gefunden, Begeisterung, die positive Art, die wir generell gerne mögen. Wertschätzung, Einsatzfreude. Deswegen kam ich auch, wir sind Botschafter der Freude an der Arbeit, Gemeinschaft und Pioniergeist.

Insofern, wenn wir unsere Werte in einem Wort formulieren müssten, dann heißt das, mit Begeisterung und Wertschätzung gehen wir mit Einsatzfreude gemeinsam in die Zukunft.

Speaker 1: Steile These womöglich, aber ich kenne es von mehreren Unternehmen, groß bis klein, die sone hohe Quote haben an Bewerbungen und und nur wenige können genommen werden. Dass man, dass viele Beschäftigte dann, das klingt erst mal negativer, als ich's meine, sone sone gewisse sagen, ich gehör hier wirklich hin in den ersten Monaten, in den ersten Jahren. Die sind alle so gut hier, gehöre ich hier hin, kann ich da mithalten? Da gibt auch 'n Fachbegriff für, der mir grad nicht einfällt, aber das ist psychologisch auch erklärbar. Aber dadurch, dass die Menschen halt so nett sind oder dieses Wertegerüst eben so stabil ist, ist es kein harter, negativ formulierter Druck, sondern sondern eher Ansporn.

Würden Sie diese These, die, würdest Du diese These unterstreichen?

Speaker 0: Ja, es ist, es schafft erst, es schafft natürlich ein eine eine Identifikation, ne, weil weil diese Werte ja auch an den Grundbedürfnissen des Menschen aus sich orientieren, ne. Das heißt, man muss sich normalerweise gar nicht verbiegen, Auch wenn wir natürlich wissen, jeder Mensch ist unterschiedlich. Und das sehen wir sogar als Vorteil, dass wir uns ergänzen, ne. Weil jeder was anderes mitbringt, ergänzen wir uns idealerweise im Team. Das ist ja auch die aktuell die ganz normale Erfahrung, dass gemischte Teams die besten Teams sind, weil sie sich ergänzen.

Insofern sehen wir auch unterschiedliche Meinungen nicht als Hindernis zu unserem Betriebsklima, sondern auch grade als Ansporn der Zusammenarbeit und des Miteinanders und des besten Ergebnisses am Ende. Ja.

Speaker 1: Team ist 'n schönes Wort. Wenn Geschwister sozusagen die Nachfolge antreten. Ich, bei meiner Beobachtung geht's erstaunlich oft gut, obwohl ja eine Zeit lang alle Berater und so davon abgeraten haben. Macht bloß nicht die Geschwister Wir haben jetzt neulich hier die Lindners gehabt, also von Berlin, wo das ja sehr gut funktioniert hat. Ich erinnere mich an die Goldbecks.

Hendrik war jetzt auch hier im Podcast schon zu Gast. Sasse viele, viele Beispiele Baby One, ne, das wo die Geschwister, sei es Bruder, Bruder, Schwester, Schwester, Schwester, Bruder, bei euch sind's eben 2 Brüder, vielleicht auch sich ergänzend das super gelöst haben und ganz viele Nachfolgeprobleme gelöst haben. Mir fällt gar kein Negativbeispiel an, ehrlich zu sein. Aber obwohl immer abgeraten wird, wie was war euer Rezept? Die Unterschiedlichkeit, die euch 'n bisschen prägt oder einfach eine klare Aufteilung?

Speaker 0: Wir sind im Prinzip einheitlich im Wertegerüst, ne. In der Basis quasi des Miteinanders, sind aber schon unterschiedlich in den Fähigkeiten. Und so so haben wir uns über die Jahre ja auch selbst kennen, sich selbst kennengelernt. Und glücklicherweise ergänzen wir uns da ideal. Während Henning der kreative Markenstratege ist, wenn man's auf 2 Begriffe reduziert, bin ich der menschenfreundliche Kaufmann.

Speaker 1: Gut formuliert. Ihr kooperiert auch viel mit großen Playern. Ich glaub, die NASA ist sogar dabei. Ja. Der Handwerksbetrieb, den wir alle kennen, da natürlich noch viel mehr.

Wie wie was bringt euch das und wie wie überzeugt ihr die, mit euch das zu machen? Oder ist es eher umgekehrt, dass die die euch überzeugen sind?

Speaker 0: Na ja, wir wir halten schon jetzt engeren Kontakt zu den Technologieunternehmen der Welt, sei es jetzt aus dem Gesundheit, sei es jetzt aus dem, sei es jetzt aus Also wir halten schon Kontakt zu den Technologieunternehmen der Welt, die an der Weltspitze der Entwicklung sind im Technologiebereich, sei es Firmen aus dem Silicon Valley oder aus Bangalore, sodass wir diese technologischen Möglichkeiten auch in unsere Kundenwelt einbeziehen möchten. Wie zum Beispiel die VR Brille, die wir jetzt grade im letzten Jahr erstmalig auf den Markt gebracht haben in Zusammenarbeit mit diesen Firmen, ermöglicht es unseren Kunden, denen es ja auch am Ende geht, tolle Möglichkeiten, Räume zu vermessen, automatisch das in die in die Software einzufügen et cetera. Also da ist, da sind wir grade erst noch am Anfang, da wird noch vieles entstehen. Und so sehen wir uns nicht nur im Bereich Bekleidung und Schuhe, was sicher unser Hauptthema auch zukünftig erst mal sein wird, sondern wir sehen uns auch als Hilfe Hilfeststeller in dem diesem Bereich und möchten unseren Firmen auch diese Möglichkeiten, die da sich in der Zukunft bieten, anbieten.

Speaker 1: Wie war das mit der Umbenennung? Also ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, 24 25 von Engelbert Strauß zu Strauß. Was hat das, Ja. Was sind die Hintergründe und was hat das auch mit den Beschäftigten gemacht, als ihr mit der Idee die Ecke gekommen seid?

Speaker 0: Ja. Zurückgehend ja auf die Wurzel, warum eigentlich Engelbert Strauß? Das hat den Hintergrund, dass in unserem Dorf andere Sträuße auch das gleiche Thema gemacht haben. Insofern wollte man sich natürlich differenzieren. Und deswegen hieß es über Jahrzehnte Engelbert Strauß.

Und jetzt im Zuge der Internationalisierung war der Gedanke, diesen Firmennamen einfach abzukürzen, zur Vereinfachung. Und dass andere wie Amerikaner leichter uns benennen können und es griffiger ist auch auf den Produkten, in der Platzierung dann, in der Beschreibung durch Logos oder auch in der Bandenwerbung, sei es im Fußball, im Baseball et cetera, im Produktspon, im im im Sportsponsoring quasi, ist es natürlich viel einfacher, mit einem kurzen prägnanten Logo oder der Wortmarke zu arbeiten.

Speaker 1: Ich will euch natürlich nicht all eure Produkte jetzt auf das Thema Dienstkleidung für Handwerker reduzieren. Ihr macht viel mehr, aber es ist natürlich schon etwas, womit man euch euch auch verbindet. Glaubst Du, jetzt reden im Moment alle, KI nimmt uns Jobs weg und hier und da, aber das Handwerk hat golden im Boden, das wird überleben. Glaubst Du, dass das Image sich von 1 euren wichtigen Zielgruppen sozusagen auch, dass das mit Händen etwas zu machen, im allgemeinen Sinne. In der KI Ära wird das ja offenbar wichtiger.

Dieses hat das diesem ganzen Branding, womit ihr Du dich jetzt 40000 Mal besser auskennst, auch wenn Handling natürlich da auch viel macht, aber hat das Auswirkungen? Glaubst Du, dass dass ihr da eine gute Zeit für euch habt oder eine eher schwierige durch all das?

Speaker 0: Also ich seh eher die Chancen. Sicher gibt's immer Schwierigkeiten. Es gibt immer Chancenrisiken, klar. Aber ich seh eher die Chancen. Ich seh die Möglichkeiten.

Und grade auch im KI Zeitalter ist es eine ganz tolle Chance für die Handwerker, die Tätigkeiten, die man nie mit KI machen kann, Ne, die Fliese wird weiterhin von 'nem Handwerker verlegt werden müssen, auch wenn es sicher vielleicht in 30 Jahren Roboter für manche Standardfliesenbeläge kippt. Das kann schon sein. Aber ich glaube, viele Tätigkeiten in den verschiedensten Handwerkszweigen werden weiterhin mit dem Hand, mit den Händen gemacht werden müssen. Unterstützt vielleicht mit KI Systemen wie diese VR Brille oder mit Tools, die

Speaker 1: man dann auch als

Speaker 0: Handwerker nutzt. Dann insofern hat Handwerk jetzt als eine Branche, die wir bedienen, weiterhin sehr stark goldenen Boden und wird sich noch mehr auch shiny zeigen.

Speaker 1: Auch aufm Arbeitsmarkt wahrscheinlich. Also ich merke jetzt schon, da hat man neulich auch, das Stück Ausbildung wollt ich nämlich noch zukommen, ist bei euch ja auch 'n ganz wichtiger Punkt. Die duale Ausbildung in Deutschland lange unter Druck, obwohl's ja eigentlich 'n Erfolgsmodell ist, kommt jetzt wieder, weil sich viele gesagt haben, na ja, also das ist mit dem Akademiker und so, ohne Weiteres kommt man auch nicht mehr in Jobs wie früher. Wir sehen da grad vielleicht eine Trendwende. Für euch umso wichtiger, ihr macht da echt viel, Auszubildende zu werben.

Speaker 0: Ja. Wir wir sind in allen Schulen der Region und auch überregional in den Akademien, die für uns Relevanz haben, auch bis hin zu Fachorientierten, Mönchengladbach zum Beispiel und oder auch 'n Softwarebereich. Und da versuchen wir natürlich schon, die besten der jungen Leute zu bekommen. Und glücklicherweise haben wir da auch 'n starken Zulauf, sodass wir im letzten Jahr rund 2000 Bewerbungen alleine für ja, 20 Stellen circa bekommen haben. Also da haben wir auch eine schöne Auswahl und freuen uns natürlich da, richtig tolle, nicht nur fähige Menschen, sondern auch echte Menschen zu bekommen, die die Lust auf Lernen haben, die Lust auf Leistung haben, die mit denen man was anfangen kann, die die einfach Spaß machen.

Speaker 1: Zum Abschluss

Speaker 0: Da haben wir auch UD 30 Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Auch da hat sich die Vielfalt deutlich noch mal erweitert. Und haben sogar auch einen eigenen Studiengang jetzt im International Business ins Leben gerufen im letzten Jahr, wo die ersten 13 Studenten dann diesen Studiengang bei uns in den Räumen, in der CIA Factory, die wir vorhin angesprochen haben, dann durchführen. Das heißt, Theorienpraxis in unseren eigenen Räumen. Die Dozenten kommen zu uns direkt.

Speaker 1: Ein Erfolgsmodell. Ich drück die Daumen. Also das das gerne öfter hier in diesem diesen Standort in unserem Land. Zum Abschluss noch vielleicht die Frage, was, Menschen brauchen ja auch Sicherheit bei der Arbeit. Was ist das, was dich verunsichert?

Also gibt es da etwas, wo Du sagst, läuft eigentlich ganz gut, aber aber das oder jenes, wenn das kommt, dann hab ich nicht so leicht die Zauberantwort drauf.

Speaker 0: Ja. Ich mein, das sind die allgemeinen Themen, die man jeden Tag in der Zeitung oder in den Nachrichten liest. Das ist Bürokratie. Das ist Lust auf Leistung, ne, die in Deutschland vermeintlich weniger ist, zumindest wird es so in den Nachrichten kommuniziert. Hier bei uns im Unternehmen nehmen wir anders anderes wahr.

Also wir nehmen das wahr, dass sich schon Menschen, jung bis älter, immer noch begeistern lassen für Leistung und für ein gutes Miteinander. Also wir sind da, glaub ich, echt gesegnet oder auch haben's Glück selbst in die Hand genommen, indem wir tolle Rahmenbedingungen geschaffen haben und täglich neu sicher viel Arbeit und viele Maßnahmen immer wieder neu da auch aktiv aktivieren müssen. Das ist klar. Nichts ist von selbst. Man muss selbst sehr stark da Einfluss nehmen, sodass es lebt, ne.

Und so, das ist jetzt was, das sind jetzt mal 2 Aspekte, Bürokratie und Lust auf Leistung, die ich für jetzt allgemein aus der Adlerperspektive, wenn man auf Deutschland guckt, infrage stellen würde und was mir 'n bisschen Angst macht für die Zukunft.

Speaker 1: Ich glaube, die größte Sorge der mittelständischen Firmen ist tatsächlich der Fachkräftemangel, Personalmangel, Institut für Mittelstandsforschung grad noch mal fragt, das habt ihr nicht, haben wir drüber gesprochen, sehr ausführlich. Und zwar mit Maßnahmen, die nachbaubar sind. Ich glaube, so darf ich unser Gespräch auch zu vollem passen.

Speaker 0: Ja. Ohne ohne viel Geld. Allein den gesunden Menschenverstand, wenn man den einschaltet und wenn man die Menschen anlächelt, wenn man sie liebt quasi, ne. Ich sag mal, manchmal bisschen provokant, der Kaufmann, der sehr stark sicher bei uns vertreten ist, der kann ja erst mal nix. Außer dass er vielleicht a mit b verbindet.

Er weiß idealerweise, was Menschen brauchen und wer was produzieren kann und das miteinander verknüpft, ne. Der Kaufmann kann kein Möbel herstellen, er kann keine Lampe, das kann er vielleicht noch anschrauben, aber dann hört's schon auf. Er kann keine Maschine bauen, kann kein Auto bauen. Ist ja eigentlich von den fachlichen Qualifikationen im urtümlichen Sinne sehr begrenzt. Aber was er, glaub ich, kann, wenn er gut ist, kann er mit Menschen, mit Menschen umgehen.

Und und spüren, was Menschen brauchen, worauf wir sie Wert legen und was andere Menschen können, ne. Und das und diese Verbindung herzustellen.

Speaker 1: Steffen, vielen, vielen Dank für dieses Gespräch und viel Erfolg euch weiterhin.

Speaker 0: Ja, vielen Dank, Thorsten. Hat mich sehr gefreut, mit dir zu sprechen.

Speaker 1: Und auch Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, alles vielen Dank fürs Dabeisein. Ich sag wie immer, bleiben Sie gesund und erfolgreich. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.

Speaker 0: Das war Markt und Mittelstand der Podcast.

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